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Bundestag: Der Mindestlohn bei der Post kommt

Der Bundestag hat beschlossen, dass es einen Mindestlohn in der Post-Branche geben wird. 466 Abgeordnete stimmten für Ja. Insgesamt haben 552 Abgeordnete ihre Stimme abgegeben.

Damit wird es ab dem 1. Januar einen Mindestlohn für Briefdienstleister zwischen 8,00 und 9,80 Euro geben.

Bis zum 31. März können noch weitere Branchen einen Mindestlohn anstreben.


WebReporter: Blitzreport
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Bundestag, Post, Mindestlohn
Quelle: www.mopo.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.12.2007 12:21 Uhr von Blitzreport
 
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Das ist gut und schlecht: wenn das weitere Kreise zieht, dann werden viele Menschen auf der Straße sitzen - aber die, die arbeiten, bekommen vernünftige Gehälter.
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14.12.2007 12:54 Uhr von Kepas_Beleglorn
 
+4 | -2
 
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Wirtschafts-Bosse: So schön die Mindestlohngeschichte auch ist, die Oberen werden schon dafür sorgen, dass sich an den Ausgaben insgesamt nichts ändert.

Hier möchte ich mal das Thema 24/7-Öffnungszeiten anbringen.
Jeder jammert "die armen Einzelhandelsangestellten". Was ist mit Bahnfahrern? Öffentliche Verkehrsmittel fahren auch rund um die Uhr. Und im Einzelhandel wäre das auch kein Problem. Zumindest nicht für einen sozial denkenden Menschen.
Aber wenn Öffnungszeiten erweitert werden, dann kann man leider nur davon träumen, dass das Personal aufgestockt wird. Die Mehrarbeit wird einfach auf das bestehende Personal umgelegt. Da kann ich den Unmut verstehen.
Würde man die 24/7-Öffnungszeiten einführen, und entsprechende Änderungen im Personalwesen vornehmen, dann hätten wir einige Arbeitslose weniger.
Und dass der Tante-Emma-Laden da nicht mithalten kann ist mir auch klar. Aber so ein Laden hat seine Stammkundschaft, die auf andere Dinge Wert legen, als auf lange Öffnungszeiten.

Das gleiche gilt für die Mindestlöhne. Die Firmen jammern über sinkende Umsätze, obwohl trotzdem jedes Jahr die Gewinne steigen. Ja ist doch klar dass der Umsatz sinkt, wenn man Leute entlässt und somit weniger Lohnkosten umsetzt. Die Wirtschaft stagniert. Warum denn? Lebenshaltungskosten steigen steigt, die Löhne bleiben da wo sie sind. Wovon soll man denn noch was kaufen? Es wird weniger verkauft, also "muss" man Personal abbauen um die Gewinne hoch zu halten, dadurch sinkt die Kaufkraft, es wird weniger gekauft..... Ein Teufelskreis. Die Wirtschaft reguliert langsam aber sicher das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage in den Ruin.

Aber vielleicht brauchen wir wirklich erst wieder eine Wirtschaftskrise, bis die Manager begreifen, dass Mindestlöhne auch den Gewinn einer Firma vergrößern können, ohne dass man Personal entlassen muss.
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14.12.2007 13:25 Uhr von Lucky Strike
 
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ein mindestlohn zwingt die führung: dort zu sparen und zu optimieren wo es angebracht ist.
aber wie ich schon in ner anderen news sagte. es ist leichter kleine arbeitnehmer unter dem existenzmininum und in moderner sklaverei zu halten, als millionengehälter zu kürzen oder die geschäftsprozesse zu optimieren.
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14.12.2007 15:00 Uhr von kniekehle
 
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überwiegend Positiv: Ich für meinen Teil sehe die Mindestlöhne als positive Entwicklung für die Arbeitnehmer und bin dafür, dies auf möglichst viele Branchen auszuweiten.
Natürlich ist es wahrscheinlich, dass zunächst Stellen wegfallen, allerdings muss die Arbeit weiterhin erledigt werden und dann gibts für die Arbeitgeber entweder die Möglichkeit weiteres Personal einzustellen, oder dem vorhandenen Personal Mehrstunden/Überstunden aufzubrummen, welche dann selbstverständlich mit Freizeitausgleich und/oder Bezahlung zu "neuen" Konditionen vergütet werden müssen.

Ein weiterer positiver Effekt wäre, dass es sich für viele Arbeitslose mittelfristig wieder "lohnen" wird arbeiten zu gehen und sich nicht weiter die Mentaliltät breit macht *Wenn ich auf der Couch sitze und Talkshows gucke habe ich am Ende des Monats mehr Geld zum Leben*.

Mein Fazit...

Wer arbeitet muss finanziell deutlich besser gestellt sein, als der Arbeitslose evtl. auch Arbeitsscheue oder Arbeitsunwillige.
Die zu erledigende Arbeit wird durch den Mindestlohn nicht weniger, sondern über kurz oder lang durch größere Kaufkraft mehr werden. Dementsprechend ist es ein Schritt in die richtige Richtung.
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14.12.2007 15:11 Uhr von ThomasHambrecht
 
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@Kepas_Beleglorn wenn Du Deinen Laden 10 Stunden an 5 Tagen offenhast, wirst Du 20.000 Euro umsetzen.
Hast Du ihn 24 Stunden an 7 Tagen offen, wirst Du auch nur 20.000 Euro umsetzen.
Du glaubst doch nicht, dass jeder doppelt so viel Geld ausgibt, wenn die Läden doppelt so lange offen haben???

Gewappnet mit dieser Erkenntnis kannst Du kein zusätzliches Personal einstellen.

Wenn nur ein Laden von 20 diese 24-Stunden Öffnungszeit hat - mag dies für "den einzigen" kurz Gewinn bringen.
Aber haben alle Läden 24 Stunden auf, ist das der Ruin aller Läden - denn die Personalkosten steigen und es wird nicht mehr umgesetzt.
Oder: Wer ein neues Sofa braucht und um 23:00 Uhr keines findet, der kauft es auch am nächsten Tag um 17:00 Uhr ein.
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14.12.2007 15:50 Uhr von Kepas_Beleglorn
 
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@ThomasHambrecht: "[...]der kauft es auch am nächsten Tag um 17 Uhr ein."

Das kann ich z.B. nicht. Ich hab gern mal einen Arbeitstag bis nach 20 Uhr. Mir wäre theoretisch schon viel geholfen, wenn ich um 22 Uhr noch im Supermarkt Lebensmittel kaufen kann.
Oder auch andere Anschaffungen sind bei mir mangels Zeit zum Einkaufen schon öfter auf der Strecke geblieben.

In einem Punkt gebe ich dir aber Recht: Man kann den möglichen Gewinn nicht linear in Relation zur Öffnungszeit setzen, das ist klar.

Davon abgesehen funktioniert das doch in den USA, oder nicht?
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14.12.2007 16:32 Uhr von ThomasHambrecht
 
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@Kepas_Beleglorn es funktioniert in den USA eben nicht - da macht jeder 3 Jobs gleichzeitig um zu überleben.

Wenn natürlich "alle" Läden 24 Stunden offen haben, macht ein einzelner der nicht mitzieht ein dickes Minus.
Es funktioniert eben nur wenn "alle" miteinander schliessen, oder "alle" 24/7 betreiben.
Letztendlich wird aber nicht mehr Ware vertrieben, das ganze dient mehr dazu der Konkurrenz jeden Umsatz wegzuschnappen.
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14.12.2007 18:55 Uhr von ArrowTiger
 
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@ThomasHambrecht: -- "... es funktioniert in den USA eben nicht - da macht jeder 3 Jobs gleichzeitig um zu überleben."

Falls das jetzt auf den Mindestlohn bezogen war: in den USA gibt es völlig unterschiedliche Mindestlöhne, je nach Bundesstaat. Da müsste man schon genauer schauen, wo es genau in den USA mit dem Mindestlohn nicht klappt. In den 20 EU-Staaten, die einen Mindestlohn haben, klappt es jedenfalls hervorragend.

Ich kann mir aber durchaus vorstellen, daß es zumindest in den Branchen/Firmen zu Arbeitsplatzverlusten kommen könnte, die nur aufgrund von Lohndrückerei existieren können. Darum ist es m.E. aber nicht schade. Lieber sollen diejenigen, die dann noch arbeiten, auch anständig bezahlt werden. Der positive Kaufkrafteffekt auf den Binnenmarkt sollte die Jobverluste dann problemlos auffangen können.
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15.12.2007 02:28 Uhr von Borgir
 
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das ist: verdammt nochmal gut so....weiter so...mehr mindestlöhne in mehr branchen...

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