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Afghanistan: Luftwaffenoffizier soll mit Peitsche auf Untergebene losgegangen sein

Luftwaffen-Angehörige, die zum Aufklärungsgeschwader "Immelmann" gehören, haben, nachdem sie aus dem afghanischen Masar-i-Scharif wiederkamen, schwere Vorwürfe gegen einen Vorgesetzten geäußert.

Bei dem Offizier handelte es sich um einen Major, der bis zum November im Bereich "Einsatzunterstützung" in Masar-i-Scharif tätig war. Der Offizier soll untergebene Soldaten würdelos behandelt haben. Auch verbale und körperliche Attacken mit einer Peitsche sollen zum Zuge gekommen sein.

Nun wurde von der Luftwaffe ein Disziplinarverfahren eingeleitet, dazu wurde auch gleichzeitig Staatsanwaltschaft Flensburg informiert, die auch gleich die Ermittlungen aufnahm. Erst nach der Wiederkehr aus Afghanistan, bei Befragungen, kam der Skandale zu Tage.


WebReporter: PortaWestfalica
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Afghanistan, Luftwaffe, Peitsche
Quelle: www.spiegel.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.12.2007 14:43 Uhr von snm
 
+0 | -2
 
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Kann doch alles nicht sein: In der BW gibt es genug Möglichkeiten sich gegen solche Behandlungen zu wehren, ohne das man Nachteile befürchten muss. Die absolute Mehrheit der Vorgesetzten dürfte so ein Verhalten nicht akzeptieren. Darüber hinaus gibt es den Wehrbeauftragten, der bei solchen Eingaben sicher sehr schnell reagieren würde. Von mir hätte es sofort eine Anzeige wegen Körperverletzung gegeben. Da würde ich gar nicht erst ins SG oder WStG schauen.
Das ganze klingt für mich irgend wie unglaubwürdig. Vor allem weil es sich um die Luftwaffe handelt, da gibt es gar keine richtigen Soldaten :-)
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01.12.2007 15:12 Uhr von Nuernberger85
 
+0 | -2
 
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toll: die sehr schnell reagieren würden!nützt den personen, die ausgepeitscht wurden, auch nix mehr!
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01.12.2007 15:16 Uhr von maki
 
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"Immelmann"? Naaaja, ganz in alter Tradition, wa?

"Ritterkreuzträger Leutnant Schwirblat von der Panzerstaffel des Immelmann-Geschwaders: "Den Panzern ist es völlig gleich, ob sie von uns mit einem oder zwei Beinen abgeschossen werden.""
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01.12.2007 15:37 Uhr von snm
 
+1 | -1
 
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@ Nuernberger85: Wenn mich ein Vorgesetzter körperlich misshandelt, oder mich bedroht, wäre ich am gleichen Tag bei seinem Disziplinarvorgesetzten. Am nächsten Tag läge dort eine entsprechende Beschwerde nach der WBO vor. Sollte ich mich ernsthaft bedroht fühlen, oder es sich um einen tätlichen Angriff halten, würde ich auch nicht zögern und bei der nächsten Polizeidienststelle eine Anzeige wegen Körperverletzung aufgeben (im Einsatz natürlich schwierig).

Den Wehrbeauftragten kannst du auch aus dem Einsatz telefonisch erreichen. In einem Fall von Körperlicher Misshandlung oder akuter Gefahr, würde der sich sofort einschalten.

Bild und Spiegel scheinen aber mal wieder auf Sensation statt auf Tatsachen aus zu sein. Wie andere Medien berichten, hat der Major einen "Offizierskameraden" mit einer Peitsche bedroht. Als Offizier sollte sich dieser Kamerad zu wehren wissen. Der Rest der "Misshandlungen", die sicher geahndet werden, klingen nicht so schwerwiegend. Dieser Fall ist sicherlich schlimm für die BW, hat aber vermutlich nicht die Dimensionen wie die Vorkommnisse in Coesfeld. Wenn sich die Vorwürfe bestätigen, wird der Major hoffentlich sofort entlassen.
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01.12.2007 15:55 Uhr von ElChefo
 
+1 | -1
 
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@snm: Hast recht.
Nur einige Dinge so halt reingeworfen:
Die 24h-Wartepflicht bei Beschwerden nach der WBO ist dieses Jahr gefallen. Man kann also direkt hingehen und sich beschweren.

Was die Anzeige solcher Verfehlungen (Unbotmässiges Verhalten eins Offiziers, Mißhandlung Untergebener, Körperverletzung) angeht, da kann man sich auch im Einsatz an mehrere Stellen wenden, nicht zuletzt an die örtlichen Feldjäger. Auch in Masar.

Und zu guter letzt, mein Favorit: Wenn mich jemand körperlich angreift und ich mich bedroht fühle, spricht der Dienstherr, wenn ich mich zur Wehr setze(natürlich in vernünftigem Maß), von Notwehr und nicht von Tätigkeit gegenüber einem Vorgesetzten. Also... wenn da ein Major mir die Peitsche überziehen würde, könnte der quasi gleich um die Ecke gehen, sich warmbluten. Kann ja echt nicht angehen.

PS: Luftwaffe. Naja, was will man auch von dem IKEA-Haufen erwarten. Die fühlen sich doch schon angegriffen, wenn sie mal in einer ordentlichen (Heeres-)Kaserne ihre Mütze aufsetzen müssen ^^
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01.12.2007 20:26 Uhr von ron11
 
+0 | -4
 
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drehen: nun alle durch wenn sie im kriegseinsatz sind......amerikaner, englaender....egal wer......wird gegen menschrechte verstossen.....sind wir gar nicht richtig ausgebildet fuer kriegseinsaetze.........versagt die theorie....das heisst die ausbildung.......fuer solche einsaetze

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