05.12.07 09:48 Uhr
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Hamburg: Kinder finden Nenas "Neue Schule" toll - Einige Eltern dafür weniger

Nenas "Neue Schule" erfreut sich bei den Schülern und Schülerinnen großer Beliebtheit. Diese stimmen ab, was wann gelernt wird. Über Regeln stimmen alle ab und Noten gibt es auch keine.

Die Eltern der Kinder scheinen das Ganze skeptischer zu sehen. Bereits vier Kinder wurden von der Schule in Hamburg wieder abgemeldet, an der es auch keinen festen Stundenplan gibt und die Kinder barfuß herumlaufen.

Bei der Schulbehörde ging sogar eine Beschwerde einer Mutter ein.


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WebReporter: borgir
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Kind, Hamburg, Schule, Eltern
Quelle: www.blick.ch

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54 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.12.2007 09:53 Uhr von Flyingarts
 
+15 | -8
 
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Barfuß zur Schule: "an der es auch keinen festen Stundenplan gibt und die Kinder barfuß herumlaufen." hört sich für mich nach Waldorfschule an.
*lol*

Klar das es den Kindern gefällt, wenn Sie den Unterricht selbst gestalten können und sagen können was gemacht wird aber ob das wirklich den gewünschten pädagogischen Zweck erfüllt ist fraglich.
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05.12.2007 09:55 Uhr von Fesco
 
+26 | -37
 
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05.12.2007 10:05 Uhr von Mistbratze
 
+31 | -29
 
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Das ist wieder mal typisch, zu dumm zum Schuhe zubinden aber den Stundenplan selbst bestimmen. Der bestimmt nur aus malen und kreativer Gestaltung [Wände beschmieren] besteht.

Als ob die Auswüchse Antiautoritärer Erziehung bei manch "Rotzblage" nicht reichen.
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05.12.2007 10:08 Uhr von Tzimisce
 
+24 | -7
 
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Ob es funktioniert wird man auf lange Sicht feststellen.
Hoffen wir mal, dass es für die Kinder später kein böses Erwachen gibt ... das wahre Leben ist kein Ponyhof ;)
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05.12.2007 10:40 Uhr von bigpapa
 
+14 | -26
 
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05.12.2007 10:49 Uhr von Kirifee
 
+11 | -13
 
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Ich kann da bigpapa: nur zustimmen.

Das bisherige Schulkonzept ist verstaubt und passt nicht mehr in die Heutige Zeit. Die Kinder werden schneller unabhängig und amchen das was sie wollen. Da bringt es nur negative sachen mit sich wenn sie zu etwas gezwungenw erden.

Wenn die Schule von anfang an Spaß macht lernen die Kinder auch gerne und werdenw eiter lernen. Denn der Mensch WILL lernen und sträupt sich nur dagegen wenn er gezwungen wird.
Auchs chön die Kinder schnell an eine Demokrati zuführen und nicht wie bisher sie in einer Diktatorisch geleiteten Schule an ein leben in einer Demokrati zu gewöhnen.

Und keine Noten ist das beste daran. Kein Schüler muss sich schlechter fühlen als ein anderrer und wird nach Leistung benotet die nur ein Abbild einer einzigen Minute, Stunde oder eines Tages in seinem Leben war der aus irgend welchen Gründen nicht ganz gut lief.

Ich hätte gerne eine Solche Schule besucht.


P.S. wenn sich irgend wer über meine Rechtschreibung aufregt kann er das gerne für sich behalten ich weiß selbst das die nicht super ist, es hat mir im Leben bisher aber nicht geschadet und ich bin auch so Erfolgreicher als die mit ner 1 im Diktat.
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05.12.2007 10:55 Uhr von BitteBrigitte
 
+14 | -6
 
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Natürlich ist Schule nicht schön, wäre vielleicht besser, sie wäre es, aber wie man das ändern könnte, sprengt hier den Rahmen.

Ausbildung ist auch nicht schön, Job ist auch nicht schön,

Aber man braucht das alles, um Leben zu können.

Denn Hartz4 ist auch nicht schön.

Und wenn man den Kindern mit sanftem Druck beibringt, dass man sich in eine Gruppe ein- über- und unterordnen muss, dass man kämpfen und lernen muss um Erfolge zu haben, dass man Misserfolge ertragen lernen muss, dass es egal ist, ob der Lehrer oder das Fach doof ist, sondern trotzdem Leistung bringen muss --- dann kann das für das spätere Leben ziemlich hilfreich sein.

Wattepusten ist zwar im Moment für die Kinder schön - aber helfen wird es auf Dauer nicht.
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05.12.2007 11:28 Uhr von Behu
 
+12 | -7
 
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ähnliches System: Ich war in einem ähnlichen System ;)

- max. Klassengröße 15 Leute
- kaum Pflichtfächer
- massenweise Wahlfächer ( mindesanzahl musste gewählt werden )
- viele "Kurse" auf freiwilliger basis
- kein "fester" Stundenplan

Mein Fazit aus dieser Zeit:

Im vergleich zum "normalen" Schulsystem viel bessere Noten und ich habe gelernt verantwortung zu übernehmen. Durch viele Wahlfächer und Gruppenkurse lernt man Teamwork :) Ich bin in dieser Zeit gerne zur Schule gegangen :)

Davor war ich auf ner normalen Hauptschule... meine Noten echt mies.... so im Schnitt bei 4 und 5.... ob ich nen Quali geschafft hätte? Keine Ahnung

Nach dem Schulwechsel hab ich ne Mittlere Reife mit 1,4 gemacht....

Ich bin absolut für neuartige Schulsysteme, mehr Freiheiten, und kleine Klassen.
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05.12.2007 11:49 Uhr von vorGebrauchschütteln
 
+14 | -14
 
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Baumschule: Mehr kann ich zu so einer Schule nicht sagen.

Ich habe in meiner Schulzeit die besten Noten nur bei den strengsten Lehrern gehabt, die mich auch gefördert haben.

Gerade eben weil der staatliche Zwang in den letzten Jahren so rapide abgenommen hat, gibt es so viele Schulversager. Weil jedoch aber natürlich das staatliche Bewertungssystem erhalten geblieben ist, ist es für die Schüler durch das Fehlen von Autoritärer Erziehung nicht mehr möglich da so einfach mitzukommen.

Das, was früher die Lehrer in rund 6 bis 8 Stunden täglich geschafft haben mit strenger Erziehung, wird heute durch teure Nachhilfen ergänzt. So sitzen die heutigen Schüler in der Regel min. 10 bis 12 Stunden täglich an ihren Büchern und Heften, um überhaupt mitkommen zu können. Und die Kinder, die sich das nicht leisten können, geben dann auf und setzen sich lieber vor die Glotze oder den PC.

Ich fand den Ansatz mit dem Lehrerkompetenz-Test viel besser. Einige Lehrer sollten wirklich nicht lehren, sondern in irgendein Verwaltungsbüro gesetzt werden.
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05.12.2007 12:03 Uhr von Nothung
 
+7 | -14
 
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@bigpapa: Danke für dieses Zitat, mein Tag ist gerettet:

"Walddorfschüler gelten immerhin allgemein als Elite der Schulbildung"
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05.12.2007 12:05 Uhr von Kirifee
 
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@vorGebrauchschütteln: Im Alten Schulsysem gab es genauso viel Hauptschüler, Realschüler und Gymis. Es gab nur einfach noch zukunft für die, die eben eher Handwerklich begabt waren und mit Schule nicht so viel anfangen konnten. Das gibts heute nicht mehr. Das ist der Unterschied.

Wenn du die Kinder zwingst werden sie Trotzen, sie werden nicht zur Schule kommen. Vor allem wenn sie durch schlechte Noten öffentlich Gedemütigt werden. Wenn sich dann durch lernen nicht schnell was dran ändert geben sies auf und lungern lieber wo rum und wolle anders erfolgreich sein. In dem sie sich die Aufmerksamketi durch "schlimmere" Sachen besorgen und sich so Rispekt aufbauen.

Damit das nicht passirt muss man was ändern eher in Richtung solch einer, ich nen sie mal, Freienschule. Mit merh Zwang kann man vielleicht die Schüler nur weiter Unterdrücken, das wird sich aber aus meiner sicht dann nicht positiv auf ihre Zukunft auswirken wenn sie nichtfrei denken und handeln dürfen.
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05.12.2007 12:23 Uhr von Mathimon
 
+10 | -5
 
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Ohje das werden sicher solche Kinder die keine Autorität kennen und sich bei jedem Scheiß auf den Boden werfen und kreischen. Später entwickeln die sich dann zu Gutmenschen und bilden zur Lösung jedes Problems eine Lichterkette.
Und die gute Nena scheint auch nicht wirklich den Durchblick zu haben. Irgendwie kommt die mir extrem naiv und leicht zugedröhnt vor wenn se mal was von sich gibt.
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05.12.2007 13:10 Uhr von vorGebrauchschütteln
 
+4 | -0
 
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@Kirifee: Dass die Hauptschule, Realschule und das Gymnasium abgeschafft bzw zusammengefügt werden sollte, da bin ich ganz dafür.

Aber keiner kann mir erzählen, dass so ein freies Schulsystem auch einsetzbar in Großstädten ist, wo ein großer Anteil der Schüler aus Emigrantenfamilien stammt.

Jeder, der in Hamburg gelebt hat bzw. lebt, weiss, dass es in Hamburg generell viele private und elitäre Einrichtungen gibt.
Wer also genug Geld und Zeit hat um sein Kind noch zusätzlich zur Schule zu fördern, der soll das ruhig machen.

Aber ein Konzept für die Masse ist das nicht. Denn nicht jeder hat die Zeit noch die Nerven oder das Geld, um seinem Kind solch eine Bildung bieten zu können.

Der Mensch hat nicht den Drang zu lernen ohne Anspurn. Wir Menschen versuchen nur so faul wie möglich zu sein, deshalb lernen wir in dieser Richtung und wir perfektionieren und planen, um unser Leben gemütlicher bzw. angenehmer zu machen. Was wissen Kinder aus solchen Ghettos denn schon vom Leben und was irgendwann wichtig sein wird.

Natürlich sollte es Freiheiten in der Unterrichtsgestalltung geben, denn nur dann kann sich eine Klasse mit dem Lehrer arrangieren. Aber stelle sich einer mal vor wie die Gestalltung des Unterrichts aussehen würde, wenn 40% der Klasse türkische, 30% arabische und 30% osteuropäische Kinder sind. Da würde jeder den einfachsten Weg gehen und nur in seiner Sprache, die zu Hause geprochen wird, sprechen. Es gäbe ja keinen Zwang mit der ganzen Klasse reden zu müssen.

Nur mit Zwang kann man diese "Gruppen" zur Zusammenarbeit bewegen.

Ausserdem hat Zwang doch nichts mit Unterdrücken zu tun! Oder fühlst du Dich unterdrückt weil du jeden Morgen gezwungen bist aufzustehen und sich zur Arbeit quälen musst?

Bestes Beispiel was passiert, wenn man einfach die bisherigen konventionellen Konzepte (Teamworkarbeit, Kompetenztest der Lehrer, Gewaltaufklärung, Unterrichtsplanverbesserung) an einer Schule durchführt, ist die Rütli Schule in Berlin. Die Schüler sind bereit sich "unterdrücken" zu lassen, wenn es dadurch eine Perspektive gibt.

Wenn der Staat sich mehr angagieren würde um auch auf anderen Schulen die Konzepte durchzugreifen, dann hätte wir weder Probleme mit Pisa noch mit zukünftigen Hartz IV Empfängern.

Aber das ist alles eine Kostenfrage letztendlich. Unsere Omis und Opis müssen ja versorgt werden. Und ohnehin befindet sich Deutschland im Räumungsverkauf, um k.A. was damit zu erreichen. Da ist kein Geld für Bildung.

Ich bleibe dabei: Die Nena-Schule sowie Waldorfschulen sind Schulen für die Elite damit der kleine Joshua oder die kleine Sophie sich nicht mit Murat und Jennine abgeben müssen. Diese armen Kinder sind ohnehin schon geplagt von ihrer Luft- und Lichtallergie, weil Mutti aus Langeweile zu sehr auf die Hygiene geachtet hat!

Sorry, wegen den vielen Vorurteilen.
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05.12.2007 13:15 Uhr von pippin
 
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@bigpapa: "Walddorfschüler gelten immerhin allgemein als Elite der Schulbildung."

Fehlt da eventuell ein Ironie-Smilie?
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05.12.2007 14:06 Uhr von kleiner erdbär
 
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kinder sind individuen was dem einen kind hilft kann dem anderen schaden!

insofern finde ich diese schule (und viele andere schulische "experimente" auch...) echt super!
natürlich gibt es kinder, die druck & strenge regeln brauchen, um was zu lernen - andere entwickeln sich eben in einer freien, selbstverantwortlichen atmosphäre besser!

da gibt es halt kein grundsätzliches "gut" oder "schlecht" sondern es ist die aufgabe der eltern, herauszufinden, wie ihre kinder am besten gedeihen...
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05.12.2007 14:48 Uhr von ginger42
 
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naja: Es gibt ja ähnliche Schulen wie Waldorf und die waren auch immer in der Kritik.
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05.12.2007 15:08 Uhr von Nothung
 
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@bigpapa: ich habe nicht richtig hingelesen. Nicht Waldorf- sondern Walddorfschüler bilden für dich die Bildungselite.
Ich dachte erst, was hat Töpfern mit Bildung zu tun?
Aber du meinst die Schüler eines nicht weiter konkretisierten Walddorfes. Das kann natürlich sein, dass es irgendwo im Wald ein Dorf mit einer Schule gibt, die von vielen schlauen Schülern besucht wird.
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05.12.2007 15:26 Uhr von andreascanisius
 
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Ich bin da wirklich skeptisch ich kann mir kaum vorstellen, dass so ein Kuschelkurs echte Erfolge bringt. Das Lernen von einfachen Dingen macht so viellecht Spaß, aber wenn es kompliziert wird, hilft nur Disziplin.


Meiner Meinung nach, sind die Lehrer an vielen Schulen einfach nicht streng genug und lassen sich auf der Nase herum tanzen.

Ich für meinen Teil habe bei den strengste Lehrern das meiste gelernt.
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05.12.2007 15:29 Uhr von bajtek
 
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harz4 empfänger und so erzieht Nena die neue generation der harz 4 empfänger...
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05.12.2007 15:34 Uhr von Aeoleth
 
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Vielleicht sollten: die Befürworter und Abkömmlinge solcher alternativen Schulsysteme 2-3 Minuten in die Überprüfung ihrer Orthographie packen um ihre Thesen nicht so schlecht aussehen zu lassen .. ?
Rechtschreibflames sind doch immer wieder nett =)

Und meine Meinung: Im späteren Leben kann man sich nicht aussuchen, was man wann wo arbeiten will. Letztendlich ist nicht die Abschlussnote einer Schule entscheidend für das Leben, sondern die Adaption an später folgende Probleme/Lebensumstände. Wenn Herr Wald-Dorf einen NC von 1.0 hat und Probleme mit Subordination, dann hilft ihm die 1.0 herzlich wenig.
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05.12.2007 15:57 Uhr von bigpapa
 
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toll 50 % zustimmung und -3: Ich liebe das Bewertungssystem

Was mein Komentar wegen der Waldorfschule angeht.

Ihr liebt doch Statistiken und Zahlen. In JEDER Statistik die ich bisher gelesen habe, gelten diese Schüler aus sehr gut ausgebildet. Was zu folge hat das da wenige Arbeitslos sind.

Einige sagten hier was von "fester Hand". Ich glaube die haben noch nie ne moderen Schule von innen gesehn.

Ich kenne weder diese Nena-Schule noch die Waldorfschule von innen.
/ironie on
Aber ich habe auch nochnie gelesen das dort Lehrer um Hilfe schreien weil ihnen die ach so lernbegierigen Schüler auf der Nase rumtanzen. Und die Unternehmen suchen ja nur deshalb hochqualifizierte Ing. + Techniker etc. weil sie langeweile haben. Das sind aber die Leute die in der Schule hart angefasst wurden. Streber gibts immer aber ohne Lust machste nix gescheites.
/ironie off

Leute das Schulsystem funktioniert einfach nicht. Ich habe damals (ca 30 Jahre her) im 3. Schuljahr schon Sachen gelernt die bringt ein Realschüler heute nicht im 8 Schuljahr fehlerfrei auf die Reihe. Und ich rede hier von den einzigen vergleichbaren Unterrichtsfach wo man nicht rumwusseln drin kann. MATHEMATIK .Man kann rechnen oder man kann es nicht.

Gruß

BIGPAPA
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05.12.2007 16:57 Uhr von Katatonia
 
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@Aeoleth: >>Und meine Meinung: Im späteren Leben kann man sich nicht aussuchen, was man wann wo arbeiten will.<<

Nur weil du dir das nicht aussuchen kannst, heißt das nicht, es wäre im realen Leben auch so. Mit Sicherheit nicht!

Also ich konnte mir in meinem ganzen späteren Leben nach der Schule aussuchen, wohin ich gehe und was ich lernen will. So sollte es auch sein. Denn Zwang ist nie effektiv.
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05.12.2007 18:32 Uhr von Antilicht
 
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Stimmt, das ganze Schulsystem ist für den Ar***. Na, ihr habt es ja begriffen. Wenn man selbst vor Jahren schlechte Erfahrungen mit seiner Schule gemacht hat, ist ja grundsätzlich mal alles schlecht, und Augenwischerei wie PISA hilft einem, ein schlecht durchdachtes Konzept in den Raum zu werfen. *narf*

Nehmen wir an, wir kippen unser dreigliedriges Schulsystem und gründen "mal eben" überall kollektive "freie Schulen", an denen alle Kinder selbst bestimmen, was sie lernen wollen - Frage ist noch, von wem, denn Lehrer gehören ja zur bsöen Diktatur, von denen sollen die Kleinen ja nichts hören müssen.
Ohne ein gewisses Maß an Steuerung wird so ein Konzept nicht funktionieren - und schon ist man wieder im diktatorischen Reglement. Vielleicht sollten wieder alle Eltern ihre Kinder zu Hause unterrichten? Nee, geht auch nicht, weil die Eltern ja ihre persönlichen Karrieren, Träume und Utopien ausleben wollen und sehr dankbar ihre Kinder in Schulen abgeschoben haben, ohne sich noch einen Deut darum zu kümmern, was passiert.

Keine Noten ist ja auch eine hübsche Idee, nimmt den Leistungsdruck und so. Aber schonmal Eltern auf einem Sprechtag erlebt, nachdem man ihnen in schönen Worten die Talente und Schwächen ihres Kindes offengelegt hat? "Jetzt labern ´se mal ned so rum, was für ne Note wird´s denn?" Aha. Gut. Ein einfaches "Noten abschaffen" wird nicht funktionieren, solange der Rest der Gesellschaft noch darauf getrimmt ist, nach Noten zu urteilen. Und was würde nach der Abschaffung der Ziffernnoten kommen? Verklausulierte Schönfärbereien, wie man sie auch im Arbeitszeugnis hat - und jeder weiß, was mit "Er bemühte sich stets" gemeint ist.

Behu hat ein schönes System angesprochen... Keine Klasse größer als 15 Leute - sowas nennt man "Optimalklassen", da ist auch jeder Lehrer dafür, dummerweise reichen die Raumkapazitäten der Schulen (und natürlich der finanzielle Hintergrund) dafür meistens nicht aus. Wenn dafür jemand eine Lösung kennt, bekommt er Handkuss, Orden und den Superpreis dafür von mir.
Auch die Idee der "Wahlpflichtfächer" (frei Wahl des Kurses, aber verpflichtende Anzahl) ist klasse - darüber sollte man tatsächlich auch von Staatsseiten her mal nachdenken. Und die Frage ist, wer dann immernoch wegen zu viel Zwang auf die Barrikade steigt.

Fazit: Es gibt sicherlich einiges, was man an deutschen Schulen verbessen könnte, aber dieser Bockmist im Sinne von "Frontalunterricht-ist-böse" und "her-mit-der-antiautoritären-Kuschelpädagogik" bringt ebenfalls niemanden weiter. Und solange kein fundiertes Konzept abseits der üblichen Extremansichten vorgestellt wird, behalte ich lieber das jetzige Schulsystem und versuche, zumindest im Kleinen die eine oder andere bescheidene Situation an deutschen Schulen zu ändern.
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05.12.2007 19:45 Uhr von Sonnflora
 
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@ Antilicht: "Behu hat ein schönes System angesprochen... Keine Klasse größer als 15 Leute - sowas nennt man "Optimalklassen", da ist auch jeder Lehrer dafür, dummerweise reichen die Raumkapazitäten der Schulen (und natürlich der finanzielle Hintergrund) dafür meistens nicht aus. Wenn dafür jemand eine Lösung kennt, bekommt er Handkuss, Orden und den Superpreis dafür von mir"

Hätte da eine Idee. Vielleicht könnten die hohen Herren Politiker ihre Diäten nicht um fast 10% sondern nur um 2-3% erhöhen (würde vollkommen reichen, Rentner bekommen noch weniger)? Von dem Geld, was dadurch gespart wird, werden neue Schulen gebaut. :-))


Allgemein:
Ich würde es am besten finden, wenn bis zur 8.Klasse alle Fächer unterrichtet werden, um ein allgemeines Grundwissen zu vermitteln. So und ab der 8. Klasse sollten Schüler selbst entscheiden können welche Fächer oder zusätzlichen Kurse sie machen wollen. Ganz nach Interesse und Begabung. Und natürlich sollten dann auch Fächer abgewählt werden können, außer vielleicht Mathe, Deutsch und Englisch.

Noten sollten schon vergeben werden, aber so, daß diese nicht von den Launen und Sympathien des Lehrers abhängen. Da wäre ein festgelegtes Notensystem am besten (z.B. 100% richtig = 1; 90-99% richtig = 2; u.s.w.). Dann ist auch ganz klar zu erkennen, ob ein Schüler den Stoff beherrscht oder nicht.

Hauptschule, Realschule und Gymnasium abzuschaffen, würde ich auch befürworten und dafür die Schulzeit für alle auf 12 Jahre festlegen. Denn die Menge an Lernstoff ist ja nicht weniger geworden, im Gegenteil.
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05.12.2007 19:58 Uhr von AngelclingDreams
 
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Ansich gut: Eigentlich ist es ja ganz gut den Unterricht mal etwas locker und interessanter zu gestalten, aber ich fürchte so wie beschrieben würde zu viel auf der strecke beleiben. Wenn man es schaft das die Kinder genug lernen das sie nicht irgendwo was verpassen usw. dann ist das doch gut wenn es nicht so zwanghaft zugeht. Das kann viel Stress und Unbehagen vermeiden Dann müssen se auch nicht später Amok laufen und es auf Spiele schieben lassen

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