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Riester Vorsorge bringt späteren Rentnern nichts

Millionen von späteren Rentnern laufen laut eines Berichts des ARD-Magazins "Monitor" Gefahr, weit weniger Geld im Alter zu bekommen als angenommen.

Die so genannte Riester-Rente lohne sich bereits für einen Menschen mit mittlerem Einkommen nicht, ergaben Recherchen des Magazins. Sozialämter würden diese Art der zusätzlichen privaten Altersvorsorge bei der Berechnung der Grundsicherung miteinbeziehen.

Für viele Anleger könnte sich damit das Riester-Modell zu einer Nullnummer erweisen. In Stichproben wurden herausgefunden, dass in Beratungsgesprächen bei Banken und Versicherungen zudem falsche Angaben gemacht würden.


WebReporter: robertmey
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Rentner, Vorsorge, Riester-Rente
Quelle: www.tagesschau.de

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56 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.01.2008 15:37 Uhr von E-Woman
 
+8 | -2
 
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wer glaubt denn, das der Staat Zuschüsse gewährt, ohne das die Chancen groß sind, sich das Geld zurück zu holen.
Jeder Arbeitslose kann Riester nutzen, wenn er arbeitslos bis zur Retne bleibt, ist es doch logisch, das der Staat sich zurückholt, was er gegeben hat. Alles Augenwischerei.
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10.01.2008 15:47 Uhr von noctua
 
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Wer rechnet noch mit der Gesetzlichen Rente? Ich habe noch nie wirklich damit gerechnet aus der gesetzlichen Rente irgendwann meinen Lebensunterhalt bestreiten zu können. Eine Garantie gibt es nicht, die Prognose sieht eher schlecht aus...

Mein Plan ist bis zur Rente genügend Eigentum zu haben um günstig leben und vielleicht noch Mieteinnahmen zu bekommen. In wenigen Jahren ist die erste Wohnung bezahlt....
Miete zu bezahlen kann sich in einigen Jahren ohnehin kaum noch ein Rentner leisten!
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10.01.2008 15:59 Uhr von Schramml
 
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@Isolde: Hut ab. Ein sehr guter Kommentar, den ich nicht besser hätte schreiben können ;-)
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10.01.2008 16:33 Uhr von a.maier
 
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Keiner zahlt für seine Rente: Die Beiträge der Rentner waren für ihre Eltern!
Die Beiträge die wir heute leisten sind für die jetzigen Rentner. Für uns zahlen unsere Kinder! Wenn wir ihnen keine Zukunft geben haben wir auch keine Rente. So hart es klingt, aber heute müssten die Rentner bestraft werden für die jetzige Situation. Diese wurde vor Jahren in der Verantwortung der heutigen Rentner geschaffen. Die heute die Rentenbeiträge zahlen sollen konnten nichts ändern! Unsere Kinder werden so aufwachsen wie wir es ihnen ermöglichen. Wen sie gut verdienen haben wir auch eine gute Rente. Wenn nicht haben WIR was falsch gemacht. Genauso wie die Rentner von heute!
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10.01.2008 16:43 Uhr von noctua
 
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@a-maier: Dann mache du doch den Anfang und bezahle freiwillig jeden Monat 200.- EUR zusätzlich in den "Rentenfond" ;-)

Weißt du eigentlich dass sehr viel Geld aus den Rentenkassen für ganz andere Dinge eingesetzt werden?

Wenn die Rentenkassen nicht schon seit vielen Jahren geplündert worden wären, wäre nun sehr sehr viel mehr Geld vorhanden... Vielleicht sogar ausreichend.
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10.01.2008 16:59 Uhr von a.maier
 
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wovon denn? Ich kann mir nicht mal die Riester Rente leisten. Ich wollte sagen das das Problem nicht heute entstanden ist sondern schon mit Einführung dieser Rentenpolitik. Keiner , der etwas in der Schule aufgepasst hat, kann sagen das ihn das überrascht! Die heutigen Renten sind im Vergleich zum Arbeitseinkommen zu hoch. Ich weiss das ich auch Rentner werde (hoffe ich jedenfalls) und dann die Sache anders sehe. Aber keiner kann die üüberalterung der Gesellschafft leugnen. Leider bringen die Familien mit den meisten Kindern keine Leistungsträger sondern nur Leistungsnehmer. Einwanderungspolitik!
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10.01.2008 17:16 Uhr von esseff
 
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@a.maier: nicht nur einwanderer...
die meisten kinder werden auch von jetzigen leistungsnehmern deutscher herkunft gezeugt... leider meist die nächste harz4-generation.

(und jetzt hagelts minuspunkte...)
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10.01.2008 17:19 Uhr von OngBak
 
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Riester-Rente = Riesen-Abzocke war doch klar, dass diese staatlich geförderte Massen-Abzocke nichts als heiße Luft ist.
Mit der Riester-Rente macht nur einer Kasse, und zwar dieser Mafiastaat. Leider sind da viele darauf reingefallen.
Meinen Beileid für diejenigen, die eine Riester-Rente abgeschlossen haben.
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10.01.2008 17:39 Uhr von Borgir
 
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stimmt: absolut. die riester-rente ist absoluter müll, das erzühlt einem jeder vernünftige versicherungs-mensch
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10.01.2008 19:08 Uhr von Homechecker
 
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tjoa ich hab mich beraten lassen: von nem unabhängigen "berater"
er hat mir verschiedene versicherungen gezeigt und auch analysiert und was bei mir später rausspringt
riester konnte ich nicht ein einziges mal in den aufgelisteten modellen lesen^^

ich wollte irgendwie nie riestern da mir schon ausreicht wenn ich sehe was mein opa als rente bekommt
dafür das er harte 50 jahre gearbeitet hat

also leute sorgt privat vor ich denke das ist wohl der beste weg im alter noch n bissl geld zu haben
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10.01.2008 19:13 Uhr von tobi_muc
 
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da fehlt wohl hintergrundwissen: also erstmal geht es bei der grundsicherung um rentner die quasi sozialhilfe bekommen und damit sind langjährig arbeitslose und geringste geringverdiener gemeint, die sozusagen weniger als die "mindestrente" bekommen und somit vom staat eine aufstockung bekommen
macht die aufstockung 40eu aus und der riester wirft 100eu aus bedeutet das, dass dann nur noch 60eu aus dem riester "rauskommen" , was ich mehr als fair finde gegenüber beiden seiten

(die recherche des artikels in unserem ersten war nicht sehr ausgereift und stellt einiges überspitzt dar)...sozialhilfe-rentner gibt es sicherlich (und immer häufiger) aber der großteil verdient wesentlich mehr als geringverdiener

zielgruppe von riester ist die arbeitende/verdienende bevölkerung - diese bekommen zulagen (grund- und kinderzulage) insofern sie den mindest-eigenbetrag zahlen (4% vorjahres rv brutto abzgl. der zulagen) - riester ist hartz4 sicher aber eine förderung erhält man dann nicht mehr (man hat ja nach einem jahr arbeitslosengeld kein vorjahresbrutto mehr) aber der vertrag wird beitragsfrei weitergeführt (verzinst sich) bis man wieder arbeitet oder rentner ist

klar rentiert sich eine lebens- und oder lebensversicherung immer mehr je länger und mehr man einzahlt (das ist ja auch bei jeden ollem bausparvertrag so) und so kann sich ein riestervertrag bei nem 18jährigen bis zur rente wesentlich mehr rentieren als bei nem 50jährigen.....auch riester lebt von zins und zinsezins....

ebenfalls ist es nicht möglich leistungen aus riester außerhalb deutschlands zu beziehen wohnsitz in Deutschland ist nötig - bekommt aber sicherlich jeder Türke hin ;) aber trotzdem stellt dies gut den gedanken der förderung nur in deutschland dar

also keine panik auf der titanik - riester sollte sofort mit geburt abgeschlossen werden und dann kommt da auch jede menge raus....ich bin versicherungswirt und recht jung (25j) und bei mir errechnet sich eine garantierte leistung von knapp 1000eu

basis zur berechnung ist mein momentanes gehalt, was im rentenversicherungsrechtlichen durchschnitt liegt von was um (also der verdienst den man braucht, um einen "rentenpunkt" im jahr zu bekommen)

also nicht wild machen lassen.....bse, mks, vogelgrippe und so weiter hat uns ja trotz der meinung der presse immer noch nicht umgebracht ;)

gruß an alle
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10.01.2008 19:35 Uhr von herrnice
 
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@ alle Vorposter: Bitte lest euch den Artikel in der Quelle erstmal genau durch, bevor Ihr mit eurem Demagogischen Gehetze anfangt...
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10.01.2008 19:37 Uhr von tobi_muc
 
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ich zähl ja wohl nich dazu meister ;)
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10.01.2008 19:52 Uhr von Ru-co
 
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Mann: sollte den Mindestlohn nicht vergessen,weniger Lohn=weniger Rente später
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10.01.2008 20:07 Uhr von ThomasHambrecht
 
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2 Jahre vor der Rieser-Rente war das Modell mal dafür gemacht, jedes Jahr mehr privat einzuzahlen und immer weniger in die gesetzliche. In 50 Jahre wollte man so auf die komplett private Rente umsteigen.
Gemacht daraus hat man was völlig anderes.
Und das erste was die CDU noch vor Einführung damals sagte war: "Unter der CDU wird die Riester-Rente sofort wieder abgeschafft".

Toller Staat.
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10.01.2008 20:26 Uhr von ac-cruiser
 
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nun: ich bin erst 18 verdiene schon mein eigenes Geld aber mir war schon immer klar das ich mich später selber durchboxen muss, also nix neues die Zukunft bringt nix gutes
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10.01.2008 22:16 Uhr von alter.mann
 
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@ isolde63nbg: ich würde gern wissen, welche millionen von menschen du meinst. für eine konkretisierung wäre ich dankbar.

gruß
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10.01.2008 22:55 Uhr von jsbach
 
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Wieder mal offener: Beschiss der Erfinder und der Versicherungen. Wenn die noch versteuert wird und von der Grundsicherung abgezogen wird, dann gute Nacht....
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10.01.2008 23:45 Uhr von f@x
 
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mir gehts wie vielen anderen: ich verlass mich bei sowas ungern auf andere...
bin 19 und habe vor 3 jahren angefangen das geld anzulegen...und ich gedenke nicht das zu ändern...
wenns am ende verschwindet weiß ich wenigstens wer schuld hat
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11.01.2008 00:06 Uhr von Heinrich1871
 
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Zukünftige Rente = Taschengeld: Was erwartet Ihr von der Riesterrente. 4% des Bruttogehaltes, nach 30 Jahren noch 2% Kaufkraftwert, entspricht 50% der Summe die ausgezahlt wird ist für die Inflation. Dann versteuern sicherlich inkl. Sozialabgaben. Erlös nach 30 Jahren je eine Pizza für Rentner und Ehepartner. Tolle Leistung.
Denkt mal weiter, ein Durchschnittsverdiener mit 32
Beitragsjahren erhält also 2030 eine Rente unter Sozialhilfeniveau (auch Grundsicherung genannt. Klingt besser als Sozialhilfe) Die geforderten 47 Beitragsjahre werden die weitaus meisten garnicht erreichen, Arbeitslosigkeit, Fortbildung etc.
Das bedeutet doch, dass das Geld welches junge Leute in die Rentenkasse einzahlen, für diese eine 100%ige Fehlinvestition ist. 47 Jahre ein zahlen und Rente auf Sozialhilfeniveau. Naja vielleicht bei 47 Jahren 25 Euro mehr, der Optik wegen.
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11.01.2008 01:21 Uhr von Shakotai
 
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Vielleicht hätte der Autor… (1): …der Shortnews die Quelle nicht nur lesen, sondern auch verstehen sollen, bevor er hier derartig verwirrend postet. Das allgemeine Echo hier zeigt zudem, dass überwiegend der Normaldeutsche (zu denen ich hier mal einfach alle zähle) die Zeichen der Zeit noch lange nicht ausreichend erkannt hat.

@E-Woman
Bereits dein Posting zeigt, dass du dich mit der Thematik Altersvorsorge noch lange nicht ausreichend auseinandergesetzt hast. Erschreckend eigentlich. Wenn man bedenkt, das nicht erst in den letzten 20 Jahren die Zeitungen davon voll sind.

@ OngBak und Borgir
OngBak, bitte informier dich erst einmal bevor du derartigen Unsinn verbreitest!
Borgir, bitte reiche mir die Namen und Adressen der „vernünftigen versicherungs-menschen“ hierher ein, ich melde sie dann an das BaFin weiter. Nach aktueller Gesetzeslage ist eine derartig verquere „Beratung“ nur als Falschberatung klassifizierbar. Der betreffende „vernünftige versicherungs-mensch“ wird voraussichtlich Abmahnungen in Höhen zwischen 10- und 50. 000 € erhalten, je nach Häufigkeit wie oft er bereits derartigen Unsinn verbreitete, bzw. wie oft es nachweisbar war.

@Homechecker
Du hättest wahrscheinlich nicht nur den Berater, sondern auch und vor allem das unabhängig in Anführungszeichen setzen müssen. Unabhängige Berater gibt es in Deutschland nur in verschwindend geringer Zahl. Meist erkennbar daran, dass DU den Geldbeutel zu öffnen und 4stellig zu zahlen hast, bevor die anfangen zu arbeiten; Und nicht, das es a la Deutsche Vermögensverbratung oder Allgemeine-Wirtschafts-Drückerkolonne (uvm.) in der Bezeichnung steht. Und dann zum Thema Berater: Altervorsorge, oder Vorsorge allgemein ist in Deutschland kein Thema, welches allein durch Versicherung abgedeckt werden kann. Es besteht aus Geldanlagen, Versicherungsformen, Immobilienanlagen und nicht zuletzt aus der steuerlichen Betrachtung.

@Noctua
Herzlichen Dank, noctua, du warst der erste Lichtblick in diesem Thread. Einer der wenigen Deutschen die eigene Information und Aktion vor Abzockeinladung setzen. Ich möchte dir nur einen kleinen Hinweis geben, den es auf jeden Fall zu bedenken gilt. Hinsichtlich der Demographie wird in ‚mittelferner Zukunft’ die Immobilie nicht mehr den Wert haben, wie sie ihn heute hat. Dennoch wird sie auch weiter Geld kosten (Instandhaltung/ Unterhalt) Daher sollte man hier parallel schauen, ob es lukrative Möglichkeit zur Bildung von Rücklagen gibt. (Das Wohnungseigentumsgesetz (WEG) gibt hier indirekt wertvolle Hilfen)

@a.maier
Vollstes Verständnis für deine Situation, zur relativen Beruhigung, es geht wenigstens der Hälfte der Deutschen wie dir. Dagegen hilft aber nur die Eigeninformation. Niemand kennt deine Schwächen, aber auch deine Möglichkeiten, so gut wie du selber. (Lieber 5 Minuten über Geld nachgedacht als 5 Stunden hart gearbeitet) Tipp: lasse dir von verschiedenen (Min 10!!!!) Stellen eine Komplettanalyse deiner Vorsorgesituation machen. (Die meisten Banken und Versicherungen sind dazu in der Lage) Prüfe die Vorschläge sorgfältig und hinterfrage sie. (Nicht nur bei demjenigen der sie dir macht) Treffe erst hernach deine Entscheidungen. Hinweis: bei über 90 % der Deutschen lassen sich mindestens 1200 € jährlich schmerzfrei intelligent umleiten.

@tobi_muc
Kompliment, einer der Wenigen, die sich über Sinn und Ziele der Riester-Rente wirklich informiert hat. (Allerdings erwarte ich derartig qualifizierte Hinweise auch von einem Versicherungswirt gg) Einschränkend bemerkt (diabolisch grins): Wie willst du Vorteile bei einem Beginn ab Geburt rechtfertigen? (Für theoretisch sinnvoll erachte ich es allerdings selber)
Allerdings sehe ich deinen Querverweis auf Lebens-, Rentenversicherung als missverständlich an. Es macht keinen Sinn eine solche abzuschließen wenn die Thematik Riester / Rürup-(Basis-)rente, (DV) nicht ausreichend berücksichtigt wurde. (Hartz IV Thematik, Steuer) Auch ist die effektive Rentierlichkeit gegenüber den vorgenannten Vorsorgeformen schwerlich darstellbar.

@ herrnice
Danke, einfach nur Danke! Leider kann ich dir nur einen Pluspunkt geben, wenigsten 20 wären angebrachter.

@ Ru-co
Brillanter Hinweis, ein Punkt mehr den Mindestlohn zu unterstützen, und nicht nur diesen. Dafür auch gerne einen Pluspunkt.

@ ac-cruiser
Falscher Ansatz. Siehe lieber zu was dir HEUTE am Meisten für dein Geld bringt und mache das. Bei deinem Lebensalter kannst du mit 20 € mehr erreichen wie ein 35jähriger mit 200 €. Der Zinseszinseffekt (Informier dich darüber) arbeitet ausschließlich für dich. Auch wenn du jetzt nur ‚Kleinscheiß’ machen können solltest; du wirst aus heutiger Sicht im Alter jeden Cent bitter nötig haben.
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11.01.2008 01:22 Uhr von Shakotai
 
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@ ThomasHambrecht
Leider muss ich dir recht geben. Der Gedanke war im Ansatz sehr interessant, nur leider haperte es an den Möglichkeiten der Umsetzung. Das Problem in der Umsetzung lag darin zu suchen, das ein Ausstieg aus der gesetzl. Rentenversicherung für die aktuellen Rentner eine Gegenfinanzierung nötig gemacht hätte, um deren Renten zu sichern. Dieses hätte selbst bei den optimistischsten Planungen eine Anpassung des Steuersatzes auf wesentlich über 50 % bedeutet, sowie eine Verringerung des Steuereinstiegsatzes. Dieses hätte jedoch dazu geführt, dass a. die Wirtschaft erst recht in die Knie gegangen wäre, weiter wesentlich mehr Menschen der Unterstützung durch Sozialhilfe bedurft hätten. Um dieses wieder zu finanzieren hätte man wieder die Steuern erhöhen müssen, und so fort.

@jsbach
Sorry für die klaren Worte, lieber jsbach, aber ich bin normalerweise Besseres von dir gewohnt. Bitte ‚geh nach Haus und informier’ dich mal’.(Hoffe, du verstehst den Bezug auf den Musiktitel der 90ger… gg)

@f@x
Kompliment für deine vorausschauende Denkweise, daran können andere Beispiel nehmen. (Sofern du sie auch wirklich umsetzt, Sorry für meine Erfahrungen…)

@Heinrich1871
Kompliment für deine klare Sicht der Dinge, Heinrich1871. Auch wenn ich in Details nicht unbedingt mit dir übereinstimme, (dazu bin ich als Analytiker wohl zu sehr ein Korinthenkacker) gebe ich dir im Gesamtzusammenhang uneingeschränkt recht.


@Allgemein; ein paar Infos, damit mein Zorn auch nachvollziehbar wird:
Die ‚Riester-Rente’ wurde 2001 nach amerikanischem Vorbild eingeführt. Sie sollte jedoch nicht als alleinige Rentenversorgung dienen, sondern AUSSCHLIEßLICH die 2001 erfolgte Rentenkürzung ausgleichen. Diesen Zweck erfüllt sie hervorragend. Dabei wurde sie nach dem Prinzip der nachgelagerten Besteuerung erstellt; d. h. der Anleger in Riester’ bekommt die auf die in die Riester-Rente gezahlten Einlagen gezahlten Steuern zurück, sofern die Steuererstattung nicht bereits in Form von Zulagen in den Vertrag selber geflossen sind. Die Besteuerung der Auszahlungen erfolgt jedoch zu einem Zeitpunkt zu dem der Anleger einen geringeren Steuersatz zzgl. erheblicher Freibeträge zu verzeichnen hat; sprich: im Ruhestand. Durch die Konzeption und dem Anlass der Begründung der Riester wurde niemals in Frage gestellt, dass sie ausschließlich als Ergänzung zur gesetzl. Rente gedacht ist und war.
Gesetzl. Rente:
Eines muss man Walter Riester zugute halten, er war der Erste und bisher einzige Politiker, der im Rahmen einer durchgeführten Rentenkürzung den Mitbürgern die Möglichkeit erzeugte, diese durch privaten Einsatz auszugleichen. Die Kürzungen seiner Kollegen führten dazu, dass der heutige Eckrentner (vereinfacht: 45 Jahre ununterbrochene Beitragszahlung zur gesetzl Rente) sich heute noch auf durchschnittlich 34% seines letzten Einkommens ‚freuen’ darf. Um zu erkennen, dass dieses schwerlich ausreicht, bedarf es keiner großen Rechenkunststücke. Vor allem, da sich wohl jeder ausrechnen kann, dass er aufgrund der heute üblich langen Ausbildungszeiten nur schwerlich in den Bereich eines ‚Eckrentners’ gelangt.
Grundlegendes zur gesetzl Rentenversicherung:
Die Rentenversicherung wurde – in den Grundzügen, wie wir sie heute kennen – bereits 1892 eingeführt. Nachdem die Auswirkungen der Demographie jedoch bereits seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert erkennbar wurden, betonte bereits ihr Gründer, Otto von Bismarck 1893, dass abzusehen sei, wann sei nicht mehr funktionieren würde. Bei der späteren Wiedereinführung durch Konrad Adenauer wurde dieser auf diese Thematik angesprochen. O-Ton Adenauer sinngemäß: Was interessiert mich die Generation die mich nicht mehr wählt? In Folge wurden die deutschen Rentner noch weitestgehend im Unklaren gehalten, wohl wissend, dass sie wohl zu träge seien, sich wirklich über die Grundlagen wie Hintergründe zu informieren. Die 70ger trugen mit dem Pillenknick nicht wenig zu einer weiteren Problematisierung der Rentenversicherung bei. Trotzdem waren die Politiker nicht müßig, die Sicherheit der Rente zu betonen. Wobei sie nicht mal unbedingt unrecht hatten. Wenn ich jeden Monat einen Cent aus der Rentenkasse erhalte, habe ich nach wie vor eine sichere Rente. Blüm betonte nur, die Rente sei sicher, nicht jedoch deren Höhe.
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11.01.2008 01:23 Uhr von Shakotai
 
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Vorrausschau auf die Zukunft:
Bereits seit den späten 70ger Jahren wird die gesetzl Rente erheblich aus Steuermitteln ergänzt und gestützt. Seit Anfang der 90ger werden zusätzlich, um das Sozialhilfeminimum zu erreichen, noch Gelder aus den Sozialkassen benötigt. Ein Ende der Zufinanzierung ist nicht absehbar, ein Ende der Finanzierbarkeit jedoch schon. Bereits jetzt ist die Finanzierung des Überlebensminimums durch die Sozialkassen nur noch schwer finanzierbar. In wenigen Jahren werden zudem zwei Arbeitnehmer für einen Rentenempfänger aufkommen müssen. Die Meinung mancher Zeitgenossen: ‚Warum soll ich denn selber was für die Rente tun, wenn ich nix habe zahlt doch der Staat für mich’, ist also nach heutiger Sicht bereits blödsinnig bzw. Selbstmord auf Raten. Solltest du also in einem Alter unter 45 sein, rechne auf keinen Fall mit einer Zufinanzierung durch die Sozialkassen, es ist wahrscheinlicher, dass sie zu deinem Rentenalter nicht mehr existieren. Solltest du jetzt Eigentum erwerben, überlege sinnvoll, ob du es im Alter auch noch finanzieren kannst.
Amerikanisches Vorbild der Riester:
Vor etwas über 20 Jahren erkannten die Amis, dass die bisher praktizierte gesetzl Rente (vergleichbar mit dem deutschen Prinzip) nicht mehr lange funktionieren würde. (Trotz dem, dass bei den Amis wesentlich mehr Kinder geboren werden, wie durchschnittlich in Europa) Daher bauten die vorhandene Rentengesetzgebung wie folgt um: Es wurde eine Grundrente eingeführt, die aus Steuermitteln finanziert wurde. Weiter hatte jeder Arbeitnehmer (primär die des amerikanischen Ö.D.) 5 % des Einkommens in sogenannte Rentenfonds zu zahlen. Vorgenanntes führte dazu, das ein dem deutschen Eckrenter vergleichbarer amerikanischer Rentner mit durchschnittlich 112 % seines letzten Einkommens in den Ruhestand geht. (Stand 2007)

@tobi_muc
Von einem Versicherungsfachwirt erwarte ich, dass er in der vorgenannten Thematik doch wesentlich besser informiert ist wie ich als Wirtschafts- und Finanzanalytiker. Bitte korrigiere oder ergänze mich, wenn ich etwas falsch oder unvollständig dargestellt haben sollte.
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11.01.2008 07:20 Uhr von Maestro79
 
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Mal wieder Panikmache: @ Shakotai
Danke für die ausführlichen Erläuterungen.

Ich persönlich halte halte den Artikel auch sehr reißerisch. Angeblich sind Milliooooooonen von Menschen betroffen. Schade, dass gerade ein öffentlich rechlicher Sender, so viel Panik und Stimmungsmache im Volk verbreitet. Die Auswirkungen sind hier in vielen Kommentaren erkennbar.

Es sei dahingestellt, dass diese aufgezeigte "Lücke" verbesserungswürdig ist. Aber direkt so viele Riester-Abschlüsse zu verurteilen, ist wirklich banal.
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11.01.2008 07:48 Uhr von hezbie
 
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Riester: Ein Lob auf Shakotai. Ich sehe das zu 100 % genauso.
Aber viele Mitbürger verschließen die Augen vor den Tatsachen wie Sie nun einmal sind. Seid Jahren gibt es die Riester Rente ( 2001 ). Es hat eine Zeit gedauert, bis die Menschen Sie a) wahrgenommen, b) den Sinn der Riester Rente begriffen, obwohl nach solchen Kommentaren meine Zweifel wieder aufkommen , und c) letzt endlich als Sinnvolle Altersvorsorge akzeptiert haben.
Und was höre ich da gestern Abend? Unglaublich!!!!!!

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