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Deutschland: Die Job-Angst kehrt zurück

Offenbar führen die jüngsten wirtschaftlichen Entwicklungen in Deutschland zu zunehmender Sorge der Bürger um ihren Arbeitsplatz.

Zur Stimmungsverschlechterung haben wohl die nach unten korrigierten Prognosen zum Wirtschaftswachstum, die angekündigten Stellenstreichungen bei der DB, die drohende Rezession in den USA und die heftigen Diskussionen um die Standortverlagerung von NOKIA beigetragen.

Nach einer Umfrage glauben weniger als die Hälfte aller Bundesbürger an eine weitere Zunahme der Arbeitsplätze bis zum nächsten Jahr, jeder Vierte bangt gar um seinen Job.


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WebReporter: Nesselsitzer
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutschland, Deutsch, Angst, Job
Quelle: www.bild.t-online.de

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20.01.2008 10:51 Uhr von usambara
 
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Angst vor amerikanischen Verhältnissen? nein, die haben wir seit der letzten SPD-Regierung.
Tagelöhner ohne Krankenversicherung und ohne künftige
Rente werden hier immer mehr zur Normalität.
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20.01.2008 11:24 Uhr von Borgir
 
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man sieht doch aber: wenn man als arbeitnehmer ordentlich druck auf den arbeitgeber ausübt dann kommt es nicht zu stellenstreichungen, sie die bahn.....
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20.01.2008 11:47 Uhr von datenfehler
 
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jeder der nachdenkt wird zu dem Schluss kommen, dass es in jüngster Zeit keine Umstände gegeben hat, die die Jobangst der Leute verschwinden lassen konnte, daher war die Job-Angst nie weg.
Aber es ist schön, wenn man sagen kann, dass sie kommt und wieder geht und wieder kommt. Das ist immer wieder einen Artikel in der Zeitung und einen Beitrag im TV wert. Mit irgendetwas wirtschaftlichem und politischem muss man die Nachrichten noch füllen, sonst kommen sie unseriös, wenn sie nur über Jungel Camp und Big Brother berichten...
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20.01.2008 12:10 Uhr von ThugWorkout
 
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Ohne die News oder irgendwelche Kommentare jetzt gelesen zu haben kann ich allein von der Überschrift her sagen...

DIE JOB ANGST WAR NIE WEG!!!!
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20.01.2008 13:25 Uhr von Totoline
 
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LOL: "Kehrt zurück" ist da wohl etwas fehl am Platze...
Woran das wohl liegt? Die tägliche Gehirnwäsche ala "Sinkende Arbeitslosenzahlen" seitens Merkel ist der Hatz gegen jugendliche Straftäter gewichen.
Nun wachen die Leute wieder aus ihrem Schlaf auf - nicht mehr und nicht weniger.
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20.01.2008 13:30 Uhr von alter.mann
 
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mit knapp: 46 habe ich keine jobangst mehr.

ich hab keinen.

und so wirds auch bleiben.

ich kann halt nicht anbieten, mit 20 ein absolviertes (und bestandenes) hochschulstudium zu haben und auch noch 25 berufserfahrungsjahre nachzuweisen.

gruß
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20.01.2008 13:50 Uhr von Heinrich1871
 
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In Zukunft sind Jobs Raritäten: Job-Angst bei der Bevölkerung besteht permanent. Es ist nur die Frage ob die Medien dies publizieren.
Aus anderer Quelle werden unter anderm der Direktor des IFO-Institues zitiert, "Generell müssen Industriearbeiter in allen Branchen langfristig um ihre Jobs fürchten". Die herstellunf konzentriert sich auf die Endfertigung. Dafür werden Ingenieure und Manager benötigt, aber kaum Arbeiter.
Dies bedeutet doch Facharbeiter heute = Geringverdiener (mangels Qualifikation) morgen.
Ein amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler (ich glaube Riffkin) geht davon aus, das weltweit zwischen 2010 und 2020 die Arbeitsplätze in der Produktion um ca 83% (5/6) sinken werden. Dies bedeutet einen Arbeitsplatzverlust von ca. 700 Millionen Arbeitsplätzen weltweit innerhalb 10 Jahren.
Durch die Verlagerung auf die Endfertigung in Deutschland, dürften demnach mehr als 83% der Produktionsarbeitsplätze verloren gehen.
PS: Die Rente (Taschengeld) lässt grüßen.
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20.01.2008 14:01 Uhr von guslan
 
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Es ist berechtigt das viele Leute Angst um Ihren Job haben. Wenn man die Nachrichten nur in diesem Jahr hört, sind viele Arbeitslos geworden. Foto-Color hat dicht gemacht, Nokia und andere Firmen.
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20.01.2008 14:32 Uhr von marshaus
 
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der druck: ist auch hier gross......aber nicht die arbeitslosigkeit...aber das kann sich nun auch aendern....da halbtagskraefte die unter pound 110 die woche bleiben......keine rentenbeitraege mehr zahlen muessen........hat blair uns hinterlassen......denn nun muss der arbeitgeber nicht mehr die beitraege zahlen. bin gespannt wenn man ins rentenalter kommt wovon die meisten leben werden
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20.01.2008 15:20 Uhr von politikerhasser
 
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Hat uns jemand gefragt ob wir Polen, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Tschechien, die Slowakei, Slowenien u.a. in der EU haben wollen?

Erst zahlt der Bürger die Subventionen für die Unternehmen hier, später dann für den Umzug ins wirtschaftlich interessantere EU-
Neuland.

Die einzig sinvolle Subvention wird für die Zukunft ein ausreichendes Grundeinkommen für Alle sein, da es nie mehr genügend Arbeitsplätze geben wird.
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20.01.2008 16:36 Uhr von Das allsehende Auge
 
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Danke, danke, danke "Deutschland": für dies alles.

Vortragstipp

EU Verfassung #1
http://www.youtube.com/...
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20.01.2008 17:49 Uhr von k4y
 
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Achwas Und das obwohl unsere Wirtschaft und die Arbeitsplätze doch seit Merkel so super sind *schmunzel*
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20.01.2008 18:08 Uhr von suhley-mike
 
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selber schuld: jeder der fonds aktien besitzt, egal ob privat oder über versicherung wie private rente etc darf sich über job angst nicht aufregen.

alle die tragen dazu bei das unternehmen die an der börse gehandelt werden gewinne erwirtschafften müssen.
denn alle die jenigen sind die sogenannten kreditgeber der firmen und verlangen natürlich auch dementsprechend gewinnauszahlung.

wenn zu wenig gewinn erwirtschafftet wird sind halt gehaltskürzung oder entlassungen an der tagesordnung.

ps zweitbelegung spinnt. daher alles klein geschrieben.
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20.01.2008 21:52 Uhr von jsbach
 
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Nach zusätzlichem Durchlesen: der Quelle kann ich der Umfrage des Emnid-Instituts nur zustimmen.
Die Politker schwafeln den Aufschwung herbei und dann gehen vielerorts die Lichter aus?
Vom Preisgefüge und Inflation wollen wir nicht zusätzlich diskutieren.
Die geschönten Absatzzahlen der Auto-Industrie u.ä. geben Anlass zur Sorge. Und wo bleibt der Otto Normalverdiener. Immer mehr schuften für weniger Geld? Dass kann auf die Dauer nicht gut gehen. Daher wieder mein Wallraff Spruch:
"Die Reichen werden immer reicher und die Armen immer zahlreicher"
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20.01.2008 23:05 Uhr von Das allsehende Auge
 
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Ein kleines bisschen Zukunftsmusik: Leider - obwohl ist ja schon Gegenwart und für einige hier sogar schon Vergangenheit. :-(

Die Wirtschaftliche Entwicklung.

Kurze Frage - Einleitung; Was ist eigentlich Wirtschaft? Ist es eigentlich dieses Angebot und Nachfrage Ding - ja ich weiss es ist Marktwirtschaft - diese die alles bestimmt.

Diese bestimmt die Preise und damit auch den Wert von allem - nicht nur von dem Produkt was gekauft wird, sondern auch den Wert von dem, wo der Käufer drin wohnt - die Immobilie.

Hat aber der Käufer immer mehr Lohneinbussen oder gar keine Arbeit mehr wird weniger gekauft - muss weniger gekauft werden, und er kann sich auch keine so teure Immobilie mehr leisten - natürlich auch zur Miete.

Eigentlich müssten in Deutschland die Preise der Produkte drastisch fallen und auch die Immobilien sich dem Markt anpassen - tun sie aber nicht - kann sich ja keiner leisten, dass sein Besitz weniger Wert hat als beim Kauf - es ist aber leider so - so ist es mit jeder Ware.

Fazit

Was bedeutet unsere Immobilien, sowie auch unsere Firmen sind viel weniger Wert als noch zu Zeiten als es höhere Reallöhne sowie es weniger Arbeitslosigkeit gab. Und es wird mit jedem Lohndumping sowie ansteigender Arbeitslosigkeit weniger Wert, weil man sich das Produkt sowie diesen Wohnstandart nicht mehr leisten kann - verkaufen auch nicht - wer wills kaufen und was soll er damit.

Folgen

Produktionssenkung - was auch Stellenabbau bedeutet, dadurch Aktienfall, sowie die Firma ist am Ende weniger Wert.
Bei Immobilien - auch Firmenimmobilien gilt das gleiche - wie oben beschrieben - nur bleiben die, statt günstiger zu werden immer mehr leerstehend - besonders Ladenlokale.
Die Arbeit - wird ganz folgerichtig durch dieses alles weniger und weniger und weniger - dadurch der Umsatz weniger und weniger und weniger - es wird nur noch bei immer mehr werdenden nur noch das Notwendigste gekauft und wahrscheinlich - wenn es geht - noch Geld für (noch) schlechtere Zeiten zurückgelegt.

Depression, Rezession und das Ende von Deutschland.

Jetz stellt sich nur die Frage warum ist es so weit gekommen?

Es kann glaube ich daran liegen, dass immer mehr Geld auf die Konten der Oberen fliest und dadurch immer weniger Geld bei den Untersten im Geldkreislauf ist - und mit jedem Kauf bzw. schon nur Transaktion mehr wird.



Vielleicht noch zwei Videos dazu

Wie funktioniert Geld? - Diplomarbeit von "Max von Bock "
(Youtube Video)
http://www.youtube.com/...

Unser Geldsystem - Ein System mit Verfallsdatum
(Google Video)
http://video.google.com/...


Aber, dass will ja keiner Wahrhaben bzw. hören oder darf nicht drüber gesprochen werden. Weil dies ja diesen unausweichlichen Ausgang noch schneller beschleunigen kann bzw. wird - Man versucht sich ja so lange wie geht über Wasser zu halten - auch an der Macht.

Übrigens nur so zum Schluss. Dass sind alles die Filesharer, und noch mehr die bösen Raubkopierer Schuld, dass ALLE Einbussen haben.

Detaillierte Infos über alles und warum, findet man übrigens auf Deutschland-Wette 1.0 - wo sonst - zweimal aufs Auge klicken.
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20.01.2008 23:06 Uhr von Gregsen
 
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ach quatsch, die deutschen sind pessimistisch? Das ist ja mal was ganz neues :D

sorry konnte ich wegen dem im kern leider enthaltenen wahrheit nicht verkneifen...
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20.01.2008 23:29 Uhr von Das allsehende Auge
 
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Denkender & Restpöbel: Das nennt man mal Morphogenetik - ich bin eben nicht so ein bzw. der besser Next Uri Geller - das Uriauge.

Ne mal spass beiseite. Das allsehende Auge - und damit auch vorhersehende, hat eben ein wenig Ahnung von der Materie und kann richtig wirtschaften - zumindest die Zusammenhänge die dadurch folgen werden, deuten bzw. Voraussagen und auch Gedanken lesen.

Anders gesagt; Ich habe Wissen und kann 1und1 zusammenzählen - sehe die "Komplexität", die hinter allem steht.

Leider. :-(

Nebenbei hab ich immer Recht und hatte immer Recht - nicht umsonst Deutschland-Wette, die seit über zwei Jahren noch nicht einmal daneben lag - oder meine "Prophezeiungen" hier auf ShortNews - seit ca. 4 Jahren sogar. ;-(
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21.01.2008 01:05 Uhr von Das allsehende Auge
 
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Denkender: Nur ist das leider in Deutschland sehr schwer bzw. deutsche Aktien einen Leerverkauf zu tätigen bzw. auf "short" gehen - an solche Fonds zu kommen. :-(

Aber wer kann, dem kann ich das nur empfehlen, genau wie auf den Zusammenbruch des amerikanischen Bankensystems zu setzen - und das deutsche wird da auch mit rein gerissen - wie mit den Immobilien bzw. wie man gerade sieht mit dem Börsenverfall von deutschen Unternehmen. ;-(

Also ich kann nur sagen, dass das 10.000 gut angelegte Dollars - besser noch Euros sind - werden dann sogar mindestens 2.000.000 draus.

Ich hatte diese News nicht umsonst hier reingebracht. ;-)
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21.01.2008 01:54 Uhr von Das allsehende Auge
 
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Was glaubst Du wohl: Was glaubst Du wohl

Die Arbeitslosenquote - sogar die ungeschönten Zahlen werden steigen. Ein Euro-Jobs sind nur begrenzt auf maximal 3 Jahre. Und seit wann gibt es die? Also fallen bald diese billigen Praktikanten weg. Zusätzlich noch die Euros - noch weniger Kaufkraft.

Firmen setzen mehr auf Leiharbeiter - Festangestellten müssten die den für die Tätigkeit üblichen Lohn bezahlen. Heisst; Dadurch wird auch noch weniger Kaufkraft.

Bald ist 2009 - komplette EU-Osterweiterung. Heisst; Jeder Europäer darf arbeiten wo er will.

China wird Exportweltmeister bzw. ist es jetzt schon.

Die kleinen Geschäfte werden immer mehr zumachen - Düsseldorf und Umgebung (30km) wird bald 6 grosse Einkaufszentren haben.

Viele Rentner werden dort hinziehen wo sie von der Rente noch leben können und wo sie dadurch von der Rieser-Rente noch was haben - sie zusätzlich bekommen.

u.s.w. - das was wir sowieso schon kennen wird so weitergehen - sogar noch schneller.

Egon W. Kreutzers "Stellenabbau in Deutschland "
http://www.egon-w-kreutzer.de/...


Was meinst Du wohl
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21.01.2008 17:22 Uhr von Isamu_Dyson
 
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job angst was für ein wort...eher ein unwort.

angst um den job haben alle, die keine nagst haben, sind blind und wachen erst auf, wenn der job weg ist.

es wird nie wieder mehr arbeit geben, jobs werden immer weniger, das kann sich auch anders garnicht entwickeln.
der großteil der bevölkerung hat immer weniger kaufkraft, also wird die nachfrage sinken. das einzige was noch mehr nachfrage bekommen wird sind luxusgüter, für die wenigen aber wohlbetuchten, die auf kosten der nun in armut lebenden personen sich bereichert haben.

ich finde es auch toll zu höhren, welchen rekordgewinn das RWE produziert und bei uns im ort ab 12 uhr die lichter ausgehen, bis auf die hauptstrasse. da fühlt man sich ja richtig sicher. da muss man schon mit taschenlampe unterwegs sein, um zu seiner wohnung zu kommen, will man nicht gegen bäume rennen.

für diebe und einbrecher auch eine direkte einladung. ich bezahle irrsinnige strompreise, RWE macht rekordgewinne und bei uns wird das licht abends ausgemacht??? ist ja schlimmer als im mittelalter...und genau dahin bewegen wir uns hin. die reichen krönen sich wieder zum adel und der rest der bevölkerung sind wieder leibeigene.

schon traurig das die menscheit sich nicht weiterentwickelt, sondern wieder zurück. ach wie toll ist doch der mensch, wie selbstlos und wie edel im gemüt...

sorry wenn ich jetzt lachen muss...aber schon albenr wie hunderte über millionen herrschen können und diese zu ihrem wohl ausbeuten, ohne das diese was unternehmen.
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21.01.2008 19:45 Uhr von Das allsehende Auge
 
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Wer hat immer Recht der Überhebliche. :-(

Finanzmärkte
Schwärzester Börsentag seit 11. September 2001

Angst um ein Rezession an den Weltbörsen: Erst stürzen Asien Börsen in die Tiefe. Dann verfallen die Anleger in Europa in Panik. Der Dax schließt mit dem größten Punkte-Verlust der Geschichte. Nur die Wall Street bleibt verschont: Sie war geschlossen.

Der 21. Januar wird in die Geschichte eingehen. Allerdings nicht als positives Datum, sondern als einer der schwärzesten Tage, den die Weltbörsen je erlebten. Ironie der Geschichte: Obwohl die derzeitigen Finanzprobleme ihre Ursache in den USA haben, ging das Börsenbeben vom Montag anders als 1929 oder 1987 nicht von der Wall Street aus. Wegen eines Feiertages waren die US-Finanzmärkte geschlossen.

Umso kräftiger ging es an den anderen Märkten der Welt bergab. Massive Verluste verzeichnete in Frankfurt der deutsche Leitindex Dax. Kaum war der Handel eröffnet, ging es für die Aktien rapide bergab. Schon am Mittag war die wichtige 7000-Punkte-Marke nach unten durchbrochen worden. Zum Handelsende stand der Dax 7,2 Prozent niedriger bei 6790,19 Zählern. Zuletzt hatte das Börsenbarometer am 11. September 2001 so stark verloren. Gemessen an dem Punkte-Verlust von 523,98 war der größte der Absturz der Geschichte.

Seit Jahresanfang hat der Dax rund 16 Prozent an Wert verloren. Einzelne Aktien wie die Immobilienbank Hypo Real Estate haben sich innerhalb von 14 Handelstagen im Wert halbiert. Der Reisekonzern TUI, der Finanzdienstleister Commerzbank und der Maschinenbauer MAN büßten seit Anfang Januar rund ein Drittel ihrer Marktkapitalisierung ein.

Der Leitindex der Eurozone, der EuroStoxx 50, sackte ebenfalls um sieben Prozent ab. In Paris und London, in Zürich und Madrid ging es ebenfalls kräftig nach unten. Zuvor war es bereits an den Börsen in Asien zu einem Ausverkauf gekommen. Die Börse in Tokio verlor zum Wochenauftakt 3,9 Prozent. Der Hang-Seng- Index in Hongkong gab 5,5 Prozent ab, in Indien rutschte der Sensex um 7,4 Prozent ab.

"Es herrscht die nackte Panik“
Insgesamt sind seit Ausbruch der Finanzkrise Mitte des vergangenen Jahres an den weltweiten Aktienbörsen sechs Billionen Dollar vernichtet worden, das entspricht in etwa zehn Prozent der Wirtschaftsleistung, die auf dem gesamten Globus erbracht werden. „Hier findet ein massiver Ausverkauf statt. Es herrscht die nackte Panik“, sagte ein Händler in Frankfurt. „Wir sehen den klassischen Crash.“

Wie groß die Nervosität war, ließ sich auch am Angstindikator VDax ablesen. Dieser schoss am Montag um 33 Prozent nach oben. Das war der stärkste Anstieg überhaupt. Allerdings ist der Indikator noch weit von seinen Höchstständen aus dem Jahr 2003 entfernt.

Da die Panik noch nicht so groß ist, wie bei früheren Ausverkäufen, sind sich die Experten nicht sicher, ob der Tiefpunkt jetzt schon erreicht ist. Zwar übertreibt der Markt nach Ansicht von Beobachtern mit den aktuellen Verlusten – allerdings könne derzeit nicht eingeschätzt werden, wann der Boden erreicht sei und der Dax zu einer Erholung ansetzen werde.

„Niemand hat damit gerechnet, dass es hier so kracht“, sagt Joachim Goldberg, Chef des Analysehauses Cognitrend, das auf Kapitalmarktpsychologie spezialisiert ist. Ob der Abwärtstrend anhalte, sei nicht vorhersagbar.
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21.01.2008 19:46 Uhr von Das allsehende Auge
 
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Glos warnt vor Konjunktur-Panik: Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) warnte angesichts des Dax-Einbruchs vor Panik. Es gebe für die wirtschaftliche Entwicklung keinen Grund zur Sorge, sagte Glos in Berlin. Die Realwirtschaft sei in ordentlicher Verfassung. Das von US-Präsident George W. Bush vorgelegte Konjunkturförderpaket könnte nicht ausreichen, hieß es. „Die Wahrscheinlichkeit, dass die USA eine Rezession erleben werden, sind hoch und dieses Szenario wird gerade an den Börsen weltweit gespielt“, sagte ein Börsianer in Frankfurt.

Asiens Börsen im freien Fall - Zehn Prozent Minus in Indien
Zuvor waren die Börsen in Asien erneut massiv eingebrochen. An der Leitbörse in Tokio sackte der Nikkei-Index für 225 führende Werte um 3,86 Prozent und sank damit auf den niedrigsten Stand seit Oktober 2005. Die Börse in Hongkong musste den schwersten prozentualen Verlust innerhalb eines Tages seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA einstecken. Der Hang Seng Index brach um 5,49 Prozent ein.

Am heftigsten traf die Börse in Indien. Im späten Handel in Bombay verlor der Börsenindex Sensex mehr als zehn Prozent. Bis zum Handelschluss hatte er 1482,05 Punkte verloren und stand bei 17.531,65 Punkten. Händler begründeten die Verluste mit der Angst vor einer US-Rezession mit Folgen für die Exportwirtschaften in Asien.

Auch die chinesischen Anleger trauen dem Börsenboom nicht mehr. Der Shanghai Composite Index sackte um 5,14 Prozent ab. Das war Angaben staatlicher Medien zufolge der bisher schwerste Kurssturz seit sechs Monaten. Der Composite Index der kleineren Börsen im südchinesischen Shenzhen fiel bei Handelsschluss um 4,62 Prozent. Chinas Anleger befürchten, dass neue Wachstumszahlen, die am Donnerstag veröffentlicht werden sollen, erneute Schritte der Regierung in Peking zur Abkühlung der Wirtschaft nach sich ziehen könnten.

Der Kospi-Index der koreanischen Börse in Seoul verlor 3 Prozent. Erneut große Verluste gab es auch in Indonesien mit 4,79 Prozent, in Singapur rutschte der Straits Time Index sogar um 6,03 Prozent. Auch in Australien ging die Talfahrt zum elften Mal in Folge weiter: Der All Ordinaries Index fiel erneut um 2,3 Prozent.

Quelle: http://www.welt.de/...

Erst wenn der wieder bei 5000 ist - müsste sogar noch tiefer werden, dann ist der Wert der Firmen und die "Werte" der Deutschen wieder einigermassen im Gleichgewicht.
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21.01.2008 20:29 Uhr von Isamu_Dyson
 
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hmm: ich weiß zwar nicht warum...aber irgendwie wünsche ich es mir, das alle aktienmärkte im chaos versinken und alles ins bodenlose fällt.

um all die gierigen zu erwischen, die nur auf dividenden geil sind, worauf bei vielen betrieben immer der personalrotstift angesetzt wurde.

geld ist nur papier...wird zeit das es auch wieder zu dem wird. ein wertloses stück papier mit aufdruck. geld ist eine schlimmere droge, als alle drogen auf der welt zusammen genommen.
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24.01.2008 11:00 Uhr von scuba1
 
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Jobangst: Ich denke diese Angst ist bei vielen Leuten nie weg gewesen, besonders seit die Großkotzkoalition an der Macht ist.
Ein Haufen Sprücheklopfer die jenseits der Realität leben und überhaupt nicht wissen was an der Front des kleinen Mannes los ist.Wenn ich jeden Monat einige Tausend € in den Allerwertesten geschoben bekomme fürs Nichtstun dann kann ich auch dumm daherreden.

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