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Arbeitsloser ließ sich in den Weihnachtsferien kostenlos in Kliniken verpflegen

Ein arbeitsloser und unversicherter Mann aus Niedersachsen verbrachte die kompletten Weihnachtsferien in zwei Kärntner Krankenhäusern und wurde unter falschem Vorwand kostenlos verpflegt. Der Mann hat die beiden Krankenhäuser etwa 6.000 Euro gekostet.

Am 18. Dezember ließ sich der 33-Jährige mit neuer Identität und erfundenen Schmerzen in das Landeskrankenhaus Villach einweisen und konnte sich dort zwei Wochen lang kostenlos verpflegen lassen.

Nach der Entlassung ging er unmittelbar ins nächste Krankenhaus in St. Veit/Glan. Nach zwei Tagen ist seine Tarnung jedoch aufgrund einiger Widersprüche bei seiner Identität aufgeflogen. Gegen den Mann wurde jetzt eine Anzeige wegen schweren Betrugs erstattet.


WebReporter: HammyGirl
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Arbeit, Nacht, Weihnachten, Klinik, Arbeitslose
Quelle: wcm.krone.at

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.01.2008 02:35 Uhr von HammyGirl
 
+1 | -0
 
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Eigentlich sehr traurig, dass jemand unter falschen Vorwänden die Weihnachtsferien in einem Krankenhaus verbringt. Mit seiner Tat hat er vielleicht einem wirklich Kranken den Platz weggenommen.
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05.01.2008 13:31 Uhr von DerFeger
 
+3 | -1
 
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wa soll man machen wenn kein geld da ist

dieser mensch kann mir nur leid tun denn er hatte zwar zu essen und trinken sowie ein dach über den kopf aber das ist nicht die lösung solcher probleme vielmehr warum ist er nicht versichert in unserer demokratie das ist hier die frage.
wenn er kein geld hat dann nützt die Anzeige eh nix also was soll so eine rumalberei

pflichtversicherung wenn dieser mann arbeitslos war
oder doch hartz gepeinigter wer weis es.
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05.01.2008 16:37 Uhr von ms.crazy
 
+1 | -2
 
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asi: also ich sein verhalten einfach nur asi. ich mein, der kann doch nicht sagen, es wäre die einzige möglichkeit gewesen? was is mit der tafel, oder irgendwelchen einrichtungen, die einen mit essen versorgen? sowas gibts doch überall. da muss man doch nicht in ein krankenhaus gehen.
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05.01.2008 17:14 Uhr von Protonenpumpenhemmer
 
+1 | -0
 
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Und? Wie viele "normale" oder Rentner etc. sind Hypochonder, oder machen das, um nicht alleine zu sein? Was hat das jetzt damit zu tun, dass er arbeitslos ist?

Interessanter wäre, dass wirklich Kranken bei Klinikaufenthalt der Regelsatz um 1/3 gekürzt wird, obwohl zu Hause die Kosten weiterlaufen, in der Klinik zusätzliche Kosten anfallen (etwa Telefon, Zuzahlungen 10Euro/Tag etc) - obwohl der Petitionsausschuß und diverse Sozialgerichte das als rechtswidrig erkannt haben, hat die ach so soziale Bundesregierung das per Verordnung als verpflichtend gemacht.

@münte
Personen, die etwa weil sie ihre Altersvorsorge zuerst verwursten müssen keine Leistungen erhalten, müssen sich auf eigene Kosten versichern. Bei teilweiser Sperre gilt Versicherung wohl weiter, bei kpl. Leistungseinstellung fällt die Versicherung nach 4 Wochen weg.
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05.01.2008 17:31 Uhr von real.stro
 
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Wie jetzt? Arbeitslos und "Weihnachtsferien"? Naja, kann man dem unterschiedlichen Sprachraum zuordnen.
6000,- Euro in knapp zweieinhalb Wochen, also 2400,- Euro pro Woche??? Haben die extra Personal für den Mann eingestellt.
Wenn solche Sätze im Gesundheitswesen üblich sind, wundert mich der permanent propagierte Geldmangel im Gesundheitswesen nicht.
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05.01.2008 20:14 Uhr von davidflo
 
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@ real.stro: Das frag ich mich auch gerade... der muss denen eine besonders schwere Art von Krebs oder die Beulenpest "vorgespielt" haben... wie soll denn sonst eine Behandlung soviel kosten :S
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06.01.2008 02:21 Uhr von divadrebew
 
+2 | -0
 
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Wow ! Liebe Österreicher, ich habe Respekt vor eurem Gesundheitssystem, indem es scheinbar so einfach ist, als nichtversicherter Ausländer in ein Krankenhaus aufgenommen zu werden.


Kurze Anekdote hierzu:

Ich wohne unweit der modernsten Klinik Berlins. Vor einigen Wochen bin ich bei meiner nächtlichen Gassi-Runde auf einen schwerverletzten Obdachlosen (Pole - wegen Diebstahl vier Monate eingesessen - daher nicht pflichtversichert, allerdings mit Überweisung der Ärztin und Bundesverdienstkreuzträgerin Jenny de la Torre ans UKB) gestossen, der sich bei einem Sturz ein Bein gebrochen hatte, und infolgedessen nicht mehr selbst laufen konnte. Eine Anfrage beim Taxistand, ob der Fahrer ihn in die Klinik bringen könne, wurde verneint. Einen RTW wollte der Taxifahrer auch nicht rufen, da er Angst hatte, "auf den Kosten sitzenzubleiben". Da ich mein Handy nicht dabei hatte, und am nächstgelegenen Telefon das Hörerkabel durchgeschnitten war, blieb mir gar nichts anderes übrig, als den liebenswerten Mann (Martin hieß er) die etwa 1000 Meter zur Notaufnahme des Krankenhauses zu schleppen, obwohl ich eigentlich nur kurz meine Hunde ausführen wollte.

Dort angekommen erfuhr ich jedoch etwas, was mich an den Grundfesten der menschlichen Ethik zweifeln ließ:
Das Krankenhaus sei angeblich nicht dazu verpflichtet einen nicht versicherten ausländischen Obdachlosen (trotz seiner schweren Verletzung - sein rechtes Bein stand fast im 90Grad-Winkel seitlich ab) aufzunehmen, da die Klinik auf den Kosten sitzen bleiben würde.

Und ich dachte immer, daß Ärzte sich an die zeitgenössische Version des Hippokratischen Eids, die Genfer Deklaration des Weltärztebundes, zu halten hätten. Dem ist ofensichtlich nicht so, wenn man (in diesem Fall die Klinik) kein Kapital aus dem Patienten schlagen kann.

Ich war letztendlich also gezwungen, von der Klinik aus, die Einsatzleitzentrale der Berliner Feuerwehr anzurufen - die dachten ich würde sie verarschen, da sie erkennen konnten, daß ich direkt aus dem UKB aus anrief - und einen Rettungswagen zur Klinik bestellen musste, obwohl diese zwei eigene Wagen hat, welche jedoch angeblich nicht für nichtversicherte Obdachlose genützt werden dürfen.

Immerhin konnten die Sanis (kamen etwa 30 Minunten nach dem Anruf) den Mann nortversorgen, und haben dann telefonisch einen Platz in einer Klinik für ihn gesucht. Auch dies sollte sich als sehr schwierig erweisen, fruchtete jedoch nach etlichen Telefonaten (und vielen Hasstiraden des Sanis auf das Gesundheitssystem).
Der Mann wurde letztendlich aso doch noch in ein Krankenhaus eingeliefert, und hat dort hoffentlich die benötigte Behandlung bekommen.
Ich kann nur hoffen, daß man ihn dort gut behandelt hat, und wünsche niemandem (nichtmal meinem ärgsten Feind) jemals selbst solch eine Tortur durchmachen zu müssen.
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06.01.2008 19:30 Uhr von wilbur245
 
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nichts neues: hier in der Nachbarschaft ist ein alki.... der besäuft sich 4 bis 5 mal die Woche dann ruft er den Notarzt der kommt tagsüber mit dem heli , nimmt ihn für eine nacht mit , nächsten morgen dasselbe Spiel von vorne....... der betreuer schaut ruhig zu........
1000€ heli 450€ Krankenhaus..... alles auf kosten der solidargemeinde...... hip hip hurra
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07.01.2008 10:20 Uhr von Ganxtapimpz
 
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real.stro: "6000,- Euro in knapp zweieinhalb Wochen, also 2400,- Euro pro Woche??? Haben die extra Personal für den Mann eingestellt.
Wenn solche Sätze im Gesundheitswesen üblich sind, wundert mich der permanent propagierte Geldmangel im Gesundheitswesen nicht.!"


Extra Personal werden die sicherlich nicht eingestellt haben, aber je nachdem was für Schmerzen und Wehwehchen der Kerl erfunden hat kann es ja sein dass aufwändige und teure Untersuchungen angeordnet wurden, teure Medikamente verabreicht wurden (auch kleine Pillen können ein Heidengeld kosten) und aufwändige und teure Labortests angesetzt wurden. Da kommen schnell mehrere tausend Euro zusammen

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