05.12.07 19:55 Uhr
 251
 

In der Schweiz wurde das Wort des Jahres gewählt: "Sterbetourismus"

Eine Jury hat jetzt unter 2.000 Vorschlägen das Wort des Jahres 2007 festgelegt. Da dieses Thema sehr viel in den Medien für Schlagzeilen sorgte und auch an Stammtischen sehr kontrovers diskutiert wurde, hat man sich für das Wort "Sterbetourismus"" entschieden.

Für viele kann dieses Wort pietätlos sein, aber in der Öffentlichkeit hat sich die Diskussion zu diesem Thema verstärkt. Es würde auch damit zusammenhängen, weil viele Menschen die Schweiz als Lebende besuchen und als Tote wieder verlassen.

Neben diesem Wort wurde noch das Unwort für 2007 bestimmt: "Klimakompensation".


WebReporter: jsbach
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Jahr, Schweiz, Wort, Wort des Jahres
Quelle: www.baz.ch
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
05.12.2007 19:48 Uhr von jsbach
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Nicht so ganz zu Unrecht hat die Jury dieses Wort gewählt. Es vergeht fast keine Woche, wo nicht über „Dignitas“ oder „Exit“ berichtet wird. Auch wenn die Wortschöpfung manchen nicht gefällt; für die Schweiz ist es ein aktuelles Thema.
Kommentar ansehen
06.12.2007 12:32 Uhr von Kalkofe
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
@Autor: Das Thema ist nicht nur in der Schweiz aktuell; da eigentlich noch am wenigsten. Aktuell ist das Thema in den Ländern, in denen Todgeweihte gegen ihren Willen am Leben bleiben müssen und trotz Schmerzen und Strapazen noch eine Reise in die Schweiz machen müssen um von ihrem Leid erlöst zu werden.

Ob das jetzt mit "Sterbetourismus" oder mit "Ich bin dann mal weg" umschrieben wird, ist den Betroffenen letztlich wurscht und sollte jedem Unbeteiligten erst Recht Latte sein.
Kommentar ansehen
06.12.2007 16:12 Uhr von Schwertträger
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
Gut so!! So bekommt das Ganze noch einmal ein offizielleres Gesicht und kann nicht mehr so einfach totgeschwiegen werden.

Auch wenn sich in der Schweiz noch Widerstand regt und den Sterbehilfeorganisationen Hotels und Pensionen verwehrt werden, ist das ganze im Großen und Ganzen auf dem richtigen Weg.

Sozialgedanken sind eine Seite, aber wenn jemand freiwillig aus dem Leben scheiden möchte und auch alt genug ist, diese Entscheidung mit ausreichendem Hintergrund fällen zu können, dann sollte man das auch zulassen und auf der anderen Seite dankbar jede Entlastung der Kranken- und Sozialkasse, die dabei herausspringt, mitnehmen, ohne sich Gewissensbisse von Leuten einreden zu lassen, die nie unter etwas Schwererem zu leiden hatten als einem Schnupfen.

Es geht hier schliesslich nciht um Leute unter zwanzig, die mal eben in die Schweiz fahren, und an der Grenze Flyer in die Hand gedrückt bekommen, wo man denn am besten in die nächste Schlucht springen kann.

Refresh |<-- <-   1-3/3   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?