28.12.07 09:11 Uhr
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Ostdeutsche Schüler idealisieren DDR

Ostdeutsche Schüler der zehnten und elften Klassen neigen offenbar dazu, das Leben in der DDR zu romantisieren. Bei einer Umfrage zeigte sich unter anderem, dass weniger als die Hälfte der brandenburgischen Schüler die ehemalige DDR mit einer Diktatur verbindet.

Bei einer deutschlandweit angelegten Studie wurde festgestellt, dass Potsdamer, Neuruppiner oder Schüler aus Frankfurt an der Oder weniger Kenntnisse über die ehemaligen Zustände in der DDR haben als ihre Kommilitonen aus Westberlin, NRW und Bayern.

Insgesamt fällt die Studie ein vernichtendes Urteil zum Thema DDR an Schulen. Forscher Klaus Schroeder bemängelt, dass vor allem ostdeutsche Eltern ihrem Nachwuchs ein falsches Bild über die DDR vermitteln. Viele erleben zudem ganz konkret, dass ihre Eltern nicht zu den Gewinnern der Wende gehören.


WebReporter: Nesselsitzer
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Deutsch, Schüler, DDR, Ostdeutsch, Ostdeutsche
Quelle: www.spiegel.de

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95 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.12.2007 09:49 Uhr von Schroppyo
 
+15 | -7
 
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Wundert mich jetzt garnicht aber das hängt vielleicht damit zusammen, dass es hier mittlerweile nicht besser ist als es "drüben" war.
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28.12.2007 09:50 Uhr von snm
 
+22 | -14
 
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Nicht nur Schüler: Das gilt auch für einen Großteil der Erwachsenen. Allein schon der Ausdruck "Gewinner der Wende" zeigt worum es geht. Werte wie Freiheit, Selbstbestimmung eine Lebenswerte Umwelt spielen bei der Betrachtung der DDR keine Rolle mehr. Wer will sich denn noch daran erinnern wie die Dörfer in der DDR 89 aussahen. Gerade zu dieser Jahreszeit war es dort, dank Kohleheizung, Industriebelastung und den Drecksschleudern auf der Strasse kaum auszuhalten. Der Gestank, der im Winter in der Luft lag, war doch fast unerträglich. An diesem Land gab es kaum etwas positives, dem ich jetzt nachtrauern müsste.
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28.12.2007 10:03 Uhr von Leftfield
 
+22 | -14
 
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Es ist allerdings auch kein Problem bei Bedarf wieder eine Mauer zu bauen.

Geht Ruck Zuck!

Also lieber erstmal den Mittelpunkt suchen und nachdenken ;)
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28.12.2007 10:11 Uhr von TekTonik
 
+16 | -6
 
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Wann ist Geschichte eigentlich Geschichte: Als diese Schüler geboren wurden war die DDR schon Geschichte. Und die "wahre Geschichte der DDR" wird von den Eltern erzählt. Wenn überhaupt. Schlimm finde ich, das viele Leute in der ehemaligen SBZ der Bundesrepublikanisierung die Schuld an ihrem Elend geben, dem Verlußt einer wirtschaftlich unrentablen Arbeitsstelle, die es im Westen nie gegeben hätte, und mit daran Schuld war, dass es die DDR nicht mehr gibt. Die politische Pleite war ja auch eine wirtschaftliche. Wenn mehr subventioniert wird (z.B. Brötchen für 20 Pfennig oder mehr produziert, für 5 Pf verkauft), als eingenommen wird, kann das nicht gut gehen. Und wenn sich die Nachwendejugend (auch die aus dem Westen) nicht sachlich darüber informiert, wird die DDR in den Erinnerungen irgendwann ein kleiner, lustiger Arbeiter- und Bauernstaat sein, der nicht aufhörte den freiheitlich komerziellen Verlockungen Widerstand zu leisten
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28.12.2007 10:13 Uhr von blumento-pferde
 
+16 | -17
 
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Man sollte diesen Schülern mal alle Freiheiten für einen Monat verwehren.
Internet abschalten, Fernsehprogramme dezimieren, Westliche Nachrichten/Musik verbieten, Reisen ins Ausland verbieten, Redefreiheit einschränken... etc pp.

Erst dann werden sie merken wie gut es ihnen in einer Demokratie geht, die nicht nur im Names des Landes vorhanden ist.
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28.12.2007 10:16 Uhr von usambara
 
+8 | -9
 
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@blumento-pferde: ohne Arbeit kein Vergnügen
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28.12.2007 10:20 Uhr von no_trespassing
 
+15 | -7
 
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Liegt daran, daß man das Negative ausblendet und das Positive in den Vordergrund rückt, um dem "kapitalistischen Westen" etwas wirksames entgegenhalten zu können.

Da erzählen Eltern gerne den arbeitssuchenden Kindern, daß früher jeder in der DDR Arbeit hatte.
Daß in Wirklichkeit die Produktivität nicht mal ansatzweise konkurrenzfähig war und man mit dem Fahrrad durch die Werkshalle radelte, um einen Schraubenschlüssel von A nach B zu bringen, usw. verschweigt man. Genauso wie die Tatsache, daß die DDR ohne einen Milliardenkredit Anfang der 80er schon 10 Jahre früher zusammengebrochen wäre.

Und wenn man heute in den neuen Ländern in sauberen Flüssen baden und angeln kann, dann verschweigt man gerne, daß früher das Wasser so dreckig war, daß man quasi anhand der Farbe erkennen konnte, für welchen Endkunden das Kombinat produziert hat.

Die DDR war nach der Wende praktisch ein einziger wirtschaftlicher Scherbenhaufen. Wenn heute noch Immobilien leer stehen, dann kann man das wohl weniger dem Westen vorwerfen. Immerhin haben tausende von Reichen ihre Vermögen in die steuersparenden Immobilien gepumpt in der Hoffnung auf ein neues Wirtschaftswunder. Grit Böttcher, Horst Janson, Tony Marshall, Matthias Reim und wie sie alle heißen haben sich dabei alle massiv verspekuliert.

In der DDR lag die Wirtschaft in Wahrheit am Boden und die Umwelt war verpestet. Wer das leugnet hat kein Geschichtswissen. Aber bei der immer weiter grassierenden Verblödung von Jugendlichen wundert mich überhaupt nichts mehr. Hinzu kommt, daß in vielen Schulen nach 1945 das Buch einfach zugeklappt wird. Von wegen fundiertes geschichtliches Aufarbeiten. Der 2. Weltkrieg kommt oft schon entgegen der Lehrpläne in der 8. Klasse dran und man kaut den dann bis zur 13. Klasse lieber fünfmal durch.
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28.12.2007 10:31 Uhr von _BigFun_
 
+10 | -21
 
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28.12.2007 10:40 Uhr von Schelm
 
+11 | -13
 
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Es war hier allerdings im westen viel besser als "Drüben", als "Drüben" noch "Drüben" war!
Ein Mauerbau würde die Zahl der Arbeitslosen im Lande stark drücken:-)
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28.12.2007 11:01 Uhr von Fumpi
 
+26 | -17
 
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Naja: Ich frage mich echt, wer das bessere Geschichtswissen hat. Die Bayern, die nicht mal wissen wo z.B. die grösste Insel Deutschlands liegt oder die Menschen, die die DDR live miterlebt haben.
Wenn ich hier Worte wie "Ossimüll" als Lebensmittel lese (viele Ostprodukte werden nun immernoch produziert und auch im Westen verkauft, bzw. wurden von westdeutschen Firmenwie z.B. Spee/Henkel aufgekauft) oder Wirtschaft die am Boden lag (Thema Carl Zeiss Jena, wenn jemand hier weiss was für eine Firma das war) geht mir der Hut hoch.

Fakt ist, das jeder in der DDR Arbeit hatte und selbst seinen Lebensunterhalt verdienen durfte. Das ist hier ja nun nicht mehr möglich.
Fakt ist, das die Kinder in Kinderkrippe und Kindergarten gut und kostenlos versorgt waren. Das wird nun gerade wieder neu "erfunden" und als glorreiche Tat der Regierung verkauft.
Fakt ist, das die Wirtschaft in der BRD damals auch schon fertig war. Wenn die DDR nur etwas länger überlebt hätte, wäre die BRD auch pleite gewesen. Was nun mit der BRD ist? Schaut euch doch um. Ist sie in Wirklichkeit nicht auch pleite?

Ja, auch in der DDR konnte man auch z.B. in die USA reisen. Bekannte von mir waren zu DDR-Zeiten dort. Und ja, es gab auch exotische Früchte. Und ja, wir hatten nicht mal halbsoviel Exitenzangst wie jetzt, es gab nicht mal halbsoviele Selbstmorde oder Kindstötungen.

Umwelt? Ja, der Trabi hat mehr gestunken, aber dafür war der Verkehr nicht mal ein Viertel so hoch wie jetzt. Heizen mit Kohle? Tun jetzt auch noch viele. Und es sollen auch wieder neue Kohlekraftwerke gebaut werden. Thema Lubmin im MV.
Von den ganzen Giften in den Lebensmitteln, BSE, Vogelgrippe etc. mal ganz zu schweigen. Mir ist nicht bekannt, das wir damals solchen Müll auf dem Teller hatten. Krebs war damals selten, heute hat jeder 2. Bekannte Krebs.

Was ist nun besser? Die Nase an der Scheibe plattdrücken weil man nichts kaufen und vom Urlaub nur träumen kann vor lauter Hartz4? Oder eben ohne Bananen leben und Urlaub in Ungarn oder Russland machen?

Achja ... Produktivität ... ich kämpfe seit dem 11.10. um mein Hartz4. 2 Bescheide stimmen hinten und vorn nicht, der Kampf geht im nächsten Jahr weiter.
Und heute fährt man nicht mehr mit dem Fahrrad wegen dem Schraubenschlüssel durch die Halle sondern mit dem Mercedes, weil es 40 km weiter den Kohl für 10 Cent billiger gibt.
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28.12.2007 11:15 Uhr von DerFeger
 
+8 | -1
 
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Wen wundert es es ist jetzt nichts anderes als in der DDR, hier machen es doch die Politiker der Bürger wird nicht nach seiner Meinung gefragt da kann er plappern wie er will gemacht wird was die oberen 10 000 sagen. Wo ist da Bitteschön Demokratie
Arbeitsplätze her und nicht in den Ausland produzieren dann würde das Volk zufriedener sein es dauert nicht mehr lange bis es wieder kracht die Politik ist auf dem besten Weg dahin.
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28.12.2007 11:15 Uhr von DerFeger
 
+6 | -1
 
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Wen wundert es es ist jetzt nichts anderes als in der DDR, hier machen es doch die Politiker der Bürger wird nicht nach seiner Meinung gefragt da kann er plappern wie er will gemacht wird was die oberen 10 000 sagen. Wo ist da Bitteschön Demokratie
Arbeitsplätze her und nicht in den Ausland produzieren dann würde das Volk zufriedener sein es dauert nicht mehr lange bis es wieder kracht die Politik ist auf dem besten Weg dahin.
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28.12.2007 11:38 Uhr von Borgir
 
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ganz ehrlich: und ihr könnt mich ruhig negativ bewerten....hoffentlich bauen die jugendlichen die mauer wieder auf, damit ist allen geholfen.
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28.12.2007 11:38 Uhr von inging
 
+14 | -1
 
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erstens war es schon immer so: ältere Menschen neigen dazu ihre Glanzzeit zu verherrlichen. Liegt an unserem Gehirn, was gern schlechte Dinge aussperrt und gute Erinnerungen behält. Jeder von uns hat sicher eine nette alte Tante, Oma oder Opa, die von ihrer Jugend schwärmen. Das Gras war grüner, der Himmel blauer, die Mitmenschen netter und hilfsbereiter. Und in all diesen Reden ist ein kleines Stück Wahrheit drin.
"Früher war sogar die Zukunft besser."
Karl Valentin
Ich habe in der DDR gelebt und gearbeitet. Ich fühlte mich gebraucht, so einfach war das.Ich habe mein Geld verdient, meine Kinder konnten lernen in Sportvereine gehen, die bezahlbar waren und bekamen alle eine Ausbildungsstelle. Arztbesuche und Medikamente, Impfungen waren kostenfrei. Die wirtschaftliche Lage war nicht immer toll und wir schielten natürlich mit einem Auge nach drüben.
Aber wer von den "einfachen Bürgern" hat sich Gedanken über Verschuldung, Produktivität, Umweltschutz und große Politik gemacht.Es wurde genörgelt und im privaten Kreis mal diskutiert, aber für den überwiegenden Teil war es das auch. Es gab sehr wenig Menschen die mehr hatten als andere, allerdings auch sehr wenig die weniger hatten.

Wer macht sich heute darüber Gedanken,wie hoch unsere Verschuldung ist und in wie weit die Umweltverschmutzung unseren Lebensraum vernichtet?
Was nutzt den Bürgern in unserem Land Redefreiheit- wenn sich nichts ändert, was nutzt mir Reisefreiheit, wenn ich kein Geld zum Reisen habe.
Die Wirtschaftlichkeit wird durch eine olympiareife Mannschaft am Leben erhalten, alle anderen werden aussortiert und viele hatten nicht mal eine Chance in das Boot zu steigen.
Viele der sogenannten Investoren haben die Immobilien für ein Butterbrot gekauft und Subventionen bekommen, so wie hier auch teure Versicherungs- und Bauverträge an den Mann gebracht worden sind. Die Politiker und Beamte haben Dschungelbeihilfe erhalten für den Aufbau OST. Falsche Entscheidungen sind genug gefällt worden und Gelder verschwendet und versickert. Die Äffchen auf der anderen Seite der Mauer hatten ja gar keine Ahnung von all diesen Dingen. Sie durften die Bananen kosten und den bitteren Beigeschmack der Arbeitslosigkeit und der persönlichen Überschuldung.
Wen wundert es, wenn Jugendliche die besch... Lebenssituation ihrer Verwanden sehen und aus ihren Erzählungen schließen, dass es früher besser war.

Mir hat mal ein älterer Herr erklärt, es ginge ja den Leuten in der BRD erst so bescheiden, seit sie uns aufnehmen mussten, zuerst habe die Ausländer die BRD unterwandert und dann kamen die Ossis.
Jede Regierung erklärt seinen Bürgern, besser als hier könnt ihr nirgendswo leben und wir tun doch alles für euch.
Und jeder Bürger dem es dann gut geht, erzählt es seinen Nachkommen und jeder Bürger dem es schlecht geht erzählt das weiter.
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28.12.2007 11:44 Uhr von Praggy
 
+7 | -2
 
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@fumpi: ich muss dir mal recht geben. viele hier kennen die ddr auch nur vom hörensagen. ich möcht mal wetten, so wie in ostdeutschland ne falsche meinung über die ddr "weitergegeben" wird ist es auch in westdeutschland.... da wird eben nur das negative weitergegeben....
wenn ich noch an die schule denke, wir hatten immer bilder von arbeitslosen gesehen oder drogentote um nur mal einige beispiele zu nennen... jetzt haben wir sie hier...
und ne freundin von mir, der ich sagte "ihr hattet doch früher südfrüchte in hülle und fülle" antwortete daraufhin "klar hatten wir die aber teuer waren sie auch und es konnte sich nicht jeder immer was kaufen wie er wollte"
tja, jedes system hatte seine schwachpunkte hier wie auch drüben.... das sollte man nicht vergessen...
ach und übrigens, ostprodukte sind stellenweise erfolgreicher als westproduckte ... ich erinnere an rotkäppchen sekt... die haben M&M und Mumm aufgekauft... und arbeiten weiter an ihrer marktführerschaft. so was ist in meinen augen sicher kein ossimüll....
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28.12.2007 12:04 Uhr von Hebalo10
 
+14 | -9
 
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@Fumpi, Du gibst das Musterbeispiel ab für die Erkenntnisse dieser Studie.
Ich weiß gar nicht, wo ich bei Dir anfangen soll. Du schreibst, in Deinem Bekanntenkreis durfte jemand in die USA reisen, vergisst aber zu erwähnen, wer diese "Reisekader" damal waren, meist 150%ige dem Regime treu ergebene Leute. Mein Vater z.B. durfte nicht mal zur Beerdigung seiner Mutter in die BRD, obwohl er 1958 von dort in die DDR übersiedelte.
Exotische Früchte hatten wir auch in der DDR, schreibst Du! Natürlich gab es die ab und zu auf Zuteilung, Grapefruit z.B. nur für Diabetiker - hat immer richtig Spaß gemacht im sozialistischen Wartekollektiv.
Du schreibst davon, dass Krebs als Krankheit damals selten war, ich frage mich, wo Du gelebt hast?
Vergisst Du unser so gerühmtes Chemiegebiet um Bitterfeld, wo es kaum jemanden gab, der nicht unter irgendeiner Form der Neurodermithis gelitten hat, ein Gebiet, welches erst nach der Wende landschaftlich aufgeblüht ist?
BSE und Vogelgrippe haben wohl kaum etwas mit einer Gesellschaftsform zu tun, diese Seuchen kennen keine Grenzen.
Kindestötungen gab es damals sicher weniger, die DDR-Medien schwiegen aber auch jeden größeren Skandal tot, Für Mord und Totschlag gab es in der sozialistischen einfach keinen Platz und wurden nur in den seltesten Fällen bekannt.

@Fumpi, ich habe in der DDR nicht geschwiegen und war kein Ja-Sager, ich habe meine Meinung gesagt, wenn es angebracht war, auch wenn mir dies letztendlich einige Jahre Bautzen eingebracht hat.
Glaub mir, lieber den Rest meines Lebens HartzIV in einem freien Land, wo ich nicht Angst haben muss, nach einem Witz eingesperrt zu werden. Lieber HartzIV in einem Land, von dem aus ich überall hin kann, wenn ich will. Ich rede nicht nur vom Urlaub, jeden bleibt es überlassen, in welchem Land dieser Erde er sein Glück suchen möchte, jeder ist FREI. In der DDR war dies nicht möglich, unter solch einem Regime möchte ich niemals wieder leben müssen, auch wenn mancher vor lauter Verklärung Tränen in den Augen hat, für solche Leute habe ich absolut kein Verständnis!
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28.12.2007 12:09 Uhr von antivirus32
 
+8 | -7
 
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wow: Also ich lese immer wieder diese news und dann die ganzen kommentare hierzu ,bei manchen muss ich schmunzeln doch bei manchen geht mir einfach nur der hut hoch.Bei worten wie ossimüll etc. Ich bin ein Ex-leipziger und ich habe die Demos mitbekommen am eigenen leib denn ich war selbst dabei von anfang bis ende.Klar war nicht alles schön in der DDR aber jeder hatte arbeit und es wurde nicht nur mit Kohle geheizt dies nu´r mal so nebenbei achja zwecks der subventionierung von lebensmitteln irgendwann führt es die politik auch wieder ein und rühmt sich dann das sie was gutes damit getan haben bzw.erfunden damit es den leuten wieder besser geht.mir ging es vor der sogenannten wende ganz gut auch wenn ich keinen pc hatte oder nen internet zugang bananen hatte wir auch.und Arbeit hatten wir auch alle und mit dem rad von a nach b ist bei uns in der werkshalle keiner gefahren.achja zum thema das die DDR verschuldet war wer das denkt der irrt .Westdeutschland hat immer noch kriegsschulden (2.Weltkrieg) wo die DD´R 1987 ihre schuld an russland gesühnt hatte.Und wenn der ami nicht so scharf auf nen teil von berlin gewesen wäre,zwecks spionage wer weis dann wäre von vielleicht alles anders gewesen und sie hätten ihre besetzten gebiete behalten wie leipzig torgau etc.achja früher bin ich öfters verreist und heute kann ich es nicht mehr da mir dazu das geld fehlt aber es wird immer alles teurer (lebensmittel) .Wenn die mauer jemals wieder hochgezogen wird,helf ich selbst mit weil dann muss ich mir so nen schwachfug net mehr durchlesen von wegen das der kap.besser ist
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28.12.2007 12:30 Uhr von _BigFun_
 
+3 | -8
 
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@fumpi und co :): naja ok das wort Müll war vieleicht etwas überzogen gewählt- aber ich war einige male in der DDR - und das essen dort war gelinde gesagt - für meinen Gaumen - abartig. Hier gebe ich aber gerne zu, das es nicht überall so ist/war.
Und an den Purschen der meinte, das Übel läge in dem Konsumdruck durch die Werbung - schau doch einfach keine Werbung - dann hast du auch keinen Konsumdruck ;)
Und ja - würde es nach mir gehen - könnten die Herrschaften auch ihre Mauer wiederhaben - leider können die Normalbürger nichtmal was für ihr schlechtes Ansehen - schuld sind für mich die ganzen Firmen - welche Milliarden an DM abgegrast haben und am ende oft nur Bauruinen hinterlassen haben. Ich hatte damals den Soli gerne gezahlt - bis dann mal rausgekommen ist, was mit dem Geld wirklich passierte. Und das es dem alten Ossi gefallen hatte wie es früher war ist auch klar - ohne Leistungsdruck auf der Arbeit lässt es sich schön locker schaffen - nicht so wie heute- wo man ackern muss und die Stelle zu behalten - gelle :)
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28.12.2007 12:36 Uhr von alterm.ann
 
+2 | -5
 
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schliesse mich Hebalo10 vollinhaltlich an.

als hätt ich es selber geschrieben ;o)

gruss
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28.12.2007 12:47 Uhr von DeepVamp
 
+13 | -2
 
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Schon seltsam…: Das selbst erlebtes offenbar falsch sein muss, aber die Geschichte die geschrieben wurde, angeblich die Wahrheit darstellt oder?
Viele Ossis die man nach der DDR fragt, sagen, das eben nicht alles schlecht war, aber laut den heutigen Politikern gabs da ja nur die Stasi und die Diktatur, nach dem subjektiven Empfinden gab es aber eben mehr, nur wird das leider nicht anerkannt.

So geht die Verblödung eben immer weiter…;-)
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28.12.2007 13:19 Uhr von Montezuma81
 
+9 | -11
 
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Wem es im Verleich zu heute in der DDR besser ging, war entweder ein fauler Hund, der seine Genossen für sich mit arbeiten ließ, oder - noch schlimmer - ein Regimetreuer.

Bei beiden Sorten von Menschen freue ich mich jedes Mal aufs neue, dass es ihnen heutzutage schlecht geht.
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28.12.2007 13:36 Uhr von fabianhx
 
+11 | -9
 
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krank!? Wer die DDR verharmlost und meint, dass dort alles prima war hat echt keine Ahnung. Sozialeinrichtungen schön und gut, nur wisst ihr was man in der DDR nicht hatte? Schonmal den ersten Paragraphen des Grundgesetztes gelesen? FREIHEIT. Die hatte man dort nicht. Die Zustände waren dort KATASTROPHAL und ich WEIß wovon ich rede. Mein Opa wurde in Hohenschönhausen zu Tode gefoltert von den Stasischweinen und ihr wünscht euch die DDR zurück. Jeder der schonmal in Hohenschönhausen gewesen ist, wird mir Recht geben. Doch die meinsten haben keine Ahnung und rufen hier irgendwelche Linkspropaganda aus. Krank ist sowas! Informiert euch wenigstens richtig.

Und lasst euch das mal durch den Kopf gehen, bevor ich hier haufenweise negativ bewertet werde. -.-
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28.12.2007 13:37 Uhr von MasterM
 
+13 | -5
 
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ein Hoch auf die Schüler: Erstmal sollte sich jeder den Kommentar von Fumpi durchlesen, der sagt nämlich vieles aus, was öffters mal weggelassen wird.

Nun noch eine Anmerkung von mir.
Diktatur - Naja so schlimm wars nun nicht. Da finde ich das heute extremer. Was für Rechte hat man eigentlich noch. Die Stasi wird immer genannt. Und wie ist es heute. Totale Überwachung. Alle möglichen Daten werden gespeichert. Das Telefon kann legal angezapft werden. Das Arbeitsamt kann sich die Guthaben deiner Konten anschauen usw. Überall sind irgendwelche Chips drin. Die ganzen Bonuskarten (Payback) dienen doch nur dazu noch mehr Daten der einzelnen Personen zu sammeln. Ganz neu ist jetzt noch der Fingerabdruck oder die Iris auf den Reisepässen. Alles im Vorwand zum "Schutz vor Terroristen", wer´s glaubt.

Und zur Produktivität. Wenn wir nicht produktiv waren, wieso haben wir dann das meiste in die BRD exportiert. Nach der Wende hatten so viele große BRD-Firmen sogar Existenzängste und haben schnell DDR Firmen aufgekauft. Riesige Firmen für nur eine Mark.

Klar war es damals durch die Kohle dreckig. Aber das war doch überall so. Nicht nur in der DDR. Und die Westdeutschen damaligen Autos haben das gleiche Benzin getankt, waren also die gleichen Dreckschläudern. Nicht zu vergessen, dass der Kat erst später eingeführt wurde.Und doch war es mit der Umwelt nicht so schlimm wie heute. Jetzt gibt es Krankheiten, die damals noch unbekannt ware.

Jetzt kommen wieder Pflichtuntersuchungen für Kinder, oder Pflichtimpfungen. Da wird dann Monatelang im Bundestag drüber geredet, dabei gabs das alles schonmal.

Und ich wette auch die DDR hätte mittlerweile Internet, Satalitenfernsehen und andere Technik.

Wer damals nicht in der DDR gelebt hat, kann doch eigentlich garnicht mitreden.

in diesem Sinne
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28.12.2007 14:05 Uhr von FallDown99
 
+11 | -3
 
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Ich würde mal: sagen dass jeder der nicht in der DDR lebte, so wie ich, dazu einfach mal die gusch halten sollte, wenns um Fakten geht, und nicht was in den Geschichtsbüchern steht.

Die "Wessis" sagen pfui, Diktatur. Die "Ossis" sagen hurra, niedrige Lebensunterhaltungskosten. Ich denk mal beides stimmt, mehr oder weniger.
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28.12.2007 14:11 Uhr von cronos79
 
+8 | -2
 
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Diktatur? Sicher nicht! Was lehrt uns dieser Beitrag wieder: Die Mauer aus Stein ist gefallen, aber die Mauer in den Köpfen der Menschen bleibt weiter bestehen. Warum schlagen eigentlich bei Themen dieser Art immer Ost und West einander die Köpfe ein? Wir mögen auf dem Papier ein Volk sein, aber dazwischen liegen noch Welten.

Ich werde die DDR (als ehemaliger DDR-Bürger kann ich mir dies erlauben) sicher nicht romantisieren, aber die Bezeichnung „Diktatur“ ist schlicht lächerlich. Natürlich war die Reisefreiheit ins westliche Ausland kaum bis gar nicht gegeben. Natürlich hieß es Schlange stehen für Südfrüchte. Natürlich musste man mit politischen Äußerungen zügeln. Natürlich waren Post- und Fernmeldegeheimnis beschränkt. Natürlich hat man Jahre auf ein Auto warten müssen. Aber glaubt ihr wirklich, man kann die DDR auf diese Dinge reduzieren?

Wollen wir doch einmal einige der positiven Seiten betrachten, die oft ignoriert werden: Die DDR war vorbildlich was das Gesundheitssystem und die Kinder- und Jugendbetreuung angeht. Vorsorgeuntersuchungen (die nach den Kindstötungen durch Verhungern und Verwahrlosung in letzter Zeit gefordert werden) waren vollkommen normal und staatlich vorgeschrieben. Plätze im Kindergarten und der Krippe waren für jedes Kind kostenlos vorhanden (wie schaut es doch gleich heute mit bezahlbaren Plätzen aus?). Das Bildungssystem war einheitlich (nicht dieses Ländergemauschel wie wir es heute haben) und hervorragend. Die Finnen (welche laut Pisa-Studie ja führend im Bildungsangelegenheiten sind) haben das Bildungssystem der DDR übernommen (wer es nicht glauben sollte, der bemühe Google). Grundnahrungsmittel waren immer vorhanden und die Preise dafür billig und stabil (wo bekommt man heute ein Brötchen für 5 Pfennig?). Wohnraum war billig, kaum jemand zahlte mehr als 100 Ostmark (kennt auch nur ein „Westdeutscher“ die damaligen Mietpreise?). Kein Mensch hat für Wasser bezahlt. Fahrpreise für öffentliche Verkehrsmittel (Bus/Straßenbahn) waren billig, die Preise für Zugfahrten moderat.

Ich könnte noch ewig so weitermachen, aber dieser Text ist ohnehin schon viel länger geworden als beabsichtigt. Eines wollen wir aber festhalten: Die Menschen waren glücklicher. Das Leben mag bescheidener gewesen sein und die Freiheiten beschnitten, aber eine Ellenbogengesellschaft ohne menschliche Wärme (wie wir sie heute in Reinkultur haben) oder Existenzängste gab es nicht. Jeder möge für sich selbst abwägen, was für ihn wichtiger ist.

Eines noch zum Schluss: Im Grundgesetz der DDR gab es das Recht auf Arbeit. Ich würde mein Recht auf Reisefreiheit gerne gegen diese Passage im Grundgesetz der BRD eintauschen. Und bei 5 Millionen Arbeitslosen (ich werde nicht auf die Dunkelziffer eingehen) stehe ich damit sicher nicht alleine da.

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