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Ärzte irrten sich mit Diagnose: Frau war sechs Jahre in der Psychiatrie

Eine 15-Jährige wurde wegen Schizophrenie in die Psychiatrie eingewiesen. Die Diagnose sei aber, so die Meinung eines Psychiatrieprofessors aus Hannover, definitiv falsch gewesen. Er klagt an, dass der Frau Unrecht angetan worden war.

In den sechs Jahren kam es auch zu einem Klinikwechsel, jedoch wurde die Frau nicht erneut untersucht bzw. wurde keine erneute Diagnose erstellt. Dies sei aber in solchen Fällen der Normalfall, wurde hier aber versäumt und hatte schließlich dazu geführt, dass die Fehldiagnose nicht bemerkt worden war.

Die heute 49-Jährige berichtet, dass sie mit starken Medikamenten behandelt und nicht selten an Bett, Stuhl oder Heizung gefesselt worden war. Laut dem Psychiatrieprofessor hatte die Frau aber lediglich an einer Reifungskrise gelitten. Sie klagt nun auf Schmerzensgeld und eine monatliche Rente.


WebReporter: Margez
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Frau, Jahr, Arzt, Psychiatrie, Diagnose
Quelle: www.spiegel.de

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22 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.01.2008 10:13 Uhr von Margez
 
+0 | -0
 
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Die Frau hatte einfach eine Reifungskrise. Das ist doch, glaube ich, nicht so unüblich. Dass dieser Frau wegen einer so dilettantischen Fehldiagnose sechs Jahre ihrer Freiheit verloren hat, ist ein Skandal. Noch viel schlimmer sind selbstverständlich die seelischen Qualen, von denen sie vielleicht nie ganz geheilt werden kann. Da sieht man, wie wichtig es ist, die Meinung von mehreren Ärzten einzuholen und nicht nur von einem Einzigen. Ich wünsche der Frau, dass sie vor Gericht siegen wird.
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16.01.2008 10:42 Uhr von Bjorn42
 
+17 | -1
 
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Ich kann es mir einfach nicht verkneifen aber hätte sie einem der Wärte eine Flasche überm Kopf zerschlagen, wäre sie als Kriminelle sicher fix auf freien Fuß gekommen.
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16.01.2008 12:01 Uhr von nightfly85
 
+7 | -3
 
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Ab dem 15. Lebensjahr war sie für 6 Jahre in der Psychatrie? Und heute ist die Frau 49? Warum rückt sie denn erst 28 Jahre später raus mit der Wahrheit?
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16.01.2008 12:02 Uhr von nightfly85
 
+3 | -2
 
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Sorry da war jmd schneller als ich :)
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16.01.2008 12:19 Uhr von posso64
 
+3 | -0
 
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Also, bei der Original-News stimmen die Angaben hinten und vorne nicht.
Eine so unschlüssige Meldung sollte man nicht übernehmen!
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16.01.2008 12:50 Uhr von Kabawicht
 
+2 | -17
 
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16.01.2008 13:39 Uhr von Slippery
 
+4 | -2
 
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Ärzte sind: leider auch nur Menschen, die wie jeder andere auch mal Fehler machen. Nur haben diese dann viel größere Auswirkungen als bei anderen.
Davon abgesehen kann glaub ich keiner hier beurteilen wie viel Patienten ein Arzt am Tag hat.
(Das hier soll keine Entschuldigung für den Fehler des Arztes sein aber mann könnte ja mal darüber nachdenken)
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16.01.2008 13:44 Uhr von Lucky Strike
 
+2 | -1
 
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ich glaub die Psychatrie steht in nem Wurmloch: zu ner anderen Dimension. Da laufen die Zeiten anders :)
Also den Ärzten die Fehldiagnose vorzuwerfen halte ich nicht für richtig. Aber dass Nachuntersuchungen versäumt werden halte ich für unverzeihbar
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16.01.2008 13:47 Uhr von happycarry2
 
+3 | -0
 
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Das ist Körperverletzung: es ist kaum vorstellbar was diese Frau wohl in all den Jahren durchgemacht hat. Das Sie nicht den Verstand verloren hat in dieser Umgebung ist mir schleierhaft. Muss eine sehr starke Persönlichkeit sein. Man stelle sich das mal vor....unter Drogen gesetzt und völlig mit sich allein. Ich hoffe Sie bekommt eine angemessene Entschädigung so das Sie wenigsten keine Geldsorgen haben muss. Wobei wohl alles Geld der Welt Sie nicht entschädigen kann für das was Sie durchmachen musste. Unbegreiflich das keine Zweitdiagnose gestellt wird. Passieren wird den Verantwortlichen wohl wie immer NICHTS.
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16.01.2008 16:16 Uhr von rundes3eck
 
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Das ist staatliche Entführung und Freheitsberaubung. Vor Allem heftig wenn man schon in so jungen Jahren weggesperrt wird (womit ich das in einem anderen Lebenszeitraum nicht als weniger schlimm darstellen möchte). Ich hoffe jedenfalls, dass der Staat und die Ärzte viel blechen müssen und außerdem ihre Lizenz verlieren.
Der Staat nimmt sich bei den Psychatrie-Geschichten eh viel zu viel raus!
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16.01.2008 20:24 Uhr von sptx
 
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also wenn die 6 jahre lang in der psychatrie war dann muss da ja was ganz erheblich falsch gelaufen sein selbst wenn sie wirklich shizophren war. Ich mein ein Tag auf der geschlossenen kostet heut zu Tage gut und gerne 300€. Stellt sich die Frage ob der Krankenkasse die paar 100.000 DM egal waren.
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16.01.2008 22:32 Uhr von kampfkeksMHL
 
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tja: scheiße wars...nein spaß beiseite
eine 6jährige behandlung mti den falschen medikamenten kann zu erheblichen persönlichkeitsstörungen führen.
allerdings muss ich auch anmerken dass ich noch nie erlebt hab dass eine 15jährige 6jahre in der klinik wegn schizophrenie bleibn muss, wenn wird das nach einiger zeit ambulant behandelt aber auf keinen fall stationär
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16.01.2008 22:42 Uhr von honoriscausa
 
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wenn sie vorher noch keinen Knacks hatte nach 6 Jahren in der geschlossenen Psychiatrie hat sie sicher einen Klatscher weg!

Das muss man wohl leider so sagen. ich hab das zwar immer nur am Rande mitgekriegt, aber die wollen einem da alles Mögliche einreden, nur damit sie was zu "therapieren" haben.

In den entsprechenden Anstalten herrscht eine Atmosphäre, die sogar jeden normalen Menschen runterzieht. Dagegen sollte mal was getan werden.
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16.01.2008 23:30 Uhr von jsbach
 
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Gerade in solchen: psychiatrischen Klinken kann es unter Umständen zu solchen Vorfällen kommen, sollte aber nicht.
Schnell ist man drin, aber erst mal wieder rauskommen, dass ist das Problem.
Also "Spiegel", da sollte man schon verlangen können das da besser recherchiert wird....
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17.01.2008 02:57 Uhr von chitah
 
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Auslastung: Tja, irgendwie müssen die Betten ja voll werden, wenn die Gutachterdeppen den wirklich Kranken immer eine Heilung attestieren.

Aber mal im Ernst: Ich habs bei meiner Oma gesehen wie schnell so ein Psychiater mit Drogen ist. Das wird einfach mal grundlos angewiesen und dann wird geguckt wie es wirkt. Dreht derjenige dann ab wird nicht etwa das Medikament abgesetzt, sondern ein weiteres Mittel zur Bekämpfung gegeben. So dreht sich die Spirale immer weiter nach unten. Hat man da niemanden der die Augen offenhält und aufpasst ist man verloren!
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17.01.2008 07:57 Uhr von ron11
 
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intressant: das sie in eine andere klinik kommt und nicht untersucht wird......normal muss eine untersuchung stattfinden.....
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17.01.2008 11:37 Uhr von Rallozek
 
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Soweit ich weiß, gab es zu dem Thema auch mal einen Selbstversuch von einem Psychologen (keine Ahnung mehr wie der hieß). Er hat sich von einem befreundeten Kollegen eine absichtlich falsche Diagnose erstellen lassen und wurde damit in die Klinik eingeliefert. Dort hat er sich aber "ganz normal" verhalten, wurde aber trotzdem mit Drogen vollgepumpt, er hat keine neue Diagnose bekommen, und wäre es nicht durch sein Umfeld gelungen zu bestätigen, wer er ist, und warum er wirklich da ist, dann würde er heute noch schmoren.

Er wollte damit aufzeigen, dass es keine Möglichkeit gibt aus solchen Institutionen wieder rauszukommen. Wer einmal als "Verrückt" eingestuft wird, hat kaum noch eine Chance.
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17.01.2008 14:30 Uhr von sptx
 
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son quatsch: Keiner wirklich keiner sitzt heute noch grundlos in der Psychatrie. Keine krankenkasse würde heute noch nen paar jahre klapse zahlen ohen da mal nachzuforschen. Mal abgesehn dafür das man ne richterliche verfügung für ne einweisung braucht die maximal 6 wochen "wegsperrn" ermöglicht.
Ich hab mein FSJ inner Kinder und Jugendpsychatrie gemacht und recht viele patienten wollten da garnicht mehr weg weil sich da mal jemand um sie kümmert.

Ich denke auch damals wird die Frau nicht grundlos in der Psychatrie gelandet sein auch wenn shizophrenie die falsche diagnose war.

Was natürlich nicht entschuldigt ein kind 6 Jahre lang Wegzusperrn.
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17.01.2008 15:30 Uhr von Anomaly92
 
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Die Faru hat genau das Richtige getan!
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18.01.2008 18:44 Uhr von moe499
 
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schon krass: und da behaupten noch 33% der ärzte NIEMALS fehler zu
machen. was dabei rauskommt sieht man ja... aber wie oben
schon erwähnt is die zeitliche differenz schon seltsam
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20.01.2008 22:51 Uhr von Hier kommt die M...
 
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"Bereits 2005 hatte sich der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte mit ihrem Fall beschäftigt. Die Richter urteilten, ihr Recht auf Freiheit und Sicherheit sei verletzt worden. Sie sprachen ihr 75.000 Euro Schadenersatz zu."

Sie hat also bereits einmal ein Urteil zu ihren Gunsten bekommen?
Und jetzt klagt sie nochmal? Aber nicht gegen die Klinik, in der sie die größte Zeit untergebracht war, sondern gegen die andere, wo sie nur kurz war?

Sorry..ich raffs net.^^
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21.01.2008 23:52 Uhr von hrungnir1
 
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oh mann: was für ein System ohne Kontrolldiagnosen... wirklich arm dran, unser Gesundheitssystem

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