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Streiks im Weihnachtsgeschäft?

Verdi plant während des Weihnachtsgeschäfts verstärkt Warnstreiks im Einzelhandel. Die Gewerkschaft will so Bewegung in die seit Wochen stockenden Tarifverhandlungen bringen. Ziel der Aktionen sollen die Einzelhändler sein, nicht die Kunden, so die stellvertretende Verdi-Chefin Margret Möning-Raane.

Problematisch dabei sei die dezentrale Struktur des Einzelhandels, mit Tausenden von Geschäften. Dies mache Streikaktionen wie bei der Bahn oder in der Metallindustrie unmöglich, so Möning-Raane. Deshalb werde man sich auf die Lager und bedienungsintensive Bereiche konzentrieren.

Die Chancen für eine Fortsetzung der Tarifverhandlungen im Pilotbezirk NRW sieht die Gewerkschaftsfunktionären bei 50:50.


WebReporter: TheDent
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Nacht, Weihnachten, Streik
Quelle: www.tagesspiegel.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.12.2007 10:45 Uhr von TheDent
 
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Streiks im Weihnachtsgeschäft sind nie gut, es ist allerdings ernsthaft zu bezweifeln das die Auswirkungen so gravierend sein werden. Gerade in Ballungsräumen gibt es ein Überangebot an Einzelhändlern und dann wäre da ja auch noch die Konkurrenz aus dem Internet. Schwer vorstellbar das die Lageristen bei Amazon mitstreiken.
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06.12.2007 11:57 Uhr von Haris Pilton
 
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Für mich sind Streiks schlichtweg Erpressung und ich finde, dass sie das allerletzte sind. Das ist kein Druckmittel, das ist einfach nur eine bewußt in Kauf genomme Schädigung des Unternehmens und gehört meiner Meinung nach verboten.

Gehaltsveränderungen sollten normalen Verhandlungen unterliegen und ggf. mit der Durchführung eines streitigen Verfahrens durchgesetzt werden. Aber es gibt absolut keinen Grund, der Firma finanziell zu schaden.

Und von den Kunden, Käufern, Lieferanten und sonstigen Menschen, die wirtschaftlich dranhängen, will ich erst gar nicht reden.
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06.12.2007 12:57 Uhr von Peranhalter
 
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Wer arbeitet gerne mehr und bekommt dafür weniger: Geld. Von wegen Normale Verhandlungen. Ich möchte mal denjenigen sehen, der das mitmacht.
Die Arbeitgeber möchten die Öffnungszeiten ausweiten.
Die Spätöffnungszuschläge müssen aber wegfallen. Was für den einzelnen Arbeitnehmer bedeutet am Monatsende 160 - 180 €uro weniger zu bekommen. Ausserdem soll das Urlaubsgeld gestrichen werden.
Und dann erwartet der Kunde Service.
Wie denn, wenn nur noch 4 Leute von 9-20 Uhr zum bedienen da sind, die aber auch gleichzeitig für das Auspacken und Aufräumen der Ware zuständig ist.
Die Dividenden der Aktinäre werden erhöht, die Gehäter der Manager werden erhöht, die Diäten der Politiker werden erhöht.
Die Gehälter des kleinen Mannes an der "Front" werden gekürzt.
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06.12.2007 13:08 Uhr von Haris Pilton
 
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Nun, hier ist der Gesetzgeber gefordert um endlich mal ordentliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Und nicht nur der Gesetzgeber. Es gibt zig Einrichtungen wie z.B. die Handelskammer, die Kammern im allgemeinen, Gewerkschaften und so weiter, die alle - wenn sie denn wollten - ungeheuren Einfluss ausüben könnten. Sie alle kassieren jeden Monat Beiträge noch und nöcher, schaffen es aber gerade mal, eine halbseidene Homepage am Start zu haben und alle 2 Monate ein in der Tschechei gedrucktes Mitgliedsheftchen per Post zu verschicken.

Diese Institutionen und Einrichtungen sind nicht nur für die "Chefs" und die Firmen da, sondern in erster Linie dazu da, sich um genau diese Missverhältnisse zu kümmern.

Tun sie aber nicht. Siehe Gewrkschaft der Lokführer. Jahrzehntelang haben sie vor sich hingedümpelt und -gedämmert und sind jetzt (warum auch immer) aufgeschreckt worden.

Und das Resultat? Weil sie sich nicht anständig und vernünftig wehren können bzw. weil sie einfach nicht ihren Pflichten nachkommen, haben die Arbeitgeber darunter zu leiden.

Das ist meine Meinung (als Arbeitgeber) dazu.
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06.12.2007 13:10 Uhr von Haris Pilton
 
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P.S.: Würde mich noch interessieren, was Thomas Hambrecht dazu sagt, der ja auch selbständig ist und (wenn ich mich nicht täusche) Mitarbeiter hat.
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06.12.2007 14:06 Uhr von TheDent
 
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Das Streikrecht: ist Verfassungsmässig garantiert. Die Regierung hat sich da rauszuhalten, nennt sich Tarifautonomie.

@alt_f4 Die 30% waren Maximalforderungen, das die nicht zu erreichen sind weiss auch die GDL.
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07.12.2007 01:21 Uhr von Borgir
 
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bitte streikt: dass mal jemand dieses verdammte abzocker-fest sprengt....das wäre mir ein fest
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07.12.2007 03:10 Uhr von arclite01
 
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ganz deiner meinung bogir! die lokführer sollen von mir aus gleich auch noch über weihnachten streiken! muss eh arbeiten, genauso wie an silvester. evtl. hätte ich durch diese aktionen sogar weniger verunfallte zu versorgen...
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08.12.2007 20:59 Uhr von Sonnflora
 
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Streiks sind die einzigste wirksame Möglichkeit der Arbeitnehmer, sich gegen die Willkür der Arbeitgeber zu wehren. Und ich sehe absolut keinen Grund, warum sich Arbeitnehmer alles gefallen lassen sollen! Wenn ein Arbeitgeber von seinen Mitarbeitern mehr Leistung verlangt (hier längere Öffnungszeiten der Geschäfte), muß er auch mehr bezahlen. Ganz einfach!
Je mehr ein Kunde kaufen möchte, umso mehr muß der ja schließlich auch bezahlen. Warum soll das Gleiche nicht für Arbeitgeber gegenüber den Arbeitnehmern gelten? Je mehr man haben will, umso mehr muß man geben!

Also von mir aus können die streiken, solange es nötig ist! Vielleicht merkt dann auch der ein oder andere mal, wie wichtig jeder Arbeiter ist, egal was er macht!
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08.12.2007 23:27 Uhr von Protonenpumpenhemmer
 
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Gerade im Einzelhandel sind Streikt nötig. Insbesondere hier werden Arbeitsbedingungen gedrückt und prekäre Arbeitsverhältnisse gefördert.
Auch die Konsumenten müssen merken, dass Geiz _nicht_ geil ist
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09.12.2007 00:26 Uhr von Sonnflora
 
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@ Protonenpumpenhemmer: Den Konsumenten bleibt ja oft gar nichts anderes übrig, als Geiz-ist-geil zu praktizieren. Nein, wer hier was begreifen muß, sind die Geschäftsführer. Die machen immer wieder denselben Fehler, am einzelnen Produkt möglichst viel verdienen zu wollen. Und das ist ein großer Fehler. Wenn man die Preise niedrig hält, macht man am Ende nämlich wesentlich mehr Umsatz (siehe Aldi und Co.). Und dann kann man auch seine Mitarbeiter angemessen bezahlen. Das hat auch den Vorteil, daß die dann motivierter sind und bessere Leistungen bringen.

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