13.01.08 11:33 Uhr
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Ist die Verweiblichung der deutschen Sprache im Grunde frauenfeindlich?

Um die Gleichstellung der Geschlechter durchzusetzen, haben Frauenrechtlerinnen erreicht, dass geschlechtliche Doppelnennungen, wie "Vorgesetzte/Vorgesetzter" und "Beamtin/Beamter", inzwischen fast überall zu finden sind. Diese Ausdrucksweise sollte ein Zeichen der Gleichstellung von Mann und Frau sein.

Viele Sprachwissenschaftler kritisieren aber, dass durch die künstliche Verweiblichung der Sprache erst ein gewisser Sexismus geschaffen wurde. Dadurch wird also genau das Gegenteil von dem erreicht, was diese Wortkonstruktionen bewirken sollten.

Bei Worten, die an sich keine explizite weibliche Form kennen, führt der Drang nach Verweiblichung der Sprache sogar zu abenteuerlichen Worterfindungen wie Mitgliederinnen oder Gästinnen.


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WebReporter: honoriscausa
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Deutsch, Grund, Sprache
Quelle: www.focus.de

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49 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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13.01.2008 01:45 Uhr von honoriscausa
 
+0 | -0
 
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Ist schon teilweise schräg, was man (Entschuldigung: frau) heutzutage alles so liest. Und diese Doppelnennungen machen es frau auch oft nicht leichter, den durchaus ernstgemeinten Inhalt mancher Texte zu erfassen. Es gibt auch (siehe Quelle) durchaus Worte, die "weiblich" sind und im täglichen Sprachgebrauch oft für Männer gebraucht werden.
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13.01.2008 11:39 Uhr von Borgir
 
+11 | -36
 
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13.01.2008 11:47 Uhr von terrordave
 
+29 | -2
 
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die beste wortschöpfung (das hab ich wirklich mal in irgend nem offiziellen teil gelesen) ist immer noch amtmännin!
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13.01.2008 11:57 Uhr von Thingol
 
+32 | -1
 
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Lachhaft: Es ist wirklich schlimm, was sie da manche Feministen ausgedacht haben... Die haben von Sprache keine Ahnung, und grenzen sich dann bei manchen Dingen selber aus, wo es eigentlich nichts zu meckern gibt. Bestes Beispiel ist immer das Wort "man"... Feministen sagen dann, dass sei beziehe sich nur auf den "Mann", dabei weiß jeder, der ein wenig von der dt. Sprache versteht, dass das Indefinitpronomen "man" aus dem einem altdeutschen Dialekt (aus Norddeutschland, wenn ich mich jetzt nicht irre) kommt und da genau das gleiche wie "Mensch" bedeutet hat.

Deshlab ist ein Satz wie "Heute wird man xy sehen können" nicht alleine auf Männer, sondern natürlich auch auf Frauen bezogen. Aber soweit denken diese Feministen ja nicht und machen uns dann halt die Sprache kaputt, weil sie einfach keine Ahnung von haben.

Amen
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13.01.2008 11:59 Uhr von MasterFX
 
+38 | -5
 
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@terrordave: Ja Amtmännin steht auch im Duden.
Bekloppt sind die alle. Die blöde Emanzipation geht mir eh schon die ganze Zeit auf die Nerven. Lächerlich ist das alles. Gleichstellung von Mann und Frau, bitte sehr, ab zum Wehrdienst! Nee aber das wollen sie ja nicht.
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13.01.2008 12:03 Uhr von terrordave
 
+5 | -1
 
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MasterFX: das steht im Duden?!?!? Oh MAN, arme deutsche Sprache xD
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13.01.2008 12:10 Uhr von Artemis500
 
+5 | -13
 
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@MasterFX: Informier dich, bevor du Schwachsinn redest. Die Frauen mussten das RECHT zum Wehrdienst mühsam erkämpfen. Dass Frauen keine Lust haben noch ein Jahr ihres Berufslebens wegzuwerfen, wenn das durch Schwangerschaft eh schon passiert ist ja wohl mehr als verständlich.


Die Vermännlichung von an sich weiblichen Wörtern ist tatsächlich eine Unsitte. Das schlimmste was mir in der Hinsicht begegnet ist waren die Formen "der Elfe"! und dann logisch folgend "die Elfin"
*würg*
Wenn das so weitergeht gibt es irgendwann Hebamminnen.
Dass "Mitglied" keine weibliche Endung benötigt ist wohl irgendwie klar, und dass bei "Gast" Frauen mitgemeint sind ist selbstverständlich.

Das ganze Problem wäre geklärt, wenn man konsequent "die Professor" , "die Politiker" und "die Arzt" und so weiter als weibliche Form verwenden würde. Dann gäbe es nämlich auch im Plural keine Unsicherheit, ob Frauen mitgemeint sind.
Das Englische macht es ja vor, aber wir sind derart unfähig es nachzumachen, dass wir sogar "die Userin" sagen müssen. *kotz*
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13.01.2008 12:20 Uhr von nightfly85
 
+14 | -2
 
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Den FrauenrechtlerInnen kann man es nicht recht machen. Hat schonmal je ein Mann dagegen angekämpft dass Boots- und Schiffsnamen weiblich sind? Nein weil es ist uns sch....egal! ;)
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13.01.2008 12:23 Uhr von Yes-Well
 
+15 | -0
 
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Bei der Bundeswehr gibt es das noch: Da habe ich eine Frau mit Frau Unteroffizierin angesprochen :D

War am 2oder 3tag. Das wußte bei uns ja keiner. Hab nen riesen anschieß bekommen und wurde dann lautsakrt darüber aufgeklärt das das nur Frau Unteroffizier heißt ^^
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13.01.2008 12:26 Uhr von JCR
 
+9 | -3
 
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Die Emanzipation und ihre Merkwürdigkeiten: "Dreißig Jahre Frauenbewegung haben nicht die Emanzipation gefördert, sondern weithin in eine schmollende Infantilisierung geführt." Matthias Matussek


"Von den Versprechungen der Emanzipation ist wenig geblieben außer dem fremdbestimmten Anspruch an die Frau, es gefälligst den Männern gleichzutun und Geld zu verdienen." - Eva Herman
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13.01.2008 12:33 Uhr von ultrazauberer
 
+5 | -1
 
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untitled: sogar im fussball kann man solche verweiblichungen finden.
von einer freundin, die selber fussball spielt, weiß ich, dass es da statt libero "libera" heißt.

absoluter schwachsinn, früher wars den leuten auch egal.
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13.01.2008 12:33 Uhr von Laboras
 
+2 | -0
 
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@artemis: als wenn wir nicht schon genug aus dem Englischen übernehmen würden. Und im englischen hat man es nicht einfach besser gemacht, diese Sprache hat im Laufe der Zeit einfach das meißte an Vielfalt eingebüßt. Die deutsche (und französische, und niederländische, und spanische und und und...) Unterscheidung zwischen männlichen und weiblichen Formen sorgt einfach für Eindeutigkeit. Kleines Beispiel: Wie soll man zum Beispiel die Problematik darstellen, dass sich an Grundschulen haupstächlich Lehrerinnen finden anstatt Lehrer?
Klar, man kann sagen weibliche Lehrer. Ist aber einfach nur n Widerspruch in sich und ziemlich unhantlich. Die Nachsilbe -in für weibliche Nomen ist schlicht praktisch. Und es ist tatsächlich so das Texte zum Teil schwerer lesbar sind weil jedes zweite Nomen politisch korrekt verweiblicht werden muss. Ein Text aus unserem Deutschbuch: Die Autorin/ Der Autor.... im selben Satz: Die Leserin/ Der Leser.... zwei Wörter danach: Die Adressatin / Der Adressat.... Nächster Satz beginnt mit Die Erzählerin / Der Erzähler... einfach grauenhaft. Ich habe nie das Gefühl und schon gar nicht die Absich Frauen auszuschließen wenn ich nur von Kassierern oder nur von Offizieren rede, und ich habe es auch selten erlebt das Frauen sich darüber beschwert haben.
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13.01.2008 12:34 Uhr von DerFeger
 
+3 | -3
 
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schuld: sind doch die frauen erst wollen sie es und nun

wär es so geblieben wär es halt eine andere diskussion
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13.01.2008 12:38 Uhr von MasterFX
 
+7 | -0
 
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@Artemis: Es ging mir um die Pflicht. Wenn dann müssen sie auch müssen :-)
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13.01.2008 12:48 Uhr von Artemis500
 
+1 | -12
 
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13.01.2008 13:08 Uhr von Zylon
 
+8 | -2
 
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Artemis: "Es ist aber nun mal so, dass die deutsche Sprache an sich frauenfeindlich ist, da die weibliche Form in den meisten Fällen länger ist. Frauen sind "die anderen, die, die nicht normal sind"...und das kommt in der Sprache zum Ausdruck."


HAHAHA, tut mir leid, aber ich habe selten so einen Unsinn gelesen! Oooooh Schreck, die extra wegen ihrer unendlichen Beschwererei für die Frauen geschaffenen Formen sind etwas länger als die männlichen, was für eine Unverschämtheit! Was frauenfeindlicheres habe ich noch nie gesehen...Hallo?! Geht´s noch? Feministinnen wollen immer haben, haben, haben! Aber Wehrpflicht? Neeeee, lieber nicht. Macht nicht so viel Spaß, das können die Männer ruhig machen. Wir müssen ja Babies kriegen. Na und? Der Mann muss sich jeden Morgen rasieren, das läppert sich auch zusammen. Dies ist zwar ein weit an den Haaren herbeigezogenes Beispiel, aber da die Emanzipation ja darauf abzielt, Frauen und Männer gleichzustellen, sollte dann auch nicht rumgeheult werden, weil ihr ja Babies kriegt. Schreck lass nach. Frauen und Männer sind nunmal _NICHT_ gleich, was man allein schon an der Anatomie sieht. Aber fordern geht ja einfach. Gleiche Rechte, gleiche Pflichten. Das könnten die Emanzen mal fordern, und da hätten sie meine Unterstützung. Aber nur Rechte ohne Pflichten? Nein danke!
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13.01.2008 13:23 Uhr von Totoline
 
+4 | -0
 
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Ja...den Frauen geht es dadurch jetzt auch viieeel besser.
Diese "Aktion" war ja wohl mal mehr als Sinnlos. Die Frauen hier können sich doch eigentlich nicht beklagen. Ein Blick in Sprachgebiete wie Hebräisch, wo Frauen für einige Dinge völlig andere Wörter benutzen MÜSSEN als Männer sollte den Hardcore Feministinnen mal zu denken geben. Da wäre eine sprachliche zusammenführung vielleicht mal angebracht.
Sich aber über sowas belangloses zu brüskieren zeigt, das es mit dem Niveau in unserem Land immer weiter Bergab geht.
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13.01.2008 13:28 Uhr von Totoline
 
+10 | -4
 
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Hmm: Das Wort Mitgliederinnen kann so doch garnicht sein. Männer sind MitGLIED - Bei Frauen müsste es dann heissen MitSCHLITZ oder aber OhneGLIED
Also: Bei Euren nächsten Reden immer: Liebe Mitschlitze/Ohneglieder und Mitglieder........
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13.01.2008 13:55 Uhr von outis
 
+4 | -1
 
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FeministInnen: Die bekommen ja schon einen zweiten Majuskel in ihre weiblichen FormInnen. Oh, es heißt ja _der_ Majuskel, also noch besser: Eine zweite Großbuchstabin!

Nahezu alle Feministinnen sind Sprachvergewaltigerinnen. Die deutsche Sprache _hat_ eine gewisse Selbstachtung und mag es nicht, vergewaltigt zu werden; zum Glueck gibt´s noch Orthographieritter. (Leider nicht beim Duden...)

Persoenlich finde ich es aber immer noch am lustigsten, wenn man ... aeh ... frau in der Shell spricht, denn da gibt´s nur segfaults.
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13.01.2008 14:00 Uhr von Wildchild
 
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Zeitverschwendung: Die sollen die Sprache so lassen, wie sie ist und lieber ihre Zeit dazu verwenden für z.B. gleichen Lohn für gleiche Arbeit. Ist doch heutzutage immer noch so, dass man nicht den gleichen Lohn für genau die gleiche Arbeit bekommt. Oder für sonst irgendwas anderes sollen die sich einsetzen. Es muess einfach etwas Sinnvolles sein und nicht so ein Scheiss!
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13.01.2008 14:57 Uhr von One of three
 
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Na endlich! Danke. Ich bin so froh.
Wunderbar, dass sich unsere "Bildungselite" (Die Wissenschaft) sich nunmehr dieser wichtigen Thematik annimmt. Nun werden wieder die wirklich lebenswichtigen Dinge bearbeitet - fernab von populistischen und unwichtigen Themen wie "sozialer Verfall aufgrund Arbeitslosigkeit", "Zwei-Klassenbildung", "Bildungsmisere" und anderen.
Wie schön ist es doch, dass es solche Wissenschaftler gibt, die sich mit den Grundfesten unserer Gesellschaft beschäftigt - Sexismus und Frauenfeindlichkeit. Das wird die Probleme unserer Gesellschaft nun endlich beheben ...
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13.01.2008 15:02 Uhr von granate2000
 
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Hmm: Ich hab eigentlich nichts gegen die Frauenbewegung...

Sie muss nur Rhytmisch sein :-))
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13.01.2008 15:02 Uhr von -=trespasser=-
 
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wollte auch meine kommentarin dazu abgeben:
wer sich diskriminiert fühlen will, wird immer nen aufhänger finden, oder ne aufhängerin... man weiß ja nicht ;)
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13.01.2008 15:16 Uhr von [email protected]
 
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...der zentralrat der juden bevorzugt feministinnen einstellt? :x
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13.01.2008 15:59 Uhr von ISd3d
 
+4 | -0
 
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Nicht frauenfeindlich Nein, nicht frauenfeindlich.... Nur UNENDLICH DÄMLICH!
Ans Ende eines Textes zu schreiben "Alle Bezeichnungen gelten auch in ihrer weiblichen Form" ist schon mit Abstand dumm genug und sollte vollkommen ausreichen.

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