12.01.08 17:44 Uhr
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Blutkonservenmangel in Deutschland

Der Blutspendedienst der Medizinischen Hochschule Hannover teilte mit, dass die Blutkonserven in Deutschland knapp werden. Die Situation soll von Tag zu Tag dramatischer werden. Deshalb ruft die Hochschule auch die Bevölkerung auf, Blut zu spenden.

Noch ist es unklar, warum die Spendebereitschaft der Deutschen immer weiter zurückgeht. Es wird aber vermutet, dass es an den Erkältungen vieler Spender liegt.

Bisher musste wegen des Mangels noch keine Operation verschoben werden.


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WebReporter: thedunkin
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Deutschland, Deutsch
Quelle: portal.gmx.net

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18 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.01.2008 18:13 Uhr von BUSH-stinkt
 
+4 | -1
 
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blut spenden ist keinesfalls schmerzhaft. es werden auch nur ausschließlich gesunde menschen zum blut spenden zugelassen, dabei kann es hin und wieder zu übelkeit und schwächegfühlen nach der bblutspende kommen, dies ist aber bei der minderheit der fall.
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12.01.2008 18:24 Uhr von speculator
 
+8 | -8
 
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find ich richtig daß weniger "gespendet" wird - denn warum "spenden" wenn dann andere viel Geld an meinem Blut verdienen?
Ne Blutkonserve kostet zwischen 70 und 80 Euro - und was kriegt der Spender? Ein Glas Orangensaft und nen Keks?
Und soweit ich weiss (und ich weiss nicht viel) wäre es meist gar nicht nötig bei OPs Spenderblut zu verabreichen, weil Studien zeigen, dass der Mensch auch mit sehr sehr wenig Blut überleben kann.
Und die OP-Techniken werden auch immer besser, der Blutverlust dabei immer geringer.
Und ist nicht auch das Infektionsrisiko viel zu hoch? Bzw. nutzen einzelne Pharmakonzerne ihre Monopol-Stellung aufgrund ihrer Patente auf die Blut-Tests (HIV, Hepatitis C,...) nicht raffgierig unverschämt aus und verteuern es noch unnötig?
Besser sind denk ich Eigenblutspenden, wenn möglich. Fremd-Blut-Konserven lieber nur im alleräußersten Notfall...
(und: Nö, ich bin keiner von den Zeugen Jehowas)
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12.01.2008 19:41 Uhr von snm
 
+3 | -2
 
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@ speculator: Dann hoffe ich mal für dich das du nie in eine Situation kommst, wo das Blut anderer Spender für dich Lebensrettend sein kann.

Jeder sollte selbst darüber entscheiden ob er Blut spendet, aber jeder sollte auch daran denken das Blutspenden Leben retten kann.
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12.01.2008 20:19 Uhr von speculator
 
+3 | -1
 
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@snm: Recht hast Du!
Nur warum ist es so selbstverständlich, dass Menschen umsonst spenden und warum wär es schon so unverschämt dafür nur 10 Euerlein zu kriegen?
- Während andererseits Pharma-Riesen wie Chiron und Hoffmann-La Roche sich gegenseitig dreistellige Millionenbeträge in den Rachen werfen und (etwa in 2002) die jährlichen Kosten für die Untersuchungen der Blutkonserven um über 120 Mio Euros in die Höhe getrieben haben - nicht weil die Untersuchungen so teuer sind, sondern weil sie´s aufgrund ihrer patent-bedingten Monopolstellung einfach machen konnten.
- Die Menschen sollen fürs Gemeinwohl "bluten" und Unternehmen dürfen sich am Gemeinwohl (unverdient) bereichern!
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12.01.2008 20:52 Uhr von snm
 
+4 | -1
 
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@ speculator: Ich verstehe zwar worauf du hinaus willst, aber ich kann mich bei diesem Thema nicht deiner Argumentation anschließen.

Dann könnte ich auch gleich jede Form von sozialen Engagement in Frage stellen. Es gibt immer Parteien die Geld verdienen und diese Mittel für eine bessere Welt einsetzen könnten. Wenn wir alle Vermögen der Welt in einen Topf werfen würden und diese Gerecht verteilen würden, gebe es sicher keinen Hunger auf der Welt. Aber die Welt ist nicht gerecht und ich kann nicht bei allen meinen Taten fragen, ob jemand anders diese Taten nicht mit weniger Aufwand leisten könnte. Blutspenden kann selbst der ärmste, ohne das es ihm weh tut. Dafür kann es aber für sich ganz persönlich sagen das er etwas gutes getan hat. Dieses Gefühl ist zum Glück für viele Menschen noch wichtiger als 10 Euro Entlohnung.
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12.01.2008 20:58 Uhr von Hier kommt die M...
 
+6 | -2
 
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speculator: wenn du soviel Wert auf einen finanziellen Ausgleich legst, kannst du ja Plasma- oder Zellsepparatorspenden machen^^

Keine Ahnung, wie die Vergütung da inzwischen ist, aber als ich es noch durfte, gabs 25 DM für Plasma und 50 für Thrombos.
Allerdings ist da der Zeitaufwand um einiges höher...bei Thrombos liegst du mindestens 1 Stunde mit 2 dicken Kanülen rechts und links da..*g*
Und komerzielle Plasmazentren zahlen glaub ich so um die 20 € inzwischen und das ist alle 2 Wochen möglich.

Und nein, ich habs nicht deswegen getan, ich hab beim Blutspendedienst jahrelang gearbeitet und meist bei akuten Notfallsituationen gespendet, wenn man meine Blutgruppe dringend benötigt hat.
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13.01.2008 00:03 Uhr von speculator
 
+5 | -0
 
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@snm und Hier kommt Danke für Eure Statements! :-)
Und ´Hier kommt die M´: echt sehr informativer Beitrag!
Jetzt ergibt sich doch ein insgesamt recht rundes Bild aus den Kommentaren:
- Die Gesellschaft lebt davon, dass Menschen gemeinnützig denken und handeln und es funktioniert nicht, wenn in einer Gemeinschaft alle nur eigennützig und profitorientiert handeln.
- Aber es ist auch was faul im Staate "D" - weil Konzerne genau das tun, was schädlich für alle ist.
= Nur schade, dass deswegen jetz trotzdem nicht mehr spenden gehn und die Politik auch weiterhin der Profitgier hilft...
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13.01.2008 01:04 Uhr von Aurinko
 
+3 | -0
 
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In einem Punkt: stimme ich speculator zu: es ist ein Unding, dass die Spender mit nem Keks abgespeist und die Konserven dann mit ordentlichem Gewinn verkauft werden. Ich denke, man könnte viele Leute eher dazu bringen zu spenden, wenn es dafür auch eine kleine finanzielle Entlohnung gibt.
KLar ist das noch dieses ungeheure Glücksgefühl etwas Gutes getan zu haben. Aber davon kann man sich nunmal nichts zu essen kaufen. Und leider muss man nunmal heutzutage so denken.

Btw, würde ich es mir auch eher überlegen zu spenden, wenn ich wüßte, dass mein Blut dann aber auch umsonst weitergegeben wird. Wäre ich auch mit einverstanden.
Habe aber mal irgendwo gelesen, dass man gar nicht darf, wenn man Hormone (Pille) nimmt? Kann das sein? Warum?
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13.01.2008 02:13 Uhr von TryAgain
 
+2 | -1
 
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die ewigen fronten zwischen denen die nicht spenden, die die gerne spenden würden aber nicht dürfen, die die spenden weil sie sozial sind und die die nicht spenden weil es kaum noch bezahlt wird.

ich würde spenden aber ich müsste mir nen tag freinehmen, soweit ich weiss gibt es bestimmte uhrzeiten an denen idealerweise gespendet wird, abends nach der arbeit bzw ab 18 oder 19 uhr findet man wohl auch beim roten kreuz niemand mehr der arbeitet bzw am zapfen ist.
ich hätte keine skrupel geld zu nehmen, ich erzeuge doch nicht kostenfrei rohstoff wenn andere damit geld machen, bin keine kuh.
immerhin gehe ich ein risiko ein, der körper muss das aufarbeiten und ich soll für den tag ruhe herrschen lassen. ein halber tag für nix? das motiviert nicht jeden.
da sicher einige konservern vernichtet werden müssen wenn sie lange zeit lagern könnte man ja bezahlt werden WENN die konserve eingesetzt wird. und zwar von der krankenkasse des patienten oder freiwillig vom patient selber, ich würde gerne den menschen kennenlernen dem ich vielleicht durch mein blut das leben gerettet habe.

es gibt aber noch einige organisationen die geld bezahlen, nur die haben seltens mobile stationen.
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13.01.2008 02:25 Uhr von Jimyp
 
+2 | -0
 
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Für mich ist schon die kleinste Impfung ne Qual! Blutspenden ist da unmöglich!
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13.01.2008 11:15 Uhr von Borgir
 
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den mangel: gibt es schon immer und den wird es auch weiter geben.
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13.01.2008 12:10 Uhr von uheckl
 
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Kein Gewinnanreiz für Blutkonserven? Ist es nicht unter anderem so, dass es kein Geld mehr für´s Blutspenden gibt, da davon Leute angelockt wurden, die dies nur wegen dem Geld getan haben, und das waren dann leider vermehrt Fixer mit erhöhtem Infektionsrisiko? Es ist ja nach wie vor so, dass es ein Fenster gibt, in dem eine Infektion mit HIV und Hepatitis C nicht erfasst werden können, nämlich bis der Körper des Spenders Antikörper bildet.

Außerdem - das Geld, das die Blutkonserven kosten, da müssen die Prüfkosten auf Infektion (auch aller Blutkonserven die verworfen werden müssen), des Personals, das abnimmt/ verwaltet/..., Lagerungs-, Materialkosten,... ja auch noch mit bezahlt werden müssen. Interessant wäre, wie hoch die Gewinnspanne tatsächlich ist. Wahrscheinlich wenigstens nicht so hoch, wie es vorher hier angeklungen ist.

MfG
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13.01.2008 15:14 Uhr von Big-Sid
 
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ganz klar: ich kann selten spenden, weil ich komischer weise immer, wenn nen TErmin ist, ne Erkältung hab. Also stimmt vermutlich die VErmutung.
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13.01.2008 23:29 Uhr von Hier kommt die M...
 
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Aurinko/ uheckl: Aurinko:
Wenn sich nichts geändert hat in den letzten Jahren, darfst du wegen der Pille schon spenden.

uheckl:
Du hast völlig Recht, ich hab das alles hier auch schon ein paar mal geschrieben. Die Test, das benötigte Material, die Lagerung, der Transport, die Organisation der einzelnen Blutspendetermine, die Fahrtkosten dorthin und natürlich auch das Personal, das erst abnimmt und dann jede Menge Tests mit jeder einzelnen Blukonserve macht..das alles kostet ein Heiden Geld.
Und man darf nicht vergessen, dass es immer einen gewissen Ausschuß gibt, der aber trotzdem die vollen Unkosten verursacht.
Es ist nicht so einfach, dass man sagen kann, ach, eine Konserve wird für..sagen wir mal 100 € verkauft, geben wir jedem Spender mal 20 davon ab. Dann werden nämlich auch die bezahlt, deren Konserven nicht verkauft werden dürfen...und die ganze Sache wäre schneller ein Verlustgeschäft, als man bis 10 zählen kann.

Aber Menschen, die mit dem Ablauf nicht vertraut sind, sehen sowas leider nicht..daran hab ich mich schon gewöhnt.
Nein, im Endeffekt verdient zumindest das Rote Kreuz nicht allzu viel daran.

Anders ist das sicher bei komerziellen Plasmazentren und so.. deren "Erzeugnisse" werden meist nicht den Krankenhauspatienten zur Verfügung gestellt, sondern die gehen zu verschiedenen Zwecken an die großen Pharmafirmen, die dann Medikamente oder so daraus herstellen.
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14.01.2008 10:16 Uhr von speculator
 
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...von wegen wenig Gewinn! Meldung von 2001 (einfach googeln):
Setzt der Pharmakonzern Hoffmann-La Roche seine Preisvorstellungen für Bluttests durch, "kommen auf das deutsche Blutspendewesen 120 bis 150 Millionen Mark Zusatzkosten jährlich zu" schätzt Walter Hitzler, Vorsitzender aller staatlichen und kommunalen Blutspendedienste. Auslöser für die erwartete Anhebung der Preise für 4,5 Millionen Blutspenden im Jahr ist die Schlichtung eines Patentstreits zwischen Roche und der kalifornischen Biotech-Firma Chiron, wegen dem Einsatz eines Bluttests auf das gefährliche Hepatitis-C-Virus. Während Roche im Besitz des Patentes für die Nachweismethode des Hepatitis-Virus ist, hält Chiron das Patent auf das Erbgut des Erregers. Genau dieses aber weist der Roche-Test nach. Ähnlich war die Patentsituation beim Nachweis für das Aids-Virus. Roche musste an Chiron 120 Millionen Dollar zahlen und in Zukunft für jede weitere getestete Blutkonserve Gebühren an Chiron überweisen. Roche will nun die Lizenzgebühren an die Blutbanken weiterreichen und pro Blutbeutel 20 Mark für den HCV-Test erheben und 10 Mark für den HIV-Test. Vorher beliefen sich die Kosten auf wenig mehr als eine Mark. Es besteht der Verdacht, dass Chiron/Roche ihre Monopolstellung für Bluttests missbrauchen.
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14.01.2008 12:15 Uhr von madda
 
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mangelndes Hintergrundwissen: Es tut mir ja leid, dass sagen zu müssen, aber vielen fehlt anscheinend das Hintergrundwissen zum Roten Kreuz, dass hier von manchen als Abzockerbande dargestellt wird. Wer sich in der Materie auskennt, der weiß, dass das Rote Kreuz eine gemeinnützige Gesellschaft ist und deshalb keinne Gewinn machen darf. Das heißt also, dass es keinen Sinn für das Rote Kreuz macht, da sich keiner an persönlich an dem Gewinn bereichern kann. Alles, was das DRK an Gewinn macht, wird für die Arbeit des DRK oder für die Bildung von Rücklagen verwendet. D.h. dass jeder, der Blutspenden geht, im Grunde genommen auch noch mehr spendet, denn wenn das Rote Kreuz Gewinn macht, dann kommt das zum Beispiel dem Katastrophenschutz, oder der Behinderten- oder Seniorenarbeit oder ähnlichem zugute. Und das es keine Blutspenden abends gibt, ist auch nicht war, da oftmals die Zentren bis 20.00 Uhr aufhaben. Wer Interesse hat, kann einfach in seinem Ort das DRK anrufen und die Termine nachfragen.
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17.01.2008 13:21 Uhr von ron11
 
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ist ueberall das gleiche problem......und die nicht spenden schreien dann nach spendern wenn sie selber blutkonserven brauchen..........
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30.04.2009 18:51 Uhr von Saphenamagna
 
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DRK verkauft sein Blut an Pharmafirmen: Hallo,
nach der Fernseh Sendung Frontal 21 hat das DRK zugegeben das es70% seiner Blutkonserven an Pharmafirmen verkauft.

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