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Ausgaben für Arzneimittel enorm gestiegen

Wie der Bundesverband der AOK mitteilte, sind die Kosten der Krankenkassen für Arzneimittel im Jahr 2007 stark gestiegen. In den ersten zehn Monaten des Jahres betrugen die Ausgaben bereits 21,174 Mrd. Euro, was 8,5 % mehr als im gleichen Zeitraum des Jahres 2006 sind.

Ein Grund ist die Anhebung der Mehrwertsteuer zu Beginn des Jahres, weshalb die Kassen eine Verringerung auf 7% fordern, was laut AOK eine Entlastung von 2,5 Mrd. Euro bedeuten würde.

Aber auch ohne die MwSt-Erhöhung lag das Ausgabenplus bei 5,7%, da die Kassen u.a. die Kosten von allen empfohlenen Impfungen übernehmen müssen. 1993 lagen die Ausgaben für Tabletten und Spritzen noch bei 14,2 Mrd. Euro, im letzten Jahr waren es knapp unter 26 Mrd. Euro.


WebReporter: Jimyp
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Ausgabe, Arznei, Arzneimittel
Quelle: de.news.yahoo.com

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.12.2007 19:19 Uhr von Jimyp
 
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Einerseits beklagen sich die Krankenkassen immer über gestiegene Ausgaben, aber anderseits hört man auch immer wieder über milliardenschwere Gewinne der Kassen.
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01.12.2007 19:48 Uhr von ginger42
 
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lol: Leider ist es ja so das alles im Moment steigt nur das Arbeitslosengeld und Hartz4 nicht.
Bald kann man sich gar nicht mehr erlauben krank zu werden.
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01.12.2007 19:58 Uhr von *50CeNT*
 
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nicht nur arbeitslosengteld und hartz4 steigen nicht, sondern die löhne genauso -.-
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01.12.2007 21:20 Uhr von tertius
 
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Deutschland der drittgrößte Gesundheitsmarkt: Deutschland sei der drittgrößte Gesundheitsmarkt der Welt, sagt Elmar Esser, einst in Diensten der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände und jetzt selbstständiger Pharmaberater. Und ein »Paradies für Arzneimittelhersteller«, sagen Koalitionäre – hinter geschlossenen Türen. Hierzulande dürfe jeder Hersteller selbst bestimmen, zu welchem Preis ein neues Medikament auf den Markt kommt. Eine Regelung, die sich mehrfach bezahlt macht: An dem vergleichsweise hohen »deutschen Preisindex« orientieren sich EU-Staaten wie Großbritannien, Frankreich oder Spanien, wenn sie mit den Pharmakonzernen die jeweils üblichen Obergrenzen verhandeln. Zudem fällt in Deutschland jedes neu zugelassene Medikament sofort unter die Erstattungspflicht der Krankenkassen – wie sonst nur in den USA. Eine Positivliste, die die Zahl der Präparate begrenzt, verhinderten die Hersteller bisher. Vor allem steigende Herstellerabgabepreise für verschreibungspflichtige neue Medikamente trieben auch 2005 den Umsatz in deutschen Apotheken um neun Prozent auf knapp 22 Milliarden Euro, ermittelte IMS Health.

Die höhere Umsatzsteuer sollen allein die Patienten zahlen

Fortschritt und Schaden liegen selten so nahe beisammen wie im Streit um so genannte Innovationen, sagt Johannes Lütz vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Zwar kann ein modifiziertes Molekül schon »massive Heilungsfortschritte« bewirken. Aber muss es deshalb patentrechtlich als Innovation geschützt und als solche honoriert werden, wie der VFA fordert? Nein, sagt Lütz, »ein neues Medikament für eine Krankheit hat eine andere Dimension.« Für die forschenden Pharmaunternehmen ist die Dimension vor allem eine finanzielle: Neue patentgeschützte Medikamente verhießen bisher maximale Erlöse bei meist minimalen Herstellungskosten – und das sechs bis fünfzehn Jahre lang vom Zulassungstag an. Die Situation ist kompliziert. Die Krankenkassen zahlten im vergangenen Jahr von insgesamt 140 Milliarden Euro mehr als 25 Milliarden Euro für Arzneimittel, davon 1,2 Milliarden Euro für patentierte Scheininnovationen ohne nachgewiesenen Zusatznutzen. Inzwischen liegt das hiesige Gesundheitssystem bei den Kosten an der Spitze, aber bei der Qualität im Mittelfeld.
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01.12.2007 21:37 Uhr von tertius
 
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Die Gesetze der Pharma-Industrie: 1.Die Pharma-Industrie ist eine Investitionsindustrie, deren einzige Triebfeder die Profite ihrer Aktionäre ist. Die Verbesserung der Gesundheit des Menschen gehört nicht zu den Motivationen dieser Branche.
2.Die pharmazeutische Investitionsindustrie wurde über ein ganzes Jahrhundert von denselben Investitionsgruppen künstlich geschaffen und strategisch entwickelt, die die petrochemische und die chemische Industrie weltweit kontrollieren.
3.Die enormen Gewinne der Pharma-Industrie basieren auf der Patentierbarkeit neuer Medikamente. Es sind im Wesentlichen diese Patente, die es den Arzneimittelherstellern ermöglichen, die Profite für ihre Produkte willkürlich festzusetzen.
4.
Der Marktplatz für die pharmazeutische Industrie ist der menschliche Körper – aber nur solange er krank ist. Aus diesem Grund ist die Erhaltung und Verbreitung von Krankheiten eine unverzichtbare Voraussetzung für das Wachstum der pharmazeutischen Industrie.
5.Eine wichtige Strategie, um dieses Ziel zu erreichen, ist die Entwicklung von Arzneimitteln, die die Symptome lediglich überdecken, während sie gleichzeitig eine Heilung oder die Ausmerzung von Krankheiten verhindern. Dieses Vorgehen erklärt auch, warum die meisten rezeptpflichtigen Medikamente, die heutzutage vermarktet werden, keine nachweisliche Wirksamkeit besitzen und nur auf die Symptome abzielen.
6.Um ihren pharmazeutischen Markt weiter auszubauen, sind die Arzneimittelunternehmen ständig auf der Suche nach neuen Anwendungen (Indikationen) für den Einsatz der Medikamente, die sie bereits vermarkten. So nehmen beispielsweise 50 Millionen gesunde US-Amerikaner das Schmerzmittel Aspirin von Bayer in der Hoffnung, dass es Herzinfarkte verhindert.
7.Eine weitere wichtige Strategie zum Ausbau der pharmazeutischen Märkte besteht darin, neue Krankheiten mit Medikamenten zu schaffen. Die meisten verschreibungspflichtigen Arzneimittel, die heute von Millionen Patienten genommen werden, überdecken die Symptome nur für kurze Zeit, verursachen aber eine Reihe neuer Krankheiten aufgrund ihrer bekannten Langzeitnebenwirkungen. So weiß man zum Beispiel von allen cholesterinsenkenden Mitteln, die zurzeit auf dem Markt sind, dass sie das Risiko, an Krebs zu erkranken, erhöhen – jedoch erst nach einigen Jahren.
8.Die bekannten tödlichen Nebenwirkungen von rezeptpflichtigen Medikamenten sind die vierthäufigste Todesursache in der industrialisierten Welt, nur noch übertroffen von der Zahl der Todesopfer, die Herzinfarkte, Krebs und Schlaganfälle fordern (Journal of the American Medical Association, 15. April 1998). Diese Tatsache überrascht nicht weiter, denn die Patente für Arzneimittel werden in erster Linie für neue synthetische Moleküle erteilt. Alle synthetischen Moleküle müssen entgiftet und aus dem Körper entfernt werden, ein System, das häufig fehlschlägt und in einer wahren Epidemie schwerer und tödlicher Nebenwirkungen resultiert.
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01.12.2007 21:38 Uhr von Isamu_Dyson
 
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mehrkosten: alles was ich hier sehe deutet wohl dann auf die nächste erhöhung der beiträge hin. gestiegener gewinn, unrentable verwaltung, geringere löhne...also klar müssen die beiträge rauf.

wäre ja auch eine schande wenn man den regordgewinn nächstes jahr nicht überbieten würde. undenkbar!
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02.12.2007 00:53 Uhr von Borgir
 
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dann: haben die ganzen "reformen" bei den kassen das gebracht, was zu erwarten war....gar nix
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03.12.2007 17:00 Uhr von KDP
 
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Nur verschweigen die alle: Die Verwaltungskosten betragen ca. 70 % der Gesamteinnahmen!!!!!
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04.12.2007 15:16 Uhr von Knötterkopp
 
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Umsatzstsuer verantwortlich für Mehrausgaben? Mal sehen: eine Steigerung der Umsatzsteuer von 16% auf 19% bedeutet einen netto-Preisanstieg um 2,58% (von 116 auf 119).
Diese 2,58% erklären also Kostensteigerungen von 8,5% ?!?!?

Für wie dämlich hält man eigentlich die Adressaten solcher Verlautbarungen??
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05.12.2007 22:35 Uhr von Hier kommt die M...
 
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Blödsinn: Die Usache für die gestiegenen Kosten liegt bei den Pharmafirmen, die wie immer den Hals nicht voll genug bekommen können. Wegen irgendwelcher Patentrechte werden dann Tabletten, die in der Herstellung ein paar Cent kosten, für zig Euro verkauft.

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