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Bundeswehr: 20.000 Euro teure Infanterie-Ausrüstung mit großen Mängeln

Die Bundeswehr möchte ihre Soldaten besser ausrüsten. Für den so genannten "Infanterist[en] der Zukunft" hat die Bundeswehr nun eine neue Ausrüstung im Wert von je 20.000 Euro zusammengestellt. Das neue Equipment preist man als "eine der modernsten Infanterieausrüstungen weltweit".

Im Praxis-Test, zum Beispiel in Afghanistan, fällt die teure Ausrüstung jedoch durch. Die Soldaten beschweren sich über eine Vielzahl von Mängeln: Im Allgemeinen sei die Ausrüstung zu schwer und vor allem bei Hitze nicht zu gebrauchen, die Schutzbrille beschlage sehr schnell. Die Beweglichkeit der Soldaten sei auch stark eingeschränkt.

Mit der neuen Schutzweste könne man nur schlecht in den Fahrzeugen sitzen. Zudem liefere der integrierte Mini-Computer mit seinem Navi keine zuverlässigen Daten. Auch der Hörknopf des Funkgerätes falle ständig aus dem Ohr und die Reichweite sei zu klein. Auf Grund der genannten Elektronikmängel empfiehlt ein Kommandant sogar, sich mehr auf handelsübliche Ware zu verlassen. Diese seien nämlich billiger und leistungsstärker.


WebReporter: PortaWestfalica
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Euro, Bundeswehr, Mangel, Ausrüstung
Quelle: nachrichten.t-online.de

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23 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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25.11.2007 13:13 Uhr von STARDUST_II
 
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Filz??? Auf Grund der genannten Elektronikmängel empfiehlt ein Kommandant sogar, sich mehr auf handelsübliche Ware zu verlassen. Diese seien nämlich billiger und leistungsstärker.

Nein, nicht bei uns!
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25.11.2007 13:58 Uhr von Simonsen-D
 
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Regierung: Wie kann es angehen das die Regierung seit jahrzehnten übung immer noch dumm und naiv agiert?
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25.11.2007 14:07 Uhr von delerium72
 
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das war schon damals so! war 92 - 96 beim Bund als Fernmelder und habe mich immer gefragt warum die mit so einem Zeug durch die Gegend eiern( Funkgeräte für 1,2 Millionen DM und einer reichweite eines Kartoffelwurfes)
Aber es ist nun mal so das Waren für das Millitär immer sehr stark überteuert sind, als Grund wird Forschung und Entwiklung angegeben.
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25.11.2007 14:16 Uhr von Deichgraf17
 
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@ topnewsman: Die Ausrüstung wurde ausgiebig getestet ;) Nur nicht unter Einsatzbedingungen ;)
IDZ ist sehr modern und in der Theorie auch brauchbar, die Umsetzung hapert leider mal wieder.
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25.11.2007 15:16 Uhr von saber_
 
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preis fuers militaer kommen nur die allerbesten bauteile in die geraete... und das hat nunmal seinen preis;)

jedoch sollte man echt mal paar testexemplare kaufen bevor mal solche investitionen taetigt....

zumal auch nicht gesagt wird um wieviele ausruestungen es sich handelt... also koennte es ja sein das es grade so eine testphase ist
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25.11.2007 15:16 Uhr von tertius
 
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@ Deichgraf17: Die Praxis ist das Kriterium der Wahrheit

Die Ausrüstung wurde schon ab 2002 getestet, war auf dem Balkan im Einsatz und jetzt zeigt sich das dieses Equipment ziemlicher Schrott ist. Da hat wohl wieder einer richtig abgesahnt und die haben den Kram in China herstellen lassen ,nachdem die Prototypen genehmigt waren. Anders ist das späte Erwachen nicht zu erklären.
http://www.sondereinheiten.de/...
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25.11.2007 17:11 Uhr von ElChefo
 
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die ausrüstung: ist nicht per se schrott. das ist übertrieben und realitätsfern. nur ist es halt so, das die transformation an der realität eines heissen wüstenklimas vorbeigegangen ist. es verhält sich hier wie mit dem starfighter damals. prinzipiell prima ausrüstung, im falschen klima eingesetzt. da fallen mir gleich noch n paar mehr beispiele zu ein, würde aber den rahmen sprengen. an sich hört ab und zu das ministerium sogar auf seine soldaten, dummerweise ignorieren hersteller gerne mal solche eingaben und pochen auf vertragserfüllung.
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25.11.2007 17:12 Uhr von stephan_o
 
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was kommt das denn so unerwartet? zum Thema Regierung allg.:
Klar ist es einfach über die zu urteilen, die sich einen Job in einem Glaskasten aussuchen, bei dem sie von überall aus mit minimalem Aufwand beobachtet und nötigenfalls kritisiert werden können. Wie man schon an Posts zu verschiedensten Nachrichten erkennen kann, ist es auch so. Als Jene zu agieren fällt jedoch bedeutend schwerer.
Hier:
Das Schlechte an Nachrichten ist ihre Bruchstückhaftigkeit. Aus diesen 12 Zeilen lässt sich der vorhergegangene Wirtschafts-/ und Politikprozess nicht direkt erschließen. Man wird in eine Situation hineingeworfen, dessen Ursprünge man ohne zusätzliche Literatur nicht direkt erschließen kann.
Wer weiß, ob hier nicht ausgiebig getestet wurde? Entweder sind irgendwo Gelder bei Behörden oder Personen versackt oder es wurde aufgrund von Zeitmangel nicht genug geplant. Aber ihnen eine Naivität vorzuwerfen, sie wüssten nicht was sie da tun obwohl sie ihre Position in der Wirtschaftskette (hier: Etatkette) behaupten konnten, lässt eher auf Naivität, Ignoranz oder generelle Abwehrhaltung des Urteilers schließen. Soll er doch, wenn er die Wahrheit mit Löffeln gefressen hat, einen Staat mit Leuten seinesgleichen anführen und der Korruption Abhilfe schaffen.
Meine Meinung:
Ich denke, dass dies hier vielleicht ein Beispiel dafür ist, dass das Thema Korruption, bzw. die negativen Auswirkungen des Lobbyismus (=Zusammentreffen von Wirtschaft und Politik) uns alle angeht (/angehen sollte) und uns zeigt, dass auch wir möglicherweise nicht so fern von Korruption sind.
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25.11.2007 17:29 Uhr von ElChefo
 
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was man auch beachten sollte, um dem vorredner hinzuzufügen, was lobbyismus angeht:
solche meldungen tauchen ja nicht einfach so auf. meist werden sie von einzelnen dienststellen lanciert, um auf mutmaßliche mißstände hinzuweisen. siehe den KZO-artikel vor einiger zeit im spiegel. ich schreibe mutmaßliche mißstände, weil es immer im auge des betrachters liegt, was gut und schlecht ist, weil in der regel in den ämtern eine menge leute sitzen, die ihren namen in die geschichte einschreiben wollen und nur ihre eigene meinung als richtig und maßgeblich befinden.
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25.11.2007 17:40 Uhr von Bleifuss88
 
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So etwas: darf eigentlich in einer modernen Armee nicht passieren. Die soldaten, die dort in Afghanistan Dienst leisten, haben ein Recht darauf, nur mit der allerbesten Ausrüstung ausgestattet zu werden. Und eine solche sollte vorher ausreichend getestet werden. Wieder mal wurden Steuergelder sinnlos verbraten, und unseren Leuten dort helfen sie überhaupt nicht weiter. Warum passiert so was immer wieder?
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25.11.2007 19:35 Uhr von Jimyp
 
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Man sollte besser das kaufen, was sich in Einsätzen schon bewährt hat und das wären dann Ausrüstungen der US-Army!
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25.11.2007 19:45 Uhr von ElChefo
 
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@Jimyp: Naja, zumindest der Teil "im Einsatz" stimmt. "Bewährt" ist ein anderes Thema. Die haben genau dieselben Probleme wie wir. Etwa Schutzwesten, wo sich Soldaten die schwereren Schutzeinschübe selbst kaufen oder Panzer, die aufgrund von Versandung einfach mal stehenbleiben. Glaub mal nicht, das wir mit unseren Problemen alleine stehen.
Kurz in Worte gefasst, jeder Krieg wird mit der Ausrüstung vom billigsten Hersteller gekämpft.
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25.11.2007 23:12 Uhr von Pinok
 
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jedes jahr 50 milliarden: die in den sand so geschossen werden
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26.11.2007 00:07 Uhr von STARDUST_II
 
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@Jimyp: Die Atombombe hat sich auch bewährt!
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26.11.2007 11:41 Uhr von Fesco
 
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also: ich halte den schritt die bundeswehr so auf zu rüsten sehr gut um international konkurrenzfähig zu bleiben...klar klagen die soldaten aber das ganze ist in der testfase..hat jemals irgendetwas in der testfase geklappt? was sind 20.000€? im gegensatz zu dem was die BRD in "Schrott" investiert....
man siehe den schilderwald auf den straßen..blickt da noch wer durch? oder nicht vollendete brücken die nach monatigem bau gestoppt werden müssen weil man mm daneben gbaut hat?
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26.11.2007 14:33 Uhr von chrissowa
 
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ganz klar wieso diese ausrüstung gekauft wird! dieses phänomen nennt sich korporatokratie ...
die unternehmen bestechen ganz einfach denjenigen der entscheidet was gekauft wird mit einer kleinen belohnung und schon wurde eine entscheidung gefällt; was gut und was schlecht ist interessiert doch niemanden;
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26.11.2007 22:55 Uhr von stephan_o
 
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Man sollte...wissen wovon man redet: Man sollte nicht über eine Armee urteilen, oder diese für ihre Taktiken loben, wenn man die nur aus Rambo-Filmen mitkriegt.
Als ich in England war, machte die Meldung, dass die Stiefel der britischen Soldaten schmelzen und dass die Luftfilter ihrer Panzer kaputt gehen, auch die große Runde. Wenn man dann auch noch mal hier die richtigen Nachrichten oder Dokumentationen sehen würde, könnte man erkennen, dass z.B. die "ach so toll" augerüsteten Amerikaner ihre Fahrzeuge mit Metallplatten verstärken müssen.
Und wenn der Bush mal wieder Todesanzeigen seiner Soldaten die Woche vermeiden will, werden wieder Söldner von Blackwater (da gabs auch ne "nette" Reportage drüber mit verbrannten Leichen von Söldnern, die als Trophäen an der Brücke aufgehangen wurden) angeheuert.
@Fesco: Wie du sicher auch wusstest, sind 20.000 Euro eine Angabe PRO ein-Mann-Ausrüstung, hochsummiert wäre sie trotzdem immer noch eine gute Investition, wenn schon VOR einem Einsatz in Afghanistan alle Kinderkrankheiten ausgemerzt worden wären. (Mein Kompanieführer meinte, die Brille wäre sogar Pistolenkugel-sicher aus mittlerer Entfernung; war bei den Gebirgsjägern, die diesen Schnickschnack anscheinend als Erstes kriegen).
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27.11.2007 02:29 Uhr von CHR.BEST
 
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Toll: Scheint so als habe jemand einen Flohmarkt leergekauft und es an die Bundeswehr weiterverscherbelt, mit einer nicht unerheblichen Gewinnspanne, wie mir scheint.
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27.11.2007 02:58 Uhr von Iceman_der_Erste
 
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@Chr.Best
neidich das es nicht dein Idee war ?????

@Stardust_II
die A-Bombe hat sich eben nicht bewährt,sie zerstört zu viel.
Neutronen -Bomben sind viel besser,dass Gerät bleibt intakt.

@chrissowa
es wurde aber auch mal Zeit das mal was modernes angeschaft wird.Die Soldaten haben jazum Teil ihre Ausrüstung selber gekauft (zb.bei Tchibo,Fehrngläser,Taschenlamper usw.).Hat Tchibo auch Werbung mit gemacht,Soldaten bekammen Prozente auf bestimmte Waren.
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27.11.2007 08:17 Uhr von calypso36
 
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Eigentlich ganz einfach: Man nehme bewährte Technik und modifiziere sie nur geringfügig, damit sie unter härteren Bedingungen eingesetzt werden kann.
Schutzwesten aus Kevlar, leicht und bewährt, aber bestimmt nicht teurer als Neuentwicklungen.
Funkgeräte, die nur so weit reichen, wie man eine Kartoffel schmeißen kann, sind ein Skandal. Jeder Amateurfunker baut was Besseres.

Klar, irgendwie muss der Etat verbraten werden, sonst wird er im nächsten Jahr gekürzt.
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27.11.2007 10:42 Uhr von heck-mac
 
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was sind denn 20 000€ ? nichts.. die werfen eine bombe oder sowas ab, die kostet bei weitem mehr. ich denke bei 20 000€ haben die mal eben angetestet. oder war es pro soldat 20 000 € was ausgegeben wurde?
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27.11.2007 11:57 Uhr von VincentGdG
 
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War schon immer so: Sachen, die die BW kauft, sind enorm überteuert. Bei uns kosteten normale Schrauben - die aus welchem Grund auch immer sich geringfügigst von Standardschrauben unterschieden - statt 50 Pfenning 30 DM.

Mercedes bot damals der BW einen Geländewagen zum Preis eines Iltis an. Die Regierung lehnte ab. Was die da tun, spottet jeder Beschreibung. Ich hatte da als Zugführer schon einen recht guten Einblick.

Ab einem bestimmten Dienstgrad ist die Hauptsache, dass Vorschriften eingehalten werden, der Sinn ist völlig unwichtig.
Die "Entscheider" sind typische Beamte.
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27.11.2007 18:51 Uhr von ElChefo
 
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Vincent hat recht. Und das die Dinge überteuert sind, hat auch seinen Grund. Das liegt meistens a. an den Verträgen zur Langzeitversorgung, am Prüfaufwand für die Einhaltung von STANAG-Normen und ähnlichem.

Da kostet auf einmal eine Luke für einen BPz 2 Standard 70000 Euro, nur weil sie von der Herstellerfirma von Subunternehmern bezogen wurde und nun, da der Subunternehmer nicht mehr existiert, in Handarbeit nachgefertigt werden muss.
Oder etwa die Betankung und Pflege von BwFPS-Fahrzeugen, die nicht mehr durch die Kaserneninterne Waschstrasse fahren dürfen und nicht an Bw-Tankstellen getankt werden dürfen. Beides darf nur noch über DKV-Karte, erweiterter Auswertung und einigem mehr an zivilen Tankstellen gemacht werden.
Oder etwa die zwangsweise Abgabe von MES4-Schadmaterial an zivile "Bedarfsträger", also Werkstätten, Firmen oder Konzerne obwohl Mittel, Personal und Material für Arbeit im eigenen Bereich vorhanden sind.
Ich mag vielleicht kein Zugführer gewesen sein (werde ich auch nie) aber mein kleiner Einblick und mein tägliches Ärgernis mit solchen Umständen auf der - dem Zugführer nachgeordneten - Ebene reichen mir auch.
Grösstenteils geht das schon nicht mehr nur am Verständlichen vorbei, es ist schier Unzweckmässig, Unpraktikabel, Verkompliziert, Verteuert, Unsinnig oder schlichtweg nicht durchdacht.

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