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Verloren geglaubte Geheimdienst-Daten der Bundeswehr rekonstruiert

Im Juni dieses Jahres hieß es noch, dass der gesamte Datenbestand aus den Jahren 1999 bis 2003 über Auslandseinsätze der Bundeswehr sowie Mitteilungen ausländischer Nachrichtendienste vor allem aus dem Kosovo und Afghanistan unwiederbringlich verloren sei.

Jetzt teilte Peter Wichert, Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium, mit, die verloren geglaubten Geheimdienstinformationen seien doch wieder hergestellt worden. Unter den wieder hergestellten Daten befinden sich auch Informationen zum "Kurnaz-Fall".

Damals stellte man fest, dass der für die Archivierung zuständige Datensicherungsroboter einen "technischen Defekt" erlitten hatte. Als der Verteidigungsausschuss des Bundestages im Juni Datenbestände der Bundeswehr aus dem Jahr 2002 angefordert hatte wurde die Panne bekannt.


WebReporter: fuddlumbegschaeft
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Daten, Bundeswehr, Geheimdienst, Verloren
Quelle: golem.de

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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29.11.2007 12:21 Uhr von fuddlumbegschaeft
 
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Ich hatte mich damals schon gewundert, dass professionelle Datenrettungsfirmen die Daten, die angeblich so sensibel sind nicht wieder herstellen konnte. Wie Bernd Melchers, der Leiter der Datensicherung im Hochschulrechenzentrum der Freien Universität Berlin schon humoristisch sagte: "Selbst wenn Herr Wichert die Bänder aufgegessen hätte, würden professionelle Datenrettungsunternehmen nach der Verdauung den Inhalt wieder herstellen können."
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29.11.2007 12:42 Uhr von wiener74
 
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Backup: Also ich kann mir ja nicht vorstellen das Rechenzentren in dieser Größenordnung kein sinnvolles Backup zusammenbringen.

Der Datensicherungsroboter war defekt :) Der Roboter macht im Normalfall aber nicht anderes als die Laufwerke mit Bändern zu bestücken. Falls er das nicht konnte oder falsche Bänder genommen hat müsste das aber aus den Logs erkennbar sein - vorrausgesetzt jemand sieht sich die auch an :)
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29.11.2007 12:48 Uhr von fuddlumbegschaeft
 
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@wiener: Seh ich genauso! Wenn ich jetzt vermuten würde, dass da Absicht dahintersteckt, werd ich wieder als Verschwörungstheoretiker ausgepeitscht. Klingt für mich trotzdem alles sehr suspekt... :)
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29.11.2007 12:49 Uhr von Isamu_Dyson
 
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defekt oder nicht: da war mit sicherheit nichts defekt. was ich mich jetzt frage. wird etwas aufgeklärt oder alles weiter schön unter den tisch gekehrt?

bestimmt passiert nichts, weill das ganze schon als "vergessen" gilt.
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29.11.2007 12:51 Uhr von Hinkelstein2000
 
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Datenrettung: also wir haben hier die Convar vor Ort und die könnten noch aus ner verdauten Scheibe Salami auslesen, welches Rind da verbraten wurde :-) also echt, daß die kein backup-System haben sollen, kann und will ich nicht glauben...Soooo dumm können die kaum sein (dumm schon, aber soooo?)
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29.11.2007 13:07 Uhr von Son_of_Doom
 
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Naja - zumindest: sind die Daten jetzt so wie sie sein sollten - genug Zeit war ja...
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29.11.2007 14:36 Uhr von Deniz1008
 
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Daten inkl. Kurnaz-Akte rekonstruiert wenn da nicht vorher sensible daten nachträglich geändert bzw. gelöscht wurden und auf einem mal als rekonstruiert deklariert werden, würgs*
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29.11.2007 14:41 Uhr von Blackrose_de
 
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seh ich auch so: ich vermute auch dass die daten etwas "modifiziert" wurden, sowas nennt man dann "Politik"
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29.11.2007 15:40 Uhr von HFooH
 
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In der Zwischenzeit hatten sie sicherlich genug: Zeit, sich ein "glaubwürdiges" Alibi auszudenken^^
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29.11.2007 16:11 Uhr von pippin
 
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Komisches Licht hier! Also ich wundere mich ja etwas darüber, dass erst einige Jahre ins Land ziehen mussten, bevor jemandem auffiel - und das auch nur wegen einer Datenanfrage!!! - dass der Roboter "einen Defekt erlitten hat".

In jedem einigermaßen ordentlich geführten Rechenzentrum werden nicht nur die Daten gesichert und geprüft, sondern auch die Technik zur Datensicherung.
Offensichtlich hat man so etwas beim Bund nicht nötig.
Solange alles nach außen reibungslos läuft muss man sich ja keine Gedanken machen. Die Technik macht doch alles.

Das wäre ungefähr so als würde ich meine Daten auf DVDs brennen, um sie zu sichern, aber niemals den DVD-Brenner überprüfe, ob er auch technisch korrekt arbeitet.
Dabei reicht es doch aus, eine gebrannte DVD mal in ein anderes Laufwerk zu legen, um zu prüfen, ob die Daten auch da lesbar sind.

Ich schließe mich hier den Vorrednern an, die vermuten, dass da einige Daten nicht so rekonstruiert wurden, wie sie vorher waren, sondern so, wie sie jetzt passen!
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29.11.2007 16:27 Uhr von chazy chaz
 
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Wenn es wirklich: verändert worden sein soll, fühle ich mich an Oceania und das Ministry of Truth erinnert: "Who controls the past controls the future, who controls the present controls the past."
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29.11.2007 18:56 Uhr von Colonel07
 
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eigentlich werden von solch sensiblen 2 getrennte unterschiedliche Backups gemacht, damit kein Fehler auftreten kan, bzw wenn dann von auf das andere Backupzugegriffen werden kann
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29.11.2007 19:01 Uhr von ElChefo
 
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@terrorstorm und wenn sie jetzt ein neues system zur sicherung einführen würden...

...wärest du nicht der erste, der "steuergeldverschwendung" schreien würde?
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29.11.2007 19:43 Uhr von killa_mav
 
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@ Hinkelstein: sicher haben die ein backupsystem..der robotor ist das backupsystem..der (sollte) selbstständig die daten auf band sichern.
so leicht ist es an sich auch nciht nach zu vollziehen, dass er die daten nicht richtig auf band sichert..die wenigsten schaun sich jede kasette nach der sicherung an..vorallem bei so einer datenmenge wie die bundeswehr sie sicher aufbringt
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30.11.2007 07:34 Uhr von wapwap
 
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kenn ich auch von der bundeswehr: backup wurde nach vorschrift gemacht - leider in 5 jahren nie das Tape gewechselt. Waren aber auch keine wichtigen sachen.

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