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EEStor-Energiespeicher mit extrem hoher Energiedichte: Lockheed Martin beißt an

Die texanische Firma EEStor arbeitet seit geraumer Zeit an einem Energiespeicher auf Ultrakondensator-Basis, der das zehnfache an Energie bei 1/10 des Gewichts eines Bleiakkus speichern können soll - bei einem Bruchteil der Kosten. Bisher wurde ein Vertrag mit dem E-Auto-Hersteller ZENN geschlossen.

Am gestrigen Donnerstag unterzeichnete der Rüstungskonzern Lockheed Martin einen Partnervertrag zur Entwicklung von Anwendungen mit dieser neuen Technologie. Der Einsatz dieses Energiespeichers bedeutet auch eine dramatische Verbesserung der Leistung von elektrisch betriebenen Fahrzeugen.

Lyle Dennis von gm-volt.com interviewte Lionel Liebman, Leiter einer Entwicklungsabteilung bei Lockheed Martin, der nach einer Besichtigung der EEStor-Entwicklung die Leistungsdaten und die Fertigstellung dieses revolutionären Energiespeichers bei EEStor im Laufe 2008 ohne Einschränkungen bestätigt.


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WebReporter: Tachy
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Energie
Quelle: www.gm-volt.com

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11.01.2008 10:32 Uhr von Tachy
 
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EEStor fiel bislang nicht sonderlich durch Mitteilsamkeit auf. Die Pressemeldungen beschränken sich auf einzelne Lichtblicke, die Firma selbst jedoch betreibt nicht einmal eine aktive Webseite (Die Domain eestor.us ist reserviert). In Fachkreisen wurde die Firma deshalb auch meist als "Luftnummer" gehandelt, jedoch sind als Investoren Kleiner Perkins Caufield & Byers eingestiegen.
Der Einstieg von Lockheed Martin zeigt aber, dass die Technologie so schlecht nicht sein kann.
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11.01.2008 10:39 Uhr von Tachy
 
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Was bedeutet die Meldung? Ein Bleiakkumulator speichert ca. 0,03 kWh/kg, das 100-fache wären dann ca. 3 kWh/kg, das 30-fache eines Li-Ion-Akkus.

Ein Ultra-Kondensator speichert die Energie nicht chemisch, sondern funktioniert genau so wie alle Kondensatoren, die zu Tausenden in jeder elektronischen Schaltung in kleiner Form enthalten sind: er speichert Energie im elektrischen Feld zwischen zwei Elektroden, die durch ein sogenannten Dielektrikum voneinander getrennt sind. Dabei spielt das Dielektrikum die entscheidende Rolle: Mit den Materialeigenschaften beeinflusst es die Möglichkeit, mehr Elektronen in den Elektroden zu speichern und die Energiedichte zu erhöhen.

Die Vorteile eines Ultra-Kondensators gegenüber eines chemischen Akkus (Bleiakku, Li-Ion-Akku etc.):

- Wirkungsgrad nahezu 100%
- keine Wärmeentwicklung beim Laden/Entladen
- extrem hohe Leistung beim Laden/Entladen
- extrem kurze Ladezeiten, nur durch Art der Zuleitung des elektrischen Stroms begrenzt.
- unbegrenzte Anzahl von Lade/Entlade-Vorgängen, die Lebensdauer ist nur durch das verwendete Material begrenzt
- bei guter Isolation kein Ladungsverlust
- hohe Explosionssicherheit, kein "thermal runaway" möglich
- Ladezustand exakt bestimmbar

Nachteile:

- verdoppelt sich die enthaltene Ladung, liegt auch die doppelte Spannung an, ein chemischer Akku liefert dagegen eine nahezu konstante Betriebsspannung über weite Bereiche des Ladezustandes.

Für Anwendungen zum Betrieb eines Elektromotors mit konstanten Spannungen erfordert dieser Nachteil eine intelligente dynamische Parallel-/Reihenverschaltung mehrerer Einzelzellen und/oder eine völlig anders aufgebaute Leistungselektronik zum Laden/Entladen mit konstanten Spannungen.
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11.01.2008 11:10 Uhr von Styleen
 
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ahh: Schön das es in der Forschung in Bezug auf
Energiespeicher fleißig vorwärts geht.

Jetzt fehlt nur noch dass in der Energiegewinnung neue Möglichkeiten/Wege gefunden und vor allem veröffentlicht werden.

Hätte ich die finanziellen Möglichkeiten würde ich ebenfalls bei EEStor mit einsteigen.
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11.01.2008 13:18 Uhr von shortnewsjäger
 
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Tachy: Trotzdem, wir sprechen hier über eine Technologie, die sich noch in den Kinderschuhen befindet.
Wenn ein Unternehmen eine solche (Erfolgs-)Meldung berichtet, bedeutet das nicht, dass die Technologie 1:1 umgesetzt wird.
In deiner letzten News (über einen neuartigen Akku) ist das ebenfalls so. In einer Fachzeitschrift habe ich dann gelesen, dass die Akkus nur wenige Lade-Entladezyklen überstehen.
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11.01.2008 13:20 Uhr von RupertBieber
 
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so rein technisch-wissenschaftlich gesehen ist sowas schon eine tolle Sache. Ein Energiespeicher der
annähernd die 100fache Leistung herkömmlicher Batterien
hat, bei gleichem Gewicht...super...

man stelle sich nur mal vor...eine Art Impulslaser mit 50kW/h
Leistung, der nur ein paar Kilogramm Gewicht hat, von jedem
Soldaten getragen und auch eingesetzt werden kann...

Mit so einem Ding brennt man allem, was im Weg steht bei
klarer Sicht auf einige Kilometer Entfernung ein, ein paar
Millimeter grosses Loch mittendurch... millimetergenau...mit
chirurgischer Präzission...

...eine Tatsache beunruhigt mich dabei trotzdem....
dass diese Technologie ein "Rüstungskonzern" aufnimmt..
und wenn mich nicht alles täuscht, wird das Ganze zuerst
mal für militärische Zwecke ge(miss)braucht...

und davon kann man ausgehen, ich denke nicht das
Lockheed Martin vorhat, damit Nachtischlampen zu konstruieren....
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11.01.2008 13:36 Uhr von Tachy
 
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@shortnewsjäger: Das ist klar. Meldungen von EEStor waren in der Vergangenheit auch immer mit Vorsicht zu betrachten. Aber anscheinend ist etwas dran. Diese wie meine erste Meldung deuten darauf hin, dass bei der Entwicklung Energiespeichern für Elektrizität ein enormes Potential herrscht.

Die begrenzte Zahl der Lade/Entladezyklen ist aber auch genauer beschrieben, sie rührt von der Umwandlung kristallinen Siliziums in eine amorphe Struktur und die Absicht der Forscher, neue Tests gleich mit amorphem Silizium zu fahren.
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13.01.2008 21:56 Uhr von Tachy
 
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Pappnasen bei EEStor...:

Aus deren Patent lässt sich eine Energiedichte von 0,3 kWh/kg errechnen. Die Angaben im Interview sind Käse.

Eine 3-fache Energiedichte von Li-Ion-Akkus ist aber für Ultracaps auch nicht zu verachten.

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