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US-Verteidigungsminister Gates kritisierte die deutsche Arbeit in Afghanistan

Beim Streitkräfteausschuss des Repräsentantenhauses kritisierte der amerikanische Verteidigungsminister Robert Gates den Einsatz der NATO in Afghanistan. Besonders die Europäer und vor allem indirekt die Deutschen bekamen von Gates sehr schlechte Noten.

"Die europäischen Bemühungen bei der Polizeiausbildung sind bisher - um es einmal diplomatisch auszudrücken - enttäuschend", sagte Gates. Er meinte damit vorwiegend die deutsche Hilfe in Afghanistan, denn vor allem die Polizeiausbildung und die Logistik sind Hauptaufgaben der Bundesrepublik.

Gates sagte auch, dass die Taliban wieder erstarkt wären und sich deswegen die Verbündeten wieder mehr auf den Kampf gegen die Taliban konzentrieren sollten, als auf den Wiederaufbau des Landes. Er verwies darauf, dass sich die Lage in Afghanistan in der letzten Zeit wieder verschlechtert hat.


WebReporter: PortaWestfalica
Rubrik:   Politik
Schlagworte: USA, Deutsch, Arbeit, Afghanistan, Verteidigung, Verteidigungsminister
Quelle: www.spiegel.de

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12.12.2007 15:57 Uhr von wayyyne
 
+9 | -3
 
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vogel: er vergisst wohl das deutschlands auftrag der wiederaubau und sicherheit ist und nicht primär der kampf gegen die taliban...wenn im bereich der deutschen truppen kämpfe stattfinden, werden sie schon gegen die taliban vorgehen. es sieht doch so aus, das im bereich der amerikaner die taliban am stärksten sind...und das die polizeiausbildung schlecht sein soll, kann nur ein witz sein. gegen korruption kann auch die beste ausbildung nichts machen..

wieso reisst der sein maul auf?
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12.12.2007 15:58 Uhr von intelmarder
 
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Wahnsinn: Die Denke der Amerikaner muss man haben. Aber ist besser von den eigenen Problemen abzulengen, als in medias res zu gehen. Denn soweit ich das mitkriege, aber dies wäre nur meine bescheidene Meinung, läuft es im Irak doch wesentlich schlechter. Die Verlustliste ist zu hoch, Tage ohne Anschläge kann man sich auf dem Kalender rot eintragen, nur hat es diesen Tag in letzter Zeit wohl nicht gegeben. Mein Tip: Kümmert Euch (Amis) ersteinmal um Euren eigenen Kram.
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12.12.2007 16:19 Uhr von usambara
 
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nach Hause gehen und die Arbeit der afghanischen Armee überlassen.
Allerdings hat man es versäumt die Paschtunen dort aufzunehmen, aus denen sich der Aufstand speist.
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12.12.2007 16:42 Uhr von LordKazzak
 
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*vogel zeigt*: erst die Suppe von anderen auslöffeln lassen und sich dann noch beschweren das sie nicht aufgefuttert wird?......der hat wohl zu viel Opium geschnuppert der gute. Was können denn die Deutschen dafür das die Warlords oder Taliban die ausgebildeten Leute besser bezahlen?
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12.12.2007 17:08 Uhr von cloppenburg_rulzz
 
+5 | -3
 
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Sofort alle deutschen Abziehen: und die Amerikaner alleine machen lassen!
Wenn sie mit unserer Arbiet nicht zufrieden sind, solln sies besser machen!
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12.12.2007 17:12 Uhr von terrordave
 
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sicherheitslage in afghanistan: die dämlichen unausgebildeten taliban rebellen mit ihren kamelen und den verrosteten kalaschnikows können sie irgendwie nicht fertig machen und wo ist bin laden?
die deutschen machen wenigstens nicht dauernd was kaputt. frechheit!
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12.12.2007 18:00 Uhr von CHR.BEST
 
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Ich dachte immer Amerikaner seien Experten für´s Aufspüren von Massenvernichtungswaffen, nicht für Polizeiausbildung.

Es ist klar, daß die USA will, daß die Europäer mehr Geld und Menschenleben für Afghanistan opfern sollen. Damit werden sie es aber schwer haben weil niemand für amerikanische Alleingänge den Kopf hinhalten will. Sogar die besonders USA-getreuen Polen haben mittlerweile ihre Soldaten aus dem Irak abgezogen.
Exakt das, was von der NATO beschlossen wurde, wird umgesetzt und nichts anderes.
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12.12.2007 18:24 Uhr von ElChefo
 
+3 | -4
 
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abziehen? jetzt? ich sags mal frei und direkt, bitte nicht beleidigt sein:
schwachsinn.
die scheisse ist angerichtet, lässt sich nicht ändern, auch nicht mit schuldzuweisungen. nun SIND wir vor ort, nun KÖNNEN wir etwas tun, ergo TUN wir das auch. und siehe, in "unserem" sektor funktioniert der laden. NATÜRLICH muss gates von seinen eigenen problemen ablenken. aber wenn der preis eines halbwegs ruhigen sektors eine schlechte polizeiausbildung ist, solls mir recht sein. vergleiche dazu mal deutsche und amerikanische (nationale) polizeiausbildung. hier sinds 3 jahre. bei denen genausoviel monate. also...

...das einzige, wo ich halbwegs zustimmen KÖNNTE, ist die quantität der ausbilder vor ort. da wurde schon oft genug von DBwV und GDP kritisiert, das viel zu wenig polizeiausbilder vor ort seien.
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12.12.2007 18:33 Uhr von Alh
 
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Heimwärts: Ja, sofort, alle Deutschen raus.
Was soll denn das?
Die Amerikaner bomben alles kaputt und wir doofen Deutschen sollen in den gefährlichen Krisengebieten wieder alles aufbauen und mit Mensch und Material helfen Und als Höhepunkt wird man dann auch noch kritisiert. Nur noch krank!
Ich schreibs nochmal: Raus da, nach hause und hier für Ordnung sorgen.
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12.12.2007 19:17 Uhr von ElChefo
 
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@alh: also... ich bin ja - vorweg gesagt - schon mal gegen einen abzug. erst recht gegen einen überstürzten.
aber ein abzug, um die bundeswehr direkt danach im inneren einzusetzen? so interpretiere ich jetzt "hier für Ordnung sorgen". neee, das geht ja mal überhaupt nicht. dafür gibts die polizei, aber bestimmt nicht soldaten.
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12.12.2007 19:51 Uhr von snm
 
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Recht hat er: die Aufgaben, die Deutschland übernommen hat wurden schlecht oder gar nicht wahrgenommen. Die Ausbildung der Polizei ist in der Tat ein Witz. Wenn man sich anschaut wie viel Ausbilder dort vor Ort sind, kann da auch nichts bei heraus kommen.

Kritik an dem Engagement der Deutschen kommt auch nicht nur von seiten der Amerikaner. Auch Dänen oder Niederländer sind, um es mal vorsichtig auszudrücken, von den Deutschen enttäuscht.

Wir wollen zwar überall dabei sein, aber es darf nicht weh tun.

Meine Meinung, wir haben da nichts verloren und sollten unsere Landsleute schnellst möglich zurück beordern.
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12.12.2007 20:06 Uhr von fail
 
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Alle Deutschen abziehen: Sofort!
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12.12.2007 20:09 Uhr von ferry73
 
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was um himmelswillen ist ein gates: wie gates sich die ausbildung vorstellt kann sich jeder denken.
die deutschen ausbilder kennen noch recht und ordnung, das ist bestandteil der ausbildung und natürlich gehört auch die härte dazu aber es ist nicht im sinne deutschlands sogenannte söldner auszubilden sondern perfekt (mehr oder weniger) ausgebildete polizisten, sofern es dort unter den gegebenen umständen möglich ist.

nach amerikanischem vorbild sollte man erst zuschlagen / schiessen bevor gefragt wird......tjaa herr gates, es gibt auch länder die die würde des menschen wahren.

viele grüsse
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12.12.2007 20:19 Uhr von ElChefo
 
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@snm: Bist du nicht normalerweise in der ersten Reihe der Protestschreier dabei, wenn mal wieder eine Meldung auftaucht, das deutsche Soldaten sich erdreisten, ihre Waffen zu benutzen?
Sei froh, das "wir" so arbeiten, wie es ist, wenn "wir" marschieren würden, würde es ein vollkommen anderes Bild abgeben. Aber, wie Gates beweist, Vernunft ist ein nicht gewünschtes Gut. Sowohl auf amerikanischer Seite als auch bei den Kriegs- bzw. Engagement- bzw. Bundeswehrgegner hierzulande.
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12.12.2007 21:26 Uhr von Smiling-Cobra
 
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Amis :-): Wenn die alles besser können sollen die es doch machen!
Aber die können nichts außer rumballern und ihre Wirtschaft nach oben bomben.
Immer wenn es der amerikanischen Wirtschaft schlecht geht
fangen die einen Krieg an oder suchen einen Vorwand um sich an einem zu beteiligen!
Dabei haben die in ihrem eigenen Land genug zu tun.
Kriminalitätsrate, Bildungssystem, Infrastruktur usw.
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13.12.2007 00:47 Uhr von snm
 
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@ElChefo: Darum geht es doch gar nicht. Wir haben 2001 bei der Petersberg-Konferenz zugesagt die Führungsrolle für den Aufbau der Polizei in Afghanistan zu übernehmen. Bis vor kurzem haben wir dazu gerade mal 40 Beamte aus Bund und Ländern dort gehabt. Ist doch klar das das anderen Natopartnern nicht reicht. Auch die finanziellen Aufwendungen in dem Bereich sind gemessen am gesamt Etat für Afghanistan unzureichend. Dort besteht genauso ein Missverhältnis wie beim Vergleich der Mittel für den militärischen Einsatz und den Mitteln für die Aufbauhilfe.

Ich rede nicht von der Art der Polizeiausbildung die sich glücklicherweise qualitativ von der Ausbildungshilfe der Amerikaner unterscheidet. Aber nur Qualität allein reicht nicht. Wenn ich eine Aufgabe übernehme, dann muss ich auch die notwendigen Mittel einsetzen.

Auch die andere Aufgabe, die Sicherung von Entwicklungshilfe und Aufbau des Landes leisten wir nur schlecht. Sobald widerstand erkennbar wurde, haben wir uns in die Lager zurückgezogen und ausschließlich Eigenschutz betrieben. In letzter Zeit ist da nicht mehr viel gewesen mit Sicherung der Entwicklungshilfe. Das kritisieren nicht nur die Niederlande, sondern übrigens auch einige NGO.
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13.12.2007 00:57 Uhr von Borgir
 
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der herr gates: sollte mal lieber dafür sorgen, dass in dem land endlich frieden einkehrt. aber dazu sind die usa scheinbar nicht in der lage...also nicht von eigenen fehlern ablenken
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13.12.2007 03:13 Uhr von Weltenwandler
 
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Wen interessiert es: was Gates sagt? Schlussendlich hat der Amerikaner, wie er jetzt durch seinen Immobiliencrash und seinem Dollarproblem feststellen muss, weit weniger politischen Einfluss als er selbst noch glaubt. Als Vorbild wird ihn zur Zeit wohl kaum ein Land betrachten. Und was diesen Krieg in den mittlerweile "befreiten" Ländern betrifft ist es eine völlig falsche Vorgehensweise, was man schon daran sieht das bald mehr Soldaten in Leichensäcken rauskommen als überhaupt ins Land gehen. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden alle Deutschen, Zivilisten und Militärs, systematisch entwaffnet und jedes Haus wurde nach Waffen durchsucht. Die Besatzungsmächte(und nichts anderes sind wir, der Amerikaner und jedes andere Land, da wir einfach Land mit unserer Armee besetzen das uns einfach nicht gehört) haben die Aufgaben übernommen die öffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten und genau dies sollte man dort auch tun, denn es hat damals funktioniert und ich sehe keinen Grund wieso es heute nicht funktionieren sollte. Man kann doch nicht auf ein Land Bomben werfen und sagen so ihr seit jetzt demokratisch. Das hat auch bei Deutschland(entgegen häufiger Behauptungen) nicht funktioniert, da etliche Funktionen noch Jahre nach dem Krieg von den Besatzungsmächten verwaltet wurde.
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13.12.2007 05:19 Uhr von heinolds
 
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Wo der Mann Recht hat, Angesichts der momentanen Administration in den USA und dem Kriegstreiber Bush und seinen Palladinen fällt es mir schwer denen Recht geben zu müssen. Aber Fakt ist, die haben Recht!
Leider. Die Deutsche Polizei ist mit engagierten Beamten in Kabul und anderswo im Einsatz. Nur es kommt leider nicht viel dabei heraus. In den Medienberichten hört sich alles immer so super Toll an. Vorort sieht das dann leider etwas nüchtener aus.
Die bundesdeutsche Regierung fährt dort personell und organisatorisch die totale Sparflamme und das nutzen die Amerikaner natürlich für Ihre eigene Propaganda gegen "old Europe" (Rumsfeld) aus. Einerseits stürzen die USA die Welt von einem Krieg in den nächsten und opfern hierbei junge Männer und Frauen ihres Volkes in unverfrorener Weise, andererseits wird dies immer als Argument hevorgezaubert, wenn es der eigenen Propaganda sachdienlich ist. Junge Soldaten der Kampfstreitkräfte Vorort sehen immer nur die eigenen Leichen. Die halten für die Bush´s dieser Welt den Hintern ins Feuer. Auch andere Nationen haben die Schnauze voll. Wenn die Deutschen eine Aufgabe ausserhalb von Kampfeinsätzen übernehmen, dann bitte so, das kein US Repräsentant uns attakieren kann und das die Arbeit Vorort auch von den eigenen Leuten ordentlich durchgeführt werden kann. Man darf nicht vergessen: Art. 5 des Nato Vertrages ist nach dem 11. Sept 2001 in Kraft getreten. Das gilt noch heute!!
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13.12.2007 13:35 Uhr von maki
 
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*lol*: "Art. 5 des Nato Vertrages ist nach dem 11. Sept 2001 in Kraft getreten. Das gilt noch heute!! "

Dann muss man diesen völkerrechtswidrigen Blödsinn halt mal wieder ausser Kraft setzen.
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26.12.2007 18:30 Uhr von nadann
 
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Ach immer die bösen Amis: Jedoch muss man sagen, dass der liebe gates gar nicht so unrecht hat. Und in Bezug auf das letzte kommentar, leider sind unsere deutschen nicht so brave wie der es sich vorstellt, denn wenn es mal irgendwo im friedlichen norden des landes knallt oder drohungen in der luft liegen, dann zieht man sich erstmal zurück ins camp und oder beschränkt die bewegungen ausserhalb der camps aufs nötigste. Ist natürlich das beste für die ganzen drogen schmuggler. Und dann soll mir mal einer hier sagen wie man mit ca. 200 Polizeiausbildern in einem land wie afghanistan ein veränderung schaffen will. (vergleicht mal Kosovo, ein bruchteil von afghanistan mit bald mehr als 1800 Ausbildern). Somit hat Gates leider die wahrheit angesprochen und selbst wenn es unseren deutschen stolz verletzt, er hat nunmal hier recht.

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