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Kriminologe fordert mehr Bildung statt Erziehungscamp für Jugendliche

Christian Pfeiffer, der Leiter des Kriminologischen Instituts Niedersachsen, tritt in der Debatte zur Bekämpfung der Jugendkriminalität für mehr Bildung statt Strafen ein. Seinem Institut zufolge gibt es einen deutlichen Zusammenhang zwischen Schulbildung und Kriminalität.

So habe eine Befragung seitens des Instituts gezeigt, dass unter Tausenden Neuntklässlern an verschiedenen Schulen verbesserte Bildungschancen den Anteil gewalttätiger Jugendlicher senken kann. Speziell bei türkischen Schülern zeigte sich dabei ein deutliches Nord-Süd-Gefälle in Deutschland.

In Hannover, wo in den letzten Jahren die Bildungsangebote verbessert wurden, sei die Zahl der auffälligen türkischen Schüler von 32 auf 22 Prozent gesunken. Demgegenüber hätte München einen Anstieg von 27 auf 31 Prozent zu verzeichnen. In beiden Fällen attestierte Pfeiffer der Polizei gute Arbeit.


WebReporter: pippin
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Jugend, Jugendliche, Bildung, Krimi, Erziehung
Quelle: www.n-tv.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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04.01.2008 09:03 Uhr von pippin
 
+0 | -0
 
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Leider passte nicht alles in die drei Abschnitte, aber ich sehe das ebenso wie Herr Pfeifer und sein Institut. Die, die jetzt nach härteren Strafen schreien, sind doch auch diejenigen, die im Bildungssystem alles zusammenstreichen und Freizeiteinrichtungen für Kinder und Jugendliche aus Geldmangel schließen lassen. Das Geld, das für die Erziehungslager ausgegeben werden soll, wäre in den Bereichen deutlich besser angelegt. Das wäre auch gute Prävention!
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04.01.2008 11:45 Uhr von snm
 
+4 | -0
 
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Fakten: Die ganze Debatte wird doch im Moment wieder nur Parteipolitisch geführt. Wie sieht denn die Situation wirklich aus? Dazu gibt es leider viel zu viel widersprüchliches. Ein Bericht aus fünf Bundesländern für die Innenministerkonferenz (IMK) sagt das die tatsächliche Gewaltkriminalität im Jugendbereich weder quantitativ noch qualitativ angestiegen ist. Die Polizeistatistiken sagen das die Zahl der Fälle mit schwerer Körperverletzung ansteigt, dass aber höchstens fünf Prozent aller Jugendlichen Probleme bereiten, und ein noch kleinerer Teil für den Großteil aller Straftaten verantwortlich ist.
http://www.stern.de/...

Wenn diese Zahlen stimmen, sollte es doch möglich sein sehr gezielt etwas gegen diese relativ kleine Zahl von Intensivtätern zu unternehmen. Eine aufgeheizte Diskussion, mit teilweise abstrusen Vorschlägen (Handyverbot), bringt jedenfalls nichts.
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04.01.2008 11:46 Uhr von rudi2
 
+4 | -1
 
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Guter Ansatz Was Roland Koch fordert, nennt man Symptombehandlung- und die ändert nichts an der Sache. Eine Ursachenbehandlung, wie Pfeiffer sie vorschlägt ist wesentlich sinvoller.
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04.01.2008 11:59 Uhr von DerFeger
 
+2 | -0
 
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sinnvoll: den kindern eine zukunft geben sie sehen es doch nicht ander´s
es wird nur alles schön geredet
aber wo sind die erfolge??
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04.01.2008 13:37 Uhr von pentam
 
+4 | -0
 
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Bildung vs. Erziehung: Hat diese Pfeiffe(r) sich eigentlich schon mal mit Lehrern unterhalten und sich die Situation an so manchen Schulen angesehen. Solange Lehrer (z.B. an Hauptschulen) Angst haben was an die Tafel zu schreiben, weil sie dafür den Schülern den Rücken zudrehen müßten, kann es nicht an der Bildung liegen. Das ist eine Sache der Erziehung, ob man andere Menschen und die gesellschaftlichen Grundregeln respektiert.
Bildung kann man nur bekommen, wenn man bereits eine halbwegs brauchbare Erziehung genossen hat.
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04.01.2008 14:01 Uhr von Nasa01
 
+4 | -0
 
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Es liegt nicht wirklich an der Bildung. Es liegt vielmehr an mangelndem Interesse die angebotene Schuldbildung durchzuziehen.
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04.01.2008 14:05 Uhr von Borgir
 
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wenn ich sowas höre: erziehungscamp, nachsicht und förderung von kriminellen jugendlichen. die gehören in den knast wenn sie kriminell werden, fertig. nur weil sie nach ihren taten rumheulen wie jetzt die in münchen darf man keine milde walten lassen.
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04.01.2008 14:40 Uhr von Nuernberger85
 
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@ borgir: man soll ja auch nicht damit anfangen wenn sie 20 sind, sondern das beginnt im kindergarten bzw der grundschule!
wenn sie erwachsen sind nützt das natürlich nix mehr!
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04.01.2008 14:51 Uhr von Mi-Ka
 
+2 | -1
 
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MikeBison, was glaubst du, würde rauskommen, wenn man alle Familien mit Migrationshintergrund nehmen würde, bei denen beide Eltern einen guten Job haben (man sie also zum Mittelstand zählen kann) und dann die Kriminalitätsrate deren Kinder betrachten würde?
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04.01.2008 14:52 Uhr von Nocverus
 
+1 | -3
 
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es ist ja nicht so das sie alleine wegen migrationshintergrund o.ä. auffe hauptschule kommen, sondern weil sie vorher scho stroh doof / desinteressiert / lernunwillig waren ... es bringt auch nixx, sie zwangs aufs gymni zu schicken, auch da wirds net besser ...

immer dieses drumherum gelaber,
WAS, ganz konkret WAS!, macht hannover, dasses denen da angeblich soviel weniger schlecht geht !?
besser bildung, toll! waffenbildung, gruppenbildung, einbildung, oder was ?
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04.01.2008 15:18 Uhr von pentam
 
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@Milano: Kein Wunder, dass der gute Herr Pfeiffer das nicht erkennt. Das hat er schließlich bei den Amokläufen auch schon nicht erkannt, sondern lieber behauptet, dass die bösen Killerspiele verantwortlich wären... Wieso sollte er es diemal besser machen?
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04.01.2008 18:55 Uhr von thespeaker
 
+1 | -0
 
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Heute kümmerts jeden... morgen keinen mehr jeden Tag werden Leute von solchen kriminellen Subjekten ohne Grund zusammengeschlagen. Man brauch nur "falsch" zu gucken und schon gehts los. Auch heute werden wieder Jugendliche auf dem Weg zur Party von Gleichaltrigen ausgeraubt und keinen interessierts morgen. Aber da die Politiker ein paar Gesprächsthemen brauchen um zu zeigen wie wichtig sie sind nutzen sie natürlich jede Meldung aus. Außerdem bauen die Politiker durch Ihre unbedachten Äußerungen rechte Gruppierungen auf.
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04.01.2008 18:55 Uhr von thespeaker
 
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Heute kümmerts jeden... morgen keinen mehr jeden Tag werden Leute von solchen kriminellen Subjekten ohne Grund zusammengeschlagen. Man brauch nur "falsch" zu gucken und schon gehts los. Auch heute werden wieder Jugendliche auf dem Weg zur Party von Gleichaltrigen ausgeraubt und keinen interessierts morgen. Aber da die Politiker ein paar Gesprächsthemen brauchen um zu zeigen wie wichtig sie sind nutzen sie natürlich jede Meldung aus. Außerdem bauen die Politiker durch Ihre unbedachten Äußerungen rechte Gruppierungen auf.

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