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Korruptionsaffäre: Nigeria legt Geschäftsbeziehungen mit Siemenstochter auf Eis

Wie der für Telekommunikation zuständige Minister John Odey gestern bekannt gab, wird die nigerianische Regierung die Geschäftsbeziehungen mit der Siemenstochter Siemens Nigeria Ltd. ruhen lassen, solange die Korruptionsaffäre um die Aktivitäten des Konzerns nicht vollständig aufgeklärt wurden.

Siemens soll von 2001 bis 2004 mehrere nigerianische Beamte bestochen haben. Darunter auch mehrere Vorgänger des Telekommunikationsministers. In Deutschland wurde Siemens unter anderem wegen diesen Vorfällen vor dem LG München zu einer Geldbuße von 201 Millionen Euro verurteilt.

Hinzu kommt jetzt die Annullierung eines Ausrüstungsvertrags in Höhe von 700.000 Euro von Seiten der Nigerianer. Siemens selbst sei an einer Aufklärung sehr interessiert und stehe im direkten Kontakt zu den nigerianischen Behörden, äußerte ein Unternehmenssprecher heute in München.


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WebReporter: reinhold_messner
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Geschäft, Siemens, Eis, Nigeria, Korruption
Quelle: www.baz.ch

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.12.2007 14:55 Uhr von reinhold_messner
 
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Die Siemensaffäre ist ein Paradebeispiel für unterschwelligen Patriotismus in deutschen Medien. Man hört nichts mehr bis kaum etwas obwohl sich täglich neue Abgründe auftun. Wäre ein ausländisches Unternehmen mit Zweigstelle in Deutschland mit einem Korruptionsskandal in der Größenordnung aufgefallen, wäre es von der deutschen Politik und folglich auch von den Medien zerlegt worden. Trotzdem: Am deutschen Wesen soll die Welt genesen :
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06.12.2007 16:49 Uhr von andreascanisius
 
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lol: Ach wie scheinheilig sie doch sind...
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06.12.2007 17:12 Uhr von Muta
 
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Widerspruch zum Kommentar: Das über solche oft geschehenden Skandale nur relativ wenig hierzulande berichtet wird hat nicht direkt etwas mit "Patriotismus", sondern mit finanzieller Abhängigkeit zu tun.
Womit finanzieren sich denn Medien? Mit Werbung in erster Linie.
Und wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing. Einen Bericht zu bringen der den großen Anzeigekunden missfällt hat schon so manchem Journalist den Job gekostet (und anders herum, wer sich oben einschleimt kann die Karrierechancen verbessern + es gibt ja auch öfters Geschenke von Firmen an geliebte Journalisten). Und der Effekt ist natürlich umso größer umso mehr die Medien gewinnorientiert sind. Und in der heutigen Zeit, wo die meisten Medien zu Springer, Bertelsmann, Burda und DuMont gehören, geht es nur noch um Gewinn.

Da trauen sich die Journalisten dann nur noch solch einen Bericht zu schreiben, wenn es bereits viele andere Medien getan haben und man nur noch Nachzügler ist (sprich: nur bei wenigen, besonders großen, Skandalen).
Der Siemens-Skandal ist hier ja btw. eigentlich noch ein eher gegenteiliges Beispiel. Dort ist wegen der Fülle der an die Öffentlichkeit gekommenen Bestechungen das Eis gebrochen, sie können es nicht mehr verschweigen. Man findet vergleichsweise viele deutsche Medienberichte hierzu, das ist anderen Fällen schon gänzlich anders.
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07.12.2007 00:56 Uhr von Borgir
 
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wenn ich das imm er lese: mein gott, jetzt ist es halt bei einem rausgekommen, dass sie korrupt sind....die gesamte welt ist korrupt, die wirtschaft, die politik....oder wie sonst erklärt man sich die welt wie sie ist...geld ist macht ist geld
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07.12.2007 02:41 Uhr von Moppsi
 
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Zum totlachen: Eines der korruptesten Länder der Welt kappt die Geschäftsbeziehungen zu einem Konzern der in eine Korruptionsaffäre involviert ist?
Dazu fällt einem echt nichts mehr ein...

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