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Fußball: Hertha BSC war kein Nazi-Verein

Fußball-Bundesligist Hertha BSC Berlin beauftragte den Historiker Daniel Koerfer mit der Erstellung einer Studie bezüglich der Vereinsgeschichte im Dritten Reich. Der Historiker hat seine Ergebnisse auf 70 Seiten festgehalten. Demnach war der Klub "kein nationalsozialistisch infizierter Verein."

Die meisten Vereinsspieler traten nicht der NSDAP bei. Nur wenige der gut 400 Vereinsmitglieder standen den Nazis nahe. Hertha-Spieler Hanne Sobek protestierte gegen das Tribünenverbot für jüdische Klubmitglieder.

Historiker Daniel Koerfer: "Es gab keinen Widerstand gegen das Regime, aber auch keinen tief verankerten, fanatischen Enthusiasmus für die Partei und ihre Führung, von der Bewunderung für den 'Führer' Adolf Hitler einmal abgesehen."


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WebReporter: Extr3m3r
Rubrik:   Sport
Schlagworte: Fußball, Nazi, Verein, Hertha BSC Berlin
Quelle: www.ftd.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.12.2007 01:26 Uhr von Extr3m3r
 
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Sobek versteckte einen flüchtigen Juden in seiner Wohnung und opponierte auch sonst gegen die Nazis. Der FC Schlacke 04 war bei den Nazis aber beliebt. Der Klub feierte einige Meisterschaften zu der Zeit.
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06.12.2007 10:40 Uhr von Nihilist1982
 
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So eine bekloppte Studie, jetzt einmal die Runde Schulterklopfen! Ich hoffe ab nun an können alle wieder seelig schlafen!
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06.12.2007 10:55 Uhr von Haris Pilton
 
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Hat das denn jemand behauptet? Oder warum gibt man "einfach mal" eine Studie in Auftrag? Raff ich irgendwie nicht.
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06.12.2007 10:57 Uhr von titlover
 
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interessante Doku: letztens gesehen... da gings um das Philhamonische Orchester (Berlin).

Anonsten ist die News eher unwichtig.... der Skat-Club Pik Ass 1899 Kleinkleckersdorf e.V. war auch (hinter vorgehaltener Hand) gegen nazis!
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06.12.2007 11:24 Uhr von pippin
 
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@Nihilist, HP und titlover: Diese Studie hat durchaus seinen Sinn.
Wenn man bedenkt, dass sich viele Sportvereine (auch Hertha BSC) gegen rechte Machenschaften aussprechen, dann ist es schon sinnvoll über seine eigene Vergangenheit möglichst objektiv Bescheid zu wissen.

So kann man eventuellen Nörglern ("Ihr wart doch damals selber ein brauner Verein!") recht schnell den Wind aus den Segeln nehmen.

Von daher halte ich derartige Untersuchungen auch in anderen Bereichen als dem Sport für sehr gut.
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06.12.2007 11:59 Uhr von Nihilist1982
 
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@pippin: Du bist also wirklich der Meinung, dass wenn man vor 70 jahren ein "brauner Verein" (selten dämliches Wort) war, heutzutage nicht die moralische Berechtigung hätte sich gegen Nazis auszusprechen? ^^

Dann können wir ja froh sein das wir Hertha haben und nicht angewiesen sind auf SS Schalke...
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06.12.2007 12:03 Uhr von landlord
 
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Es gibt in jedem totalitären Regime Vereine: die korrumpiert sind,
Auch wenn es so gewesen wäre, unter den damaligen Gegebenheiten, würde ich mir darüber heute keine Gedanken mehr machen.
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06.12.2007 12:14 Uhr von pippin
 
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@nihilist: Nein, der Meinung bin ich nicht!!!
Wenn du genauer gelesen hättest, dann wäre die das aber auch klar geworden.

Ich halte es aber für eine bessere Grundlage, wenn man die eigene Vergangenheit kennt und aufarbeitet.
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06.12.2007 12:23 Uhr von istdochsowiesoegal
 
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Wieder eine "Aufarbeitung": Wenn man so die "Rückblicke" liest, gab es damals gar keine Nazis. Auch die Familie Quandt war "total überrascht" das ihre Kohle mit Zwangsarbeitern gemacht wurde. Jetzt, 60 Jahre später, will man die Vergangenheit aufarbeiten.
Das ist genau wie es in der ehemaligen DDR keine Stasi-Mitglieder gab, gut ein paar kleine Befehlsempfänger, aber keiner hat diese Befehle angeordnet...
Und irgendwann wird auch niemand mehr wissen wie der derzeitige Minister der Staatssicherheit, Dr. Schäuble, die verfassungswidrigen Gesetze gegen das eigene Volk durchsetzen konnte.
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06.12.2007 12:29 Uhr von Lucky Strike
 
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deutsch => grundsätzlich Nazi: zumindest werden wir auch 60 Jahre danach noch generell vom Ausland als Nazis angesehen. Deutsch sein bedeutet Nazi sein. Obs stimmt oder nicht ist egal wir haben verloren.

Aber zum Thema.
Ich denke mal der großteil war nicht "nazifiziert", sondern einfach nur Mitläufer. Der Hauptgrund dafür, war wahrscheinlich Angst und Benachteiligung.
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06.12.2007 13:11 Uhr von StoWo
 
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Politisches Denken: Interessant... wäre denn Hertha nun ein "schlechterer" Verein geworden, wenn das Ergebnis anders gewesen wäre?

Oder denkt man mal 100 Jahre weiter: so wie die "Nazis" in den 30ern werden in etwa 100 Jahren vielleicht die "Linken" der heutigen Politik geprügelt. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.
Sollte man als Fussballverein nicht schon einmal für die nächste "absolut glaubwürdige historische Studie" vorsorgen und sich von linken als auch rechten Parteien distanzieren?

Ich hoffe, der Zynismus wird deutlich. Es ist damals genauso wenig dramatisch gewesen ein Mitglied der NSDAP Partei zu sein wie heute ein Mitglied bspw. der "Linken". Und nur weil sich die politischen Verhältnisse eines Landes ändern, wird doch ein Verein (!!) nicht besser oder schlechter, weil diverse Spieler Parteimitglied waren oder nicht.

Allein das Hertha solch eine Nutzlos- Studie ins Leben gerufen hat, zeigt doch, dass man ein schlechtes Gewissen hat und das sicher nicht umsonst.
Der Verein hat sich in meinen Augen disqualifiziert, genau wie der Autor, der den FC Schalke durch seinen dummen Kommentar diffamiert.
Wenn Linke Kinder Nachrichten schreiben... das Ende der SN...
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06.12.2007 13:15 Uhr von golddagobert
 
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@ Autor: bin zwar Bayern Fan, es mag zwar sein das Schalke bei den Nazis beliebt gewesen ist jedoch war dass auch nur einseitig.

Quelle :http://de.wikipedia.org/...

1933 bis 1942: Das Jahrzehnt der Titel

Die dreißiger und frühen vierziger Jahre sollten das große Jahrzehnt für die Elf werden. Zwischen 1934 und 1942 standen sie jedes Jahr mindestens im Meisterschafts- oder Pokalfinale. Sechsmal gewannen sie die Meisterschaft, einmal (1937) zusätzlich den Tschammerpokal. Unvermeidlich war dabei, dass die Erfolge der Mannschaft von den Nazis ideologisch ausgeschlachtet und Spieler instrumentalisiert wurden. Spieler ließen sich aber auch instrumentalisieren. Die Meisterschaftsfinals wurden ab 1937 im Olympiastadion Berlin ausgetragen, und der Kampf- und Teamgeist der Spieler propagandistisch in den Vordergrund gestellt. Absurd war an der NS-Propaganda insbesondere, dass damals die Mannschaftsaufstellungen dank vieler masurischer, Posener und schlesischer Einwanderer gar nicht „germanisch“, sondern eher polnisch klangen (Szepan, Kuzorra, Zajons, Urban usw.).

Obwohl in den ersten Kriegsjahren die Spieler noch vom Kriegsdienst für Spiele freigestellt wurden, konnte nach 1942 nicht mehr von einem normalen Spielbetrieb die Rede sein. Ab Juli 1946 war die von Bomben zerstörte Glückauf-Kampfbahn wieder bespielbar. Die Elf konnte jedoch zunächst nicht an ihre alten Erfolge anknüpfen. 1950 wurde das letzte Jahr für den inzwischen fünfundvierzigjährigen Kuzorra. 1958 gewann Schalke seinen bisher letzten Meisterschaftstitel, 2001 und 2002 den DFB-Pokal.
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06.12.2007 18:04 Uhr von Extr3m3r
 
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@StoWo: dummen Kommentar? Das der Klub bei den Nazis beliebt war und 6 seiner 7 Meisterschaften im 3. Reich feierte sind Tatsachen.
"Allein das Hertha solch eine Nutzlos- Studie ins Leben gerufen hat, zeigt doch, dass man ein schlechtes Gewissen hat und das sicher nicht umsonst."
Und da beschuldigst Du mich der Diffamierung ...lächerlich

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