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Rastatt: Türkische Gemeinde erstattet Strafanzeige gegen Oberbürgermeister Walker

Weil der Unterricht in der jeweiligen Muttersprache in den städtischen Schulen nicht fördernd für die Integration sei, entschieden der Rastatter Oberbürgermeister Walker und der Gemeinderat Ende 2006, die Schulräume für den muttersprachlichen Unterricht nicht mehr zur Verfügung zu stellen.

Die Angelegenheit landete vor dem Verwaltungsgerichthof. Das Gericht entschied zu Gunsten der Klägerseite. Trotz Gerichtsbeschlusses weigert sich OB Walker, dessen Amtszeit in Dezember zu Ende ist, die Schulräume zwecks muttersprachlichen Unterrichts zur Verfügung zu stellen.

Die türkische Gemeinde hat nun entsprechende Strafanzeige erstattet, weil die Umsetzung des Gerichtsbeschlusses durch den OB weiterhin verzögert wird. Der neue Oberbürgermeister hat jetzt schon seine Unterstützung für den muttersprachlichen Unterricht ausländischer Kinder zugesagt.


WebReporter: Deniz1008
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Gemeinde, Türkisch, Strafanzeige, Oberbürgermeister
Quelle: www.swr.de

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84 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.11.2007 23:50 Uhr von Deniz1008
 
+0 | -0
 
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Integration von ausländischen Mitbürger/innen wird ganz anders, wenn örtliche Politiker ihre eigene Vorstellungen von Integration durchsetzen wollen.
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24.11.2007 11:44 Uhr von Homechecker
 
+28 | -5
 
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Walker Texas Ranger :D
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24.11.2007 11:50 Uhr von JustMe27
 
+54 | -12
 
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Guter Bürgermeister! OB Walker hat doch recht. In wie vielen Staaten auf der Welt gibt es das denn, dass Immigranten in ihrer eigenen Sprache unterrichtet werden? Nun es mag einige geben, aber üblich ist es sicher nicht. Die Muttersprache kann und soll sicher nicht verloren gehen. Aber es kann nicht Sache unseres Schulsystems sein, sich darum zu kümmern. Sondern Sache der Eltern.

Und bitte komme mir jetzt keiner mit: "Aber wenn sie jemals in ihre Heimat zurück gehen, brauchen sie das doch..."

Stimmt zwar, aber 90% der Neubürger bleiben doch aus verständlichen Gründen lieber hier bei uns.

Integration durch Zwang geht sicher nicht, aber die Integration dadurch zu unterschleifen, dass Immigrantenkinder in ihrer eigenen Sprache unterrichtet werden macht noch weniger Sinn.
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24.11.2007 11:53 Uhr von misnia
 
+35 | -10
 
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Integration ???? Recht hat er ! Wer integriert werden will, MUSS die deutsche Sprache erlernen und beherrschen, das ist eine Grundvoraussetzung. Das fördern der jeweiligen Muttersprache sollte der Familie vorbehalten bleiben, denn die Überbetonung der Muttersprache verhindert eine Integration. Immer vorausgesetzt, man will voll integriert werden, was ich bei einem nicht unerheblichen Teil dieser Klientel bezweifele.
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24.11.2007 11:54 Uhr von Borgir
 
+21 | -7
 
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kann man: sicher drüber streiten. ich finde aber, dass es die integration nciht fördert, wenn mutterpsrachlicher unterricht stattfindet.
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24.11.2007 11:56 Uhr von FallDown99
 
+15 | -6
 
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Für deutsch-deutsche wird alles anders. Wie sagte doch die türkische Integrationsbeuaftragte der Grünen zu einem Ureinwohner ? "Sie können ja auswandern!"

Toleranz war mal ein schönes Wort, bis sich die Linken darunter vorstellten speichel zu lecken und sich zu unterwerfen.
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24.11.2007 12:22 Uhr von ron11
 
+18 | -3
 
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wir haben unsere kinder auch selber in deutsch unterrichtet, uns wurden auch keine raeumlichkeiten zur verfuegung gestellt......aber nun koennen sie alle perfekt englisch und deutsch.....englisch haben sie in der schule gerlernt und deutsch zu hause........also wo ist das problem
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24.11.2007 12:23 Uhr von El Indifferente
 
+15 | -2
 
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Sehr problematisch: Ich meine, dass muttersprachlicher Unterricht sicher sinnvoll ist, wenn jemand gerade eingewandert ist. Mann kann ja nicht erwarten, dass ein Kind, dass kein Wort Deutsch kann im "normalen" Unterricht irgendetwas versteht. Als Übergangslösung fände ich sowas gut. Vieleicht für max. 2 Jahre für gerade eingewanderte.

Die grosse Problematik sehe ich aber woanders.
Die Türken wollen ihren eigenen muttersprachlichen Unterricht. Das ist ja noch irgendwie machbar.
ABER gleiches Recht für alle. Dann muss man auch Klassen einrichten, die in italienischer, persischer, polnischer, russischer, etc. pp. Sprache unterrichtet werden. Da sage ich nur gute Nacht. Ganz zu schweigen von der Frage, wer das finanzieren soll bleibt auch noch die Frage, wo man die ganzen Lehrer hernimmt, die das dann unterrichten sollen.

Zudem ist das alles vom Integrationsstandpunkt aus gesehen mehr als kontraproduktiv.
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24.11.2007 12:31 Uhr von xxp
 
+19 | -6
 
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unglaublich, wie sich manche Zuwanderer hier aufspielen! Glaubt Ihr denn, in der Türkei würde auch nur EINE Schule, Unterricht auf deutsch für Deutsche anbieten? LOL....Dort werden deutsche Jugendliche monatelang im Knast festgehalten wegen NIX, während hier jedem Straffälligen noch ne kleine Belohnungstüte zugesteckt wird.
Viele der ausländischen Mitbrüger wollen einfach nicht schnallen, dass sie sich hier zu integrieren und als Gast zu benehmen haben. Natürlich sollen sie Ihre Traditionen weiterleben, aber bitte in zumutbarem Umfang.
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24.11.2007 12:34 Uhr von vst
 
+12 | -34
 
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24.11.2007 12:41 Uhr von BenPoetschke
 
+10 | -2
 
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Ob die Klassenräume: während der regulären Unterrichtszeit zur Verfügung stehen sollen, oder ob es sich um ausserschulischen Unterricht handelt, lässt sich leider nicht konkret aus der Quelle entnehmen.

Im Übrigen bin ich auch der Meinung des Bürgermeisters, dass es der Integration keine Dienst erweist.

Was mir auch immer wieder auffällt, mit keiner Migrantengruppe hat es je solche hartnäckigen Probleme gegeben. Mit den Italienern nicht, nicht mit den Spaniern, Griechen oder Jugoslawen. Überwiegend die gleiche Klientel, die eine Extrawurst gebraten haben möchte.
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24.11.2007 12:44 Uhr von snm
 
+5 | -1
 
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Der Bürgermeister hat aus meiner Sicht recht: gerade sehr junge Menschen lernen sehr schnell eine fremde Sprache. Man nimmt ihnen mit einem Muttersprachlichen Unterricht eine Chance auf Integration.

Aber vst hat Recht, wenn ein Gericht anders entscheidet, kann der Bürgermeister sich nicht darüber hinweg setzen.
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24.11.2007 13:18 Uhr von GencOsman
 
+1 | -24
 
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24.11.2007 13:21 Uhr von schwarzerSchlumpf
 
+10 | -2
 
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Irgendwann: Müssen alle Deutschen Türkisch lernen. (IRONIE)
Wenn es nix bringt dann hat der Bürgermeister doch recht, er wird das wohl besser beurteilen können als ein paar Sesselfurzer die die Situation in der Stadt nicht kennen
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24.11.2007 13:30 Uhr von zw3rch
 
+8 | -1
 
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Vielleicht: sollte man die Räume zur Verfügung stellen um den Kindern Deutsch beizubringen...
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24.11.2007 14:00 Uhr von faboulous
 
+3 | -6
 
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@ vst: Ich sehe kein türkisches Wort im Titel. Nur deutsche.
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24.11.2007 14:04 Uhr von Nuernberger85
 
+1 | -2
 
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türkische Gemeinde? wie groß ist denn die türkische Gemeinde in Rastatt?Bis heute hab ich das Kaff nicht mal gekannt!

Und wie is das denn, soll der SCHULUNTERRICHT auf türkisch sein?Oder nur bestimmte Fächer, oder soll es nur wie einen Deutsch- einen Türkischunterricht geben?

Und wegen den Kommentaren "Integration=Sprache"
stimmt ja, aber ich denke nicht, dass sie dort in die Schule gehen und nach Jahren kein Wort Deutsch sprechen.

Bei uns gab es auch eine solche Projektklasse aufm Gym und die studieren jetz auch alle, zumindest die, von denen ich weiß, dass sie in dieser Klasse waren.Das heißt ja nicht, dass dort dann keiner Deutsch kann!
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24.11.2007 14:33 Uhr von AngelclingDreams
 
+2 | -2
 
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Zu extrem? Wenn die Schüler noch kein Deutsch können ist es ja schön das sie in ihrer Muttersprache unterrichtet werden und so im Stoff mit kommen. Denn nicht ist langweiliger als etwas das man nicht versteht und diese Langeweile führt zu Aggressionen. Aber man sollte dennoch dafür sorgen das das nur eine Stütze ist damit die betroffenen Deutsch lernen in diesem Land zurecht kommen. Also kann ich den OB auch verstehen. Extreme ist immer schlecht aber man könnte doch zusammen arbeiten.
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24.11.2007 14:46 Uhr von Zylon
 
+3 | -3
 
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Ähmm...Leute? Selbst wenn man die Entscheidung des Gerichtes für falsch hält, muss sich der Bürgermeister daran halten! Punkt aus. Wozu haben wir denn sonst Gerichte und Gesetze?
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24.11.2007 14:49 Uhr von K-rad
 
+3 | -22
 
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24.11.2007 14:50 Uhr von Cordonsport
 
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24.11.2007 15:05 Uhr von BadBorgBarclay
 
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Der OB hat Recht: Bei uns in Frankreich gibt es keinen Unterricht in Muttersprache (Deutsch, Türkisch usw). Wer bei uns in seiner Muttersprache Unterrichtet werden will muss es Privat machen (Privatschule oder Privatlehrer). Bei uns gibt es bis zu zwei Fremdsprachen die man zu den Stammfächern hinzunehmen muss (die 2. Fremdsprache muss Spätestens ab der 8. Klasse dazu genommen werden), wobei man die Fremdsprachen frei wählen kann (naja kommt Drauf an was die Jeweilige Schule an Sprachen anbietet).

Am Häufigsten werden Deutsch, Englisch un Spanisch angeboten (Türkisch wird eher selten angeboten). Am Sonsten gibt es Sonderstudien in Fremdsprachen an manchen Unis in seltenen Fällen auch auf manchen Gymnasien ab der 11. Klasse.

Für eine gute Integration muss man auch die Offizielle Sprache des Empfangslandes lernen. Da hat der OB schon recht dass auch Ausländerkinder in Deutsch unterrichtet werden sollen, sonst können diese Kinder ja auch gleich zu Hause bleiben.
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24.11.2007 15:23 Uhr von suiweb
 
+6 | -4
 
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das ist doch wieder mal typisch nicht genau wissen, worum es geht aber hauptsache dagegen sein...

Ich selber habe in Heilbronn den Türkischunterricht besucht. Unter einem Türkischunterricht versteht man folgendes;
Die Schule stellt einen Raum zur Verfügung (nach der Unterrichtszeit) und der "Lehrer" wird von den Eltern der Schüler bezahlt, damit er einmal in der Woche den kleinen versucht Türkisch beizubringen...

Dabei wird nicht Mathe oder Geschichte etc. auf türkischer Sprache gelehrt sondern wirklich nur die Sprache selber genauso wie es im Deutschunterricht der Fall. Finanziell beteiligt sich der "Steuerzahler" kein bisschen daran.

Der eine oder andere wird das sicherlich schon wissen; die Leute, die nicht wirklich deutsch können, können genauso wenig türkisch.. Zwar kaum vorstellbar, ist aber so.

Um die Fragen zu beantworten; Es gibt in der Türkei nicht nur Deutschunterricht sondern ganze deutsche Grund- und Realschulen und Studiengänge, die komplett in deutscher Sprache unterrichten..
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24.11.2007 15:39 Uhr von ThomasHambrecht
 
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Das ist eine Schulung zur Arbeitslosigkeit fast keine Firma / Ausbildungsstätte wird diese Leute später aufnehmen, wenn sie so miserabel Deutsch sprechen.

Ich erinnere mich noch an einen türkischen Bewerber in einem Ingenieurbüro: Seine Frau sagte: Du nür müssen zeigen was tun - er arbeiten.
Wie soll er denn eine 500-seitige Angebots-Ausschreibung in Fach-Ingenieur-Sprache lesen, ausarbeiten und mit den Kunden Rücksprachen halten, wenn er kein Deutsch kann?
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24.11.2007 15:45 Uhr von suiweb
 
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@ ThomasHambrecht: Ehrlich? Wie schon vor 15 min erwähnt, habe ich den Türkischunterricht auch besucht und bin ein angehender Ingenieur...

Wenn das wirklich stimmen sollte, dann sieht es wirklich schlecht für mich aus...

Wenn nicht, würde ich sie doch gerne bitten, mein Beitrag (eins drüber) zu lesen...

Danke

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