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Japan: Mann arbeitete sich zu Tode - Gericht erkennt auf Arbeitsunfall

Vor fünf Jahren war ein 30-jähriger Toyota-Ingenieur während der Arbeit umgekippt und kurz darauf war er tot. Seine Witwe wollte daraufhin Rente vom japanischen Staat haben, mit der Begründung, dass es sich dabei um einen Arbeitsunfall gehandelt hat.

Sie erklärte, dass ihr Mann infolge unzähliger Überstunden (in seinem letzten Monat soll er 150 zusätzliche Stunden abgeleistet haben) Herzrhythmusstörungen bekommen hatte, die dann zu seinem Ableben geführt haben.

Das Gewerbeaufsichtsamt der Gegend wollte der Frau keine Witwenrente gewähren. Das Amt meinte, der Mann habe lediglich 45 Stunden mehr gearbeitet und das hänge nicht mit seinem Tod zusammen. Ein Gericht fällte jetzt ein Urteil zu Gunsten der Frau und meinte, dass der Mann rund 107 Überstunden hatte.


WebReporter: rheih
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Mann, Gericht, Japan, Arbeit, Arbeitsunfall
Quelle: magazine.web.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.11.2007 19:35 Uhr von Lowjack-Matrix
 
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Pha: Seit doch nicht so Knickrig...
Immernoch diese Gier in der Welt.
Ehrlich das kotzt mich an.
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30.11.2007 20:35 Uhr von Isamu_Dyson
 
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es läßt sich kurz fassen geld, gier und macht. das sind unsere grundätze, die die existenz des heutigen menschen ausmachen.

freiheit, moral, grechtigkeit...das sind nur noch träume von gestern.

die menscheit entwickelt sich zurück ins mittelalter, ja sogar zur antike. technischer fortschritt ja...sozialer fortschritt? mitnichten...eher das gegenteil.

was sind da schon 107 überstunden...die kann man auf 45 beschönigen und was kümmert schon das ableben eines arbbeitnehmers das unternehmen.

arbeite dein leben für ein unternehmen...am ende bekommst du einen händedruck und einen blumenstrauß das du sie nach vorne gebracht hast und sie ihre taschen mit geld vollstopfen konnten.

das ist doch keine zivilisation!

der mensch...sklave seiner igenen erfindung, des geldes...
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30.11.2007 22:44 Uhr von jsbach
 
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@Isamu_Dyson: wie willst du das umgehen?
Wenn ich aus Medienberichten weiss, was aus der damals so viel gefeierten 35-Stunden Woche zwischenzeitlich geworden ist.. 38, 40 oder mehr...
Ich sehe es bei meinem Sohn: Entweder man zieht mit oder steht auf der Straße oder wird dann H IV Empfänger...
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30.11.2007 23:59 Uhr von Isamu_Dyson
 
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@jsbach: ich persönlich kann da recht wenig machen, nur das volk kann etwas bewegen. die unternehmer müssen verstehen das ihr erfolg auf der arbeits der kleinen arbeitnehmer basiert und nicht der manager.

der arbeitnehmer ist keine maschine noch ein subjekt das mit furcht und angst in einem job leben sollte. z.b. im verkauf ist das mobbing dermaßen ausgeprägt das es schon fast ein überlebenskampf ist und du aufpassen mußt wer die nächste intrige gegen dich spinnt.

die arbeitgeber sind in der pflicht den arbeitnehmer nicht zu überlasten, leistungsgerechtes gehalt bezahlen und es nicht dazu kommen darf, das soviele überstunden gemacht werden.

aber wie gesagt im moent haben arbeitgeber andere ziele im auge. ihre soziale verpflichtung haben sie vergessen.

früher machte jeder seine aufgabe und gut war. heute werden leute entlassen und jemand anders muss die aufgaben mit übernehmen, anstatt eine neue person eingestellt wird.

wie fast überall in stellenazeigen zu lesen ist, muss jeder fast 3-4 bereiche gleichzeitg übernehmen.

fürher was customer relations oder auch kundenberatung reine berater tätigkeit. nun muss jeder auch mit verkaufen...dazu noch kaltaquise.

viele junge menschen haben schon mit 25 ihren "burnout" nachdem sie ein jahr lang alle arbeit angenommen haben, was für sie selbstverständlich ist zudem auch sonst jobverlust droht.

dann kommt der tag wo nichts mehr geht...keine energie...kollaps. ein wiedereinstieg in den beruf gelingt nur wenigen.

depressionen und burnouts sind keine seltenheit mehr, werden aber nicht weiter beachtet. selbst bei kindern und jugendlichen haben depressionen stark zugenommen...im 3 stelligen prozent bereich.

das sollte jedem zu denken geben...
wir dürfen uns nicht so ausnutzen lassen.
wir müssen für unsere rechte kämpfen, denn uns wird nirgends was geschenkt. wer nicht aufmuckt wird bald eine 60h woche haben und fpr 400€ arbeiten...hauptsache nicht hartz iv.

bisher meckern alle nur...nur ist die frage wielange wird gemeckert bis das fass überläuft? wenn ein tier in eine ecke gedrängt wird kann es zur bestie werden...und deutschland beweget sich darauf zu. zuviele arbeitnehmer sehen kaum noch einen ausweg...und dann kanns für alle gefährlich werden.
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01.12.2007 00:43 Uhr von Borgir
 
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recht so: das wird noch vielen anderen menschen so gehen in der heutigen welt
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01.12.2007 13:29 Uhr von El Indifferente
 
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Die Japaner sind doch krank: In Japan ist das nichts ungewöhnliches.
Meines Wissens nach ist Japan das einzige Land, dass sogar einen eigenen Begriff für "Tod durch Überarbeitung" hat.
Die nennen das Kar?shi
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01.12.2007 13:30 Uhr von El Indifferente
 
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Mist: Im Kommentarfenster hat es noch gut ausgesehen.
Der Begriff lautet Karoshi mit einem Balken über dem o. Hat SN aber nicht angenommen, wie man an dem ? sehen kann.
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01.12.2007 22:42 Uhr von CHR.BEST
 
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Steht das nicht in der neuen Agenda? Totarbeiten statt Rente, damit eine kleine Oberschicht in Luxus leben kann?

Dann doch lieber garnicht arbeiten und nicht konsumieren. Das System funktioniert doch nur deshalb so gut weil sich zuviele zu bereitwillig ausbeuten lassen. Bei Japanern kommt dann noch soetwas wie ein falsch verstandenes Ehrgefühl hinzu, was den Unternehmern dort natürlich sehr entgegenkommt.

Nee, das kann es nicht sein. Diogenes brauchte auch kein Handy mit dem neuesten Klingelton drauf um ein glückliches Leben zu führen.
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02.12.2007 03:35 Uhr von Marodeur2
 
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Soziale Verantwortung: Ich liebe es wenn Leute mit dem Schlagwort der "Sozialen Verantwortung der Unternehmer" argumentieren. Was ist denn die soziala Verantwortung? Für mcih ist die soziale Verantwortung des Unternehmers, Kapital zu erhalten und aufzubauen. Denn es ist das Kapital das letztlich unsere Arbeitskraft vervielfältigt udn den Unterschied zur Subsistenzwirtschaft des Mittelalters ausmacht. Die Menschen sind nicht klüger geworden oder schneller oder besser, aber das Kapital hat zugenommen, indem es nicht mehr nur den Boden gibt sondern auch und vor allem geistiges und maschinelles Kapital.

Außerdem hat das nix mit der News zu tun, da dort nichts steht warum der Mann so viele überstunden geleistet hat. Wenn es Toyota schuld wäre, dann müsste Toyota ihn ja dazu gezwungen haben, dnan hätte Toyota aber ja auch alle anderen Ingenieure gezwugen, die dann auch alle tot oder Krankenhausreif wären, ergo hätte Toyota keine Maschinen mehr und wäre pleite. Ist doch Unsinn.
Typisch das gewisse politische Linien immer mit ihren gleichen falschen Parolen ankommen bei jedem Strohhalm. Leider gibt es weder DDR noch Ostblock, daher bleibt nur die Aufforderung nach Nordkorea oder Kuba zu gehen. Macht dort Euer Ding, und wenn es wirklich funktioniert, dann könnt ihr Euch ja mit uns vereinigen um uns armen Dummen zu helfen, so wie wir es mit DDR und Co gemacht haben. lol.
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02.12.2007 03:37 Uhr von Marodeur2
 
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@CHR.Best: Das bleibt dir frei. Erwarte aber nicht das dir die "Oberschicht" dann H4 leistet oder dir Spenden gibt. Wer wie Diogenes leben will, dem wird in diesem System kein Stein in den Weg gelegt.
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03.12.2007 12:25 Uhr von ArrowTiger
 
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@Isamu_Dyson: -- "die unternehmer müssen verstehen das ihr erfolg auf der arbeits der kleinen arbeitnehmer basiert und nicht der manager."

Ein Unternehmer weiß das auch, und handelt danach, wenn er seinen Betrieb lange erhalten will. Es sind zu viele Manager von Unternehmen, die keine Ahnung haben, oder denen das alles am Ar*** vorbei geht, da sie ohnehin nur ein paar Jahre überbezahlte Arbeit liefern, und dann weiterziehen. Und bei Managementfehlern gibt es im Optimalfall (zumindest in D) auch noch eine kräftige Abfindung zur Verabschiedung dazu.

Das hat aber mit "Unternehmertum" nichts zu tun, und kann nur schiefgehen...
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03.12.2007 12:35 Uhr von ArrowTiger
 
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@Marodeur2: -- "Das bleibt dir frei. Erwarte aber nicht das dir die "Oberschicht" dann H4 leistet oder dir Spenden gibt."

Wird er wohl auch nicht. Und wenn alles gerecht zuginge, wäre ja nichts groß dagegen einzuwenden.

Es verwundert mich jedoch (nicht wirklich) zutiefst, wenn dann im Gegenzug genau jene "Oberschicht" ganz massiv die Hände aufhält, wenn es um den Empfang ihrer eigenen Sozialleistungen in Fom von Steuergeschenken, Subventionen, etc. geht. Diese werden schließlich ebenfalls von der Allgemeinheit bezahlt, wie Hartz IV, etc... (nur, daß ein H4-ler deutlich weniger erhält). Wenn diese "Oberschicht" dann zu hohe Sozialausgaben anmahnt, ist dies nur bigott und peinlich...

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