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Angola: "Miss Landmine 2008"-Siegerin erhält eine Beinprothese - Schönheitswettbewerb in der Kritik

Der aus Norwegen stammende Regisseur Morten Traavikr hat nach eigenen Angaben ein Kunstprojekt initiiert. Er veranstaltet per Internet den Wettbewerb "Miss Landmine 2008", bei dem sich zehn Frauen aus Angola, die durch Landminen verstümmelt wurden, zur Wahl stellen.

Die Siegerin dieser Aktion erhält eine Beinprothese als Preis. Der Norweger will mit dieser Aktion auf das Leid der unzähligen Menschen hinweisen, die durch Landminen in Angola schwer entstellt wurden.

Allerdings gibt es viele Stimmen, die diesen Schönheitswettbewerb nicht für gut befinden. So meint etwa das norwegische Feministinnenmagazin "Fett", dass "Miss Landmine" rein voyeuristisch sei, da die Wahl nur auf Frauen abziele, obwohl auch Männer durch Landminen schwer verletzt wurden. Eine weitere Zeitung sieht einen "sozialpornographischen Touch".


WebReporter: rheih
Rubrik:   Kurioses
Schlagworte: Kritik, Sieger, Schönheit, Miss
Quelle: www.spiegel.de

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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04.12.2007 17:26 Uhr von werwolf0815
 
+6 | -9
 
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über was sich manche leute aufregen

mal schaun was passiert wenn ich bald ein "mister-holocaust" wettbewerb organisiere und als preis gibts n stück hitler. xD
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04.12.2007 17:32 Uhr von ginger42
 
+9 | -6
 
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Geschmacklos: Ich finde es geschmacklos aus dem Leid der Frauen einen Wettbewerb zu veranstalten.
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04.12.2007 17:48 Uhr von Valdur
 
+4 | -0
 
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Irgendwie hab bin ich mir nicht sicher ob ich das gut oder schlecht finden soll... Aber das nur die erste ne Beinprotese bekommt und die anderen weiter humpeln müssen find ich echt beschissen! warscheinlich gewinnt die die am wenigsten verstümmelt ist und sowiso die kleinsten probleme damit...
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04.12.2007 18:20 Uhr von Aktos
 
+5 | -2
 
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also: egal ob geschmacklos oder nicht, es ist gut, dass dadurch auf dieses große problem hingewiesen wird. wer hier kritisiert, soll nie wieder mit menschenrechten daherkommen
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04.12.2007 19:00 Uhr von meep
 
+3 | -2
 
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Miss Landmine wenn ich so einen kranken Quatsch schön höre. Meine Güte wenn man den Menschen dort helfen will, dann bestimmt nicht mit so einem grotesken Wettbewerb. Und wie schon Valdur schrieb, dass die anderen weiter humpel müssten, ist ja wohl unter aller Sau!
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04.12.2007 19:29 Uhr von terrordave
 
+5 | -1
 
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ich finde es gut: auch oder gerade weil ich misswahlen lächerliche veranstaltungen finde, hat dieses hier was gutes, es macht nämlich tatsächlich auf solche leute und schicksale aufmerksam. immerhin kommen die nachrichten davon bis hierher nach sn und wir wissen jetzt "in angola gibt es viele leute die von landminen furchtbar verstümmelt werden". es liegt durchaus im bereich des möglichen, dass das ca die hälfte der leser hier nicht wussten. sucht mal nach der letzten news aus angola. angola, wer kennt das schon?!
die misswahl hier zeigt doch gerade, dass man nur mit solch einer grotesk von der norm abweichenden bühne auf leid aufmerksam machen kann. irgendwelche sentimentalen heul-videos auf arte bringen es nicht mehr, man ist einfach zu abgestumpft. also nimmt man heute das normale, sowieso umstrittene und pervertiert es bis zum haareraufen. dann hat man erfolg...
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04.12.2007 19:50 Uhr von Beergelu
 
+4 | -1
 
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@Terrordave: Ich kann mich dir nur anschließen.
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04.12.2007 20:58 Uhr von Aurinko
 
+2 | -1
 
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Die Einzigen die sagen können ob geschmacklos oder nicht, sind die Teilnehmerinnen selbst! Und offenbar finden es die Frauen eben nicht geschmacklos - sonst würden sie wohl kaum daran teilnehmen.
Also urteilt doch nicht über eine Situation, die Ihr gar nicht einschätzen, geschweige denn nachvollziehen könnt!

Und letztendlich wir nach dieser Wahl eine Frau wieder einigermaßen vernünftig laufen können. Ohne die Wahl wäre es gar keine. Ein kleiner Schritt, aber ein Schritt.
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04.12.2007 22:21 Uhr von Donkanallie
 
+1 | -0
 
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Das sich ein Feministinnen Magazin "FETT" nennt finde ich irgendwie bezeichnend^^
BTW: Eine Feministin ist das weibliche Gegenstück zu einem Macho aber komischerweise ist der Ausdruck nicht negativ belegt 0-o
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04.12.2007 22:51 Uhr von jsbach
 
+1 | -0
 
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Gestraft sind ja: diese Frauen -und auch Männer -genug die da bleibende Schäden haben. Aber sind wurden ja nicht gezwungen daran teilzunhmen. Angeblich sind ja weltweit fast 300.000 qkm (BRD-Größe) von Lanminen verseucht. Unfassbar diese heimtückische Waffe. Ächtung weltweit!
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04.12.2007 23:50 Uhr von christianwerner
 
+1 | -0
 
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Find´s gut: Anschließend an den Kommentar von terrordave finde ich die Aktion ebenso gut. Die Webseite http://www.miss-landmine.org zeigt Fotos von Frauen, die wegen ihrer Behinderung in der "normalen" Welt nie die Chance hätten, an einer Miss-Wahl teilzunehmen. Frauen die sichtlich Spaß hatten an den Foto-Shootings, am Strand oder in einer feinen Lobby. Wohl eine nette Abwechslung wenn man liest, dass die meisten arbeitslos oder max. Straßenhändler sind.

Demnach liest sich dann auch das Manifest des Projekts:
- weiblicher Stolz
- Infragestellung herkömmlicher Schönheitsideale
- Information über Landminen, global und lokal
- Feiern wahrer Schönheit
- die Bezeichung "Überlebende" statt "Opfer" durchzusetzen
...

@Valdur, lies die Quelle: "...wäre ja sehr glücklich, wenn genug Spender zusammenkämen, damit alle Frauen eine Prothese bekämen"
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05.12.2007 00:41 Uhr von Borgir
 
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geschmacklos?? würde der so eine aktion nicht starten wüsste doch keiner dass es ein solches problem in angola überhaupt gibt....ich finde die aktion gut
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05.12.2007 09:49 Uhr von vst
 
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gute aktion: daumen hoch
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05.12.2007 09:52 Uhr von fpanyre
 
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super sache, super musik: krüppel sind angesagt.
krüppelminister, krüppelolympiade, warum nicht auch krüppelmodells?
und auf diese weise sieht man endlich mal die schönen seiten von angola, einem christenland voller öl, diamanten und elefantenhäuten.
problematisch ist nur die sache mit den landminen.
die schaffen und sichern nämlich hier in deutschland einige tausend arbeitsplätze.
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05.12.2007 17:33 Uhr von chaoslogic
 
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Schlechten Schlaf den Mördern: @fpanyre
und die Arbeitnehmer dieser tausend Arbeitsplätze können hoffentlich angesichts der Kampagne "Miss-Landmine" wieder etwas schlechter Schlafen.

Zur News:
Aber trotz all dieser Hinweise,es wird weiter fleissig Menschentötungswerkzeug gebaut,versteuert und exportiert.

Je effizienter,je geringer die Aussichten auf eine Klage.

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