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Bundesbank-Chef Weber warnt vor Lohnexplosion 2008

Der Chef der Bundesbank, Axel Weber, hat die Gewerkschaften davor gewarnt, zu hohe Gehaltsforderungen zu erheben. Trotz der höchsten Inflation seit 1994 könne die Preissteigerungsrate nicht als Messlatte dienen, um Lohnforderungen zu definieren.

Überhöhte Löhne könnten dazu führen, dass es zu einem Preisschub kommt, so Weber. Dies würde dann die Stabilität der Preise gefährden. 2008 dürfe es nicht zu einer Explosion der Löhne kommen.

Des Weiteren sagte Weber, dass Deutschland auch 2008 weiterhin einen Aufschwung erleben wird. Dies soll sich auch auf die Arbeitslosenzahlen auswirken, die laut Weber auf 3,5 Millionen zurückgehen sollen.


WebReporter: borgir
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Chef, Warnung, Lohn, Bundesbank, Axel Weber
Quelle: www.bild.t-online.de
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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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29.12.2007 15:35 Uhr von borgir
 
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1. Stabile Preise gibt es in Deutschland nicht, da alles ständig und schnell teurer wird.
2. Wie soll man ohne steigende Löhne seinen Lebensunterhalt bestreiten.
3. Warum steigen die Managerlöhne im zweistelligen Bereich, der Arbeiterlohn aber so gut wie gar nicht.

Was dieser Herr Weber da loslässt ist das unverschämteste, was ich in diesem Jahr gehört habe (wenn ich von meiner Nachbarin absehe, was aber ein anderes Thema ist). Natürlich müssen sich Lohnforderungen an der Inflation orientieren.
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29.12.2007 17:13 Uhr von Protonenpumpenhemmer
 
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Lohnexplosion 2008: Die Managergehälter sind teilweise schon unverschämt, da ist zu erwarten, dass die Herren auch weiterhin die Hand aufhalten.
Oder meint er DIESE Löhne etwa gar nicht?
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29.12.2007 17:53 Uhr von Leftfield
 
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3.5 Millionen Arbeitslose? Wir haben jetzt ca. 10 Millionen Arbeitslose.
Da bin ich ja mal gespannt wie das gehen soll...
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29.12.2007 18:13 Uhr von GLOTIS2006
 
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Ich möchte abermals anmerken, dass "Managergehälter" (Was für mich das Unwort 2007 ist) gar nicht in diese Diskussion gehören. Jemand, der diese mit den Löhnen von "normalen" Arbeitnehmern vergleicht, hat in meinen Augen nicht begriffen, dass die Löhne für Manager in einer ganz anderen Sphäre verhandelt werden.
Und ich gebe Weber recht, wenn er sagt, dass zumindest die Gefahr bestünde, dass zu hohe Löhne gezahlt werden könnten und dadurch abermals die Preise ansteigen würden. Preisanstiege wie auch Lohnanstiege erfolgen aus der Erwartungshaltung. Und lieber Autor, das ist nicht unverschämt, sondern eine empirisch belegte (schon seit Beginn des 20. Jahrhunderts) Tatsache. Diese ganze Diskussion ist doch nur entfacht, weil einige Leute den Hals nicht voll kriegen können. Das liegt aber nicht an den ach so gierigen Managern, sondern an Deutschland. Ich habe sowieso seit geraumer Zeit das Gefühl, dass es vor allem seit 2002 massiv bergab geht und da helfen auch keine beschönigten Wachstumsstatistiken.
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29.12.2007 19:53 Uhr von cookies
 
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aha! @Glotis
Es ist zweifelsfrei ein Zusammenhang zwischen Lohnanstieg und Preisansteig zu sehen. Allerdings ist der "Lohn" nur ein Teil der Kosten, die die Preise hochtreiben. Angesichts der sinkenden Lohnquote muss auch deren Einfluss auf die Preise sinken. Doch nein, die Lohnempfänger werden mit derartigen Aussagen klein gehalten.

Auch Managergehälter gehören zu den Personalkosten und diese Kosten steigen weitaus mehr als die Kosten der durch Lohn bezahlten Mitarbeiter. Diese werden tatsächlich in anderen Sphären verhandelt und sind mit der Wirtschaftlichkeit des Unternehmens nicht immer gekoppelt, weil andere Faktoren eine Rolle spielen.

@all
Es geht stimmungsmäßig wirklich bergab mit Deutschland. Die "Lohnempfänger", d.h. diejenigen, die die Preissteigerung am meisten bemerken, lassen sich das noch gefallen. Fragt sich aber, wie lange noch.
Ich empfinge Webers Aussage als Unverschämtheit gegenüber denjenigen, die sich abrackern und seit Jahren keine Gehaltserhöhung erhalten haben.
Ich weiß es aus eigener Erfahrung, wie es ist, von Jahr zu Jahr vertröstet zu werden, während zwei Etagen höher ständig neue Manager eingestellt werden.
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29.12.2007 20:48 Uhr von Götterspötter
 
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Das ist ja wohl eine Frechheit !! Weber sollte sich einmal überlegen WER den Wirtschaftsaufschwung bis jetzt BEZAHLT hat !!

Ausserdem kann man nicht MARTWIRTSCHAFT für Deutschland fordern und dann die "Arbeitskraft eines jeden" im Sozialismus halten !! Wir sind hier nicht in China !!!! und wenn dies China wäre ginge es uns allen besser ! Weil die Lebenhaltungskosten auf ein Minimum wären !!!

Machen Sie erstmal Ihre "Hausaufgaben" Herr Weber bevor Sie "dummes BlaBla"loslassen
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29.12.2007 21:12 Uhr von jsbach
 
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Die Inflationsrate in: 2007 liegt bei 2,2 Prozent, die Zulassungszahlen der Autobranche sind künstlich hochgehalten, die Energiepreise explodieren, das Autofahren wird fast zum Luxus etc.pp
Und wo bleibt der Otto-Normalverdiener und der Rentner?
Dann vielleicht noch eine schwarz/rote Nullrunde bei denTarifverhandlungen rauspressen.... Welcher normal denkende Bürger der BRD kommt da noch mit? Aufschwung?
Vielleicht am Sportgerät Reck.
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29.12.2007 21:26 Uhr von snm
 
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Idiot: Der soll mal versuchen einen Monat lang mit dem Durchschnittseinkommen eines Arbeiters in Deutschland zu leben. Dann würde er nicht mehr so einen Stuss reden. Es gibt kaum ein Land in der EU das in der Lohnentwicklung so zurückhaltend war wie Deutschland in den letzten Jahren.

Alle Gewerkschaften sollten in der nächsten Lohnrunde 9,4% fordern. Das dürfte ja nicht zuviel sein, schließlich haben unsere Volksvertreter diese Steigerung ja auch für angemessen gehalten.
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29.12.2007 21:35 Uhr von werwolf0815
 
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@autor: was hat die nachbarin denn gesagt? :D
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29.12.2007 22:23 Uhr von Borgir
 
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werwolf0815: ich hab mich nach stunden erst wieder abgeregt. das kann man hier gar nicht erzählen was hier im haus abläuft, das glaubt einem nämlich keiner.....die spießbürger sind revolutzer gegen das was hier passiert....
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29.12.2007 23:29 Uhr von lawrenson
 
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Wahrscheinlich: müssen wir uns in den nächsten Jahren auf eine "schöne" Teuerung einstellen.
Und dafür brauchen wir auch höhere Löhne und Gehälter. Und Renten. Wem das nicht klar ist...
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30.12.2007 00:19 Uhr von tertius
 
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Deutschland wird kaputt gemacht: Bis ca. 1994 war Deutschland ein Land in dem es sich gelohnt hat zu leben. Warum? Stetig steigende Realeinkommen, Verkürzung der Arbeitszeit, Sozialstaat pur.
Seit Mitte der neunziger, Realeinkommen gesenkt, Abbau der sozialen Marktwirtschaft, Preiserhöhungen ohne Lohnausgleich ,Exportweltweister aber Schwächung des Binnenmarktes durch Wegfall von Arbeitsplätzen , Arbeitslosigkeit, MwSt-Erhöhung und Preissteigerungen sowie Einführung des Euros.
Die einzige Lösung ist Steigerung der Binnennachfrage durch erhöhte Löhne, Kaufkraft und damit Nachfrage.
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30.12.2007 03:07 Uhr von tertius
 
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@weimargg: Musst Du immer alles verraten?
Das war unser Geheimniß
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30.12.2007 06:43 Uhr von artefaktum
 
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Der Mann hat völlig recht da wollen Arbeitnehmer von ihrem Einkommen auch noch anständig leben, das ist natürlich eine Frechheit.

Da muss ich jetzt sogar mal Angela Merkel recht geben. Sie sagte vor einigen Wochen zum Thema Managergehälter sinngemäß wir sollten aufpassen, dass uns der ganze Laden nicht irgendwann um die Ohren fliegt. Einige lassen sich einige Zeit verdummen aber alle nicht für immer.

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