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Stuttgarter Museum zeigt Nazi-Propagandafilm "Jud Süss"

Der von Reichspropagandaminister Joseph Goebbels im Jahre 1940 beauftragte Spielfilm "Jud Süss" wird in einer Sonderausstellung des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg vorgeführt. Die Vorführungen werden didaktisch begleitet.

Insgesamt 16 Mal soll der Film im Rahmen der Ausstellung "Jud Süss - Propagandafilm im NS-Staat" in voller Länge gezeigt werden. Daneben vermittelt die Ausstellung auf etwa 600 Quadratmetern Hintergründe zu dem Propagandawerk, zum Beispiel durch Filmplakate.

"Das Thema und dessen Darstellung sind erklärtermaßen schwierig, aber gerade da sehen wir die echte Herausforderung für uns, eine lebendige Begegnung mit einem Thema der Landesgeschichte zu ermöglichen", so der Leiter des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg, Thomas Schnabel.


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WebReporter: marcol
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Museum, Stuttgart, Nazi, Propaganda
Quelle: www.wiesbadener-kurier.de

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.01.2008 13:51 Uhr von eco419
 
+3 | -3
 
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Was soll man dazu sagen: hoffentlich eskaliert das ganze nich. an sich ist es eine gute idee dagegen zu kämpfen was uns tag täglich leider begleitet
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05.01.2008 14:07 Uhr von Gorxas
 
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@Vorredner: warum eskalieren und wieso?

Ich wüsste nicht, dass bei Hollywood-Filmen etwas eskaliert - oder haben wir das im Film "I Am Legend" zu erwarten, weil dieser mehr als Verherrlichend gegenüber der "bösen" Gesellschaft, dem Menschen, ist und nicht wirklich auf dem Buch basiert, wo die Vampirgesellschaft vom Menschen bedroht wird?

Mich würde es sehr interessieren, wie die Filme einst gestaltet wurden. Dürfte aber nahezu kein Unterschied zur heutigen Filmbranche sein. USA macht auch Filme um sich selbst besser darstellen zu können ;)
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05.01.2008 15:56 Uhr von Kulle78
 
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Hab ihn im Museum in Berlin schon mal gesehen und ich muss mit Erschrecken sagen, wenn diesen Film die Leute von damals gesehen haben und sie nicht besonders viel Bildung genossen haben (wie sehr viele zu dieser Zeit, vor allem Menschen aus der ärmeren Bevölkerungsschicht), konnten sie sehr leicht auf diesen Film "reinfallen".

Er ist sehr subtil gemacht, legt alle "Vorurteile" der Nazis offen dar und stellt die jüdische Bevölkerung als Wurzel allen Übels in Deutschland dar. Und er hatte mit dem Vater unseres "Schimanskis", Herrn Heinrich George, einen bekannten "Volks"-Darsteller.

Wer mehr wissen will: http://de.wikipedia.org/...(Film)
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05.01.2008 20:07 Uhr von jsbach
 
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Ich kenne den: Demagogen Goebbels nur aus Filmen der Zeitgeschichte.
Meinem Vorredner gebe ich Recht, dass wenn man erst mal von den Reden des Herrn G. indokriniert wurde, schlecht mehr auskam.
Entweder man ist "mitgelaufen" oder wurde entsprechend "behandelt". Auch die höher gebildeten Offiziere sind auf diese "Kampfmaschine" G. hereingefallen und wurden von seiner Rethorik geblendet.
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06.01.2008 01:14 Uhr von Borgir
 
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@jsbach: muss man dir uneingeschränkt recht geben
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06.01.2008 11:05 Uhr von Fendracor
 
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Faszinierend: Wollte diesen Film schon immer gerne mal sehen. Es ist ja nicht irgend ein Propaganda-Film, er gilt ja als DER Propaganda-Film. Würde mich halt brennend interessieren, was an dem Film so extrem sein soll. So weit ich weiß gehts doch um eine Gerichtsverhandlung gegen einen Juden im Mittelalter oder Spätmittelalter. (Warum ist dann der "Händler von Venedig" nicht verboten?)
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06.01.2008 12:52 Uhr von Kulle78
 
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Zusatz: Soweit ich mich erinnere (ist schon über 10 Jahre her), war es das Haus der Wannsee-Konferenz und damals außer New York der einzige Ort, wo dieser Film gezeigt werden durfte. Und auch nur in Englisch mit deutschen Untertiteln...
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06.01.2008 13:55 Uhr von der_andere
 
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auf youtube: hab ich den film mal gesehen (wurde dann allerdings bald wieder gelöscht)
nuja, ich würde sagen, wer einigermassen was in der birne hat, fällt auf sowas nicht rein... damals war leider ja das problem, dass die nationalsozialistische Erziehung allgegenwärtig war und die Leute noch weniger gebildet waren, dementsprechend auch leichter zu sensibilisieren für so wirre anschuldigungen, wie sie in diesem film dargestellt wurden...
glaube nicht, dass das selbe heute noch funktionieren würde.

@Fendracor:
So weit ich mich erinnern kann, gings um einen jüdischen Krämer, der sich beim Adel von Würtemberg durch "geschenke" beliebt machte, durch zinsgeschäfte zum minister aufrückte, das Volk in dieser hohen Position das Volk mit Zöllen traktierte, dessen besitz an sich riss/zerstörte, etc.
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07.01.2008 11:19 Uhr von vorGebrauchschütteln
 
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Sind wir wirklich immun? Mal jetzt ganz ehrlich! Sind unsere Kinder und Jugendlichen wirklich Immun gegen solche Propaganda? Und sind wir Erwachsene dies überhaupt?

Natürlich würden wir nicht mehr auf so ein Video herinfallen. Dazu sind wir viel zu sehr Medienverwöhnt! Aber emotional sind wir weiterhin zu beeinflussen. Es reicht doch einfach beispielsweise die Titelmusik aus dem Film "Schindlers Liste" im Hintergrund laufen zu lassen und schon ist jeder noch so schlechte Mensch (Dieb, Mörder, Kinderschänder mit schlimmer Kindheit) eine arme Maus und mitleiderregend.
Natürlich muss man nicht immer darauf reinfallen, aber das hängt auch gerade von der gegenwärtigen Stimmungslage eines jeden ab.

Ich will nur damit sagen, dass wir weiterhin durch Medien und Propaganda beeinflussbar sind und dass dies jederzeit wieder genutzt werden kann, um uns Menschen in die richtige Denkrichtung zu geleiten.
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07.01.2008 12:37 Uhr von Mr.E Nigma
 
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@ diverse Vorredner: soso ... heutzutage funktioniert das also nicht mehr ?
Hand auf´s Herz, was denkt ihr beim Flughafen-check-in wenn der mann vor euch Turban und Rauschebart trägt ?
Fragt mal die Muslime wie sie sich in USA oder Westeuropa fühlen seit 2001 ... Hier läuft genau die gleiche Propaganda ab, und die wenigsten scheinen das zu merken!
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07.01.2008 12:59 Uhr von cep28
 
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Heute nicht mehr funktionieren Also ich muss da Mr.E Nigma ein wenig recht geben.
Jeder der denkt, soetwas koennte heutzutage nicht mehr geschehen, dem empfehle ich den Film oder das Buch "Die Welle".

Im uebrigen ist nicht jeder Turbantraeger auch gleich ein Muslim.Die Indischen Sigh tragen auch alle Turban und Bart aus religoesem Hintergrund haben aber an sonnsten keinerlei religoese gemeinsamkeiten mit Muslimen.

Davon ab muss ich sagen, dass ich mich erinnere das die meisten radikalen fundamentalistischen Muslimischen Terroristen eigentlich garkeine Turbane tragen sondern viel mehr unauffaellig und ihrer Umgebung angepasst aussehen.

Einfach mal hinschauen.

CEP
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07.01.2008 15:27 Uhr von Mr.E Nigma
 
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@cep28: Mir ist schon klar das die wenigsten Muslime mit Turban und Rauschebart rumlaufen, aber da es hier um Propaganda geht, wollte ich das jetzt auch ein bischen überspitzt darstellen, man kennt ja die einschlägigen Videos von Osama und Konsorten ...
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07.01.2008 15:46 Uhr von cep28
 
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@Mr E Nigma: Ach ja, diese Filmchen mit der Fundamentalistischen Propagande und den Terror Drohungen. Da weiss ich ehrlich gesagt nicht so recht was ich davon halten soll.
Die koennten auch genauso gut gestellt / gefaket sein und eigentlich aus den Staaten kommen oder sonnst was nur um zu polarisieren und die Kluft zwischen Westlicher Welt / Christentum etc. und dem Nahen Osten zu vergroessern, hass zu schaffen und kuenstlich Konflikte zu schaffen.
Unserem lieben George W. B. trau ich da ne ganze menge zu.
Der ist ja im Grundsatz nicht mehr weit vom Adolf H. und Kumpanen weg.

gruesse CEP
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08.01.2008 10:06 Uhr von TryAgain
 
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ich find zensur nicht gut.. egal in welcher form wir leben in einem zeitalter in der die zeit mehr als schnell vergeht und auch die geschehnisse immer rabiater, schneller und härter werden.
zensur muss jeder für sich selbst ausüben, man kann ein gedankengut nicht verbieten. solche filme solltem jeden zugänglich gemacht werden, wie könnte man die welle die damals soviele mitriss besser verstehen?
wir lesen entschärfte fassungen in der schule, sehen schwarzweisse opfer die einfach nur tot am boden liegen.. dass da so mancher annehmen könnte dass die zeit nicht derart schlimm war liegt doch nur nahe.
kein blut, keine zerfetzten leichen, keine schändungen.. wird alles schön retuschiert. es wird verharmlost!

wer die vergangenheit genau kennt kann wiederholungen in zukunft verhindern.
die 0815-nazis die nur einen teil der geschichte hitlers kennen, können nicht hinter die fassade des reinen arischen reiches, des erfolgreichen kriegsherren und führers blicken.

jeder sollte sehen können welche greueltaten begangen wurden, und zwar im vollen ausmaß. nur das schockt heute noch. und schock ist das was vielen hilft dort auszusteigen und zurück zur normalität zu finden.

ein normaler erwachsener wird nicht rechtsorientierter wenn er filme wie jud süss sieht, genausowenig wie einer der tiere in dokus beim geschlechtsverkehr beobachtet auch sodomist wird.
kinder haben unbeobachtet im netz sowieso nichts verloren.

immun kann nur der sein der alle facetten kennt, pickt man sich nur die aspekte raus die einem vertraut sind (pers. probleme die man auf ausländer schiebt z.b) dann ist es propaganda, aber weiss man wie es endete und welche wege die endlösung genommen hat und vor allem wie sich aus einer kleinen flamme ein loderndes feuer gebildet hat, ist man in der lage diese zu erkennen... wem das dann kein warnsignal ist ist potentiell gefährdet.. ob durch rechtes gedankengut oder durch andere einflüsse.. diese menschen werden immer mitläufer statt selbstdenkender individuen sein.

an alle medien: zeigt her die schandtaten, es soll jeder wissen zu was der mensch fähig ist. es reicht nicht dass man es vom hörensagen kennt, man muss es heutzutage wohl einfach selbst sehen...
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08.01.2008 12:03 Uhr von Snickerman
 
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Es gibt Propagandafilme und Propagandafilme!

"Jud Süss" oder "Ohm Krüger" dürfen zu Recht nur als
kommentierte Fassungen gezeigt werden, um die Mechanismen
der Volksbeeinflussung und geschichtsverfälschung
aufzuzeigen, aber andere Werke wie "Panzerkreuzer Potemkin" von Sergej Eisenstein (formal brillant!) sind genauso dazu gedacht gewesen, tatsächliche Ereignisse im Sinne einer Verklärung/Umdeutung der Geschichte darzustellen.

Über diesen Film, einen eindeutig sowietisch-stalinistischen Propagandafilm mit zahlreichen Lügen, bekommt man aber
nur Lob über die bahnbrechenden filmisch-stilistischen
Methoden zu hören, der lief auch noch die Tage völlig
unkommentiert im ganz normalen Programm.

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