07.12.07 12:44 Uhr
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Reprogrammierte Stammzellen heilen Sichelzellanämie bei Mäusen

Bereits vor einigen Wochen gelang es Wissenschaftlern, adulte Stammzellen aus Hautproben in Stammzellen umzuwandeln, die embryonalen Stammzellen entsprechen. Dass diese sogenannten reprogrammierten Stammzellen auch das Potenzial haben, Krankheiten zu heilen, konnte jetzt erstmals bewiesen werden.

US-Forscher entnahmen dazu genetisch veränderten Mäusen, die an humaner Sichelzellanämie erkrankt waren, eine Hautprobe am Schwanz. Diese Hautzellen wandelten sie in reprogrammierte Stammzellen um, die Blutzellen bilden konnten.

In diesen blutbildenden Zellen wurde dann das kranke Sichelzellgen durch das gesunde menschliche Gen ersetzt und dann den Tieren injiziert. Die Mäuse bildeten daraufhin immer mehr gesunde Blutzellen und die Anämiesymptome verschwanden. Man hofft, dies nach Tests auch bei Menschen anwenden zu können.


WebReporter: Hier kommt die M...
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Maus, Stammzelle
Quelle: news.yahoo.com

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.12.2007 12:41 Uhr von Hier kommt die M...
 
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Dann hoffe ich, dass sich diese reprogrammierten Stammzellen nicht als krebserregend oder sonst was rausstellen, denn das klingt wirklich nach einer wirklichen Heilmethode für diverse genetisch bedingte Krankheiten. Mehr Infos zu Sichelzellanämie gibt es hier: http://de.wikipedia.org/...
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07.12.2007 14:12 Uhr von Hier kommt die M...
 
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futurelife06: Warum sollte das in Deutschland denn nicht kommen? Das wäre ja gleichzusetzen mit der Behandlung mit adulten Stammzellen und das wird hier, wie auch im restlichen Europa nicht nur geduldet, sondern sogar gefördert.

Lediglich der genmanipulierte Teil wäre dann noch abzusegnen, wobei ja auch da immer mehr genehmigt wird.

Natürlich immer vorausgesetzt, dass sich in den notwendigen Studien auch die Unbedenklichkeit der reprogrammierten Zellen beweisen lässt. :)

Aber bis dahin wird es noch ne ganze Weile dauern...
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07.12.2007 21:30 Uhr von deathtroyer
 
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eigentlich kompletter blödsinn: ich dachte sichelzellen anämie haben nur leute die sich über generationen hinweg in ländern mit erhöhtem malaria risiko befänden. zumal ja sichelzellenanämie die infektion mit malaria um 80% senkt... also wird es wohl nicht nach deutschland kommen ...
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07.12.2007 23:14 Uhr von Hier kommt die M...
 
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deathtroyer: Sichelzellanämie ist eine rein genetisch bedingte Erkrankung und hat mit Aufenthalt in Malariagebieten direkt absolut nichts zu tun. Deswegen gibt es alleine in Deutschland jährlich ca. 300 Neuerkrankungen.

Was du wohl meinst, ist dass der Prozentsatz von Überträgern oder an Sichelzellanämie Erkrankten in Malariagebieten stark erhöht ist, was durch diese noch unerklärte Malariaresistenz bei diesem Gendefekt bedingt wird.
Das hat aber mit der Erkrankung selber absolut nichts zu tun.
Treffen kann das jeden, allerdings sind Afrikaner davon häufiger betroffen.
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08.12.2007 17:34 Uhr von CHR.BEST
 
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Die Stammzellenforschung kam ja nur deshalb in die Kritik, weil man lange Zeit solche Zellen ausschließlich aus ungeborenem Leben gewinnen konnte.

Wenn der Patient aber selber die nötigen Zellen liefern kann fällt dieses ethische Argument diesbezüglich völlig weg.

Ich finde es interessant, denn bislang galten Erbkrankheiten als unheilbar. Andererseits könnten ausgerechnet gewisse genetische "Defekte" bewirken, daß ein Mensch gegen eine Infektionskrankheit resistent ist. Die evolutionäre Vielfalt einzuschränken könnte also langfristig vielleicht nachteilig sein.

Ich meine die Grenze liegt dort wo ein Patient nur noch mit viel Mühe überhaupt lebensfähig ist, also z. B. bei Stoffwechselkrankheiten, Mukoviszidose usw.

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