08.12.07 20:00 Uhr
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Springer plant angeblich Insolvenz von Postdienstleister PIN

Wie "Der Spiegel" berichtet, steht die PIN-Gruppe kurz vor der Liquidierung. Die Schließung ist nach Verlautbarungen des Springer Verlags die kostengünstigste Art, aus dem mit Verlusten arbeitenden Postdienstleister auszusteigen. Eine lokale Tochterfirma kann bereits keine Löhne mehr zahlen.

Derzeit sollen dem Unternehmen rund zehn Millionen Euro fehlen. Nachdem die Minderheitseigner ablehnend votierten, prüft am Montag der Springer-Aufsichtsrat, ob weitere Finanzmittel zur Verfügung gestellt werden. Die Genehmigung, notfalls die Insolvenz einzuleiten, erteilte er bereits.

Für die knapp 1.000 Briefzusteller, die PIN wegen der Einführung des Mindestlohns entlassen will, unterbreitete indes die Deutsche Post AG ein Übernahmeangebot "zu vernünftigen Löhnen".


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WebReporter: Protonenpumpenhemmer
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Insolvenz, Springer, PIN
Quelle: www.spiegel.de

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23 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.12.2007 18:52 Uhr von Protonenpumpenhemmer
 
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Ein schäbiges Spiel, welches der Springer Verlag hier spielt. Ein Geschäftsmodell welches darauf zielt, Arbeitnehmern einen Hungerlohn zu zahlen, die Gemeinschaft mit Sozialhilfe einspringen zu lassen, gehört unterbunden.
Das Unternehmen war schon vorher marode, Springer nutzt hier lediglich eine bequeme Ausrede.
Die CDU nebst Friede Springer Freundin Angela Merkel spielen natürlich bereitwillig mit.
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08.12.2007 20:09 Uhr von titlover
 
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und schön, das Berlin beispielsweise komplett auf PIN ungestellt hat... damit haben se bei den Verhandlungen mit der Post wohl keine guten Karten ;)
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08.12.2007 21:33 Uhr von Das allsehende Auge
 
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Mindestlohn schafft Arbeitsplätze - Geht doch. Die Post übernimmt die zu höheren Löhnen,

was mehr Geld bedeutet,
was dadurch mehr Konsum bedeutet,
was dadurch weniger Arbeitslose bedeutet.

Beweis?!

Land - Mindestmonatslöhne - Stundenlöhne - Arbeitslosenzahlen
Luxemburg 1570€ 9,08€ 2,9%
Irland 1403€ 8,30€ 4,4%
Großbritannien 1361€ 8,28€ 5,4%
Niederlande 1301€ 8,13€ 3,1%
Belgien 1259€ 7,93€ 7,4%
Frankreich 1254€ 8,27€ 19,3% ups Ausrutscher (7,4% nach neuem Saisonbereinigungsverfahren -

kennen wir ja aus Deutschland - siehe

http://www.unitedpage.de/... )
Dänemark 12€ 2,9%
USA 735€ 4,25%

Fazit dazu ist

Desto höher der Mindestlohn, desto niedriger ist die Arbeitslosenquote - aus der Reihe muss

natürlich die Niederlande fallen.

Also was sagt uns das? (Zumindest mir!)
Desto weniger die Firmen abzocken, desto mehr Geld ist im Umlauf bei dem gemeinen Pöbel und sorgt

dafür, dass mehr Leute Arbeit haben - das Geld muss ja irgendwie unter die Leute gebracht werden.

Lasst euch weiter verarschen.

Aber nicht von mir.

Den Rest von den Posts zur letzten "Pinnews" gibts auch noch als Zugabe.

„Lohndumping ist Betrug an der Gesellschaft"
Hilferufe
Von Hans-Dieter Hey
http://www.nrhz.de/...

Mindestlohndebatte: Post vom Tagelöhner
http://www.spiegel.de/...

Arbeitsmarkt
Wer Mindestlohn will, muss die Wirtschaft befreien
http://www.welt.de/...

Und wie Mindestlohn Arbeitsplätze zerstört (die Britten haben ihn nämlich eingeführt)

Britische Arbeitslosenzahl sinkt weiter
http://www.finanznachrichten.de/...

Rest - die anderen zwei Posts dort.
http://www.shortnews.de/...
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08.12.2007 21:54 Uhr von reinhold_messner
 
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Springer: Der Laden ist einfach nur zum Kotzen. Einerseits über die Bild das Gewissen der Nation spielen, andererseits die Menschen in die Pfanne hauen, um überholte politische Ziele durchzusetzen.

Der Dienstleistungssektor ist in modernen Marktwirtschaften immer der dominierende Part (annährend 3/4 in Deutschland, 3/4 in GB, usw). Dienstleistungen können nur schwer in Billiglohnländer ausgelagert werden, wenn man von Leistungen die übers Internet erfolgen absieht. Deswegen haben besonders in der Branche, von der das Postgewerbe Teil ist, die Wettbewerber keinen Nachteil durch einen Mindestlohn. Die Konservative und die Liberalen verstehen das nicht, aber wie in dem Kommentar weiter oben schon geschrieben wurde, das System des Mindestlohn funktioniert. Die Bürger profitieren. Die Wirtschaft, die bei uns ja schon lange das Wichtigste geworden ist (warum ist das eigentlich so? Liegt es echt daran, dass es keine politischen Alternativen mehr gibt? Warum hat der normale Bürger ein Interesse daran, dass der Aktionär anstatt 10% 11% Gewinnrendite macht? Das werde ich wohl nie verstehen. Es sichert auf jeden Fall keine Arbeitsplätze), leidet nicht darunter. Die Einzigen, die Abstriche machen müssen, sind die Shareholder. Nein denen gehts noch nicht schlecht genug, als dass sie unter der Brücke schlafen müssten.
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08.12.2007 22:16 Uhr von ThomasHambrecht
 
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Eine gute wunderschöne Nachricht Konkurrenz zur Post aufbauen zu wollen - welche unermessliche Anmassung !!!

Und wieviele Stellen und Filialen musste die Post abbauen um sich auf die Konkurenz vorzubereiten?

Die CDU ist ja nur gegen den Mindestlohn, weil Menschen auf Hartz4 eigentlich jeden Job annehmen sollten um die Statistik zu schönern.
Ich wünsche jedem PIN-Mitarbeiter einen besser bezahlten Job.
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08.12.2007 22:58 Uhr von shortnewsjäger
 
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Das allsehende Auge: quatsch!

1. Arbeitslosigkeit ist multikausal, d.h. man kann die Arbeitslosigkeit nicht mit der Binnennachfrage erklären, aber

2. dafür die Jugendarbeitslosigkeit (z.B. in Frankreich), die zwangsläufig auftritt, wenn ein hoher Mindestlohn vorherrscht.

hier ein Zitat aus Wikipedia:

In einer 2006 veröffentlichten Stellungnahme des DIW heißt es: „In der Wissenschaft gibt es keine eindeutigen Befunde darüber, ob und wie sich die Einführung von Mindestlöhnen auf die Beschäftigung auswirkt. Einige Studien etwa aus den USA und Frankreich zeigen keine signifikanten Effekte. Andere kommen zu dem Ergebnis, dass Mindestlöhne schädlich für die Beschäftigung sind“
Also Fazit: wissen wir nicht!


3. Wir haben in Deutschland einen Mindestlohn, auch wenn er nicht so heißt (Zuschuss vom Sozialamt oder so ähnlich). Dieser ist vergleichbar mit dem Mindestlohn in GBR.

4. Bei der (politischen) Debatte um Mindestlöhne werden oft Äpfel mit Birnen verglichen. In GBR und USA ist das soziale Netzt nicht so ausgebaut wie bei uns. So kann beispielsweise ein US-Amerikaner, der einen Mindestlohn erhält, sich selten eine Krankenversicherung nach europäischen Standard leisten. Was bringt mir ein Mindestlohn, wenn das ganze Geld auf medizinische Grundversorgung drauf geht?

Mein Vorschlag wäre, den ganzen Arbeitsmarkt zu liberalisieren und die Einkommenssteuer auf 20% zu senken. Jeder soll entscheiden, wo und wie lange er arbeiten will. Die Fluktuationensrate wird die Firmen schon zwingen, höhere Löhne zu zahlen. Das ist übrigens auch der Grund, weshalb die reallöhne in GBR so stark gestiegen sind. Die Unternehmen haben erkannt, dass nur ein glücklicher Arbeiter ein guter und motivierter Arbeit ist.
Leider werden wir in bestimmten (wenigen) Gebieten Deutschlands kurzfristig auch Dumpinglöhne vorfinden. Dort könnte die Politik eingreifen. Dagegen wirkt sich ein politischer Eingriff in einen gut funktionierendes Arbeitsmarkt (siehe Mindestlohn), immer negativ auf die Volkswirtschaft aus. Das ist so etwas wie ein "Newtonsches Axiom" der Volkswirtschaft. Wer von der Wirtschaft nichts versteht, der sollte sich zumindest diesen Satz merken.
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08.12.2007 23:15 Uhr von shortnewsjäger
 
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ah ja, die in Wikipedia erwähnte Untersuchung, de positive Effekte auf dem Arbeitsmarkt in den USA durch die Einführung von Mindestlöhnen feststellte, dürfte die Untersuchung von Kruger sein (http://links.jstor.org/...(199210)46%3A1%3C6%3ATEOTMW%3E2.0.CO%3B2-S)s Sie ist nach neusten Untersuchungen kaum auf eine Volkswirtschaft übertragbar. Kruger kommt übrigens zu dem gleichen Fazit wie ich...
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08.12.2007 23:24 Uhr von Protonenpumpenhemmer
 
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@shortnewsjäger: So ein Quatsch. Was hat eine gerechte Bezahlung mit "auch wenn er nicht so heißt (Zuschuss vom Sozialamt" zu tun?

Niemand erwartet von einem Unternehmen, dass es seine Ware unter Herstellungskosten verkauft. Von Arbeitnehmern erwarten es aber Leute wie du. Die Herstellungskosten von Menschen ist das Existenzminimum, das u.a. du ihnen nicht zugesteht.
Warum soll die Allgemeinheit einzelnen ihr Geschäftsmodell Hungerlöhne finanzieren?

"Also Fazit: wissen wir nicht!"
Doch, wissen wir. Es gibt zahlreiche Studien, die die positive Wirkung von Mindestlöhnen zeigen.
Die Mär vom fehlenden sozialen Netz in anderen Ländern ist auch Humbug. Kein Land läßt seine sozial schwachen Bürger verhungern. Die Arbeitslosenunterstützung in GB liegt über Hatz4 Niveau, in anderen Ländern ist sie deutlich höher.

Übrigens:

"Die Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts [extern] Prognos hat es in sich: Deregulierungen am Arbeitsmarkt zeigen im internationalen Vergleich von 20 OECD-Ländern keinen Effekt hinsichtlich der Beschäftigung. Ein hoher gewerkschaftlicher Organisationsgrad dagegen schon. Und eine antizyklische Fiskalpolitik haben Großbritannien und den USA geholfen, ihre Wirtschaftsprobleme zu meistern. Kurz: Diese Ergebnisse der Studie widersprechen massiv der Wirtschaftspolitik der deutschen Bundesregierungen in den vergangenen zehn Jahren. "
http://www.heise.de/...
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08.12.2007 23:52 Uhr von shortnewsjäger
 
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Protonenpumpenhemmer: die Bundesregierung könnte die Studie verschwiegen haben, weil es hier um die Fiskalpolitik geht. Anders als Frankreich, steht Deutschland für die Unabhängigkeit der EZB. Die Studie ist aber nichts neues. Ich habe deshalb auch nicht geschrieben, dass wir NUR eine Deregulierung brauchen (Strukturmaßnahmen) sondern, dass wir AUCH Steuern senken müssen. Also exakt das, was die Studie auch gezeigt hat.

Eine andere Frage ist die Sache mit dem gerechten Lohn.Nach meiner Definition gibt es so etwas wie gerechten Lohn, Hungerlohn oder ein Existenzminimum-Lohn nicht. Ich meine, was soll das? Was ist überhaupt gerecht? Eine Kassiererin beim Aldi und ein Bankangestellter verdienen auch nicht das gleiche, obwohl sie durchaus eine sehr vergleichbare, verantwortungsvolle Tätigkeit ausüben.
Ich denke, dass jeder entscheiden sollte, was er für gerecht hält und es auch vom Arbeitgeber einfordern. So funktioniert der Markt. Die Brötchen beim Bäcker sind doch auch nicht überall in Deutschland gleich teuer.
Sozial ist, was Arbeit schafft und nicht, was mir Gysi und Lafontaine erzählen.
Ich kann nochmal wiederholen: In GBR gibt es so gut wie keine Gewerkschaften. Trotzdem sind dort die Löhne in letzten Jahren stark gestiegen. Nur ganz wenige Arbeiter werden dort nach dem Mindestlohn bezahlt, weil die Rahmenbedingungen stimmen.

Wir können von mir aus auch Mindestlöhne einführen. Die Fragen ist aber, wie hoch diese sein müssen? Ich denke, dass in über 80% der Fälle diese Frage den Arbeitnehmern und Arbeitgeber überlassen werden sollte und nicht der PDS.
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09.12.2007 00:05 Uhr von ThomasHambrecht
 
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@shortnewsjäger das Problem ist folgendes:
Kleines Beispiel:
Am Marktplatz in der Gemeinde gibt es bereits 3 Friseure - viel zu viele für die Gemeinde.
Jetzt kommt ein 4.ter Friseur dazu und versucht die anderen 3 - die sowieso zu wenig Kundschaft haben - über Dumpingpreise zu unterbieten. Dafür kann er nur noch 2,50 Euro Lohn zahlen - bekommt aber jetzt über den Preis regen Zulauf.
Daraufhin zwingt das Arbeitsamt eine arbeitslose Friseuse auf Hartz4 für diesen Lohn zu arbeiten.
Ergo: Die 3 anderen Läden müsen nun entlassen.

Und damit dieser Idiot verdient - und die anderen Geschäfte vor dem Aus stehen - zahlt das Arbeitsamt noch drauf !!!

Vielleich fällt Dir ein Gegenbeispiel ein, mir nicht.
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09.12.2007 00:18 Uhr von shortnewsjäger
 
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ThomasHambrecht: wo habe ich geschrieben, dass ich Dumpinglöhne und Dumpingpreise befürworte?
Ich habe nur geschrieben, dass es staatlich subventionierte Mindestlöhne gibt. Und das ist falsch. Ganz im Gegenteil: Staatliche Eingriffe in die Wirtschaft haben oft einen negativen Effekt. Dein Beispiel untermauert eigentlich das Argument, dass sich der Staat aus der Wirtschaft (zumindest dem Teil der Wirtschaft, der voll funktionsfähig ist) raus halten soll. Ich bin auch nicht gegen eine Debatte über die Ethik und Moral (bsp. Managergehälter) in der Wirtschaft. Ganz im Gegenteil. Wir können auch die Mindestlöhne sprechen, aber es darf nicht zu einer Gerechtigkeitsdebatte ausufern.
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09.12.2007 00:37 Uhr von shortnewsjäger
 
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ThomasHambrecht: es kann natürlich auch sein, dass ich hier etwas zu viel Fachwissen über sie Beschäftigungspolitik voraussetzte. SN ist nicht die ideale Plattform, um über Wirtschaft zu debattieren. Das Problem in der Politik ist aber, dass viele Sachverhalte den Bürgern sehr vereinfacht dargestellt werden, dass sie schließlich zu falschen Schlussfolgerungen kommen. Wie zuletzt die PISA-Studie ganz deutlich gezeigt hat.Medien tragen natürlich auch ihren Teil dazu bei und SN ist auch ein Teil dieser Medien. Vielleicht wäre eine Kombination aus Wikipedia und SN eine nützliche Antwort auf die Probleme?
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09.12.2007 00:52 Uhr von Gunny007
 
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@ shortnewsjäger: Ich habe nur geschrieben, dass es staatlich subventionierte Mindestlöhne gibt. Und das ist falsch. Ganz im Gegenteil: Staatliche Eingriffe in die Wirtschaft haben oft einen negativen Effekt.
Leider werden wir in bestimmten (wenigen) Gebieten Deutschlands kurzfristig auch Dumpinglöhne vorfinden. Dort könnte die Politik eingreifen.
Du widersprichst dir. wir sind ja alle für die freie marktwirtschaft, und wenn wir es dann versiebt haben soll der staat helfen - siehe subprimekriese. die banken haben die letzten jahre ein schweinegeld verdient und jetzt muß der staat helfen. zuschüsse, zinssenkungen, und das findest du richtig. wenn die kake am dampfen ist werden die steuergelder gezückt und die bonzen unterstützt.
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09.12.2007 01:38 Uhr von shortnewsjäger
 
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Gunny007: Nein, ich sehe es durchaus ein, dass es zum Marktversagen kommen kann. Auf dem Arbeitsmarkt - von dem ist die ganze Zeit die Rede- gibt es auch die Gefahr des Marktversagens, er kann aber größtenteils ohne Regulierung auskommen.

In der Subprimekrise sehe ich übrigens keine Gefahr. Es sieht bislang nach einer Marktbereinigung aus. Ich denke, dass wir in 2-3 Jahren positive Effekte erkennen werden, die durch die Krise hervorgerufen wurden. Ich kann hier nur auf Arthur Laffer verweisen. Die Diskussion ist sonst etwas zu umfangreich.
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09.12.2007 02:10 Uhr von ThomasHambrecht
 
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@ shortnewsjäger natürlich befürwortest Du keine Dumpinglöhne.

Mir gings momentan lediglich um den Nebeneffekt, dass das Arbeitsamt Menschen zu Arbeitgebern zwingt, die sich mit Dumpinglöhnen selbst bereichern - und das Amt diese Abzocke auch noch finanziert, in dem die Angestellten trotzdem Kunden der ARGE bleiben.
Ich behaupte, dass das einige Firmen dies voll ausnutzen und ihre halb-bezahlten Arbeitsplätze vom Arbeitsamt mit ALGII-Empfängern auffüllen lassen.
Dabei lobt sich die Merkel für diese Politik.

Ansonsten ist SN wirklich kein Ort für solche Diskussionen.
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09.12.2007 02:36 Uhr von Protonenpumpenhemmer
 
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@shortnewsjäger: "Ich denke, dass jeder entscheiden sollte, was er für gerecht hält und es auch vom Arbeitgeber einfordern. So funktioniert der Markt."

Auf dem Arbeitsmarkt funktioniert das eben nicht, weil keine gleichen Ausgangspositionen vorhanden sind, wie insbesondere die jüngere Vergangenheit und Gegenwart zeigt. Insbesondere, dass auch die Gewerkschaften, die bisher dagegen waren, nun einen Mindestlohn fordern, beweist das.

Und die Marktmechanismen funktionieren gerade auf dem Arbeitsmarkt nicht. Bei sinkenden Preisen müsste dem Mantra der Marktgläubigen nach das Angebot zurückgehen, weil es sich für immer mehr der Anbieter nicht mehr lohnt, ihre Güter anzubieten.
Da kaum ein Arbeitnehmer oder Arbeitsloser Lust verspüren dürfte, seine Existenz zu beenden, sind die gezwungen, für den niedrigeren Lohn mehr zu arbeiten, um entsprechende Einnahmen zu erzielen.
Hinzu kommt, dass sie durch Hatz4 gezwungen werden, zu immer schlechteren Konditionen ihre Arbeitskraft anzubieten.
Also genau der gegenteilige Effekt.

Habe ich mir übrigens nicht selbst ausgedacht

Arbeiter sind keine Artischocken
http://www.zeit.de/...
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09.12.2007 02:50 Uhr von Gunny007
 
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@shortnewsjäger: aha, keine gefahr. ja, für dich wohl nicht, aber was ist mit den abertausenden, alleine bei der citibank zigtausende die höchstwahrscheinlich ihren arbeitsplatz verlieren werden weil irgendwelche geldgeile, auf den kurzfristigen erfolg ausgerichtete manager, nur um ihre boni zu erhöhen, versagt haben.
ja, da bin ich mit dir einer meinung, in spätestens zwei jahren werden die banken wieder über spitzengewinne jubeln, und die manager streichen sich wieder zigmillionen ein, um dann bei der nächsten kriese wieder nach dem staat zu rufen.
du kannst eigentlich nur fdp-wähler sein, einfach blauäugig.
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09.12.2007 09:47 Uhr von Das allsehende Auge
 
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shortnewsjäger: Die Löhne und Arbeitslosequoten der anderen Länder beweisen doch, dass höhere Löhne die Arbeitslosigkeit geringer machen, sogar gering halten. Oder soll dies alles nur ein unglücklicher Zufall sein - bzw. sechs Ausrutscher.

Da kann dein noch so GESCHULTES Wissen nicht gegen anstehen, so gerne es auch EINIGE und Du willst.

Fakt ist; Das ein gerechteres Verhältnis von gerechtem Arbeitslohn und Drosselung von ungerechter Bereicherung zu mehr Konsum führt und dadurch auch zu weniger Arbeitslosigkeit.

Das wird - ist sehr in diesen Ländern zu sehen. Und noch besser in Deutschland zu sehen.

Einmal auf dieser Seite - nur durch scrollen reicht schon
http://www.deutschland-wette.ch.vu

Es gäbe natürlich auch eine Alternative zum Mindestlohn. Die wäre die faire Auslöhnung für den Gewinn den man einer Firma einbringt! Aber dann wäre nix mehr mit grossen Aktien gewinnen und der Chef müsste ein kleineres Auto fahren und in ein kleineres Haus ziehen. Im Gegenzug könnten aber die Arbeiter größere Autos fahren oder überhaupt Auto fahren und in eine größere Wohnung ziehen ganz salopp gesagt.

Anders gesagt; Angemessener Lohn für seine Leistung bzw. den Gewinn der man der Firma erbringt.
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09.12.2007 10:06 Uhr von webfliege
 
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Wie lange dauert es noch bis die Deutschen endlich merken, dass sie von vielen Firmen ausgebeutet werden.
Alle aufzuzählen sprengt den Platz hier aber die PIN Group bzw. Axel Springer Verlag zählt auf jenden Fall dazu.
Da nützt es nichts, wenn die Bildzeitung Lottoscheine verteilt.
Man sollte die Verlage (Briefdienst) und andere Firmen boykottieren, die Hungerlöhne zahlen und nichts für die Wirtschaft tun sondern sich nur selbst schnell bereichern wollen.
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09.12.2007 10:13 Uhr von Das allsehende Auge
 
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Schönes - trauriges Beispiel: Niemand darf seine Ware unter Wert verkaufen (Einstandspreis), darf aber Arbeiter unter Wert beschäftigen (Sklavenhaltung - die von den Argen sogar gegenteilig betraft werden).
Da zeigt sich wieder in was für einem widerlichen Land wir leben, wo die Ware respektvoller behandelt wird als der Mensch (politisch und auch gesetzlich).
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09.12.2007 13:16 Uhr von shortnewsjäger
 
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Protonenpumpenhemmer: Solow (Arbeiter sind keine Artischocken) stellt nicht die theoretische Basis der Wirtschaftswissenschaften in Frage, sondern kritisiert eher das neoklassiche Denkmuster der Politiker und einiger seiner Kollegen.
Nach diesem Denkmuster wären beispielsweise Gewerkschaften schlecht für den Arbeitsmarkt, weil sie Lohnrigiditäten verursachen und damit Arbeitslosigkeit verstärken. Gewerkschaften können sich jedoch in der Realität auch positiv auf den Arbeitsmarkt auswirken. Für Leute, die nach dem Gemüsemarkt-Schema denken, ist das undenkbar.
Ich bin aber gegen Flächentarifverträge (wie in Deutschland), weil dann jeder Gewerkschaftler meint, er müsse große Politik machen. Mindestlöhne kommen einer Idee eines Flächentarifsystem sehr nahe, deshalb lehne ich sie für die gesamte Republik auch ab.
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09.12.2007 13:43 Uhr von artefaktum
 
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@ shortnewsjäger: "Das ist so etwas wie ein ´Newtonsches Axiom´ der Volkswirtschaft. Wer von der Wirtschaft nichts versteht, der sollte sich zumindest diesen Satz merken."

Wer so einen Quatsch schreibt hat entweder selbst keine Ahnung von Wirtschaft oder will andere bewußt täuschen. Kannst dir ja selbst aussuchen, was von beiden auf dich zutrifft.
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10.12.2007 08:29 Uhr von Das allsehende Auge
 
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Uns Egon W. Kreuzer zu dem "Ding": Will und darf ich euch natürlich nicht vorenthalten.

Private Briefdienste - PIN AG und andere

Das hatten sich Herr Gerster und seine Kollegen fein ausgedacht: Erst mit Kürzungen von Sozialleistungen, Harzt IV, 1-Euro-Jobs usw. den Niedriglohnsektor herstellen, dann den Briefdienst mit Hungerlöhnen als Konkurrenz zur noch einigermaßen vernünftig zahlenden Post aufbauen, die Post zu Entlassungen zwingen und dann die Postler zu Niedriglöhnen übernehmen. Gehaltsverzicht und Gewinnmaximierung erzwingen - das war die Strategie. Nun ist es - warum auch immer - nicht gelungen, den Mindestlohn für die Zusteller aufzuhalten. Also wird radikal reagiert.

Die Investitionspläne werden gestoppt und soweit noch möglich rückabgewickelt, bereits beschäfttigtes Zustellpersonal wird entlassen - was bleibt, ist verbrannte Erde - und die Drohung, 20.000 bis 60.000 Stellen zu streichen. Wir halten diese Drohung, schon aus der Wut über den verlorenen Profit heraus, für ernsthaft, halten uns aber an den kleineren Wert.

Und obwohl es sich bei diesen Jobs vielfach um sog. prekäre Arbeitsverhältnisse handelt, um Arbeit also, von der man nicht leben kann, um Kombilohn-Aufstocker-Maloche - es sind Jobs, die uns als "Aufschwung" vorgerechnet worden sind - also gehören auch sie in diese Statistik´.

http://www.egon-w-kreutzer.de/...

...bedeutet einen weiteren Stellenabbau in Deutschland um ca. 20.000 gemeinen Pöbeln. Ach da hat die Post ja noch einige mehr einzustellen. ;-(

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