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Oberlandesgericht Köln: Schüler dürfen ihre Lehrer im Internet bewerten

Das Oberlandesgericht in Köln hat jetzt festgestellt, dass Schüler ihre Lehrer im Internet bewerten dürfen. Eine Lehrkraft, die an einem Gymnasium tätig ist, hatte eine einstweilige Verfügung gegen diese Bewertungspraxis auf der Homepage "spickmich" beantragt.

Das OLG berief sich bei seinem Urteil auf das Grundrecht der freien Meinungsäußerung. Im Sommer dieses Jahres hatte bereits das Kölner Landgericht so geurteilt (Az: 15 U 142/07).

Auf der Internetseite "spickmich" haben Schüler die Möglichkeit, die Lehrkräfte in verschiedenen Rubriken zu benoten.


WebReporter: rheih
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Internet, Köln, Schüler, Lehrer
Quelle: n-tv.de
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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.11.2007 15:19 Uhr von Lucky Strike
 
+8 | -0
 
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sofern es sachlich bleibt und halbwegs anonym: ich meine sofern lehrer sachlich bewertet werden und auch deren adressdaten bzw komplette namen nicht auftauchen, wodurch sich eine person zweifelsfrei und sehr leicht identifizieren und auffinden lässt, finde ich es auch für in ordnung.

nur irgendwie hab ich das gefühl, dass die lehrer u.U. so bewertet werden wie "herr x, ist ein pisser und seine nille stinkt nach eichelkäse". in solchen fällen fände ich eine einstweilige verfügung gerechtfertigt.

aber ansonsten finde ich es durchaus angebracht wenn manche lehrer mal auf ihre fehlenden kompetenzen aufmerksam gemacht werden.

meine berufsschullehrer während meiner ausbildung waren solche negativbewertungsfälle
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27.11.2007 15:20 Uhr von Bochum1907
 
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50:50: Einerseits stimmt ich dem Urteil des Gerichts zu (freie Meinungsäußerung) und andererseits finde ich die Abstimmmöglichkeit und das Voting nicht so gut.

LehrerInnen sind auch nur Menschen und wenn man sich dort mit insgesamt 5,0 gewertet sieht, wird einem bestimmt schon mal mulmig.
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27.11.2007 16:07 Uhr von golddagobert
 
+4 | -0
 
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Ja, so ist das halt: Ich finde es sehr gut das Lehrer von Schülern benotet werden können, denn es gibt genauso schlechte und gute Lehrer wie auch Schüler. Lehrer sollten vielmehr diese Portal als Motivation sehen und sich mit einer solchen Kritik / Benotung positiv und objektiv auseinandersetzen.
Auch Lehrer sind Menschen die Fehler machen und wenn man Sie in dieser Art und Weise darauf hinweist …….. vielleicht ändert sich der ein oder andere.
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27.11.2007 16:11 Uhr von spassmacher85
 
+3 | -0
 
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Ist doch gut: Finde das gar nicht so verkehrt, dass man anonym seine Lehrer bewerten kann.
Gibt viele Schüler die sich einfach nicht trauen einem Lehrer zu sagen, was ihm missfällt an seinem Unterricht etc.
Da ist sowas doch gut. Schlechte Bewertungen sollten einem Lehrer dann doch zu denken geben, sofern er sich denn dafür interessiert.

Dass die Bewertungen sachlich sein sollten und man vielleicht Bewertungsmerkmale wie "Sexappeal" raus lassen sollte steht für mich außer Frage.
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27.11.2007 16:54 Uhr von HEINZMEMBER
 
+3 | -2
 
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Ja die lieben Lehrer: Ziehen lustlos und unmotiviert absolut mangelhaften Unterricht durch und beschweren sich dann wenn jemand davon erfährt.

Versteht mich nciht falsch - mir sind auch viele engagierte Lehrer begegnet - doch die sind stark in der Unterzahl.

Kommt aber auch auf die Schulleitung an. Auf dem ersten Gymnasium auf dem ich war herrschten Zustände wie auf einer Hauptschule während auf dem zweiten wirklich gutes Arbeiten möglich war OBWOHL mehr Leistung gefordert wurde...
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27.11.2007 19:29 Uhr von posso64
 
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Die nächste Instanz: EINE Lehrkraft hatte eine einstweilige Verfügung beantragt.
Das heißt doch wohl, dass diese sich zu Unrecht auf dieser Homepage schlecht bewertet fühlte.
Anstatt daraus zu lernen und eventuell etwas zu verbessern - darin sehe ich den Sinn dieser Seite - geht sie nun von Instanz zu Instanz.
Mal sehen wo das Ganze endet...

Ich finde sachliche, öffentliche Bewertungen von Lehrern gut.
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27.11.2007 20:30 Uhr von TryAgain
 
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längst überfällig! es gibt zuviele lehrer die einfach tag um tag ihre uralten mappen herauskramen und immer das gleiche predigen.
mathe, ok, geschichte ok.. aber sozialkunde usw.. wir hatten stellenweise materialien die 15 jahre alt waren..
solche bewertungen geben auch dem elternrat eine möglichkeit druck auf schulleitung auszuüben wenn nötig.

wie oft findet man resignierte lehrer. warum sie das sind ist egal, es ist ihr job. sie sind pädagogen und auch ein pädagoge muss mit demotivierten, lauten oder störenden schülern klarkommen.
zurück zur bewertung: solange man nicht anonym bewerten kann(chiffre oder ID statt eines namens geht ja auch) und auch nur wenn man nachweislich auch schüler des lehrers ist oder war macht das sinn.

es werden einheitliche prüfungen geschrieben, einheitlicher lehrstoff.. wieso sollte man dann nicht auch einheitlich ein gewisses level von den lehrern fordern.
einschlafen im unterricht, stupide beschäftigungspolitik, frontalunterricht, fortbildungen während der schulzeit.. auch ein lehrer muss mit der zeit gehen. er ist schliesslich ein angestellter und wird von den eltern mitfinanziert.

so werden sicherlich viele missstände in deutschen schulen noch offensichtlicher.
es ist nichts neues wenn in einer klasse der notenspiegel sinkt und jeder stark zu kämpfen hat dass es dann am lehrer liegt dem die klasse neu zugeteilt wurde..
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27.11.2007 21:29 Uhr von AngelclingDreams
 
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Gute Idee: Ich finde diese Seite gut. So können die Lehrer auch mal sehen was die Schüler von ihnen halten, und sich vielleicht verbessern. Sofern das einen Lehrkörper noch Interessiert, die meisten Lehrer die ich kennen gelernt habe wirkten eher resigniert als engagierter. Und bei einem solchen Lehrer macht das lernen auch keine Spaß. Vielleicht kann man so dem Teufelskreis etwas entgegen wirken.
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27.11.2007 21:30 Uhr von pINT
 
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Prinzipiell gut: Aber es gibt sicher haufenweise Schüler die ihre Lehrer dafür verantwortlich machen, dass sie schlechte noten haben, obwohl sie einfach nur faul sind und keine Lust auf Schule haben.
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27.11.2007 23:08 Uhr von TryAgain
 
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@pINT: selbst wenn, wenn etwas verständlich und mit begeisterung entgegengetragen wird dann lernt man besser. eine negative bewertung in zusammenhang mit schlechten noten könnte einfach auf fehlende motivation auf BEIDEN seiten deuten.
will sagen
es gibt definitiv mehr resignierte schüler als lehrer. es hat keinen sinn mehr die herrschenden umstände um einen selbst als schüler verändern zu wollen, man ging von klasse zu klasse und stets wechselten lehrer oder schlimmer: man hat jahrelang unter ein und demselben lehrer zu "leiden".
daraus resultiert eben auch der ein oder andere faule schüler der doch einiges auf dem kasten hat aber aufgrund des sehr groben sortierungsverfahrens des deutschen notensystems dennoch ausgesiebt wird.
wenn man im unterricht aber gut betreut wird und die stunden aktiv und konzentriert mitarbeiten kann erlernt sich der meiste stoff von alleine, grade in den unteren klassen sehr wichtig weil später erwartet bzw vorrausgesetzt wird dass man sowieso neben der schule noch selbstständig weiterarbeitet und lernt (ausbildung, studium, zertifikate usw).

ich hoffe diese bewertungsplattform erreicht eine gewisse verlässlichkeit. so wie fast jeder schonmal seinen eigenen namen gegoogelt hat, wird auch ein großteil der lehrer bald davon erfahren und sich selbst checken.

schaden kanns jedenfalls nicht, wenn das administrativ gepflegt und auf auffällige kommentare oder bewertungen geachtet wird, gibt das dem ein oder anderen vielleicht einen denkanstoss

mein persönliches beispiel: berufsschule vor vielen jahren, eine schnarchnase als lehrer für programmiersprachen... c programmierung. hätte der lehrer uns mit begeisterung anwendungsmöglichkeiten für c-programmierung und den daraus entstehenden möglichkeiten erläutert, hätte ich mir das nicht mühsam seit geraumer zeit erarbeiten müssen. weil ich jetzt merke wie nützlich mir programmieren sein kann.
achja, dementsprechend waren auch die zensuren ;))
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28.11.2007 14:29 Uhr von Dohnny
 
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Bewertung: Bin selber Schüler und hab mich gerade eben auf dieser Seite mal angemeldet und den ein oder anderen Lehrer auf meiner Schule bewertet. Meistens zählen ja eh die Noten...

Ich finds ne Klasse Sache, auch wenns zu 90% keinerlei Einfluss auf die Unterrrichtsweise der Lehrer hat, da sich kaum einer bzw. eine für eine Seite wie spickmich.de interessiert geschweige denn kennt.
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28.11.2007 18:11 Uhr von Balancer
 
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auch für die Lehrer bleibt die Zeit nicht stehen: die Lehrer werden sich mit der gesellschatliche Veränderung nun auch direkt ausseinandersetzen müssen. Auch für sie beginnt nun das interaktive Zeitalter und auf einen Reiz erfolgt nun eine Reaktion.
Lernen und Lehren ist Kommunikation, ein aktiver Prozess, und durch das Bewertungssystem erfolgt nun ein direktes Feedback . Lehrer und auch Eltern tun gut daran, sich diesen neuen Gegebenheiten zu stellen. Für die " guten" Lehrer ist es doch auch eine Genugtuhung, auch einmal positiv erwähnt zu werden - Es steht ihnen auch zu ! -. Für die "schlechten "Lehrer ist es doch eine Möglichkeit, sich zu überdenken. Sollten Sie den Fehler und den "Angriff" seitens der Schüler sehen, haben sie "viel zu überdenken". Wichtig ist nur, dass auch die Schule zu Leben beginnt, denn zum Leben gehört die Veränderung.

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