10.12.07 11:55 Uhr
 15.206
 

Neue Abmahnwelle: Wer bei BitTorrent Pornos tauscht, kann Post vom Anwalt bekommen

Eine neue Abmahnwelle trifft jetzt die Tauschbörsen-Nutzer von Pornofilmen. Die Anwaltskanzlei kuw Rechtsanwälte startet eine neue Abmahnwelle im Auftrag der Pornovertreiber. Das Schreiben enthält die Abmahnungen mit Schadensersatzforderung und eine Unterlassungserklärung.

Die Gebühren für den Anwalt und der Schadensersatz sind relativ niedrig, man verlangt für einen gezogenen Film 250 Euro. Bei so einer Summe ist der Beschuldigte eher bereit zu zahlen. Das Abmahnschreiben ist mit einem Strichcode ausgestattet, vermutlich, um das Verfahren schneller abzuwickeln.

Falls man nicht bezahlt, können weitere Briefe kommen und das Verfahren wird noch teurer. Am Ende kann es sogar vor Gericht enden. Wie das Verfahren dann ausgeht, ist ungewiss, es soll schon bei beiden Seiten Erfolge gegeben haben. Man sollte vorher aber immer einen Anwalt kontaktieren.


WebReporter: PortaWestfalica
Rubrik:   High Tech / Internet
Schlagworte: Porno, Post, Anwalt, Torrent, BitTorrent
Quelle: computer.t-online.de
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

18 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
10.12.2007 11:40 Uhr von PortaWestfalica
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
Ich bekam vor etwa einem Jahr auch so eine Abmahnung (nicht wegen Porno), ich habe nur einen Teil bezahlt und die Gebühr für den Anwalt weggelassen. Denn die Kanzlei hat schon kurz vorher vor Gericht ein Verfahren verloren. Der Richter entschied das Massenabmahnung nicht rechtens sind. Das die Kanzlei da oben einen Strichcode in dem Schreiben hat ist für mich Beweis genug. Aber ein Gerichtsentscheid ist nicht bindend, ich würde zahlen, aber mit einer modifizierten Unterlassungserklärung.
Kommentar ansehen
10.12.2007 12:19 Uhr von Yes-Well
 
+6 | -1
 
ANZEIGEN
LOL Wer lädt den bitteschön Pornos runter? Wer lädt sich schon Ilegal etwas herunter, wenn er es auf entsprechenden Seiten (you..rn ect.) gratis und viel schneller bekommen kann.

Auch bei der Musik. Es gibt mittlerweile soviele Internetradios und entsprechende aufnamegeräte, so das es wirklich nicht nötig ist, sich diese Sachen herunterzuladen.

Bei Kinofilmen sieht das ganze schon wieder anders aus. Aber bevor ich mir doch die Gefahr einer Geldstrafe auf den PC hole, suche ich kurz ob es so ein angebot nicht auch kostenlos oder sher günstig legal gibt.
Kommentar ansehen
10.12.2007 13:05 Uhr von Borgir
 
+10 | -1
 
ANZEIGEN
anwälte: die versuchen, sich mit solchen abmahnwellen zu bereichern sind nicht den dreck unter meinen schuhen wert
Kommentar ansehen
10.12.2007 13:57 Uhr von thejack86
 
+3 | -1
 
ANZEIGEN
öhm wie kommen die zu den anschrifften? da muss schon ein gerichtsverfahren ran ... und vermutlich veröffentlichen die selbst noch die torrents selbst um so nen film fürs 10x zu "verkaufen" ... halt eben erst glotzen dann zahlen nur halt etwas unfreiwillig .. oderwie ??

also wenn man ne IP in nen Namen umwandeln möchte ... muss man schon vor Gericht gehen und ne Anzeige gegen eine IP (inkl Uhrzeit) stellen ... das Gericht sucht sich dann den Provide heraus und schickt dort nen Brief hin, aber der Kläger sieht erst den angeklagten vor Gericht sprich er sieht noch net mal seine Schufa (vllt kann der jenige ja gar net zahlen xD) und der hat das Gerichtsverfahren am laufen ... und sieht dann kein Cent ...

Also irgendwie klingt das nach ner Verdacht aktion ... der könte es sein hat sich vllt mal registriert für nen trailaktion und dann nicht verlängert etc kA .. aber so viel zum thema "Datenschutz" ;)

also is etwas offensichtlich was die da machen ne ...
Kommentar ansehen
10.12.2007 14:26 Uhr von lilalinux
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@Autor: [...]Der Richter entschied das Massenabmahnung nicht rechtens sind.[...]

Rechtsprechung gilt in D nur zwischen den jeweils verhandelten Parteien.
Solange es keine entsprechende Norm (Gesetz) gibt, wuerde ich mich nicht darauf verlassen, dass der Richter in Deinem Fall genauso urteilt.

In den USA oder GB waere das anders, da es dort sogenannte Praezedenzfaelle gibt, bei uns gibt es sowas jedoch nicht.
Kommentar ansehen
10.12.2007 20:53 Uhr von KuCo
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Wie soll das gehn ? Soweit ich weiß kommt man nicht so leicht an die Daten des Providers ran.

Außerdem glaub ich kaum, dass man anhand der Daten des Providers nachvollziehen kann, WAS oder WIEVIELE Dateien man saugt.

Da sieht man doch nur welche IP wieviel GB über welchen Port Läd/Uploaded....
Kommentar ansehen
11.12.2007 08:54 Uhr von xmarauder
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@futurelife, Porta: @futurelife: Rechtsschutz? Da lach ich aber. Das zahlt kein Rechtsschutz, weil du es "vorsätzlich" gemacht hast. Darauf verlassen sich viel zu viele Leute. Aber leider ist es halt so, dass heutzutage die Versicherungen eher eine Übernahme ablehnen als zustimmen.

@Porta: Wieso geheim? Das geht ganz öffentlich. Sobald Deine IP bekannt ist (und das geht ruckzuck) sagt Dein Provider auf welchen Seiten Du warst und welcher Deiner Ports aktiv war. Und das war´s dann. Daran und an der Datenmenge sieht man dann was Du gemacht hast. Und das Beste ist: Die wissen auch welche IP´s mit Dir verbunden waren. Also im Falle Filesharing (teilweise) welche Peers Du hattest. Das könnte ne böse Lawine geben.

Die meisten denken Filesharing wär schlecht überwachbar. Das ist aber ein Irrtum. Es gibt Logs und entsprechende Möglichkeiten. Auch für ein kaskadenartiges Auffinden. Zusätzlich ist es saudumm, wenn jemand über Dein (ungesichertes) Funknetzwerk etwas zieht. Da bist Du nämlich selber schuld und haftbar. Ist also auch keine Ausredemöglichkeit.

Klasse Sache das. :o(

Ich denke aber, dass die Filesharingprogramme bald anonymisiert werden (ohne Geschwindigkeitsverlust), damit eine Nachverfolgung nicht mehr möglich wird. Das wäre eigentlich nicht sehr schwer zu implementieren... ;o)

Ich bin mir fast sicher, dass da schon jemand dran bastelt...
Kommentar ansehen
11.12.2007 09:36 Uhr von Hady
 
+0 | -1
 
ANZEIGEN
Pornos über Bittorrent laden? Das ist ja gleich doppel pfui!
Kommentar ansehen
11.12.2007 10:06 Uhr von MadDogX
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@xmarauder: Filesharing effektiv zu anonymisieren ist absolut nicht leicht. Wenn es so einfach wäre, hätte sich schon lange ein effektives System etabliert. Mit Ausnahme von absolut privaten Netzwerken (z.B. unter Leuten die sich alle kennen), ist das aber bisher noch nicht eingetreten.

Bisher haben es nur die Webseiten geschafft, sich rechtlich quasi unantastbar zu machen, und zwar indem sie die illegalen Dateien nicht mehr selbst zum Download anbieten, sondern im Falle von BitTorrent lediglich den Tracker stellen.

Wenn du im Internet saugst, egal wo, bist du immer mit einer oder mehreren IPs verbunden (server oder andere PCs). Das lässt sich nicht vermeiden. Niemals. IPs lassen sich weder verschlüsseln noch verstecken.

Es gibt durchaus Ansätze, Filesharing zu anonymisieren - z.B. wie bei StealthNet: jeder Peer ist nur mit einer begrenzten Anzahl anderer Peers verbunden und jeder fungiert als Datenknoten, damit man im Idealfall nie weiß von wem die Daten kommen tatsächlich. Diese Systeme sind aber noch von vielen Problemen geplagt - mal ganz davon abgesehen dass die Geschwindigkeit leidet.

Ich habe schon versucht mit einigen Kollegen ein System theoretisch zu entwerfen (bin Anwendungsentwickler), aber glaube mir, es ist nicht einfach.
Kommentar ansehen
11.12.2007 10:55 Uhr von fhd
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Letztens erst einen Brief bekommen ging zwar nicht um einen Pornofilm, aber finde es trotzdem relevant.

Die hier nicht namentlich genannte Anwaltskanzlei wies mir eine vor 4 (!) Monaten begangene Urheberrechtsverletzung an Unterhaltungssoftware XY nach. Der Brief war eine einzige Drohung, die Zahlen wurden so richtig hoch (10000 bis 30000 EUR) und dann kam am Schluss das _nette_ Vergleichsangebot in Höhe von 400 EUR.
Die Beweisführung war ein bisschen schwammig, dort war lediglich meine IP zu einem fixen Zeitpunkt und eine Datei, die jemand von mir lud vermerkt. Da ich zu diesem Zeitpunkt (und um genau zu sein nie, da ich den Download abbrach, da er zu lange dauerte) nicht mehr als 30% der Datei auf meinem Rechner hatte, bin ich mir über die _genaue_ Rechtslage hier nicht im klaren.
Vergleichsweise ein Drittel einer CD zu verkaufen (so, dass nichts davon abspielbar ist), wäre mit Sicherheit auch eine Grauzone.

Aber gut, 400 EUR ist ja geschenkt, und ich hab/hatte weder Zeit noch Lust auf einen langwierigen unergiebigen Rechtsstreit.
Kommentar ansehen
11.12.2007 13:17 Uhr von Kraftkern
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
proxy: sucht euch einen anonymen proxy, da leidet zwar der speed, aber ist eine lösung.
Kommentar ansehen
11.12.2007 14:05 Uhr von LeonS.Kennedy
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@urinstein: Es kommt bei P2P nicht drauf an was du runtergeladen hast, das wird gar nicht verfolgt.
Du wirst dafür bestraft, dass du etwas anbietest, und das ist bei Bittorrent, Emule und co. der Fall. Sobald du etwas "saugst" bietest du es gleichzeitig zum Downloaden an.
Kommentar ansehen
11.12.2007 18:32 Uhr von heliopolis
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Ach Kinder: Wann versteht Ihr endlich, dass derartige Abmahnungen genauso viel wert sind wie eine Rolle Klopapier?! Es ist legal in Deutschland für Anwälte nicht möglich an die hinter IP-Adressen stehenden Adressen der Surfer zu kommen. Das kann nur die Staatsanwaltschaft auf Anweisung eines Richters. Und das macht dieser nur, wenn der User (vorher!) durch illegales Verhalten auffällt. Sollte der Provider hier das Datenschutzrecht ignorieren und personenbezogene Daten weitergeben, ist das nicht nur ein außerordentlicher Kündigungsgrund, sondern kann dieser aufgrund des Vorsatzes auf 25.000 EUR Strafe pro Fall verdonnert werden.

Es gibt noch ein Problem beim Tauschen von Daten. Im Falle eines Rechtsstreites müsste man nicht nur zweifelsfrei nachweisen um welche Daten es sich beim Tausch gehandelt hat, sondern wann welche Daten an welche IP geflossen sind. Sollten nur teilweise Daten ausgetauscht worden sein, müsste man nachweisen, dass diese Dateifragmente dem einen oder anderem File zuzuordnen sind.

Ich weiß das, denn ich habe erst vor wenigen Tagen ein Gutachten erstellt, welches diese Tatsachen beschreibt. Wenn also ein solches Schreiben eintrifft, dann diesem Anwalt klar machen, dass man nicht tauscht, weil man z.B. gar nicht weiß wie das geht und im gleichem Atemzug detaillierte Informationen anfordern wie er an die Adresse gekommen ist. Dann den Anwalt wegen Datenmissbrauchs verklagen. So einfach ist das. Dem Schreiben kann man gleich auch noch eine Unterlassungserklärung beilegen, in dem man vom Anwalt fordert zukünftig von weiteren vorsätzliche Datenschutzverletzungen Abstand zu nehmen.
Kommentar ansehen
11.12.2007 18:33 Uhr von 42°C ^Kopfwärme
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
nur vor gericht: wer von anwälten abmahnungen wegen so ein scheiss bekommt, der sollte auf jeden fall vor gericht ziehen. ein einfaches, "ich bin unschuldig" würde in so einem fall reichen. die gegenseite hat keine möglichkeit das zu beweisen. die ip fällt aus wegen datenschutz. zumal die gegenpartei gleich mal erklären kann woher sie die daten haben.
Kommentar ansehen
11.12.2007 18:48 Uhr von heliopolis
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Ach nochwas: Für alle, die es interessiert: In dem Fall, in dem ich das Gutachten erstellen musste, konnte ich feststellen, dass der Kläger dadurch an die IP-Adressen der Beklagten kam, indem er auf einem eigenen Rechner die P2P-Software laufen ließ und Daten zum Tausch anbot. So konnte er sehen wer diese lädt. Daraufhin hat er ganz offiziell von den entsprechenden Providern unter Angabe dieser IPs und Uhrzeit die Postadressen angefordert. Insbesondere ein "ausländischer" DSL-Anbieter, sowie ein großer, deutscher DSL-/Mailanbieter waren recht freizügig mit den personenbezogenen Daten.

Das Gericht hat die Klage(n) abgewiesen, worauf einige der Beklagten nun den Anwalt und die Provider wegen Datenmissbrauchs verklagt haben.
Kommentar ansehen
11.12.2007 19:27 Uhr von MBGucky
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
verlässliche Quellen? Hat vielleicht jemand mal ein paar verlässliche Quellen für mich, wie es nun tatsächlich läuft mit diesem Abmahnungs-Zeug?

Insbesondere die Infos von "heliopolis" halte ich zwar für sehr glaubwürdig und sehe die Sache genau so, jedoch schreibt nicht nur hier jeder was anderes. Selbst in Computerzeitschriften und anderen Heften ( Stiftung Warentest usw. ) findet man zum Teil widersprüchliche Informationen darüber was man machen kann/darf/sollte usw.

Mich interessieren also in erster Linie Gerichtsurteile und Gesetze, mit denen ich arbeiten kann.

Wenn da wer was hat, würde ich mich freuen.




Was die "nur zum Teil" runtergeladene CD angeht:

Die Filesharing-Programme funktionieren heutzutage meisst so, daß eine Datei immer bruchstückhaft von mehreren Quellen gleichzeitig geladen wird. Sich damit herauszureden man habe ja nicht die vollständige Datei runtergeladen zählt also nicht. Und am Titel der runterzuladenden Datei erkennt man, was der Inhalt der Datei (angeblich) ist. Dies reicht meines Wissens schon aus um von einer vorsätzlichen Handlung zu reden.
Kommentar ansehen
12.12.2007 00:47 Uhr von schubi14
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
heliopolis hat da einen Denkfehler: Die Anwälte sehen die IP, wenn sie von dem Beschuldigten die Copyright-geschütze Datei herunterladen. Sie bieten also nichts von sich aus an. Mit dieser IP wird beim Provider angerufen, dass zur Zeit mit dieser IP eine Straftat begangen wird und deshalb die Logdaten dieser IP gesichert werden. Dass muss der Provider von Gesetz aus tun. Dann wird Anzeige bei der Staatsanwaltschaft gegen Unbekannt gestellt. Die Staatsanwaltschaft muss ermitteln und bekommt vom Provider die Adresse zur IP. Wurden nur geringe Mengen heruntergeladen, stellt die Staatsanwaltschaft das Verfahren ein. Der Anwalt bekommt aber Akteneinsicht und somit die Daten des Users. Damit kann er dann eine Unterlassungserklärung und eventuell Zivilrechtlich vorgehen.
Ich rate Euch, geht zum Anwalt, sonst wird kann eine einstweilige Verfügung erstellt werden, die sauteuer wird.
Die Unterlassungserklärung auf alle Fälle unterschreiben, aber den Text abändern (muss der Anwalt entscheiden, wie der Wortlaut sein soll). Das dümmste ist, nicht zu reagieren und die Sache aussitzen zu wollen.
Übrigens, Google ist dein Freund, da wird man über die Vorgehensweise allerhand finden.
Kommentar ansehen
09.07.2008 17:22 Uhr von komzo
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
jetzt angst haben ? müssen betroffene jetzt angst haben, damit demnächst die polizei vor der tür steht !??

Refresh |<-- <-   1-18/18   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2014 ShortNews GmbH & Co. KG

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht