06.12.07 14:43 Uhr
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Werden in NRW Blutproben bei Alkoholsündern im Straßenverkehr abgeschafft?

Wie nun Innenminister Ingo Wolf (FDP) auf der Innenministerkonferenz in Berlin sagte, soll es bald keine Blutprobenabnahmen in Nordrhein-Westfalen mehr geben.

Grund dafür sei, dass die Atemtests schließlich ein genauso gutes Ergebnis liefern können. Weiterhin sei eine Blutprobe "ein Eingriff in die körperliche Unversehrtheit, der sich heute vermeiden lässt", so Wolf.

Diese neue Regelung soll dem Verkehrssünder nach Angaben dabei helfen, Zeit im Polizeirevier einzusparen.


WebReporter: Gibson
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Nordrhein-Westfalen, Alkohol, Straße, Straßenverkehr
Quelle: www.express.de

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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.12.2007 14:48 Uhr von Haris Pilton
 
+7 | -2
 
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Das habe ich schon immer so gesehen: "ein Eingriff in die körperliche Unversehrtheit"

Aber da ich ein braver Bürger bin und ich nicht im Suff Auto fahre (sondern wenn dann das Taxi vollkotze), kann mir auch in dieser Hinsicht nichts passieren.
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06.12.2007 14:55 Uhr von MiefWolke
 
+7 | -2
 
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Jo klar Der Atemtest zeigt immer wieder höhere Werte an als der Bluttest.

Da kann ein kleiner Prozentsatz schon viel ausmachen zwischen Führerschein behalten und abgeben.

Schwachsinn.
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06.12.2007 14:57 Uhr von Haris Pilton
 
+10 | -3
 
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Das finde ich völlig wurscht, weil ich ein Verfechter Null-Promille-Grenze bin. Alkohol und Drogen haben beim Autofahren nichts verloren. Ganz einfach.
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06.12.2007 16:00 Uhr von lilalinux
 
+4 | -0
 
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Atemtest problematisch: Der Atemtest liefert zu hohe Werte, wenn er innerhalb 20 Minuten nach dem letzten Alkoholkonsum durchgefuehrt wird.
Wer genau weiss, dass er unmoeglich die Promillegrenze erreicht haben kann, sollte nach dem Atemtest im Zweifel auf eine Blutprobe bestehen oder das Ergebnis anfechten, wenn es zu frueh gemacht wurde.
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06.12.2007 16:01 Uhr von raz667
 
+5 | -0
 
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Achtung! Ich glaube, mit den Atemluftgeräten sind nicht diese mobilen, kleinen Geräte die in jedem Streifenwagen liegen gemeint, sondern viel mehr die größeren, stationären Dinger auf den Polizeiwachen. Ich glaub "Draeger" heißen die.
Diese Geräte messen so genau, dass die Ergebnisse gerichtsverwertbar sind und eine Blutprobe nicht mehr nötig ist.
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06.12.2007 16:12 Uhr von Dr.G0nz0
 
+3 | -0
 
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Draeger: Draeger ist eine firma, die diese geräte herstellt.
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06.12.2007 16:46 Uhr von FrontFloater
 
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Warum nicht? "Der Atemtest zeigt immer wieder höhere Werte an als der Bluttest.

Da kann ein kleiner Prozentsatz schon viel ausmachen zwischen Führerschein behalten und abgeben.

Schwachsinn. "

Wer nach seinem Test der Meinung ist, er hätte mehr Blut im Alkohol als gemessen, dem steht ja immer noch der Weg offen, sich freiwillig einer Blutprobe zu unterziehen;-)
Die Maßnahme, angesichts des techn. Fortschritts unfreiwillige Blutproben abzuschaffen finde ich begrüssenswert.
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06.12.2007 17:44 Uhr von zia
 
+3 | -1
 
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@BilliWillis: Eigentlich hast du recht :)
Wer hat heute keinen Führerschein? Würde ja reichen, dass man bei auffäligem Verhalten den Perso kontrolliert, ob die Person zumindest 18 ist.

Ach ja, Blitzgeräte würde ich auch abschaffen, die Automotoren werden doch eh immer stärker, aber die Autos auch immer sicherer. Von daher passiert doch eh nichts mehr!
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07.12.2007 01:10 Uhr von Borgir
 
+2 | -2
 
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so ein unsinn: wer unter dem verdacht steht so viel getrunken hat dass die polizei ihn mitnehmen muss hat eben pech gehabt...da muss er halt ein zwei drei stunden im revier verbringen, er hätte ja einfach nüchtern bleiben können....und die atemalkoholgeräte sind sehr sehr sehr ungenau und können in alle richtungen falsch ausschalgen, was also, wenn ich nix getrunken habe und das ding was anzeigt?? pech ode wie?? so kann das nicht laufen
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07.12.2007 02:58 Uhr von Talena
 
+3 | -0
 
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Nicht ganz richtig ist es, dass die Atemalkoholmessgeräte pauschal ungenau sind oder Abweichungen haben. Die Geräte, die die Polizei zum Atemalkohol_vortest_ auf den Streifenwagen haben, sind von den Werten her gerichtlich nicht anerkannt, ja. Das bedeutet, das momentan genutzte Gerät hat die Genauigkeitsklasse 1, ist also als Vortest zugelassen.

Die stationären Geräte von Dräger werden aber schon lange für den Bereich der Ordnungswidrigkeiten ausschliesslich benutzt (es sei denn, der Delinquent weigert sich). Sie sind gerichtlich für diesen Bereich anerkannt. Wenn es jetzt Studien gibt, dass die Geräte auch oberhalb von 1,1 %o genauestens messen, dann sehe ich eigentlich keinen Grund, die nicht zuzulassen.

Das hat für alle Vorteile:

- Die Beamten sind nicht mehr so lange gebunden und können sich "um die echten Verbrecher kümmern" (was ihnen ja meist vorgeworfen wird bei solchen Sachen)

- Die Kosten sind minimal (denn der Arzt will ja auch bezahlt werden und die Kosten werden bei einer positiven Blutprobe auf den Beschuldigten abgewälzt) - sprich, der Delinquent muss nachher weniger bezahlen

- Das Grundrecht auf Unversehrtheit der Person wird nicht mehr verletzt



Öhm - und wer hier leichte Ironie erkennt, darf sie gerne behalten und als Deko zu Hause an die Wand nageln... *grins*
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07.12.2007 06:06 Uhr von geemo
 
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und was ist wenn es freiwillig wird - zahlst du ! wenn es freiwillig ist - zahlst du ~ 120 euro !

so lassen ! blut ist der einzige wert ! gerade für normalos
die abends getrunken haben und den rest bier noch im atem haben ! da ist der atem schnell bei 0,8 und das blut bei 0,5 !

siehe auch presseberichte zu problemen der dräger geräte !
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07.12.2007 09:16 Uhr von Pinocio75
 
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Gut so kenne nämlich jemanden der bei einer Blutabnahme kolabiert. Und nicht nur einfach Ohnmächtig wird, sondern auch teilweise Atemaussetzer. So das bei der letzten Blutabnahme der Notarzt kam. Die Hausärzte haben mitlerweile mehr Angst wie mein Kollege. Der hat nur Angst mal von der Polizei zur Blutabnahme gezwungen zu werden (Pupillen zu groß oder weiß der Teufel)...
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07.12.2007 13:03 Uhr von Marodeur2
 
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Körperliche Unversehrtheit: Jemand, der beim mobilem Atemtest mit genügend Alkohol erwischt wird, dass er mitgenommen wird, der hat jedenfalls schon etwas getrunken und ist Auto gefahren, dass bestreitet wohl niemand. Ergo hat er bereits mutwillig seine eigene löperliche Unversehrtheit und noch mehr die der anderen riskiert in einem bis zu tödlichem Maße. Ergo ist ein geringer Eingriff in die körperliche Unversehrtheit in Form einer Blutprobe hier durchaus vertretbar (sowas nennt man "Abwägung").

Wenn andere Verfahren technisch, rechtlich und wirtschaftlich machbar sind ist eine Umstellugn auf diese Verfahren allerdings durchaus begrüßenswert. Im konkreten kommt drauf an wie es um diese drei Faktoren bestellt ist, oder ob sich da ein Politiker nur profilieren möchte.
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07.12.2007 13:07 Uhr von Marodeur2
 
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@Pinocio75: Wenn dein Kollege wirklich unter einem derartigen psychischen oder physischem Problem leidet, sollte er sich dies ärztlich bescheinigen lassen. Dann sollte es meines Wissens nach nicht mehr möglich sein ihn zu einer Blutabnahme zu zwingen. Irgendwie glaube ich aber auch nicht das ein normalo wirklich dazu gezwungen werden kann, er müsste nur bei einer strikten Weigerung damit leben das er den Führerschein entzogen kriegt, aber das dürfte bei deinem Kollegen dann wahrschienlich auch nicht passieren, viel mehr würde dort wohl in Anbetracht besonderer Umstände eh ein anderes Verfahren zugelassen werden.
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07.12.2007 19:45 Uhr von Ottokar VI
 
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Nicht gut: Die Atemalkoholmessung hat einen entscheidenen Nachteil. Die Messung stellt eine Momentaufnahme dar. Sie ist nich auf Fehler überprüfbar. Und Fehler geschehen! Entnommenes Blut kann im Zweifel ein weiteres Mal überprüft werden.

Die Zeitersparnis ist nur vorgeschoben. In Wirklichkeit geht es um Geldsparen, leider zuungunsten der Beiweissicherung und somit auch zuungunsten der Rechtssicherheit.
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08.12.2007 11:06 Uhr von rubbledi.cats
 
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Gesetze sind nur für den Gesetzgeber: Alles Papperlapapp:
Führerschein, Fahrzeugschein, gültige Kredtit- Bank- oder sonszige Card?

Einen Grund diese Card durch unseren Schlitz zu ziehen finden wir immer, wozu haben wir denn Gesetze? z.B. AAAH das Baby da hinten in ihrem gesichten Kinderaufsatz hat ja gar keinen Feinstaubmaskenschutz, ja da schaun wer mal was da für ein Verwarnungsdurchdenschlitzziehkartenlesengerätgeld fällig ist!

Ja, und alles spricht vom demogrphischen Faktor!

Wer will sein Kind denn in so einen Abzockpool werfen?
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08.12.2007 11:27 Uhr von rubbledi.cats
 
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räusper: zwischen Tür und Angel, ist´s mit dem Gerangel, das Pferd auf dem Flur war grad mit mir durchgegangen...
Hab mich nen bischen vertan.
Gegen A´s am Steuer, ist sehr vieles einzuwenden, beim stand der Technik, sollte man tatsächlich mit für null promill plädieren. Nur, was der Gesetzgeber daraus macht, das lässt sogar die ehrwührdigsten Stasis erschaudern lassen. Menschen, Mitbürger, die dies selber vielleicht erlebt, vieleicht erfahren haben werden mir zustimmen, haste einen gesoffen und nicht gewusst was de da tust, kam schonmal der freundliche Polizist und nahm dirn Lappen mit den Worten ab: bis morgen Du Idiot und die Karre bleibt stehen...
Heute warten schon in der Kneipe oder watt weiss ich auf welchem Event um dich zu krallen, zahlen und fröhlich sein...

Ah noch eins, wegen dem A am Steuer: gestern offensichtlich ganz nüchtern, hatt mich im dichten Regen und Verkehr ein silberner Audi A8 auf der linken Spur (na wo sonst) bedrängelt und zwischen zwei LKW rechts überholt und meinen viel zu knappen Sicherheitsabstand beschnitten, und mich ein bischen zum bremsen gezwungen. Sass bestimmt ein Gesetzgeber drin. So zwangmässig kam mir das vor, sodass ich für mich beschloss, das muss einer vom Gesetz sein, denn die machen das doch alle so.

Also alles nur eine Frage des A´s.

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