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Australien: Klinik verweigert Aufnahme - Frau muss im Auto gebären

Eine australische Frau musste letzten Freitag ihr Baby nur mit Unterstützung ihres Mannes im Auto vor einer Klinik auf die Welt bringen, weil die Klinik in einer Stadt nordwestlich von Brisbane ihr die Aufnahme verweigerte. Begründet wurde dies damit, dass es dort keine Geburtshilfe gäbe.

Statt zu helfen, gaben die Schwestern dem aufgeregten Mann lediglich ein Handtuch und beobachteten die Geburt aus der Entfernung. Die Frau brachte ihren Sohn im Fußraum des Autos zur Welt und Fotos, die ihr Mann machte, zeigen, dass der Kleine ganz blau war.

Erst danach wurden Mutter und Sohn in die Klinik aufgenommen. Da sie sich dort aber nicht gut aufgehoben fühlte, habe die Frau noch am selben Tag dieses Haus verlassen und wurde dann in eine andere Klinik verlegt, wo das Baby seitdem auf der Intensivstation liegt.


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WebReporter: Hier kommt die M...
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Frau, Auto, Australien, Klinik, Aufnahme
Quelle: www.news.com.au

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.12.2007 12:00 Uhr von Hier kommt die M...
 
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In australischen Klinken scheint ja auch so einiges im Argen zu liegen. Wie kann man denn einer Frau jede Hilfe verweigern? Selbst, wenn es da keine Geburtshilfe gab, so muss jeder Arzt doch gewisse Grundkenntnisse aufweisen können und dazu gehört normalerweise auch, wie man im Notfall ein Baby entbindet. Ich hoffe, die werden alle wegen unterlassener Hilfeleistung bestraft. Das Kind scheint zumindest keinen bleibenden Schaden zu haben, denn es soll in den nächsten Tagen entlassen werden.
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07.12.2007 12:22 Uhr von Begosch.xy
 
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so eine schweinerei! die arme frau...
ich glaube ich hätte das baby bei denen im empfangsraum bekommen und wäre nicht ins auto gegangen.

so eine frechheit von denen, helfen kann man immer und wenn die nur einen raum zur verfügung gestellt hätten.

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reg mich gerade auf

begosch
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07.12.2007 12:31 Uhr von vorGebrauchschütteln
 
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@Begosch.xy: Du regst Dich zurecht auf!

Für eine Geburt ist doch kein Arzt zwingend notwendig. Das ist nur ein Trugschluss, weil uns das Fernsehen das so weissmachen möchte.

Verdammt! Kinder können überall und selbst von der Mutter alleine ausgetragen werden, ohne Hilfe. Es gehört nur eben dazu, einfach aus Menschlichkeit, dass man bei der Geburt hilft, damit das Kind und die Mutter es nicht so schwer haben!
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07.12.2007 12:50 Uhr von Kirifee
 
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@ vorGebrauchschütteln: und jedes Jahr Sterben Hunderte oder Tausende Frauen und Kinder bei Hausgeburten oder Geburten an anderen Orten weil kein Arzt, keine Schwester, keine Hebame da war die es überwacht hat.

Unnötiges Risiko und unterlassene Hilfeleistung ist das.

Und es gibt doch diesen Eid denn Ärzte abgeben jedem zu Helfen bei Medizinischen dingen.
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07.12.2007 13:04 Uhr von Lucky Strike
 
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selbst wenn die keine geburtshilfe anbieten: hätten sie der frau immerhin räumlichkeiten und alles was ne geburt benötigt zur verfügung stellen können.
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07.12.2007 13:23 Uhr von Maverick Zero
 
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Unabhängig davon, ob bei einer Geburt ärztlicher Beistand benötigt wird oder nicht:

Wenn eine Frau, die kurz vor der Geburt steht sich dazu entscheidet, in ein Krankenhaus zu gehen, dann sollten die Ärzte dort ihr Möglichstes tun, um der Frau zu helfen. Ganz egal, ob sie dafür ausgerüstet sind oder nicht. Man kann auch ganz ohne Ausrüstung, alleine durch die bloße Anwesenheit helfen.
Meines Wissens nach legen Ärzte einen Eid ab, Leben zu schützen und zu retten. Wer als Arzt eine Person, die sich in einer Ausnahme- / Notsituation befindet, einfach abweist, der sollte sich ernsthafte Gedanken um seine berufliche Tätigkeit, bzw. den Grund, warum er Arzt geworden ist machen.


Wäre die Frau aus versicherungstechnischen Gründen abgewiesen worden: Man hätte ihr dennoch einen freien, sauberen Raum zur Verfügung stellen können. Das wäre zumindest besser gewesen als eine Geburt im Auto.
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07.12.2007 13:29 Uhr von vorGebrauchschütteln
 
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@Kirifee: Was tut den der Arzt so großartig bei der Geburt? Ein Arzt ist doch nur notwendig wenn es Komplikationen gibt. Das ist aber nur selten der Fall.

Diese Frau wurde einfach so abgewiesen ohne einen wirklich echten Grund.
Ich bezweifle dass beim Empfang die Muttermundöffnung oder die Lage des Babys überprüft wurden, so dass irgendwelche Komplikationen festgestellt werden konnten.

Bei einer normalen Geburt braucht man keinen Arzt! Und da kannst du mir erzählen was du willst!
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07.12.2007 13:37 Uhr von Maverick Zero
 
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@vorgebrauchschütteln: Der Arzt muss nich unbedingt etwas tun. Hier geht es zu einem großen Teil um etwas psychologisches. Und zwar die Gewissheit, dass ein Arzt in der Nähe ist für den Fall der Fälle. So eine Gewissheit kann in solch einer Stresssituation (was eine Geburt idR immer ist) sehr hilfreich sein.

Psychologisch eher ungünstig ist es dagegen eine Geburt im Auto zu erleben...

Ob man einen Arzt o.ä. benötigt ist nicht nur von rein körperlichen Faktoren abhängig.
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07.12.2007 13:59 Uhr von Hier kommt die M...
 
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vorGebrauchschütteln: lt. Quelle saß die Frau die ganze Zeit über im Auto, lediglich der Mann lief zur Klinik und wurde dort abgewiesen.
Die Frau wurde also offensichtlich von niemandem dort auch nur notfallmäßig untersucht und sowas ist einfach nur ein Hammer. Immerhin hatte diese Klinik ja sicher sowas wie eine Notaufnahme, wenn schon keine spezielle Geburtshilfe vorhanden war.
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07.12.2007 17:06 Uhr von mahoney2002
 
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@ Kirifee: Ich bin eine Hausgeburt genause wie meine Vier Geschwister und die Hebamme die uns zur Welt gebracht hat , hat in ihrer 40 Jährigen Karriere nicht ein Kind verloren.

Zum Thema:
Große Sauerei, was da ablief.
Wie können die Schwestern nur daneben stehen und zuschauen?
Hoffentlich verklagt sie das Krankenhaus und gewinnt den Prozess.
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07.12.2007 21:20 Uhr von Moppsi
 
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Und ich bin eine Ausgeburt: und zwar der Hölle!
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07.12.2007 21:54 Uhr von Jace
 
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Absicherung? Fehlende Hebamme oder so kann doch kein Grund sein.
Was passiert denn mit einem normalen Arzt, wenn er sich an eine Geburt rantraut, die nicht sein Fachgebiet ist und er was vergeigt?
Wenn die Rechtssprechung ihn bestrafen würde, kann ich bis zu einem gewissen Grad schon verstehen, warum sich da niemand traut.
Wobei das ja auch gegen den hippokratischen Eid verstößt. Aber da halten sich wohl auch nur die Ärzte im Fernsehen dran.

vorgebrauchschütteln hat aber dann natürlich auch Recht mit dem sterilen Raum.
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09.12.2007 11:43 Uhr von LoneZealot
 
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Verklagen: Ein Arzt schwört keinen hippokratischen Eid.

Allerdings ist so ein Verhalten unterlassene Hilfeleistung und somit strafbar.

In der Genfer Deklaration des Weltärztebundes heisst es : Ich gelobe feierlich mein Leben in den Dienst der Menschlichkeit zu stellen... Ich werde jedem Menschenleben von seinem Beginn an Ehrfurcht entgegenbringen und selbst unter Bedrohung meine ärztliche Kunst nicht in Widerspruch zu den Geboten der Menschlichkeit anwenden

Jeden Arzt der da war einzeln verklagen, das Krankenhaus allgemein und die Schwestern die Dienst hatten, nioch dazu
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10.12.2007 10:47 Uhr von craschboy
 
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@All: Muss auch mal wieder meinen Senf dazugeben. Da ich ja aus der Medizin komme, kann auch ich mitreden.

Zuerst einmal sind ALLE Schuld !!!!
Ein Arzt darf keine Hilfe verweigern, ebensowenig das Krankenhaus. Allerdings ist die frischgebackene Mutter auch nicht ohne. Schleppt monatelang nen dicken Bauch vor sich her und weiss dann offenbar nicht, wo sich ein Krankenhaus mit Entbindungsstation befindet. Das nenne ich schon grob fahrlässig und verantwortungslos. Es hätte ja nach der Geburt irgendwas mit dem Kind sein können und wenn ein Krankenhaus nicht auf Säuglinge eingerichtet ist, können die auch nicht helfen. Das fängt schon bei den kleinen Absaugkathetern an. Da wird von allen Seiten erwartet, dass medizinische Einrichtungen komplett ausgestattet sind, nur weil es EVENTUELL mal passieren könnte, das die Sachen gebraucht werden. Nur mal nebenbei erwähnt, kostet sowas viel Geld und wird womöglich wegen Ablauf des MHD unbenutzt weggeworfen. Dann müssen wir uns nicht wundern, dass die Beiträge immer weiter steigen. Wann begreifen einige Menschen endlich, dass es sowas wie Eigenverantwortung gibt. Bin erst letzte Woche aus Australien zurück gekommen und weiss, wie weit manchen Strecken bis zur nächsten Ortschaft oder gar Krankenhaus sein können. Da bin ich doch dann wenigstens vorher so schlau, erkundige mich und warte nicht bis womöglich die Fruchtblase platzt.

Zu dem Krankenhaus und den Ärzten bleibt zu sagen, dass sie tatsächlich wenigstens einen Raum zur Verfügung hätten stellen können und eine externe Hebamme anrufen. Und da sind wir ja genau beim Beruf. Wieso eigentlich Ärzte? Genau dafür gibt es die Geburtshelfer, auch Hebammen genannt. Krankenhausärzte haben i.d.R. ihr Fachgebiet und können nicht alles wissen und richtig machen. Das Gebilde Mensch ist einfach viel zu komplex um alles zu wissen und zu können, darum gibt es ja unterschiedliche Fachrichtungen.
Was wäre denn passiert, wenn z. B. der ansässige Augenarzt einen Fehler gemacht hätte. Verklagt wird er so oder so, von daher.....
Und um das Thema mit dem Eid anzuschneiden, wann wurde denn dieser Spruch das erste mal aufgesagt? Ist es erst hundert Jahre her oder schon tausend? Ich meine, als dieser Eid eingeführt wurde, gab es noch nicht diese komplexe Rechtssprechung wie heute, wo teilweise Jeder Jeden verklagt oder zumindest damit droht. Heutzutage baut man Scheisse und versucht das anderen unterzujubeln.

Aus meiner Praxis kenne ich auch so ein Beispiel, wo ein Typ rotzevoll mit ner sehr heftigen Kopfplatzwunde, stellenweise mit Ablederung in die Rettungsstelle eingeliefert wurde. Das musste definitiv chirurgisch versorgt werden, ging aber nicht weil der Typ 4 Umdrehungen auf dem Tacho hatte. Also wurde es nach einigen Tagen sekundär versorgt und er behält eine riesen Narbe. Der Typ wollte auch klagen, weil er durch die Haarlücke einstellt sei. Nein, andersrum, warum musste er sich bis zur Gehunfähigkeit vollaufen lassen?

Mein Mitleid gegenüber der Frau hält sich schwer in Grenzen aber eine Notversorgung wäre nötig gewesen.

Gruss
crashboy
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10.12.2007 16:59 Uhr von Taigrah
 
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nebenbei erwähnt schwört in D zumindest kein Arzt irgendeinen Eid...

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