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EU: Bald Allianz gegen illegales Tauschen im Netz nach französischem Vorbild?

Die EU will eine Allianz aus Musikindustrie und Providern schaffen, um gegen Filesharer vorzugehen. Insbesondere EU-Kommissionsmitglied Viviane Reding macht sich dafür stark. Für diesen Verbund wurde auch schon eine Richtlinie namens "Creative content online in the Single Market" entworfen.

Mit dieser Richtlinie soll eine Strategie gegen illegales Tauschen entwickelt werden. Sowohl Provider und die Industrie als auch die Verbraucher sollen an der Planung dieser Strategie beteiligt werden. Die bisherige Planung sieht den französischen Weg vor, inklusive der rechtlichen Bedingungen.

Die Provider sollen mit der Musikindustrie kooperieren und notfalls den Internetnutzer aus dem Vertrag "kicken". Aber auch das Bewusstsein der Verbraucher gegenüber dem Copyright will die EU-Kommission stärken.


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WebReporter: Ikkerus
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: EU, Netz, legal, illegal, Tausch, Vorbild
Quelle: www.gulli.com

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.12.2007 11:52 Uhr von Ikkerus
 
+0 | -0
 
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Mal sehen, ob diese Strategie durch den Europarat abgesegnet wird. Frankreich hat ja bereits einiges in die Wege geleitet. Ich denke schon, dass diese Strategie ein Weg ist, dass Bewusstsein und das Gefühl der Menschen für das Copyright zu stärken.
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20.12.2007 15:19 Uhr von FrontFloater
 
+8 | -1
 
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@isolde: "Was hat das eigentlich noch mit Demokratie zu tun, wenn uns von einer Ansammlung korrupter Politiker alles diktiert wird?"

Die dann allerdings diejenigen sind, die wir gewählt haben, nicht war?;-)
Demokratie mit einer Reihung von Driektenscheidungen des Volkes gleichzusetzen ist leider ein kleines Missverständnis.
Wenn man dran etwas ändern möchte, gibt es auch ein Patentrezept:
Politiker werden und selbst Verantwortung übernehmen...aber dann bloss nicht auch noch korrupt werden!
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20.12.2007 15:32 Uhr von Sowizo
 
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Politik für das Volk: Jap, das nenne ich Politik für den einfachen Menschen. Denn mit solchen Gesetzen fühle ich mich als Schüler und Nicht-Verdiener bzw. als Mann einer Niedrig-Verdienerin gut vertreten. Schade nur, dass niemand Politik für die armen Unternehmen und die Medienindustrie macht... Man nehme nur mal Vivendi: Die hatten 2005 grade mal 20 Milliarden Euro Umsatz!

Aber jetzt im Ernst: Wie kommt die EU dazu das Volk so zu hintergehen. Wen kommt diese Politik also zugute? Dem einfachen Bürger, weil sie "das Bewusstsein gegenüber dem Copyright" stärkt?? So ein Müll.

Filesharing ist und bleibt MENSCHENRECHT. Ich werde mir nicht verbieten lassen, meine Filme, die zum Teil über 20€ kosten, mit anderen zu tauschen und mir welche kostenlos zu holen! Das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein, das ist klar, aber ich will mir nicht vorschreiben lassen, welche Dateien ich austauschen darf und welche nicht.

Das Volk darf keine Angst vor ihrer Regierung haben, die Regierung muss Angst vor dem Volk haben...
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20.12.2007 15:37 Uhr von FrontFloater
 
+6 | -14
 
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Filesharing ist kein Tausch es heisst nur so. Tauschen verbietet ja auch keiner. Wenn ich eine DVD mit einem Freund gegen eine andere tausche, ist das nicht anfechtbar.
Filesharing ist aber keine wirkliches Tauschen. Jede Transaktion beinhaltet mindestens die Erstellung einer weiteren Kopie, in der Praxis meist eine Multiplikation der vorhandenen Kopien, und das verstösst nunmal gegen die mit dem Kauf anerkannten Geschäftsbedingungen und gegen Gesetze.
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20.12.2007 15:45 Uhr von Ikkerus
 
+1 | -6
 
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Dass Filesharing kein Tausch ist dessen bin ich mir durchaus bewusst. Ich ich habe ja deswegen auch illegales Tauschen gemeint. Wenn LimeWire auf 38% der PCs weltweit installiert ist tauschen diejenigen die Musik im Gnutella-Netzwerk anbieten ja auch illegal.

Und illegales tauschen nennt man Filesharing oder?
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20.12.2007 15:51 Uhr von FrontFloater
 
+1 | -3
 
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@Ikkerus: Ich hatte auch nicht dich gemeint, sondern meinen erzürnten Vorredner;-)
Filesharing ist im Übrigen auch nicht notwendig illegales Tauschen, kommt immer darauf an, was weitergegeben wird. Wenn keine Urheberrechte drauf sind, ist das ja ok.
Es geht bei dieser Initiative ja auch weder darum, das Fielsaharing als solches zu verbieten, noch darum Jugendliche der Strafverfolgung zuzuführen. Es geht vornehmlich darum, eine Lösung zu finden, um Filesharing von copyrightgeschützten Inhalten zu unterbinden. Bis dahin habe ich damit zunächst einmal kein Problem.
Es kommt, wie so oft, auf die Ausführung an.
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20.12.2007 16:08 Uhr von bigtwin
 
+6 | -1
 
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aha, da will also dann der entsprechende Internetprovider die Verbindung dauerhaft zum Delinquenten kappen. Ist ja super - zumindest als Version, um diesen elend langen Knebelverträgen (z.B. der Telekom) zu entfliehen. Ob die da mitmachen? Äußerst fraglich - ich denke mal, die meisten Flatrate sind zum saugen. Wenn die da zumachen, braucht man auch keine Flatrates mehr. Viel Spaß!
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20.12.2007 16:33 Uhr von FrontFloater
 
+1 | -6
 
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@isolde: Das hört sich doch schon ganz anders an.
Das Dritte Reich kommentiere ich einfach nicht weiter, - ich denke, wir wissen beide, daß der Status Demokratie aus ganz anderen Gründen nicht anwendbar ist, wobei die Machtübernahme dabei vermutlich noch der demokratischte Akt war. Ein Vergleich mit den derzeitigen politischen Zuständen, bei aller berechtigten Kritik, ist induskutabel.

Auch unterhalten wir uns hier nicht über so tiefgreifende Veränderungen, wie eine neue Verfassung für die Bundesrepublik Deutschland. Um zu entscheiden, ob dafür ein Volksentscheid nötig wäre, haben wir entsprechend unabhängige Positionen und Gremien, - und sowohl der Bundespräsident als auch das Bundesverfassungsgericht haben sich in der Vergangenheit nicht unbedingt dadruch ausgezeichnet, in solcherlei Fragen besonders zimperlich mit der Regierung umzugehen.
Ich halte es somit für realtiv weit hergeholt, von einer Europäischen Verfassung, die letztlich einen völlig anderen Status besitzt als unsere eigene (und die wir nicht haben), auf unsere eigene überzuleiten. Sollte das gar nicht von Dir so gemeint sein, so bleibt noch immer die Frage nach dem tatsächlichen Status einer europäischen Verfassung und der Notwendigkeit eines Volksentscheids dazu, über die man sich sehr wohl unterhalten könnte. Das führt hier aber sicher etwas weit.
Da das nur ein Beispiel unter vielen war, für mich das einzige, für das ein Volksentscheid zu diskutieren wäre, sage ich abschliessend zum besseren Verständnis einfach nur nochmal, daß mir Dein Beitrag lediglich etwas zu überspitzt und polemisch im Anbetracht des Themas hier erschien.
Ich denke es liegt einfach auf der Hand, daß zum Thema der massive Verletzungen von Urheberrecht über Filesharing Systeme etwas unternommen werden muss. Das mag vielleicht im Einzelnen wehtun, aber wer will denn allen Ernstes erwarten, daß man hier untätig zusieht?
Entcheiden wird sein, was dabei herauskommt.
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20.12.2007 17:02 Uhr von FrontFloater
 
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Provider: Ich glaube, um die müssen wir uns alle am wenigsten Sorgen machen.
Die Provider werden auch bei strukturellen Änderungen genug Gelegenheit finden, Ihre Gschäfstmodelle anzupassen. Kaum eine Branche schafft es schneller auf die Gegebenheiten des Marktes zu reagieren.

Die Musikbranche arbeitet, wie andere Medien auch, fieberhaft an neuen Geschäftsmodellen. Daß optische Datenträger heute und in der Zukunft eine wesentlich geringere Rolle für das Massengeschäft mit Musik spielen, ist denen schon klar.
Es ist eben nur fraglich, ob das, was daraus entsteht, Euren Geschmack treffen wird, denn es wird vermutlich nicht kostenlos sein.
Filesharing zu 100% zu unterbinden ist natürlich illusorisch, und wenn, dann wird es schnellstens neue Ideen geben. Genauso wie es illusorisch ist, anzunehmen, man könne anderweitigen diebstahl, mit welchen Mitteln auch immer, unterbinden. Wir dürfen aber sicher sein, daß man etwas gegen die gängige Praxis unternehmen wird. Das kann man mögen oder nicht, aber passieren wird es.
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20.12.2007 18:45 Uhr von intuitiv7
 
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@Ikkerus: habe heute schon 2 Komentare von dir gelesen - Sorry aber du bist ganz schön grün hinter den Ohren - in welcher Realität Lebst du?
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20.12.2007 19:11 Uhr von Ikkerus
 
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@intuitiv7: Ich lebe schon in der selben Welt wie du und alle Anderen auch. Ich habe lediglich gesagt, was ich denke, auch wenn das nicht unbedingt der Realität entsprechen muss.
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20.12.2007 23:04 Uhr von RycoDePsyco
 
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DDR 2.0: .
DDR 2.0

.
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21.12.2007 10:21 Uhr von tc_silber
 
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gulli? Gulli.com als seriöse Quelle? - LOOOOL
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21.12.2007 10:23 Uhr von zw3rch
 
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Als ob das ein neues Problem ist: Toll machen die das, bauschen es auf, als wäre es ein total akutes, wichtiges und neues Problem.
Die Musik- und Videospiel Industrie steht aber auch fast vor dem aus, so wenig Geld haben sie. Wie war die Schlagzeile vor kurzem noch? "Videospielindustrie höherer Umsatz als Hollywood" - Scheinen in der Tat echt arm dran zu sein. Wieviel Arbeitsplätze die Programmierung von immer neuen Kopierschutztechniken etc. geschaffen hat?
Damals schon C64 Spiele von Freunden kopiert. Oder gar Musikkassetten. Aber wer frei von Sünde ist, werfe den ersten Stein!
Gebt auf liebe Musikindustrie, ihr könnt diesen Kampf nicht gewinnen. Qualität produzieren, dann sieht das Volk auch ein dafür zu zahlen. Bei Videospielen funktionierts doch auch.
Und wenn die Provider wirklich die Daten über alles was man gemacht hat rausrücken, dann werde ich Sturm laufen und ich hoffe auch einige mit mir. Das ist so, als würde man im richtigen Leben den ganzen Tag mit einer Kamera rumlaufen, die alle Bilder direkt an den Staat sendet.
Allein der Gedanke ist eine Frechheit!

"Gefährlich wächst des Volkes Murren, grollgemischt..."
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21.12.2007 21:11 Uhr von CHR.BEST
 
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@zw3rch: Du sagst es. Schon zu Zeiten des C64 hatte man schon fleissige getauscht und kopiert während der Staat noch überlegte, ob dies rechtens sein oder nicht. Nur die Tauschbörsen hießen damals nicht Bittorrent sondern Schulhof.

Fakt ist doch, das Internet verändert die Gesellschaft schneller und stärker als zunächst vermutet. Meiner Meinung macht es die Welt insgesamt liberaler, denn das wichtigste "Gut" im Internet sind nicht Daten oder Kommerz sondern Ideen.
So versorgt die OpenSource-Gemeinde jetzt schon die Welt mit Spitzensoftware zum Nulltarif und immer mehr Software läuft im Internet selber, und nicht mehr als Einzelprogramm auf einem PC (was SUN mal mit Java erreichen wollte), von den vielen Browserspielen ganz zu schweigen.
In der Musikszene ist auch alles im Umschwung. Live Konzerte gewinnen wieder mehr an Bedeutung da man sich sämtliche Musik mittlerweile ohnehin bei Youtube ansehen kann, aber eben ohne das Live Erlebnis.
Und die Hollywood-Filmschmiede sollte vielleicht wieder mehr Filme mit Tiefgang statt mit teuren Schauspielern und Special-Effekts machen. Kriegt halt der Schauspieler nur noch 1 Mio. $ Gage statt bisher 40 Mio. $ ... das ist immer noch viel mehr als jeder Normalsterbliche verdient.

Die Chinesen machen es vor - sie scheren sich einen Dreck um Urheberrechte und machen Riesenprofite damit. In Zukunft wird nur noch ein Wert wirklich zählen: Schneller und Innovativer zu sein, als die Konkurenz
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26.12.2007 22:12 Uhr von rhrh
 
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wo die sich überall einmischen
ÜBERTRIEBEN :-(

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