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Schließung des Nokiawerkes in Bochum offensichtlich von langer Hand vorbereitet

Nach Angaben der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" wurde das Ende des Nokiawerkes in Bochum bereits Anfang 2006 anvisiert. 2007 steckte Rumänien 33 Millionen Euro an Subventionen in den Industriepark der Stadt Cluj, wo das "Nokia-Village" errichtet werden soll.

Nokia traf die Entscheidung vor Weihnachten. Am Dienstag wurden die Mitarbeiter in Bochum mit der Bekanntgabe der Schließung überrascht. Nokia nannte als Grund zu hohe Lohnkosten, was NRW-Ministerpräsident Rüttgers als "Unsinn" bezeichnete. Er bezeichnete Nokia als mögliche "Subventions-Heuschrecke".

Der Industriepark "Tetarom II" in Cluj erhielt eine EU-Förderung in zweistelliger Millionenhöhe, laut EU-Kommissionspräsident Barroso jedoch keine Gelder aus dem EU- Strukturfonds. Für eine Werksverlagerung sei das "inakzeptabel". Ingesamt sind 4.300 Jobs gefährdet, davon 2.300 Stellen im Werk.


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WebReporter: e-woman
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Bochum, Nokia, Hand, Schließung
Quelle: de.news.yahoo.com

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21 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.01.2008 11:02 Uhr von Travis1
 
+14 | -2
 
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Na klar: Und über die EU Subventionen bezahlen wir die Zeche auch noch doppelt!
Alles in allem völlig absurd!

Nokia ist auf jeden Fall von meinem Einkaufzettel gestrichen!

Wann merken Verbraucher endlich was sie für Macht haben!
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17.01.2008 11:17 Uhr von usambara
 
+7 | -0
 
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Lohnverzicht zur Rettung wie bei Siemens/Benq?
Ich glaube nicht, das eine Belegschaft nochmal so blöd ist.
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17.01.2008 11:20 Uhr von tiis
 
+1 | -2
 
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Hoffentlich: war die Schliessung von langer Hand geplant, eine "kurzschluss-reaktion" auf die sinkenden Gewinne wäre ja noch schöner gewesen... Tja und dann spielt eben der so oft gerühmte freie Markt
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17.01.2008 11:48 Uhr von xgeierx
 
+4 | -1
 
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Strafzoll: Als Deutscher Politiker würde ich alle Nokia Produkte mit Strafzöllen belegen.

Aber ja wir haben ja noch Schuld zu Büsen an die ganze Welt
.
Aber was will man von den Politikern erwarten, alle Korrupt & selbst wo sie einschreiten könnten wie bei der Bahn dulden sie es...ca 100000 rausgeschmissen in 10 Jahren & das alles unter einem Beschäftigungsbündnis.



Moderne Sklaverei das bist du Deutschland
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17.01.2008 11:50 Uhr von oneWhiteStripe
 
+0 | -1
 
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na dann Noroc....!!!

ausserdem heisst die Stadt Cluj-Napoca. Cluj ist quasi der "Landkreis"
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17.01.2008 11:52 Uhr von Schramml
 
+6 | -2
 
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Kein Mitleid: mit jedem Entlassenen, der sich nicht in den letzten 15 Jahren an der Wahlurne gegen die Schaffung solcher Möglichkeiten in bezug auf EU, Subventionen und EU Osterweiterung betätigt hat. Aber zumindest müssen die Entlassenen nicht mehr an der Grenze warten und Geld wechseln, wenn sie sich in zehn Jahren ein paar Euro für einen kleinen Urlaub von Hartz4 abgespart haben.

Kopf hoch Nokianer, die Arbeitsplätze sind nicht weg, es haben sie nur andere. Bleibt doch alles in der Familie, der grossen Eu-Familie. Ihr seid nicht gerne arbeitslos ? Durch eure Hilfe und Engagement habt ihr es doch erreicht, dass Ihr euch in der EU überall niederlassen könnt und dort arbeiten. In Cluj werden dringend Facharbeiter gesucht ! :-)
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17.01.2008 11:55 Uhr von Draco Nobilis
 
+6 | -0
 
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5% Lohnkostenanteil pro Handy: Die Lohnkosten im Werk machen nur 5% der Produktionskosten eines Nokia-Handys aus.

Erwarten die eine höhere Gewinnspanne wenn die Lohnkosten sich um bis zu 50% reduzieren?
Das macht insgesammt 2,5% der Produktionskosten aus, die die einsparen.
Die Fabrik kriegen die ja quasi per Subvention gestellt.

Wie gewinngeil müssen die sein um einen aufwendigen Umzug dieser Größenordnung durchzuziehen?
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17.01.2008 11:56 Uhr von Theojin
 
+5 | -0
 
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Solange der Großteil der Bürger: in Deutschland meint, unbedingt ein oder sogar mehrere Handys haben zu müssen, wird Nokia auch weiterhin seine Handys loswerden. Die Jugend interessiert nen feuchten Furz, und die älteren kaufen sich ihr Handy wie eh und je.

Wenn sowas in China passieren würde, dann würde es ein Einfuhrverbot für Handys der Marke Nokia geben. Warum macht man das hier nicht auch so.
Aber das wird unsere korrupte Regierung und die EU eh nicht zulassen.
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17.01.2008 12:20 Uhr von oneWhiteStripe
 
+0 | -3
 
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abwarten Wenn diese Sache so passiert ist, dann müssen drakonische Strafen her. Keine Frage.

Ich jedoch befürchte dass die Blöd mal wieder nur spekuliert.
So wie vor kurzem mit Kevin
("Voll bis oben mit Drogen", gemessen wurde de facto nur Staub in seinen Haaren, ja ist beides KRANK. aber ein gewaltiger Unterschied!)

deshalb mal wieder:

Verbannt Bild als Quelle. denn etwas unseriöseres als die Bild gibt es am deutschen Medienmarkt imho nicht.

Ein Schelm könnte auch denken: erst geht die Bild gegen Türken vor. Jetzt gehts offensichtlich gegen die Klientel aus der ehemaligen UdSSR...
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17.01.2008 12:21 Uhr von ledeni
 
+2 | -0
 
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Überall wo viel Geld: im Spiel ist zählen keine Menschen nur der Gewinn.
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17.01.2008 12:38 Uhr von Jammalappen
 
+2 | -1
 
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nix neues traurig aber wahr...
Siehe HP. Umzug nach Bulgarien und der Business Park steht schon.
Ist doch super - Go east! Work is cheaper there

:-(
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17.01.2008 12:46 Uhr von k4y
 
+1 | -0
 
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Tolle Überschrift "Schließung des Nokiawerkes in Bochum offensichtlich von langer Hand vorbereitet" und was bei Yahoos teht find ich als Überschrift immer lustig. Natürlich ist sowas lange geplant und wird nicht mal eben so entschieden - erstrecht nicht bei so einem Riesen wie Nokia.
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17.01.2008 13:40 Uhr von ThomasHambrecht
 
+4 | -0
 
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Wenn ich oben an der Regierung wäre würde ich für Nokia ein Einfuhrverbot ausspechen und dafür sorgen, dass Nokia seine Handies - ausser in Rumänien - nirgendwo mehr verkaufen können.

Das würde ich allgemein für alle Firmen einfühen, wlche ihre Produktion ins Ausland verlegen.
Ich würde sogar noch die Besitzer der Firmen ausser Landes verweisen. Sollen diese Leute doch rumänisch oder chinesisch lernen - und dort unten bleiben.
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17.01.2008 14:00 Uhr von mone0775
 
+2 | -0
 
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das war doch klar: Einfuhrverbot für Nokia halte ich auch für sehrgut.Nan sollte Arbeiter leute mal an die Regierung setzen, die wissen wenigstens was wirlich wichtig ist .Sie haben ja lange genug unter unserer Regierung gelitten.Weil die sich auch in uns normalos reinversetzen konnen. Die kennen keine gummi woche oder so was.
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17.01.2008 14:36 Uhr von landraum
 
+1 | -4
 
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Zynisch aber des Einen Leid ist des Anderen Freud. Ich freu mich mal für die angestellten Rumänen, die sich (hoffentlich - ja so naiv bin ich) ein Stück bessere Lebensqualität leisten können.
Da Nokia kein deutsches Unternehmen ist und sie nach den Regeln des Wettbewerbs arbeiten und sie eher darauf bedacht sind, der finnischen Stammzentrale einen fetten Gewinn zu bescheren, nehm ich es ihnen gar nicht mal übel.

Schade ist´s, ohne Frage. Verdient haben die Bochumer Mitarbeiter das garantiert nicht. Aber das ständige Aufregen über die Geschäftsgebahren von Unternehmen, ist auf Dauer ermüdend.

Aber Nokia kommt mir dennoch nicht ins Haus!
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17.01.2008 14:43 Uhr von landraum
 
+0 | -1
 
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@isolde63nbg: Aktiv. Passiv. Soso.
Das heißt genau? Wähler des einen politischen Lagers sind aktive Unterstützer, Nichtwähler Passive?

Natürlich kann man die Schuld schnell bei denen suchen, die das Kreuzchen gemacht, oder auch nicht gemacht haben. Aber ich wüsste nicht, dass wir einen direkten Einfluss auf die Politik unseres Landes hätten. Das Modell der Weimarer Republik ist genau in diesem Punkt beschnitten worden.

Im Übrigen: Subventionspolitik ist zum größten Teil EU-Politik. Polemisch gesprochen: in der EU sind all die Politiker, die von niemanden gewählt wurden. Das ist sowas wie die Abschiebehort für angehende Rentner.
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17.01.2008 15:17 Uhr von Skymaster100
 
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Guter Vortrag zu Thema EU: Es gibt einen sehr guten Vortrag bei YouTube zum Thema EU vom Prof. Schachtschneider.
Ich kann Euch nur empfehlen die knapp 90 Minuten mal zu investieren ...

http://www.youtube.com/...
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17.01.2008 20:46 Uhr von christi244
 
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Tiis: Was heißt hoffentlich?

Klar war das Ding von langer Hand geplant. Anwälte haben die Kiste mit Sicherheit schon länger recherchiert, wann es spruchreif werden könnte ohne schädliche Nebenwirkungen für das Unternehmen ... oder glaubst Du, solche Entscheidungen sind spontane Entschlüsse aus der Glaskugel?
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17.01.2008 23:25 Uhr von jsbach
 
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Erst Subventionsgelder: abstauben und sich dann staublos davon machen? Da sollen mal die Juristen prüfen prüfen und nochmal prüfen wie man das Geld wieder zurück bekommt.
Parallelen zum Fall BenQ/Siemens?
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18.01.2008 08:48 Uhr von obilein
 
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Nicht jammer, handeln! Wir haben soeben eine Mail als Nokia Kunde mit 5 Handy´s an den Vorstand von Nokia in Finnland geschrieben und haben den ganz klar gemacht das wir beim nächsten Kauf eines Handy oder Handy Vertrages kein Nokia Produkt mehr nutzen werden.
Geht doch auch alle auf die Nokia.com Seite und schreibt an die Geschäftsleitung von Nokia, dann sehen die Brüder mal was los ist. Eins nur gleich gesagt, ich arbeite weder bei Nokia oder bei einer anderen Handyhersteller noch bin ich betroffen von der Schließung in Bochum.
Wir Kunden haben die Macht, den Vorständen mal so richtig die Meinung zu geigen und klar zu machen das wir gerne auf solcher Abzocker verzichten können.

Gruß

Dirk
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18.01.2008 10:01 Uhr von ledeni
 
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Spontan war es bestimmt nicht. Es geht um Millionen, wenn NOKIA wäre nicht da wo sie jetzt sind wenn sie nicht "von langer Hand vorbereiten".
Ausseder bringt der Boykott nix die Paar leute merkt NOKIA garnicht.
In Rumänien kommen ein haufen neue Nutzer hinzu
Klingt hart iss aber so

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