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Präsident von Venezuela lässt Uhren zurückstellen - Nun andere Zeitzone als USA (Update)

Am Sonntag sind in Venezuela auf Anweisung von Präsident Hugo Chavez alle Uhren um eine halbe Stunde zurückgestellt worden.

Das Wissenschaftsministerium stellte vor kurzem klar, dass es sich lediglich um eine Angleichung an den natürlichen Tagesverlauf handele. Man wolle die Uhr mit dem natürlichen Schlafrythmus der Venezolaner in Einklang bringen.

Kritiker hingegen sehen die Reform als Ausdruck der Eitelkeit des Präsidenten. So würde Venezuela nicht mehr eine Zeitzone mit Chavez' Feindbild USA teilen und eine eigene erhalten.


WebReporter: andreascanisius
Rubrik:   Politik
Schlagworte: USA, Update, Präsident, Venezuela, Zeitzone
Quelle: www.spiegel.de

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.12.2007 12:38 Uhr von andreascanisius
 
+0 | -0
 
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Irgendwie ist es schon witzig was die Medien so alles streuen, weil sie wissen, das alles was den Hass auf Bush unterstützt gekauft und gelesen wird. :)
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09.12.2007 13:21 Uhr von Mordo
 
+11 | -14
 
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"Kritiker hingegen sehen die Reform als Ausdruck der Eitelkeit des Präsidenten."

Der Meinung bin ich allerdings auch. Macht so einen Quatsch, statt sich um wirkliche Probleme zu kümmern.
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09.12.2007 13:38 Uhr von andreascanisius
 
+4 | -4
 
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Hmm die Frage ist, ob er mit der Zeitumstellung wirklich unverhältnis viele Recourcen verbraucht.

Es wird immer alles hoher gespielt als es wirklich ist...
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09.12.2007 13:39 Uhr von andreascanisius
 
+1 | -8
 
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mäßig viele jaaa, da fehlten anderthalb Wörter...ich habs gesehen ^^
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09.12.2007 13:50 Uhr von Schelzee
 
+18 | -5
 
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Das: lässt Georgie Sich nicht gefallen.Uhren umgestellt=Schurkenstaat. Oh weh Oh weh.
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09.12.2007 14:02 Uhr von andreascanisius
 
+8 | -3
 
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Hmm wir sind so bekloppt, dass wir jedes Jahr die Uhren zwei mal umstellen, obwohl wir wissen, dass es am Energieverbrauch nix nennenswertes ändert ^^
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09.12.2007 14:12 Uhr von andreascanisius
 
+12 | -2
 
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Ich mein ja nur man muss ja nicht immer gelich rumpöbeln wenn ein zweifelhafter Staatschef irgendwas tut.

Und an der Armut dieser Länder...ist irgendwo der Westen schuld.

Wir könnten nämlich was ändern. Aber wer bezahlt für Bananen den 10-Fachen Preis, damit die Afrikaner besser leben können?

Das machen wir vielleicht einmal für das gewissen...aber dauerhaft wird das nicht funktionieren. Vor allen Dingen, wenn bei uns das geld knapp sitzt.
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09.12.2007 15:39 Uhr von Das allsehende Auge
 
+12 | -11
 
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Leute, Leute, Leute - zeigt Solidarität: Ich habe meine Uhren auch um eine halbe Stunde umgestellt. Hugo Chavez ist einer der sympathischsten Präsidenten die diese Ecke zu bieten hat. Wahrscheinlich sogar sympathischer als unsere Kanzlerin.

Hoch lebe die bolivarische Revolution, hoch lebe Hugo Chavez
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09.12.2007 18:09 Uhr von JCR
 
+10 | -3
 
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@ HDG: "Ich hab schon vor einem Jahr gesagt, als er die Lizenz eines unliebsamen Senders hat nicht verlängern lassen, daß Chaves ein Diktator in Wartestellung ist. "

Und ich habe schon damals gesagt, dass das damit zusammen hängen könnte, dass besagter Sender einen versuchten Militärputsch unterstützt hat, welcher das Land z.T. in einen Ausnahmezustand versetzt hat. Man sollte schon auf eine andere Quelle als die Bild zurückgreifen. In den Kategorien Schwarz und Weiß zu denken, ist bei solch komplizierten Sachverhalten unangebracht.
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09.12.2007 18:46 Uhr von A_I_R_O_W
 
+2 | -3
 
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aha... und jetzt? soweit ich das mitbekomme habe spielen Uhren bzw. Pünktlichkeit in Südamerika sowieso keine grosse Rolle? Nuja, wenn man sonst nix zu bieten hat, muss man sich eben auf diese Art und Weise profilieren! lol
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09.12.2007 19:49 Uhr von tertius
 
+11 | -5
 
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Immer der Böse Hugo: Kaum ein Regierender ist einer so haßerfüllten Vernichtungskampagne ausgesetzt wie Hugo Chávez, der Präsident von Venezuela. Seine Feinde sind vor nichts zurückgeschreckt: Staatsstreich, Ölboykott, Kapitalabzug, Attentatsversuche... Seit den Angriffen Washingtons auf Fidel Castro gab es in Lateinamerika keine solche Versessenheit mehr. Übelste Verleumdungen werden über Chávez verbreitet. Sie stammen aus modernen Giftküchen wie dem National Endowment for Democracy (NED) oder von Freedom House. Die Regierung des Präsidenten der Vereinigten Staaten, George W. Bush, bezahlt sie. Mit unbegrenzten finanziellen Mitteln ausgestattet, manipuliert diese Diffamierungsmaschine mediale Schaltstellen, darunter Referenzblätter, und Menschenrechtsorganisationen, die in finsterer Absicht eingespannt werden. Der Sozialismus liegt in Trümmern: Selbst ein Teil der sozialdemokratischen Linken stimmt in den Chor der Verleumder ein.

Warum soviel Haß? Während die Sozialdemokratie in Europa eine Identitätskrise durchlebt, scheinen die historischen Umstände dem Präsidenten Chávez die Verantwortung dafür anvertraut zu haben, sich international an die Spitze der Neuerfindung der Linken zu stellen. Während auf dem Alten Kontinent die europäischen Institutionen jede Alternative zum Neoliberalismus praktisch unmöglich gemacht haben (siehe in dieser Ausgabe die Artikel von Jean Bricmont und Denis Duclos) reiht sich in Brasilien, Argentinien, Bolivien und Ecuador nach venezolanischem Vorbild Erfahrung an Erfahrung, die die Hoffnung auf Emanzipation der ganz kleinen Leute lebendig hält.

In dieser Hinsicht ist die Bilanz von Chávez spektakulär. Verständlich, daß er in Dutzenden armer Länder zu einem unabdingbaren Bezugspunkt geworden ist. Hat er doch unter sorgfältiger Achtung der Demokratie und aller bürgerlichen Freiheiten (1) die venezolanische Nation auf eine neue Grundlage gestellt, sie durch eine neue Verfassung legitimiert; die Verfassung stellt den Einbezug des Volkes in den gesellschaftlichen Wandel sicher. Hat er doch etwa fünf Millionen Marginalisierten, darunter den Eingeborenen, die Staatsbürgerwürde verliehen, die zuvor keinen Ausweis besaßen. Hat er doch die Petróleos de Venezuela SA (PDVSA) wieder in öffentliche Hand gebracht. Hat er doch das größte Telekommunikationsunternehmen entprivatisiert und wieder in den öffentlichen Dienst eingegliedert, ebenso wie die Elektrizitätsgesellschaft von Caracas. Hat er doch die Ölfelder des Orinoco verstaatlicht. Und hat er doch einen Teil der Ölgewinne für die Unabhängigkeit von den internationalen Finanzinstitutionen verwendet, und einen andern für Sozialprogramme.

Drei Millionen Hektar Land sind an die Bauern verteilt worden. Millionen Erwachsene und Kinder sind alphabitisiert worden. Tausende Krankenstationen sind in den Wohnbezirken errichtet worden. -zig Tausende mittellose Personen mit Augenkrankheiten sind gratis operiert worden. Die Grundnahrungsmittel werden subventioniert und den Ärmsten um 42% billiger angeboten als auf dem Markt. Die Wochenarbeitszeit ist von 44 auf 36 Stunden gesenkt worden, während der Mindestlohn auf 204 Euro im Monat angehoben worden ist - der höchste Lateinamerikas nach Costa Rica.

Ergebnis all der Maßnahmen: Zwischen 1999 und 2005 ist die Armutsrate von 42,8% auf 37,9% (2) gesunken, und der Anteil der Bevölkerung, der vom informellen Sektor lebt, von 53% auf 40%. Der Rückgang der Armut hat das Wachstum kräftig gestützt, das im Durchschnitt der letzten drei Jahre bei 12% lag, einem der stärksten der Welt. Der Verbrauch wuchs um 18%. (3)

Angesichts solcher Erfolge, gar nicht zu reden von den außenpolitischen: Muß da noch erstaunen, daß Präsident Chávez für die Herrscher der Welt und ihre Spießgesellen einer ist, den es zu erledigen gilt?
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09.12.2007 21:46 Uhr von tertius
 
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@Carancha: Danke , ja das Kopieren bekomme ich schon ganz gut hin. Irgend etwas muss man ja können.

Ich war lange nicht mehr in Südamerika, kann also leider keine Informationen aus erster Hand liefern. Finde es aber interessant das der Chavez probiert etwas an diesem neoliberalen und neokolonialem Weltwirtschaftssystem in seinem Land etwas zu verändern. Hat zwar noch nie funktioniert mit dem Sozialismus auf der Welt, aber probieren geht über studieren.
Außer bei Fidel hat es ja der CIA immer wieder geschafft, solche aufmüpfigen Präsidenten zu entsorgen.
36h Stundenwoche und Beteiligung der Bevölkerung an den Öleinnahmen und ein wenig Ordnung bei den Banken ,hört sich gar nicht so schlecht an.
Warten wir mal ab , was da passiert.
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10.12.2007 10:33 Uhr von janinho
 
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Toller Erfolg: Yip, und eine Volksabstimmung zum persönlichen Macherhalt ist auch eine super Idee ;-).
Naja, einiges hat Chavez zumindest schon erreicht....er ist inzwischen deutlich öfter im Fernsehen als Gaddafi....
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10.12.2007 21:28 Uhr von tertius
 
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@MikeBison: Der böse Hugo will die Kohle von den Öleinnahmen auf die eigenen Leute verteilen und nicht an die Ausländer. Da bin ich ja dann Ausländer und der böse Hugo gibt mir dann vielleicht gar nichts ab.
Was ist ein Linksfaschist??
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11.12.2007 00:40 Uhr von tertius
 
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@Carancha: Ja das ist war, die ganzen guten Ideen von einer gerechten Gesellschaftsordnung und die Versuche der Schaffung des "Neuen Menschen" scheinen nicht zu funktionieren. Alles scheitert immer am Faktor Mensch.
Geld und Macht korrumpiert. Aus einem Idealist wird schnell ein Diktator. Das hat die Geschichte gezeigt. Aber ich denke die Bürger Venezuelas haben nichts zu verlieren. Der Versuch ist es wert. Verstaatlichung der Ölkonzerne, Eliminierung des IWF und der Weltbank durch Rückzahlung der Schulden und damit Verhinderung der Erpressbarkeit sind schon die Schritte in die richtige Richtung. Solange das Geld aus den Öleinnahmen kräftig sprudelt kann der Chavez natürlich auch etwas verteilen. Mit Sicherheit will er sich damit auch die politische Zustimmung der Bürger erkaufen. Schadet aber auch niemandem. Immer noch besser für die Venezuelaner wenn die Petrol-Dollar(Euros) den eigenen Bürgern zu Gute kommen als irgendwelchen BPs, Shells usw.
Zuerst muß man sich die Zustimmung des Volkes (kaufen) sichern und dann kann man in die nächste Phase übergehen.
z.B. Investitionspolitik: Bildung, Forschung, neue Technologien, Schaffung einer vom Öl unabhängigen Wirtschaft. Das geht natürlich nur wenn der CIA und die Massenmedien ihn machen lassen und wenn das Öl nicht versiegt. Der Chavez hat sicher auch Internet und schon ein paar Geschichtsbücher gelesen um zu wissen, was die anderen falsch gemacht haben. Ob er daraus gelernt hat , wird die Geschichte zeigen. Die Gründung der "Banco del Sur" lässt hoffen, das der Hugo einiges begriffen hat.
Ich hoffe nur, das er eine gute Leibwache hat. Höchstwahrscheinlich hat er große Probleme ein Versicherungsunternehmen zu finden , welche ihm eine Lebensversicherungspolice zu zivilen Preisen anbieten wird.

Die jetzige politische Situation ist allerdings günstig für Chavez, hohe Ölpreise, USA pleite und andere Probleme am Hals (IRAK, Afghanistan,Iran usw. ) Unterstützung durch andere latein-amerikanische Länder.
Seien wir also gespannt, wie es weiter geht oder wo es endet.
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11.12.2007 10:37 Uhr von compay54
 
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Abschreiben ohne nachzudenken: Ganz schlecht recherchiert bzw. abgeschrieben ohne zu recherieren:

1. Die Zeitumstellung erfolgte natürlich nicht auf Anweisung von Hugo Chávez, sondern wurde vom Parlament so beschlossen!

2. Venezuela befand sich SCHON IMMER in einer anderen Zeitzone als die USA, ist nun sogar eine halbe Stunde NÄHER an die Ostküstenzeit herangerückt. Unterschied Venezuela zu Deutschland: vorher = 5 Stunden, jetzt = 5 1/2 Stunden. Unterschied USA (Ostküste) zu Deutschland = 6 Stunden! (Cuba gehört übrigens zur selben Zeitzone wie die US-Ostküste!!!)

3. Schon bis zum Jahr 1964 galt in Venezuela eine Zeitregelung wie die jetzt (wieder) neu eingeführte!

4. Auch andere Länder besitzen halbstündige Regelungen in der Abstufung der Zeitzonen (z.B. Indien und Mittelaustralien).

Was soll also die ganze Aufregung???

Mit freundlichen Grüßen
Klaus E. Lehmann
(Übersetzer für Spanisch)

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