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Laut Schäuble sollen Managergehälter offengelegt werden

Die Diskussion über die hohen Managergehälter ist wieder entfacht. Wolfgang Schäuble fordert nun, dass die börsennotierten Unternehmen die Bezüge ihrer Manager offenlegen.

Er ist zwar gegen eine Begrenzung der Gehälter, rief aber die Wirtschaft auf, keine unangemessen hohen Vergütungen zu zahlen. Bischof Wolfgang Huber ist der Meinung, dass die Gehälter gesetzlich begrenzt werden sollten.

"Wenn aus dem Gehalt eines Menschen mehr als 100 Arbeitsplätze finanziert werden könnten und gleichzeitig in demselben Unternehmen aus Kostengründen Arbeitsplätze abgebaut werden, sprengt das jede Vorstellung von Gerechtigkeit," so Huber.


WebReporter: andreascanisius
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Manager, Wolfgang Schäuble, Managergehälter
Quelle: www.netzeitung.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.12.2007 13:23 Uhr von andreascanisius
 
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Na ja, angesichts der Deutschen Neidgesellschaft und das sind wir, wundert es mich nicht, dass so mancher Student (so auch ich), jährlich 6000 Euro Studiengebühr bezahlt.

1000 fürs Studium
5000 fürs Ticket und die ersten Monate in einem Land, in dem man am meisten von seiner Leistung profitiert.
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09.12.2007 15:04 Uhr von Tompunet
 
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habe es soeben: im anderen Thema geschrieben - die gehören begrenzt. Steigen dürfen % mit einer Umsatzsteigerung, % mit Personaleinstellung, müssen aber auch % bei Stellenabbau oder Verlusten gesenkt werden. Damit sie auch wirklich Verantwortung tragen. Und Abfindungen bei Mißwirtschaft gehören verboten! Und bei Konkurs durch Mißwirtschaft gehören sie genauso wie das Unternehmen gepfändet, denn sie tragen die Verantwortung dafür.
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09.12.2007 15:08 Uhr von Mordo
 
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@ Tompunet: "Und Abfindungen bei Mißwirtschaft gehören verboten!"

Man könnte sonst auf die Idee kommen, dass der Empfänger der Abfindung das absichtlich gemacht hat. ;-)
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09.12.2007 15:12 Uhr von Tompunet
 
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@Mordo: richtig, siehe Schmiergelder bei Siemens - Milliarden in andere Länder, nur um billiger fertigen zu können, in D wird verkauft und ausgestellt - was passiert den Managern - nichts. Tragen sie die Verantwortung für ein solche Unternehmen, dann sollen sie auch dafür gerade stehen und sich ihr Gehalt verdienen, oder tun sie ews nicht, dann verdienen sie aber auch nicht mehr als der kleine Arbeiter.
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09.12.2007 17:20 Uhr von Muecke58
 
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@isolde63nbg: Würde der "Arbeiter"nicht seine Weiterbildung abgebrochen haben und nicht dort sitzen und arbeiten könnten die "Manager" nichts managen . Die Arbeit gehört zum Produkt,Kein Arbeite r= kein Produkt = kein Manager.
Wenn 400 Arbeiter 5 Manager erarbeiten müssen könnte man 2 Manager einsparen und die Arbeiter würden den doppelten Lohn bekommen ;-)
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09.12.2007 17:24 Uhr von Tompunet
 
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@isolde63nbg: Siemens schmiert nicht nur für Aufträge, sie schmieren auch, um ihren Willen in anderen Ländern durchzusetzen, ja, um dort Fabriken aufzubauen, die in D gesteuert werden, das wars aber dann schon auch. Der kleine Arbeiter wird in D eingespart, alles, was irgendwie billiger zu produzieren ist wird in China vor Ort, in CZ, Rumänien und sonst wo gebaut. Selbst Entwicklungsabteilungen und techn. Hotlines für deutsche Produkte sind bereits in Rumänien.

Was einem Manager passieren soll? Er gehört geschmissen, aber ohne Abfindung. Diese Leute bekommen ein Schweinegeld für weittragende Entscheidungen, dann müssen sie für diese aber auch einstehen.

Achja - so viele Hauptschulabbrecher sind nicht am Band, da bist du auf dem Holzweg. Das findest du alles von Arzthelferin über Friseusen und Metzgerinnen bis zu Werkzeugmachern, alles unter der Rubrik "Zeitarbeiter", weil fast nichts mehr fest eingestellt wird. Also erklär normale Arbeiter bitte nicht alle für blöd und faul. Denn irgendwer muß auch die Drecksarbeit machen, wenn es nur studierte gäb würden diese verhungern, weil des Essen von Apfelschnitte bis Zimtschnecke immer noch der Handwerker macht.

Hier geht es auch nicht darum, das ein Manager besser verdient, sonder einzig und allein darum, das ein Manager immer sauber aus dem Schneider ist, egal, wie tief er den Karren in den Dreck fährt. Und das sie sich auch noch die Gehälter aufstocken, während gleichzeitig "niedriges Personal" aus "Wirtschaftsgründen" entlassen wird, des Weihnachtsgeld gekürzt, gestrichen usw, denn dafür kommt dann ein Manager hinzu.
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09.12.2007 18:34 Uhr von Tompunet
 
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@isolde: führungstechnisch - richtig - fertigungstechnisch - falsch, denn unsere Manager sind dank ihrer Narrenfreiheit mittlerweile genauso überheblich und fern der Realität, was das Arbeitervolk betrifft, wie unsere Regierung. Sie schaffen es sogar, in einem Atemzug eine höhere Pro-Kopf-Ausbringung bei steigenden Stückzahlen zu verlangen, verhängen dazu einen Einstellstop, drohen nur mit Verlagerung ins Ausland, fordern Überstunden ohne Ende - bis zur 7-Tage-Woche - und stellen gleichzeitig um von Einzel- auf Gruppenakkord - was dem Arbeitsklima natürlich sehr gut tut (is aber scheinbar modern, hab ich von mehr Firmen gehört). Und dann stellen sie fest - die Qualität is unter jeder Sau, weil die Leute einfach fertig sind. Is meiner Frau passiert. Dann bekamen sie auf einen Schlag 20 neue Leute. Die sollen es nun von heut auf morgen richten - ohne Ahnung, ohne Erfahrung, ohne alles. Manager. Viel Theorie, viel Geschäftswissen, kein Thema, aber zu schön, um mal mit den normalen Leuten zu reden, und darum haben sie vom Normalvolk auch keine Ahnung mehr. Genau wie unsere Politiker.
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09.12.2007 23:11 Uhr von Protonenpumpenhemmer
 
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Offenlegung: Nette Nebelkerze um Stimmen zu bekommen. Aber wie wäre es, bei seinen Politikdarstellerkollegen ebenso auf Offenlegung der Nebeneinkünfte zu drängen? Ebenso wie sein Amtsvorgänger zieren sich noch einige Abgeordnete.
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09.12.2007 23:43 Uhr von Gunny007
 
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@isolde63nbg: ich denke du hast nicht viel ahnung. wir haben 30 dax-titel, 100 mdax-unternehmen und noch einige die sowas wie manager benötigen. über die hälfte der beschäftigten arbeiten in kleinen handwerksbetrieben bis zu 20 arbeitnehmern. die benötigen keine manager, die brauchen anständige chefs die auch ihr handwerk verstehen. man nennt sie allgemein meister. auch im dienstleistungsgewerbe gibt es immer mehr beschäftigte.
mager sollen auch für ihre arbeit anständig entlohnt werden. so mit dem 20- bis 50-fachen eines arbeiters, aber nicht mit dem 100- bis 1000-fachem.
unternhemerisches risiko?! die leiten das unternehmen, sind also auch für den erfolg bzw mißerfolg verantwortlich. bei prämien und boni stehen sie ja auch in erster reihe und halten die hand auf. in amerika ist es üblich daß die manager mit ihrem persönlichem vermögen für ihre fehler haften, wieso also auch nicht bei uns.

ach ja, zum bericht: schäuble soll doch endlich aus der politik rollen. die managergehälter sind schon seit ein oder zwei jahren offenzulegen: http://www.rp-online.de/...|homeneu
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10.12.2007 01:52 Uhr von jediarikane
 
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nicht: nur die manager sollten mal etwas kürzertreten. Provision auf gute leistungen okay. wenn sie aber den karren in den dreck fahren müssten sie genau wie der kleine arbeiter behandelt werden. gleiches für die politiker. oder kriegt ein arbeiter eine abfindung wenn er kündigt/zurücktritt. Im gegenteil. die politiker die jetzt so eine große klappe haben sollten mal überlegen ob sie die nächsten (mehrzahl) Diäterhöhungen nicht vielleicht ablehnen. Die rentner würden sich über eine erhöhung mal wieder freuen. sind ja immerhin auch wähler!!!
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10.12.2007 09:49 Uhr von gehirntumor001
 
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Offenlegung: Ich bin fuer eine offenlegung aller gehaelter der aktiengesellschaften (egal ob manager oder der kleine arbeiter), genauso wie die politiker ihre gehaelter offen legen sollten!

Zur neiddebatte ... Wer zum teufel sind wir zu bestimmen wie hoch managergehaelter sein muessen!? Das soll das unternehmen und deren aktionaere entscheiden und nicht das volk! Wir leben doch nicht im kommunismus! Ihr tut ja so als ob die managergehaelter von unseren steuern bezahlt werden. Wenn das unternehmen und deren aktionaere meinen das diese gehaelter gerechtfertigt sind, dann sind sie es halt. Wenn einer von euch was dagegen hat, dann kauft euch aktien der firma und stimmt bei der naechsten aktionaersversammlung gegen hohe managerbezuege.
Wenn leute wie Tompunet meinen das sie von ihren arbeitgebern schlecht behandelt werden, dann KUENDIGT! Oder seit ihr in arbeitslagern zur zwangsarbeit verpflichtet? Mein gott, ihr habt eine wahl, wir leben in einem freien staat und das ist gut so. Und das firmen ihre arbeit in guenstigeren laendern auslagert ist auch deren wahl, um naemlich konkurrenzfaehig zu bleiben, weil hier keiner die arbeit zu den preisen macht wie z.b. die chinesen. Wir sind uns sogar zu gut um spargel zu stechen, aber sich wundern wenn komplette unternehmen ins ausland abwandern.

@Gunny007
Das ist auch sein naives argument. Was denkst du wohl was passiert wenn ein manager ein unternehmen in die kacke faehrt? Seine reputation ist von seiner arbeit/leistung abhaengig und dementsprechend ist sein verdienst davon abhaengig. Um es anders zu sagen, seine reputation ist nichts anderes als sein lebenslauf. Hat er mal was verbockt, hat er sehr schlechte karten an einen job zu kommen. Manager werden uebrigens staendig von den aktionaeren "beurteilt", was den job nicht gerade einfacher macht, wenn er nicht gut genug ist kann er seine sachen packen. Und wenn er richtig was verbockt hat muss er sich genau wie jeder andere vor der justiz rechtfertigen. Leider gab es in deutschland (soweit ich mich erinnern kann) noch keinen schweren fall wo sich ein manager vor der justiz rechtfertigen musste. Aber der fall Enron in den USA hat deutlich gezeigt wie sowas aussehen kann. Die fuehrenden manager von Enron sitzen jetzt lebenslaenglich im knast.
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10.12.2007 23:58 Uhr von Gunny007
 
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@gehirntumor001: ackermann und esser bei mannesmann und die 60 millionen"gratifikation". bremer vulkan, aeg, fokker, dornier, oooch und noch viele andere, mtu?
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11.12.2007 16:04 Uhr von vst
 
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ist das nicht super? schon haben die politiker was um das blöde volk vom notwendigen abzulenken.

und herr huber, solange der papst in solchem prunk lebt, hat sich die katholische kirche aus solchen diskussionen rauszuhalten.

aber so seid ihr, wasser predigen und wein saufen.

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