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Erste "Tarnkappe" für sichtbares Licht

Forscher der Universität von Maryland haben erstmals eine "Tarnkappe" entwickelt, die auch im sichtbaren Spektrum des Lichts unsichtbar macht. Das verwendete Material aus Goldfolie und Acrylkunststoff leitet das Licht so um das Objekt herum, dass es auf der gegenüberliegenden Seite wieder austritt.

Damit verhält sich das Licht fast so, als wäre das Objekt nicht vorhanden. Leider funktioniert die Ablenkung bisher nur auf einer Ebene und nicht aus allen Richtungen, nur für einen kleinen Ausschnitt des sichtbaren Spektrums - und nur für Objekte, die mit 10 Mikrometern dünner sind als ein Haar.

Von einer echten "Tarnkappe" ist das Material also noch ein gutes Stück entfernt, nicht zuletzt, weil die Objekte, die man damit verhüllen kann, durch ihre geringe Größe unsichtbar genug sind. Die Forscher denken zunächst auch an einen technischen Einsatz, vor allem in verbesserten Mikroskopen.


WebReporter: Lmax1
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Licht
Quelle: www.sciencedaily.com

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.12.2007 14:55 Uhr von Lmax1
 
+0 | -0
 
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Faszinierend finde ich vor allem den Fortschritt bei diesen "Metamaterialien". Vor einem Jahr wurde so erstmals elektromagnetische Strahlung umgelenkt - wenn auch kein sichtbares Licht, sondern Mikrowelle. Bald folgte Infrarot. Jetzt also schon grünes Licht. Die gegenwärtigen Anwendungen scheinen winzig, aber zumindest das Spektrum erweitert sich rasch.
Ob auch die Größe der verhüllten Objekte und Licht aus jeder Richtung lösbare Probleme sind, wird sich zeigen müssen ...
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26.12.2007 21:35 Uhr von Chriz82
 
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Predator hatte das schon in den 80ern :) das ganze kann man sich vorstellen wie der Unsichtbarkeits-Modus des Predator. Gute indirekte Schleichwerbung für den neuen Film Alien vs Predator 2 :)
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26.12.2007 23:17 Uhr von oehne
 
+11 | -13
 
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nicht meckern leute: aber das erinnert mich wieder einmal daran, dass mittlerweile genug wissen auf der welt zugegen ist, um endgültig ein ende zu machen mit reich und arm, verhungernd und sich vollfressend, geradesoüberlebend und dekadent usw usw.

aber nö, lieber die mächtigen noch mächtiger, die reichen noch reicher.

der mensch denkt, dass er was besonderes wäre- doch ist er das erbärmlichste von allem!

danke für eure minus- bewertung!
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27.12.2007 00:23 Uhr von TekTonik
 
+7 | -2
 
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Ach nööö so eine olle Kamelle. Von diesem "Umlenkkram" wird doch seit Jahren (zumindest gefühlt bei den vielen Wiederholungen) auf N24 im Bereich Militärtechnik von Morgen geredet. Anwendungstauglichkeit in der Praxis gleich null.

Wäre eine Meldung wert wenn es endlich was sinnvolles (und vor allem ziviles) damit anzufangen gibt.
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27.12.2007 00:38 Uhr von Botlike
 
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@oehne: Und wie sollte das funktionieren? Stell dir mal vor man würde das Geld abschaffen, dann würde doch keiner mehr arbeiten und du hättest nix mehr zu essen.
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27.12.2007 10:08 Uhr von Holla.die.Waldfee
 
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ich finds klasse: das die das mittlerweile mit kleinen objekten machen können, vor 2 jahren hab ich noch gedacht das ist unmöglich, weil es physikalisch kaum alle faktor in die richtige konstelation zu bringen
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27.12.2007 10:27 Uhr von Lmax1
 
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@TekTonik: Das Neue ist, dass nicht nur davon geredet wird, sondern auch getan ;-)

Anwendungstauglichkeit scheint weit entfernt, wenn man dabei nur an den Tarnmantel zum Überstreifen bei unliebsamen Besuch denkt. Tatsächlich aber sind schon in den mikroskopischen Dimensionen, in denen sich die Versuche heutzutage bewegen, auch praktische Anwendungen denkbar. Es kann ganz nützlich sein, technische Bauteile an bestimmten Stellen zu verbauen, die sich in Bezug auf Licht- oder Wellendurchlässigkeit so verhalten, als wären sie nicht da. Und die Forscher haben ja sogar schon parallel eine Anwendung für das "Tarnmaterial" in der Mikroskopie entwickelt.
Ich denke, wenn alle Grundlagenforschung gleich so praxisbezogen wäre und konkrete Anwendungsmöglichkeiten aufzeigt, könnte man froh sein. Und gerade solange die Technik noch nicht ausgereift genug ist, um ganze Panzer zu tarnen, taugt sie auch erstmal vorzugsweise für den zivilen Bereich ;-)
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27.12.2007 15:15 Uhr von Sven_
 
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schwachsinnige News: die den kompletten Sinn der Entdeckung verdreht.

Niemand denkt dabei an "Tarnkappen" o.ä., außer natürlich das Militär, aber das hat damit nichts zutun.

Es geht hier um die Datenübertragung mit Licht, z.B. mit Glasfaser. Das beruht auf dem Prinzip der Totalreflexion (Unterschiedlicher Brechungsindex usw.), was den Nachteil bringt, dass je stärker das Kabel einen Bogen macht, umso unzuverlässiger ist der Effekt. Mit diesen neuen Kristallen hingegen kann das Licht um Objekte herumbewegt werden.

Es geht hier lediglich darum, das Licht zur Datenübertragung besser nutzen zu können, wie jeder weis ist das Licht schneller als Strom - aber nicht so leicht zu Bewegung. Mit der neuen Technik hingegen lässt sich das licht im Ecken bewegen - ohne Spiegel. Und das ist einmalig.
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27.12.2007 15:39 Uhr von BackToBasics
 
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@oehne: Der mensch funktioniert so, er braucht immer zwei pole, wenn es allen gleich gut geht sorgt er dafür das dem nicht mehr lange so ist!
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27.12.2007 17:43 Uhr von Lmax1
 
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@Sven: Interessanter Einwand - aber schon eine sehr weite Interpretation der Nachricht. Die von dir angesprochene Anwendung wird in der Quelle allenfalls angedeutet, und spielt im ursprünglichen Bericht der Forscher eine noch geringere Rolle (http://arxiv.org/...). Dafür wird dort ausdrücklich von "cloaking" und "reduced visibility" gesprochen. Wie man sieht, haben die Wissenschaftler bei diesem Experiment also durchaus in erster Linie die "Tarnkappe" im Blick gehabt ;-)

Der Einsatz im Bereich "Datenübertragung" liegt zwar nahe, allerdings wohl nicht unbedingt als "verlustfreiere" Variante zur Glasfaser. Das ein "Signalverlust" und eine Streuwirkung auf der Goldfolie vorkommt, wird von den Wissenschaftlern sogar ausdrücklich festgehalten. Der hauptsächliche Sinn des Experiments war also zunächst einmal tatsächlich die Umlenkung von Licht zum Zwecke einer "Unsichtbarkeit". Anderes lässt sich aus der Versuchsanordnung nicht ableiten.
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28.12.2007 11:59 Uhr von Aquilibrium
 
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Der japanischen Wissenschaftler Professor Susumu Tachi ist da viel weiter siehe BBC-News:
http://news.bbc.co.uk/...
oder direkt bei University of Tokyo:
http://www.star.t.u-tokyo.ac.jp/...
oder hier Optical Camouflage:
http://www.star.t.u-tokyo.ac.jp/...

Zwar noch keine 100%ige Tarnkappe aber immerhin ein guter Anfang. Der Nutzen wird in erster Linie für militärische Zwecke sein, so wird es in BBC-News berichtet.

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