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Uni Bonn: Was gab es im Mittelalter auf den Tisch?

Das Bonner Mittelalter-Forum, ein von Mediavistik-Studenten gegründeter Verein, veranstaltet am 26. Januar 2008 den Workshop "Recipes & Remedies". Dabei sollen Gerichte, wie sie vor 500 bis 1.500 Jahren in Europa üblich waren, zubereitet werden.

Dazu haben die Mittelalterforscher Rezepte aus dem Früh- bis Spätmittelalter gesammelt. Nun gehen sie der Frage nach, wie die Kunst oder die Literatur das Zubereiten von Speisen oder das Essen dargestellt hat, und wie solch eine Tafelrunde tatsächlich ausgesehen haben muss.

Am 26. Januar werden die Workshopteilnehmer dann Mahlzeiten zubereiten und probieren. Allerdings erklärte Frau Meier, Gründungsmitglied des Bonner Mittelalter-Forums: "Kartoffelgratin, Tomatensuppe, Schokoladenmousse... alle diese Leckereien waren im Mittelalter in Europa unbekannt."


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WebReporter: hrungnir1
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Bonn, Uni, Mittel, Tisch, Mittelalter
Quelle: www.archaeologie-online.de

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19 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.01.2008 20:55 Uhr von hrungnir1
 
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Zucker, Kartoffel, Tomaten. Alles das gab es im Mittelalter noch nicht. Interessant ist, dass die armen Menschen sich nach unseren heutigen Maßstäben gesünder ernährt haben (sie aßen viel Gemüse) als die Oberschicht (die aß viel Fleisch).
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20.01.2008 10:45 Uhr von Mi-Ka
 
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"Recipes & Remedies" ??? Ist das die Sprache, die man zu dieser Zeit gesprochen hat?
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20.01.2008 15:06 Uhr von Bibip
 
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Das Essen war damals extrem eintönig. Fleisch gab es sehr selten und wenn dann nur kleine Stücke.
Grütze, Haferbrei, Gerstenspeisen, gesammelte Gemüse (wie z.B. Sauerampfer, SpitzWegerich, Brennnesseln, usw.).
Bei Hof war das Essen natürlich weit schmackhafter (und schädlicher... wie bei uns heute!)
Bibip
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20.01.2008 16:58 Uhr von lie
 
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Die Mische macht´s: Pauschal zu sagen, dass die Oberschicht ungesünder gelebt hat, weil sie Fleisch aßen is doch Blödsinn, denn sie werden sicher sicher auch Gemüse gegessen haben, wohingegen die Unterschicht sicher weit weniger Fleisch gegessen hat => die haben den durch Fleischmangel entstehenden Nährstoffmangel sicherlich nicht richtig durch andere Nahrung ausgeglichen.
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20.01.2008 17:19 Uhr von lie
 
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Die Mische macht´s: Pauschal zu sagen, dass die Oberschicht ungesünder gelebt hat, weil sie Fleisch aßen is doch Blödsinn, denn sie werden sicher sicher auch Gemüse gegessen haben, wohingegen die Unterschicht sicher weit weniger Fleisch gegessen hat => die haben den durch Fleischmangel entstehenden Nährstoffmangel sicherlich nicht richtig durch andere Nahrung ausgeglichen.
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20.01.2008 17:19 Uhr von lie
 
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Die Mische macht´s: Pauschal zu sagen, dass die Oberschicht ungesünder gelebt hat, weil sie Fleisch aßen is doch Blödsinn, denn sie werden sicher sicher auch Gemüse gegessen haben, wohingegen die Unterschicht sicher weit weniger Fleisch gegessen hat => die haben den durch Fleischmangel entstehenden Nährstoffmangel sicherlich nicht richtig durch andere Nahrung ausgeglichen.
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20.01.2008 17:53 Uhr von Bibip
 
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Hallo von lie: die Oberschicht hat genau wie wir heute wesentlich zu viel Fleisch gegessen. Fleisch bringt zwar schnell Energie in den Körper, ist aber vom Ernährungsbewussten nicht das gesündeste. Z.B. wäre einmal wöchentlich 200 gr. Fleisch vollkommen ausreichend. Die Oberschicht frass aber vorzugsweise Fleisch.
Klar, nur Grießbrei ist auch nicht das Gelbe vom Ei. Doch musst Du Dir mal die Rezepte aus dem Mittelalter ansehen. Zwar arbeitsaufwendig, doch recht gesund. Auch muss es nicht papaya und Orangen sein. Oder sonstige Importfrüchte. Denn Äpfel z.B. sind mit das gesündeste Obst, das die Natur hervorgebracht hat.
Die alten Gemüsearten waren reich an Vitaminen und nährstoffen, wesentlich gesünder als unser heutige Kopfsalat. Der hat so gut wie keinen Wert mehr.
Muss mal nachsehen wo ich den Link zu den altertümlichen Rezepten habe...
Bibip
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20.01.2008 20:57 Uhr von Spaßbürger
 
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Na hoffentlich nicht zu Autentisch Habe mal gelesen das es im Mittelalter ziemlich viel zu Essen gab was heute unter "verdorben" läuft. ;-)
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20.01.2008 21:48 Uhr von Bibip
 
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Hallo Spaßbürger: richtig. So wurde bis ins 20. Jahrhundert bei verschimmeltem Brot das verschimmelte abgeschnitten und der Rest gegessen.
Dass das giftig ist, das wusste damals noch niemand.
Bibip
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21.01.2008 00:41 Uhr von -Galahad-
 
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heute leben wir alle wie die Könige.
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21.01.2008 14:35 Uhr von Bibip
 
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Hallo Carancha: einer der Gründe, warum es die Sage von den Untoten gibt: Die Schäfer Rumäniens (und natürlich auch anderer Gebiete) hatten immer mal wieder Verluste an Schafen zu beklagen. Da sie aber extrem arm waren wurde das Fleisch der verendeten Tiere auch noch gegessen, wenn es schon grünlich war.
Daran sind viele Menschen gestorben. Diese Krankheit (ich weiß den Namen nicht mehr) bewirkt, dass sich die Leichen sehr lange frisch und rosig halten. Wenn man also so einen Sarg nach Wochen öffnetet, dann sahen die Toten aus, als wenn sie noch am leben wären. Stach man so eine Leiche an, dann quoll rote Körperflüssigkeit heraus. Die ungebildeten Menschen glaubten dann, dass diese Leichen Untote wären. Später (im 20. Jahrhundert) bekamen sie dann den Namen des grausamsten Herrschers dieser Gegend: Vlad Dracula (der Pfähler).
Es gab übrigens Möglichkeiten Speisen kühl zu lagern. Man sägte aus den damals dicken Eisschichten des Flusses große Teile heraus und brachte sie in tiefe Erdhöhlen unter. Dort hielt sich so eine Eisstange sehr lange. Und damit auch Lebensmittel. Möglichkeiten hatte dazu natürlich die Schmarotzer (man nennt sie auch Adel) und die Bauern. Ein Städter hatte da wenig Möglichkeiten. Fleisch wurde wie ich schon erwähnte nur sehr selten gegessen und dann auch nur wenig (war zu teuer). Man glaubte, Fleisch scharf angebraten würde die Schadstoffe vernichten.
Dass es nicht mehr Revolutionen gab wundert mich heute immer wieder. Die Bevölkerung sah in welchen Saus und Braus der Adel auf ihre Kosten lebte und mussten mit ansehen, wie ihre Kinder verhungerten.
Denk an König Ludwig II von Bayern. Der Schwulibert feierte eine Orgie nach der anderen, verprasste mit seinen Schlossbauten das Geld des Staates. Und ähnlich war es mit den Königen von Frankreich. Nur wurden diese Schmarotzer von der Revolution hinweggefegt.
Grüße
Bibip
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21.01.2008 21:56 Uhr von wombie
 
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Sehr interessante News. Danke! Das ist mal eine sehr schoene und auch interessante News. Vielen lieben Dank dafuer.

Waere schon mal interessant zu wissen was denn da so alles auf den Tisch kam, beim gemeinen Volk sowie auch beim Adel.
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21.01.2008 22:02 Uhr von politikerhasser
 
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Wenn die so gesund gelebt haben, frage ich mich ernsthaft, warum sie schon gestorben sind!
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21.01.2008 22:25 Uhr von Bibip
 
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hallo politikerhasser: das gemeine Volk (also die Ausgebeuteten) hatten selbst von dem was sie zum Essen haben durften wesentlich zu wenig. Dazu kam die Gewohnheit verdorbenes Essen zu sich zu nehmen.
Beim Adel dagegen kamen andere Krankheiten: Völlerei, Gicht (zu viel Fleisch, Fett und Innereien), zu wenig Gemüse, zu viel Süßes (vor dem Zucker gab´s nur Honig zum süßen).
Übrigens, ein kleiner Witz über Adel und Bauern (hat mit dem Thema nichts zu tun)
Ein Adliger fragte mal einen Bauern ob er weiß warum die Bauern so schöne Kinder haben. ??? Weil die Adligen ihre Weiber bumsen.
Der Bauer sieht den Adligen an und sagt: der Grund warum der Adel so hässliche Kinder hat, ist, dass die Bauern die Weiber der Adligen bumsen wenn der Adel in den Krieg zieht.

Bibip
Zu Deinem Pseudonym:"Hilfe: Diebe, Räuber, Finsanzbeamte, Politiker!"
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21.01.2008 22:30 Uhr von politikerhasser
 
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Hi Bibip! Danke für die Aufklärung - da hat sich ja bis heute nichts geändert!

Was sind Finsanzbeamte?
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21.01.2008 22:48 Uhr von Bibip
 
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Hallo politikerhasser: Finsanzbeamte = die Schnellschreibweise von Finanzbeamter :-)
Bibip
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23.01.2008 14:03 Uhr von Bibip1
 
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23.01.2008 15:28 Uhr von Bibip1
 
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20.03.2008 22:30 Uhr von jsbach
 
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War einmal in den: Augsburger Welserstuben bei einem Ritteressen. Leckerst udn zu empfehlen, wenn das Lokal noch gibt.

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