07.12.07 20:40 Uhr
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Urteil: Meinungsäußerungen müssen von Blogbetreibern geprüft werden

Die Pressekammer des Landgerichtes Hamburg hat entschieden, dass Blogger in Zukunft die Kommentare ihrer User im Vorfeld prüfen müssten.

Vorausgegangen war ein Rechtsstreit zwischen dem Journalisten Stefan Niggemeier und der Firma Callactive. In den Blog des Journalisten hatte ein Unbekannter einen negativen Kommentar über die betreffende Firma verfasst. Niggemeier entfernte den Eintrag, das Unternehmen klagte dennoch.

Das Landgericht gab Callactive nun Recht. Von nun an soll Niggemeier alle Kommentare auf seinem Blog vor der Veröffentlichung prüfen. Der Angeklagte will gegen das Urteil in Berufung gehen.


WebReporter: robertmey
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Urteil, Meinung
Quelle: www.heise.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.12.2007 20:47 Uhr von robertmey
 
+1 | -1
 
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Wie soll das gehen? Dieses Urteil entzieht sich jeglicher Logik. Welcher Blogger soll sämtliche Kommentare seiner User pürfen können? Sollte dieses Urteil Schule machen hilft nur eines: Kommentare in Blogs deaktivieren, was aber sicherlich auf Kosten der Besucherstatistik geht.
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07.12.2007 22:01 Uhr von Terence91
 
+1 | -1
 
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Na toll: Aus dem Grund habe ich auch mein Forum verkauft, habe keine Lust mehr dazu.
Man stelle sich vor:
In einer Kneipe reisst irgend ein Gast einen illegalen Spruch, und der Gaststätten-Besitzer wird dafür verantwortlich gemacht.
Im I-net ist das Realität!
Und da reicht schon die verwndung eines geschützten oder "verbotenen" Wortes um eine 250.000 Euro Klage zu bekommen, bzw man zahlt halt die 600 Euro Erpresser-bzw Abmahngebühren.
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08.12.2007 00:12 Uhr von Borgir
 
+2 | -1
 
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die spinnen: doch wohl einfach.... dass sich sowas immer leute ausdenken, die keine ahnung haben....war der richter schonmal blogger oder hat sich das wenigstens mal angesehen....??? wahrscheinlich nciht
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08.12.2007 04:06 Uhr von POMMES_1989
 
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beschneidung der Meinungsfreiheit: also ganz erhlich, die Sache stinkt gewaltig, es handelt sich um eine einzige Meinung und keine Firma kann erwarten das sie von jedem gelobt wird.

Das mit den Kommentaren vorher prüfen ist ja auch nicht der Hit, entweder ungeschnitten oder gar nicht.
Indirekt werden so nämlich Meinungen vorgegeben
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08.12.2007 05:22 Uhr von topreporter
 
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naja was habt ihr erwartet? Hätte er ander entschieden würde das deutlich im Widerspruch zu den Urteilen bzgl. der Forenbetreiberhaftung stehen. Da aber Blogs mit deren Kommentarfunktionen prinzipiell nichts anderes sind, war es doch nur konsequent.
Für richtig halte ich das alles nicht. Nicht mal für besonders logisch. Aber von der Entscheidung her war es nach den lächerlichen Forenurteilen wirklich erwartbar.
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08.12.2007 08:25 Uhr von zenluftikus
 
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Da merkt man wieder was für eine Ahnung gewisse Leute von den Sachen haben über die sie entscheiden. Das sind auch dieselben Richter die der Meinung sind, dass im Intenet deutsches Recht auch für ausländische Webseiten zu gelten hat, die in Deutschland abzurufen sind.
Oder ist das alles Absicht? Wer weiß, irgendwann sehnen wir uns nach der Meinungsfreiheit in China :(

Am besten ist wir schalten das I-Net komplett ab...Zeitungen und Fernsehsender sind eh schon "gleichgeschaltet" - leider!
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08.12.2007 15:02 Uhr von outis
 
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So viel zur Meinungsfreiheit: Nun sag mir mal wer, wie das, ohne die Meinungsfreiheit einzuschraenken, ablaufen sollte? Damit zeigt sich nur mal wieder, dass manche Leute einfach so auf die Meinungsfreiheit scheißen, da sie in "hoeheren" Positionen sind.
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08.12.2007 16:42 Uhr von Terence91
 
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In zivilisierten Ländern gibt es keine Zensur: In zivilisierten!
Aber ich schätze mal dass es in keinem Land mehr richtige Meinungsfreiheit gibt...
Was solls, behalte ich meine Meinung halt für mich.
Oder poste sie in einem noch freien Forum, wenn ich den Webmaster nicht leiden kann
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09.12.2007 10:38 Uhr von Terence91
 
+1 | -0
 
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Da können ja alle Firmen schliessen: Angenommen ich poste ein Problem mit dem Programm XY
und bitte um Problemlösung.
Dann kann der Hersteller des Programms den Website-Betreiber verklagen, weil schlecht über sein Produkt geredet wurde.
In Chine gibt es mehr Meinungsfreiheit, da darf man nur nicht gegen die Regierung rebellisch werden, aber so wahnsinnige Sachen, wie dass man wegen eines falsch gesetzten Strichpunktes in einer Werbeanzeige auf 50.000 Euro verklagt werden kann(Kürzliche Abmahnwelle vom Roten Mist-Markt) ist wohl einmahlig auf der Welt

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