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Soest: Arzt mit Pistole bewaffnet zum Patienten

In Soest darf vielleicht schon bald ein Arzt, bewaffnet mit einer Pistole, zu seinen Patienten. Das Verwaltungsgericht hat verkündet, dass eine weniger gefährlichere Waffe nicht ausreichend zum Selbstschutz reichen würde.

Hintergrund war, das der Mediziner Anspruch auf einen Waffenschein erhob, da er viel mit Drogensüchtigen und geistig Gestörten zu tun habe. Da der Mann der Gefahr, die er durch seinen Beruf ausgesetzt ist, nicht aus dem Wege gehen kann, erteilte ihm das Gericht die Erlaubnis.

Da der Arzt mehrmals in soziale Brennpunkte gerufen wird und dadurch schon öfters mit einer Waffe bedroht wurde, sah das Gericht ein, dass der Mann nur als letztes Mittel zur Waffe greifen würde. Das Waffengesetz sieht vor, dass besonders gefährdete Personen eine Waffe tragen dürfen.


WebReporter: Fesco
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Arzt, Patient, Pistole, Soest
Quelle: www.spiegel.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.11.2007 14:08 Uhr von Fesco
 
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Ich finde es vollkommen in Ordnung das der Arzt eine Waffe tragen darf nur sollte es eine Ausnahme bleiben sonst rennt nachher jeder Mediziner mit einer Waffe rum und spielt wohl möglich noch Polizist.
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23.11.2007 15:24 Uhr von Wojtek_J_K
 
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Und wehe: du bezahlst die 10 euro Praxisgebür net!!!!!LoooooL
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23.11.2007 15:38 Uhr von pullerum
 
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klar... warum auch nicht? Natürlich nicht für jeden Arzt (denke bei Haus- und Kinderärzten ist das nicht nötig), aber man soll sich ja auch sicher fühlen bei seiner Tätigkeit und nicht um sein Leben bangen...
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23.11.2007 16:26 Uhr von cheetah181
 
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Naja: Ich bezweifle mal, dass er mit einer Waffe sicherer sein wird. Erstens fühlen sich dann die potentiellen Gangster bedroht, wodurch sie eher abdrücken würden und zweitens können die sicher ein bisschen besser mit einer Waffe umgehen...
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23.11.2007 17:05 Uhr von Bi-Ba-Butzemann
 
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Wenn: jemand in seinem beruf so gefährdet ist und ggf. um sein leben bangen muss ist das sicherlich nicht falsch.

oder sollte herr schäuble schon wieder verdeckt versuchen unsere gesellschaft sicherer zu machen
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23.11.2007 17:21 Uhr von NickMcK
 
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@ fesco: "Da der Arzt mehrmals in soziale Brennpunkte gerufen wird und dadurch schon öfters mit einer Waffe bedroht wurde"

er wurde DA (in den sozialen brennpunkten - kein plan wo die sein sollen, aber egal) bedroht, nicht etwa WEIL (dadurch) er in den brennpunkten war.

gruß
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23.11.2007 18:18 Uhr von Bibi66
 
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Also Meinetwegen dürfte jeder Bürger eine oder mehrere Waffen besitzen bzw. führen. Hätte ich kein Problem damit.
Solange das / die Teil/e entsprechend registriert und gegen fremden Zugriff gesichert sind.

Nur weil damals unter Addi dem Gröfatz die Entwaffnung der Bevölkerung stattgefunden hat (obwohl er ja sogar noch selbts in den 20ern des letzten Jahrhunderts von dem damals liberalen Waffengesetz profitierte) und gesetzlich verankert wurde (ähnlich wie das heute immer noch geforderte "Ehetaulichkeitszeugnis", welches seine Ursprünge ja in den sog. "Rassegesetzen" hatte), heisst das doch noch lange nicht, dass das weiterhin so bleiben muss.
Diktatur war damals... Heute ist Dikto... äh... Demokrut...
...halt auch was mit "D"

Addi hatte halt Bammel, dass Waffen unterm Volk ne Gefahr für ihn darstellen könnten. Deswegen musste er das ja verbieten. Ausgenommen natürlich für seine willigen Helfer. Und selbst die waren da noch betroffen.

Aber egal. Checkt ja eh keiner....

Die Aussage von cheetah181 "Erstens fühlen sich dann die potentiellen Gangster bedroht, wodurch sie eher abdrücken würden " ist Bullshit.
Die Masse von sog. Gangstern sind ganz kleine Wichte, die den Schwanz einziehen bzw. gar nicht erst was machen, wenn sie wissen, das der andere mindestens das selbe an Waffen oder so zu bieten hat. Und das ist nun keine Wunschfantasie meinerseits, nee, das is wirklich so.
Habe sogar (nur finden muss ichs wieder in meinem Fundus, wenn´s nicht sogar schon bei irgendeinem meiner Umzüge vorab entsorgt oder so wurde) diverse Belege darüber bzw. Aussagen von Kriminellen, welche versicherten, das sie lieber mit der Polizei zu tun haben als mit nem bewaffneten Bürger. Wenn bekannt wÄre , das in Haus X der Besitzer bewaffent sei, würde man da nen Bogen drum machen. Weil der schiesse sofort zur Verteidigung. Anders als die Polizei, die dies nicht darf.
Anderes Beispiel: ne Ortschaft, in der ziemlich viel Frauen nächtens überfallen wurden, tlw. Vergewaltigung inklusive.
Der örtliche Schützenverein bzw. Leute von der NRA hat den Damen kostenlosen Schiessunterricht etc. gegeben (ok, die Waffen/Mun mussten sie selbst kaufen, so sie welche haben wollten). Binnen eines Jahres gabs da keine nächtlichen Überfälle bzw. Vergewaltigungen mehr. Ok. 2 oder 3 Tote/Verwundete, weiss nicht mehr so genau. Aber da hat wohl keiner geweint.

Das war allerdings nicht in unserer Gutmensch-political-correctness-heiteitei-nach oben-buckel-unten-tret-Republik.

Das Problem is auch , hier hat mein kein Verhältniss zu dem Objekt Waffe, kein Bezug.
OH GOTT Waffe, Pistole, Gewehr.. böse böse böse
Hey, is nur Stück von Metall...
Waffe nix macht kaputt anders... macht sich gar nix. Liegt nur da....
Die Person die sie nutzt oder aber missbraucht, darauf kommts an.

Und was Gevatter Staat von seinen Bürgern hält....
Ne Milchkuh...
Und alle muhen mit.....
Und wehe jemand muht nicht im Takt.. dann werden die Kühe zu Ziegen und meckern (s. div. Arbeitnehmer bzgl. Streik der GDL, siehe Demonstrationen von Arbeitnehmern für niedrigere Löhne(!!!!!!!!!) für Briefpostkonkurrenten bzgl. Mindestlohn)

Ach ja, um es vorwegzunehem, so Sprüche wie " Dann verpiss Dich doch" und "Na dann geh doch da hin wo´s besser is, Du Spacko"...... bin hier geboren, kann ich nix zu. War im Ausland, bin wieder hier. Is einfach, von wo anders zu meckern und mit dem Finger zu zeigen. Mag ich aber nicht.

Scheisse, was hat das nu alles mit dem Doc zu tun?

Verdammt viel.

Denkt mal drüber nach....

Hasta Luego
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23.11.2007 20:43 Uhr von bopper
 
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@Bibi66: Ergänzend zu deinem Abriss über die Geschichte des deutschen Waffengesetzes noch ein paar kleine Anmerkungen:

Bis in die 70er Jahre war unser Waffengesetz recht freiheitlich, KK-Langwaffen z. B. konnte man problemlos ab 18 bei Quelle bestellen.

Die erste massive Verschärfung kam in der Folge des Terrors durch Baader-Meinhof bzw. RAF. Weil Kriminelle mit aus Behördenbeständen geraubten Kriegswaffen Verbrechen begingen, musste die Politik handeln. Und man hat nicht etwa die Sicherheitsvorkehrungen der Kasernen erhöht, nein, man hat dem unbescholtenen, gesetzestreuen Bürgern den Zugriff auf Sportwaffen etc. erschwert.

Gleiches passierte dann wieder nach Erfurt. Auch hier erfolgte die Waffenrechtsverschärfung nicht wegen zunehmender Straftaten durch legal besessene Waffen. Nein, weil ein einzelner Irrer Amok lief, musste die Politik handeln. Auch hier wieder mit Null Auswirkung auf die innere Sicherheit, wie auch, nach wie vor werden fast alle Schusswaffendelikte mit illegalen Waffen verübt. Aber die Politiker konnten zeigen, dass sie ja etwas tun. Die Versäuminisse der Behörden in Erfurt, die Tatsache, dass Steinhäuser zum Tatzeitpunkt hätte gar keine Waffen mehr besitzen dürfen, wenn das Erfurter Ordnungsamt nicht geschlampt hätte, das wurde von den feinen Herren Politiker alles unter den Teppich gekehrt.

Die gleiche Sche**e machen die Gamer jetzt durch. Obwohl es keinerlei Beweise gibt, dass man von Computerspielen aggressiv oder gar zum Amokläufer wird, überbieten sich Politiker aller Parteien in immer neuen Verbotsfantasien. Die Typen haben, genau wie bei Waffen, null Ahnung von der Materie. Aber mit Verboten kann man sich prima profilieren und Handlungsfähigkeit zeigen.

Das Schlimmste aber sind die Medien, die unreflektiert diesen Mist auch noch verbreiten, ohne kritisch zu hinterfragen. Wenn man als Betroffener, ob Sportschütze oder Gamer, den Mist ansieht, was von ARD bis Sat1 über diesen Themen gesendet wird, könnte man kotzen, so einseitig und voreingenommen wird da berichtet.
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23.11.2007 21:31 Uhr von Roquer
 
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@Chorkrin: Demnächst ....
23.11.2007 15:46 Uhr von Chorkrin

... kommen Ärzte nur noch mit gepanzerten Wagen, Schutzweste und Maschinenpistole, flankiert von 4 Leibwächtern zum Hausbesuch ("Ok, sie haben einen zu hohen Puls, Bluthochdruck und Schweissausbrüche ... haben sie das schon länger oder erst seit die Waffen auf sie gerichtet sind?")

... bleibt nur die Frage ob darauf jetzt alle klagen können, die beruflich zu anderen nach hause müssen, worunter auch soziale Brennpunkte sein können ... zB Feuerwehrmänner, Müllmänner, Postboten, Taxifahrer, Zeitungsausträger, Kurierfahrer etc. .... wäre dann ja eigentlich logisch, oder?

Ich kann mich gut daran erinnern, dass es für uns mal zur Debatte stand exekutive Aufgaben auszuführen (ich bin Feuerwehrbeamter), z.B. Strafen beim Falschparken aussprechen, Platzverweise erteilen und so ein Kram. Damals ging ein Aufschrei herum, der ganz klar Zeichen setzte, dass wir solche Aufgaben nicht wünschen! Aber mal unter uns Gebetsbrüdern: Ein Polizist verbringt während seiner Ausbildung gute anderthalb Jahre nur damit, dass er sich Gesetzestexte einprägt und Verhalten gegenüber Mitmenschen reintut. Dies alles ist während der Ausbildung im feuerwehrtechnischen Dienst überhaupt gar nicht vorgesehen. 3 Monate theoretischer Unterricht, in dem etwas Staatsbürgerkunde und Beamtenrecht zitiert wird (was später prüfungsrelevant überhaupt nicht abgefragt wird), das ist alles, was einem angehenden Beamten im feuerwehrtechnischen Dienst derzeit erwartet. Danach die Sanitäterausbildung, die einen grossen Teil des späteren Dienstalltages ausmacht und der wesentlich gefährlicher als der brandschutztechnische Bereich ist. Ich für meinen Teil war schon oft in gefährlichen Situationen, insbesondere provoziert durch meine Mitmenschen, die in ihrer Angst und Panik zu Gewaltattacken neigten, aber dies hat nichts, aber auch gar nichts mit sozialen Brennpunkten zu tun. Mit Einfühlungsvermögen und Verständnis sind diese Situationen definitiv zu meistern. Ich für meinen Teil habe alle diese Situationen mit eben jenen Mitteln erfolgreich bekämpfen können und siehe da: Selbst heute stehe ich noch mit 2 gesunden Beinen im Leben, und das nach etlichen Jahren im Dienst. Ich kann diesen Herrn Doktor nur bemitleiden, denn die Gefährdung ihm gegenüber kann ich nicht erkennen und ist sicherlich anderweitig auszuschliessen.
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23.11.2007 21:46 Uhr von AngelclingDreams
 
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Verstädlich: Ich komme aus der gegen (zum Glück nicht aus Arnsberg und Umgebung selbst) und kenne die Stadt, und das was sich da u.a. so rum treibt. Ich kann das Bedürfnis des Arztes voll nachvollziehen. Solange er mich nicht mit vorgehaltener Waffe verarztet ist das doch Ok

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