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GB: Zweifacher Vater stirbt nach drei Fehldiagnosen an Meningokokkeninfektion

Ein 43-jähriger Lastwagenfahrer und Vater von zwei kleinen Söhnen starb in der Nähe der nordenglischen Stadt Worksop vor einigen Tagen an einer Meningokokkeninfektion, nachdem zuvor drei Mal eine Fehldiagnose gestellt worden war.

Bereits an Weihnachten zeigte der Mann erste Symptome, erschien jedoch bei seiner Arbeit. Ein Freund brachte ihn dann jedoch in eine Klinik, die seine Magenschmerzen, Krämpfe und Atemnot jedoch als Virus diagnostizierte und ihn mit Antibiotika nach Hause schickte.

Nachdem sich in den nächsten Tagen der Zustand verschlimmerte, rief seine Frau noch zweimal bei Ärzten an, die sich jedoch trotz typischer Symptome wie Ausschlag nur auf die Erstdiagnose verließen. Zuletzt wurde der Mann dann von Notärzten in die Klinik gebracht, wo er später an Blutvergiftung starb.


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WebReporter: Hier kommt die M...
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Großbritannien, Vater, Fehldiagnose
Quelle: www.dailymail.co.uk

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.01.2008 15:10 Uhr von Hier kommt die M...
 
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Was für eine Sauerei. Schon die erste Klinik hat da außer der offensichtlichen Fehldiagnose Mist gebaut, denn bei einer Viruserkrankung würden Antibiotika sowieso nichts nützen. Und ärztliche Telefonhotlines sind bei uns zum Glück nicht erlaubt, soweit ich weiß. Der Mann wäre nicht gestorben, wenn man sich die Mühe gemacht hätte, ein Blutbild zu machen, dann wären nämlich die erhöhten Leukozyten sofort aufgefallen und damit auch eine bakterielle Infektion.
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11.01.2008 15:39 Uhr von elephantkick
 
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boa wie behindert.

wäre ich der arzt, ich würde mich zu tode schämen und wäre nicht mehr in der lage meinen Beruf auszuüben!

mein beileid an die familie
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11.01.2008 15:47 Uhr von Zu_Doll
 
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@Autor: Erhöhte Leukos sind ein generelles Zeichen einer Infektion, egal ob viral oder bakteriell! Ansonsten geb ich dir recht! Welcher Arzt kommt auf die Idee bei ner Diagnose auf Viren Antibiotika zu geben??? Is ja nich so, dass es irgendwie Probleme mit Resistenten Keimen gäbe, oder?
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11.01.2008 15:57 Uhr von Hier kommt die M...
 
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zu_Doll: Stimmt aber so nicht, bei einem akuten Virusinfekt sind die Leukos niedrig, bei einer bakteriellen Infektion stark erhöht. Kannst du überall nachlesen, falls du mir das nicht glaubst, aber ich bin selber MTLA :)

Abgesehen davon gehören bei einer solchen Infektabklärung noch andere Parameter zum Labor.
CRP z.B. und auch das ist bei einem bakteriellen Infekt schneller erhöht, beim Virus nur langsam, ebenso wie die uralte Methode der Blutsenkung (BSG), die bei einem Virusinfekt normal ist, beim bakteriellen erhöht.

Wobei man ja sagen muss, wenn der erste Arzt dem Mann zufällig das richtige Antibiotikum verschrieben hätte, hätte ihn das ja sogar retten können. Aber bei Meningokokken müssen eben ganz spezielle Antibiotika eingesetzt werden, und die werden nur im Verdachtsfall verschrieben.
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11.01.2008 17:48 Uhr von HarryL2
 
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Ist ja nicht selten Wundert mich gar nicht....

War selber 3 mal beim Arzt und der hat nicht erkannt das ich eine Blinddarmentzündung hatte.

In der Klinik wusste der andere Arzt dann schon was Sache ist ohne mich untersucht zu haben. (Er hat mich dann natürlich noch untersucht bevor er mich aufgeschnippelt hat.) ;-)
War auch allehöchste Zeit.

Und solche Geschichten kenn ich haufenweise.
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11.01.2008 20:43 Uhr von jsbach
 
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Zwei Fehldiagnosen sind: schon eine zu viel. Aber gleich drei Ärzte die sich irren? Bei den heutigen technisch hochgerüsteten Untersuchungsmethoden sollte so etwas nicht mehr vorkommen.
Aber wie und gegen wen dann Ansprüche geltend machen?
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11.01.2008 22:09 Uhr von The_free_man
 
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Antibiotika gegen Viren? "Ein Freund brachte ihn dann jedoch in eine Klinik, die seine Magenschmerzen, Krämpfe und Atemnot jedoch als Virus diagnostizierte und ihn mit Antibiotika nach Hause schickte."

Dass Antibiotika nun auch bei Viren helfen ist mir neu.
Komische Ärzte da.

Gegen die Meningokokkeninfektion hätte das Antibiotikum wahrscheinlich sogar geholfen, wenn es in ausreichen hoher Dosierung verabreicht geworden wäre.

Das Gesundheitssystem in England ist aber ohnehin sehr, sehr schlecht.
Ein Grund, warum das kein Auswanderungsland für mich wäre.
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12.01.2008 14:40 Uhr von Borgir
 
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als Virus diagnostizierte und ihn mit Antibiotika: nach hause schickte.....muss ich zu diesem vorgang noch etwas sagen?? nein....

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