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Afghanistan: Absolventen deutscher Polizeikurse bei "Warlords" begehrt

Die lang gepriesene Ausbildung von afghanischen Sicherheitskräften scheint gescheitert. An der Ausbildung sind mehrere Länder beteiligt, darunter auch Deutschland mit aktuell 40 Beamten, welche in naher Zukunft noch auf insgesamt 100 Polizisten aufgestockt werden sollen.

Viele Afghanen treten nach der Ausbildung gar nicht ihren Dienst unter den Besatzern an, sondern werden dann einfach von den Taliban und so genannten Warlords aufgekauft. Ironischerweise sind vor allem die von der deutschen Seite geschulten Kräfte beliebt, da diese am Gründlichsten ausgebildet wurden.

Ein Grund für diesen Seitenwechsel liegt vor allem in der Bezahlung. Während die Besatzer monatlich 70 bis 80 Dollar zahlen, bekommen sie von den Taliban 200 Dollar. Die Warlords zahlen sogar noch mehr.


WebReporter: exekutive
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Deutsch, Polizei, Afghanistan, Absolvent, Warlord, Warlords
Quelle: onnachrichten.t-online.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.11.2007 17:14 Uhr von exekutive
 
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tja.. eine nachricht die mal wieder an zynismus kaum zu überbieten ist..

vor allem jeder der äpfel und birnen zusammenzählen kann, müsste sich denken können, das die sehr armen afghanen sich nicht für 80$ im monat großen gefahren aussetzten, wenn sie woanders dafür besser belohnt werden

aber um logik geht es ja nicht. es geht nur darum, das die regierung sagen kann, das sie in afghanisten für "sichherheit" sorgen -wie die realität letztendlich wirklich aussieht, sieht man an solchen news
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26.11.2007 18:03 Uhr von titlover
 
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mal ehrlich: wer hat was anderes erwartet?

ohne funktionierende Regierung und staatlicher Authorität regiert nur Geld... und das scheinen Taliban bzw. terroristische Splittergruppen zu hauf zu haben.
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26.11.2007 18:19 Uhr von exekutive
 
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@titlover: naja.. dann sollten sich den menschen mal fragen woher diese gruppen das nötige "kleingeld" haben...

der westen hat mit den taliban viele jahre geschäfte gemacht.. die freundschaft hörte aber damit auf, als die taliban den amerikanern nicht gestatteten ölleitungen usw. durch ihr land zu bauen.. (und noch andere aspekte)

ab dem zeitpunk wies man dann immer wieder auf die menschenrechtsverletzungen der taliban hin..

ähnliches was es die warlords betrifft.. so ist die drogenproduktion seit der westlichen besatzung um ein vielfaches gestiegen... viele warlords pflegen sogar gute beziehungen mit hochrangigen deutschen und amerikanischen armeepersonal...

der krieg ist nichts anderes als eine riesen große farce, dessen sinn man nicht im rationalen finden kann...
die lüge des terrorismus scheint aber dennoch bei genug menschen auf glaubwürdigkeit stoßen, so das nach den wahren absichten garnicht gefragt wird

ps. noch mal vielen dank an den newschecker für die super korrektur (:
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26.11.2007 18:35 Uhr von cheetah181
 
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@exekutive: Natürlich ist auch der Sinn des Kriegs rational. Er ist nur nicht so vornehm wie manche Regierungen es gerne vorgeben.
Ansonsten volle Zustimmung!
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26.11.2007 18:38 Uhr von Borgir
 
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dumm: sind weder die warlords noch die taliban....die lassen sich das eben ein bisschen was kosten, geld haben beide parteien genug.
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26.11.2007 18:58 Uhr von cappucinoo
 
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naja: so unterstützen wir beide seiten , hat ja auch was so kann keiner sagen wir ergreifen partei ;)
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26.11.2007 19:14 Uhr von exekutive
 
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@ PortaWestfalica@ cheetah181: "Du schreibst auch News? Ist ja mal was ganz neues!
Aber ich habe auch gleich was zu meckern der Begriff "Besatzer" na ja......
Zur News: Da wird es nie Frieden geben, egal wer in dem Land gerade ist."

joa *g* konnte mich endlich auch mal dazu animieren, news zu schreiben.. vor allem da in nächster zeit wohl einiges politisch auf uns zu kommen wird, versuche ich schon mal im vorfeld ein wenig darauf vorzubereiten

und was gibt es denn genau an den begriff "besatzter" auszusetzten? ist er dir zu "radikal"? persönlich vertrete ich die meinung, das das wort "besatzter" schon die diplomatischste formulierung ist...

um noch gleich einige beispiele zu nennen
sehr oft in der vergangenheit war es der fall, das der westen in einem land minderheiten unterstützt und aufgerüsstet hat, so das parteien, welche in der vergangenheit stark gelitten hatten, plötzlich selber am drücker waren und sich endlich rächen konnten.. so wurden tausende konflikte künstlich erzeugt und geschürrt...

man kann doch nicht ein land "befreien" wo man im vorfeld selber dafür gesorgt hat, das es erst zu dem chaos kommen wird.. das betrifft z.b. auch den irak.. wie in der vergangenheit (saddam) so auch in der gegenwart (sunniten)

anderes beispiel ruanda.. wo z.b. frankreich und ander nato länder die regierung unter den hutus unterstützt haben.. als dann die situation eskalierte haben sich die nato truppen zurückgezogen (welche unter anderem für die sicherheit der tutsi sorgten)

das ende der geschichte waren 750.000 tote tutsi, welche auf das konnte des westens gehen, da diese den konflikt indirekt angefacht/unterstützt/zugelassen haben

und das es in afghanistan niemals frieden geben wird, halte ich für ziemlich schwachsinnig... wenn man wirklich frieden schaffen möchte, so halte ich es für möglich, das dies innerhalb weniger monate erreicht werden kann..

fast alle konflikte dieser erde würden sich innerhalb weniger jahre größten teils aus der welt schaffen.. und das ist keine utopie

@cheetah181
"Natürlich ist auch der Sinn des Kriegs rational. Er ist nur nicht so vornehm wie manche Regierungen es gerne vorgeben."

jo, da hast du natürlich recht (:

liebe grüße
exe
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26.11.2007 22:43 Uhr von exekutive
 
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Erntedank am Hindukusch: Das größte Drogenlabor der Welt wird von NATO-Truppen beschützt: Noch nie hat ein Land so viel Heroin hergestellt wie Afghanistan in diesem Jahr. Der Westen weiß fast alles darüber – und findet trotzdem keine Abhilfe dagegen.

Der Drogenfahnder kam mit 27.000 km/h, und er kam immer wieder, an manchen Tagen sogar alle zwei Stunden. Trotzdem blieb er völlig unbemerkt – was daran lag, dass er sich den Dealern nie weiter näherte als auf 680 Kilometer.

Aus seiner Umlaufbahn hoch über der Erde zoomte der Beobachtungssatellit Ikonos das ganze Frühjahr 2007 hindurch immer wieder auf Afghanistan hinunter und fotografierte ins Grüne: dorthin, wo sich in der kargen Landschaft die Felder der Opiumbauern abzeichneten.

Inzwischen sind die dabei entstandenen Fotos von der Unodc (Büro der Vereinten Nationen für Drogen und Verbrechen) ausgewertet und mit Informationen vom Boden abgeglichen. Das Ergebnis übertrifft alle Befürchtungen: Afghanistan ist im sechsten Jahr nach dem Sturz des radikalislamischen Taliban-Regimes zum größten Drogenlabor der Welt geworden – unter den Augen von fast 40.000 Soldaten unter Befehl der NATO, die hier für Sicherheit und Stabilität sorgen soll.

Das einzig greifbare Ergebnis ihres Einsatzes ist bislang, dass in Afghanistan mittlerweile 93 Prozent der weltweiten Opiumproduktion abgewickelt werden. „Kein anderes Land der Welt hat jemals zuvor Betäubungsmittel in einem so tödlichen Ausmaß hergestellt“, bilanziert Antonio Maria Costa, Direktor der Unodc.

der rest ist zu finden unter
http://www.news.at/...
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26.11.2007 23:05 Uhr von exekutive
 
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@porta: "Aber du hast Recht die dumme westliche Politik ist wirklich, wie man sieht, die letzte Lösung die dem Land helfen kann. So habe ich dich verstanden...."

ich rede zwar oft vom westen, aber meinen tue ich damit eigentlich nur die elite, welche sich unter anderem vieler länder/regierungen des westens bedient..

in meinen augen gibt es keinen unterschied/besser/schlechter zwischen west, süd, ost und nord.. nur dem verständis halber beschränke ich mich auf speziellere formulierungen.. und da der westen momentan am meisten "benutzt" wird, lässt sich leider diese erwähnung nicht vermeiden.. genauere formulierungen spare ich mir lieber noch, da ich auf die ganzen alten "verschwörungsdiskussionen" keine lust habe

also, bitte keine panik.. ich habe nichts gegen den westen.. ganz im gegenteil.. ich liebe den westen und vor allem auch unser land, weshalb ich umso mehr mehr für dessen freiheit und unabhängikeit "einstehe".. auch wenn mich in meinen absichten nicht jeder versteht ^^

naja was solls.. ich finde es immer wieder bemerkenswert, wie wenig den menschen doch von diesem epochalen kampf der auf der erde stattfinden, überhaupt nichts merken und statt dessen in einer welt leben, die nicht ferner der realität/wirklichkeit sein könnte

noch bemerkenswerter sind aber die reaktionen wenn man über so etwas schreibt ;)

liebe grüße
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27.11.2007 02:25 Uhr von CHR.BEST
 
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Da würde jedes Arbeitsamt vor Freude in die Luft springen, sofern die Warlord auch brav die Sozialabgaben abführen, woran ich eher weniger glaube.
Da sieht man wieder, wie weit die Realitäten auseinander liegen.
Trotzdem, irgendwo muß man mal anfangen. Wenn die Polizisten in Afghanistan lieber auf das schnelle Geld aus sind, als ihrem Land zu dienen, wird es dort nie Frieden geben.
Und hiermit sind wir auch schon wieder bei der hiesigen Heuschrecke, die mit schneller Geldmacherei das Land, die Bürger ebenso nachhaltig schädigt.

Es bleibt zu hoffen, daß genug Polizisten die richtige Entscheidung treffen. Eine kleine Gehaltserhöhung könnte ihnen das Bleiben schmackhafter machen wobei ich zugebe, keine Ahnung zu haben, ob man von 80 $/Monat in Afghanistan vernünftig leben kann. Für mich klingt da nicht nach viel Geld.
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27.11.2007 02:30 Uhr von Iceman_der_Erste
 
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..is ja klar: und wir bilden die auch noch mit unseren Steuergeldern aus.
....Müssen wir den dummen Amis den alles nachmachen.
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27.11.2007 08:00 Uhr von loubig
 
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@ exekutive: Ich denke Du hast alles gesagt was es zu sagen gibt. Dieses Land deckt 90% (!!!) des Weltopiumhandels. Da kann man natürlich schnell auf die Idee kommen das es eher um Neuverteilung als um Hilfe geht. Kriege kosten nun einmal viel Geld und mit Opium kann man sehr viel Geld "verdienen". Alles nicht so neu. Wieso nur fällt mir gleich die United Fruit Company ein? Mag der direkte Vergleich auch hinken, wo soviel Geld im Spiel ist, spielen auch verschiedene Regierungen bzw. deren "Sicherheitsbehörden oder Dienste" ihr schmutziges Spiel mit.

Nein, ich bin kein "Weltverschwörungstheoretiker".
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27.11.2007 14:13 Uhr von Deniz1008
 
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Warlords, klingt wie nach einen PC-Spiel in einem virtuellen welt...

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