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Paris: Air France unterliegt im Sitzplatz-Prozess gegen einen 170 Kilo- Mann

Einem übergewichtigen Mann mit 170 Kilo Körpergewicht wurde im Jahr 2005 auf dem indischen Flughafen Neu Delhi von einem Mitarbeiter der Fluggesellschaft vor den Augen der Öffentlichkeit der Umfang seiner Taille gemessen. Er musste dann für einen zweiten Sitzplatz 500 Euro zu zahlen.

Dagegen wehrte er sich jetzt mit Erfolg vor einem französischen Gericht. Die Airline muss ihm jetzt das Geld für den zusätzlichen Sitzplatz zurückzahlen und zusätzlich noch 8.000 Euro Schmerzensgeld bezahlen. Dies berichteten französische Medien am heutigen Donnerstag.

Der Anwalt des Klägers sagte noch: "Das Gericht hat anerkannt, dass die Fluggesellschaft Menschen und keine Gewichtseinheiten transportiert". Die Gesetzeslage in Frankreich ist da nicht eindeutig festgelegt und die Airlines raten zum Kauf eines preisreduzierten Zweitsitzplatzes.


WebReporter: jsbach
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Mann, Prozess, Paris, France, Kilo, Air France, Sitzplatz
Quelle: www.baz.ch

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24 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.11.2007 19:57 Uhr von jsbach
 
+1 | -0
 
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Wie da die Regelung in Deutschland gehandhabt wird entzieht sich meiner Kenntnis. Erinnert mich aber an die erst kürzliche News aus Neuseeland. Wenn ich da im Ausland mal längere Zeit bleibe und will dann mit einer erheblichen Gewichtszunahme nach Deutschland zurück?
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22.11.2007 20:28 Uhr von Spaßbürger
 
+1 | -1
 
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Wie klein war der Typ? Ich kenne jemand mit 160Kg, für den ist es kein Vergnügen in der Holzklasse zu fliegen, der braucht aber keinen zweiten Sitzplatz.
Daher die Frage wie klein der Mann war, das er nicht auf einen Sitz passt?
Und wie soll das dann gehen? Schraubt dann jemand die Sitzlehne ab die zwischen den Sitzen ist? Auch wenn man die hochklappen kann ragt die nach vorne.
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22.11.2007 20:29 Uhr von Jimyp
 
+20 | -17
 
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aber wenn dieser Mensch nun mal mehr als einen Sitzplatz braucht, dann soll er auch dafür zahlen!
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22.11.2007 20:49 Uhr von Summersunset
 
+4 | -3
 
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oder einfach mal vorplanen: Die Holzklasse ist für ihre beengten Platzverhältnisse ja bekannt und wenn ich schon ein hohes Übergewicht habe, sollte ich vielleicht vorher nachfragen/planen, damit es nicht zu solchen Problemen kommt.
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22.11.2007 21:28 Uhr von Jimyp
 
+10 | -3
 
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@Barney Geröllheimer: Das Gewicht ist ja im Endeffekt auch egal. Es geht um das Volumen. Auch wenn er nur Luft im Bauch hätte, der belegt nun mal zwei Plätze.
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22.11.2007 21:29 Uhr von MattenR
 
+2 | -1
 
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Ausgebucht? Was hätte die Airline gemacht wenn das Flugzeug voll ausgebucht gewesen wäre?
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22.11.2007 21:35 Uhr von knetfigur86
 
+2 | -1
 
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@MattenR: Stehplatz ;-)
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22.11.2007 21:38 Uhr von spatenklopper
 
+11 | -3
 
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Die Begründung des Gerichts, könnte man mit einem Satz ganz einfach wiederlegen.

Klar das man Menschen transportiert und keine Gewichtseinheiten, allerdings werden PLÄTZE verkauft, und wenn 1 Person den Platz von 2 Plätzen einnimmt soll er diese gefälligst auch bezahlen.

Sonst sollte man das ganze System ändern.
Bezahlung nach Gesamtgewicht.(Passagier+Gepäck).
Warum soll eine 50 Kilo Frau mit 30 Kilo Gepäck ne Menge für Übergepäck bezahlen, wenn sie nur die hälfte an Gewicht mitbringt wie besagter 170 Kilo Mann?
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22.11.2007 21:49 Uhr von Artemis500
 
+8 | -3
 
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Ich finde ja auch dass es nicht fair ist, wenn ich mit meinen 50 Kilo genausoviel bezahlen muss wie einer, der zwei Sitzplätze braucht. Ich meine, dann soll er halt zwei Sitzplätze bezahlen...sonst könnte ich mir auch mein Gepäck unter die Kleidung binden und sagen ich bin so fett, ich brauch zwei Sitzplätze, und zahl keine Gepäckgebühren...

Klar ist es scheiße wenn man schon fett ist, und dann auch noch viel bezahlen muss, aber SO fett wird man nun wirklich nicht nur aufgrund von Stoffwechselstörungen, da muss man auch viel essen. Und wer viel essen kann, kann imho auch mehr bezahlen.
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22.11.2007 21:50 Uhr von Freakgs
 
+3 | -1
 
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@spatenklopper: Ein Kollege von mir ist 2,10 groß, nichtmal dick aber halt ein richtiger Schrank. Soll der jetzt dafür zahlen das er so groß ist und damit mehr Platz braucht?
Finde das ein bisschen unfair wenn jemand so veranlagt ist, dafür kann er nichts.
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22.11.2007 21:57 Uhr von spatenklopper
 
+4 | -1
 
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@ Freakgs: Denke da liegt nicht das Problem.

Neben einem 2 Meter Mann kann noch eine andere Person sitzen.
Neben einem 1,80m Mann mit 170 Kilo möchte ich nicht 8 Stunden in der Sardinendose sitzen.

Denn es gibt einen Unterschied zwischen groß und schwer,
und breit und schwer.
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22.11.2007 22:11 Uhr von zenluftikus
 
+3 | -5
 
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Ist er nun einfach fett oder gut gebaut?

Ich persönlich finde das Urteil insofern gut, dass klar gemacht wird das auch "fette" Menschen nicht so behandelt werden dürfen!
Denn für mich ist zum Beispiel die Zuschaustellung der öffentlichen Vermessung wesentlich abwertender als vieles was sonst als beledigend angesehen wird.
Es sollte aber möglich sein das eine Fluggesellschaft eine "ermäßigte" Zweitplatz-Zahlung verlangen darf wenn ein Mensch 2 Plätze benötigt.

Allerdings ist das nicht am Gewicht festzumachen (wie schon einige anmerkten). Mich findet keiner fett, trotz meiner 85 kilo auf grade 1,75. Allerdings mit einem Fettgehalt von unter 10% :)
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22.11.2007 23:33 Uhr von goofydel
 
+5 | -3
 
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170 Kilo!!! Ich verstehe das also richtig, der wiegt 170 kilo und fragt sich ernsthaft, warum er bei dem Gewicht mehr zahlen soll als ein " Normalo". Kann dem mal jemand erzählen, das mehr Gewicht auch mehr Kerosin heisst?
Eine Fluggesellschaft ist ein auf Gewinn zielendes Unternehmen.
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22.11.2007 23:42 Uhr von werwolf0815
 
+2 | -3
 
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@goofydel: die paar kilo machen bei dem gesamten Flugzeuggewicht so gut wie nichts aus.

aber wenn ich das richtig sehe, zahlt man im flugzeug für einen sitzplatz also sollte man auch einen platz zum sitzen für das geld bekommen ob das nun oder durchschnittssitze sind is doch egal....
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23.11.2007 01:10 Uhr von Nostradamus
 
+6 | -6
 
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gezwungen: es hat ihn keiner gezwungen fett zu werden.
Die Gesellschaft zahlt schon genug für die Gesundheit von Fettleibigen (und Raucher, etc.) wieder aufzuputschen.
Da soll er wenigstens mal seinen Transport komplett selbst bezahlen.
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23.11.2007 01:48 Uhr von drgary
 
+5 | -5
 
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Das Urteil ist ein Hohn für die anderen Fluggäste: Beim Koffer kommt es auf ein paar Kilo auf oder ab an und dann wiegt jemand mehr als doppelt so viel wie ich, nimmt anderen Passagieren auf den Nebensitzen zusätzlich Platz weg und soll nur gleich viel zahlen? Und bekommt zusätzlich Schmerzensgeld, weil sich jemand zu Recht beschwert. Verrückte Welt!
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23.11.2007 01:50 Uhr von robytoby
 
+4 | -2
 
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Wer in flugzeug schon mal neben so einem korpulenten Nachbarn gesessen hat der weis warum ein zweiter sitzpatz bezahlt werden muss.

Das nächstemal verlange nämlich ich schmerzensgeld wenn ich der Nebenmann noch die hälfte meines Platzes belegt.
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23.11.2007 01:57 Uhr von slimshady1
 
+4 | -3
 
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die 500€: sind dem doch egal immerhin hat er 8000€ dafür bekommen weil sie ihm mitten am flughafen den Umfang seiner Taille gemessen haben.
und wenn die ihm denn umfang seiner taille messen dann ist er bestimmt fett und nicht kräftig gebaut
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23.11.2007 06:05 Uhr von Hinkelstein2000
 
+4 | -2
 
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toll: schon mal was von Diskriminierung gehört? Wenn denen Dein Gesicht nicht gefällt, wird dann da demnächst eine Gesichtsuntersuchung in aller Öffentlichkeit gemacht? Oder werden Dir Deine Pubertätspickel aufm Rollfeld ausgedrückt? DAS ist der Teil, für den er Schmerzensgeld bekam. Und: wenn das Urteil anders ausgefallen wäre, hätten die Airlines einfach die Sitze noch kleiner machen können und jeder, der mehr als 46 Kilo (z.Bsp.) hat, muss halt 2 Sitze kaufen. toll, echt...
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23.11.2007 09:26 Uhr von mdkluengel
 
+1 | -2
 
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@Hinkelstein2000: Endlich jemand der das klarstellt, du hast das genau richtig erkannt, denn nur weil eine Person eine andere körperliche Konstitution besitzt darf er nicht anders behandelt oder benachteiligt werden...
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23.11.2007 10:35 Uhr von Borgir
 
+1 | -2
 
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das nenn: ich mal erniedrigung erster klasse....unverschämtheit...die hätte ich auch verklagt...
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23.11.2007 11:22 Uhr von sub__zero
 
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dürfte ich dann: mit meinen 60kg Geld von den Fluggesellschaften zurückfordern, weil ich zu leicht und zu schmächtig bin?

Es wäre nur fair, schliesslich verbraucht die Airline weniger Kerosin und der Sitzplatz wird nicht so stark beansprucht.
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23.11.2007 16:32 Uhr von Knoffhoff
 
+1 | -0
 
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Mit meinen 80 Kilo: habe ich mal 20 Euro für 8 Kilo an Übergepäck löhnen dürfen.
Für einen Mitreisenden welcher in der Economy Class eh schon unter Platzmangel zu leiden hat, sicherlich kein angenehmer Flug, wenn zudem von der Seite her die Bewegungsfreiheit auch noch eingeschränkt ist.
In das Startgewicht jeder Maschine fällt auch das Gewicht des Gepäcks mit hinein. Die Fülle eines übergewichtigen Passagiers dennoch nicht. Ich glaube, das das Durchschnittsgewicht eines jeden Passagiers bei 75 Kg liegt. In den USA ist möglicherweise die Grenze nach oben gesetzt.
Bei einer Vielzahl von Fettleibigen in einem Flug könnte man ein Sicherheitsrisko bedenken, von einem höhereren Spritverbrauch ganz zu schweigen.
Für eine Fluggesellschaft welche im Preiskampf um Billigflüge mit möglichst niedrigen Margen kämpft, ein nicht zu unterschätzendes finanzielles Risko.
In der Schweiz existiert ein Hotel welches ihre Zimmerpreise
nach Gewicht des Gastes festlegt.
Vielleicht dort ein Gag, der in der 10.000 Meter Höhe aber seine Berechtigung haben dürfte.
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25.11.2007 17:59 Uhr von Knoffhoff
 
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Es stimmt, dass dieser Fettsack in der Öffentlichkeit hätte nicht bloßgestellt werden dürfen.
Auch wenn er sich zunächst über seinen "Sieg" freut.
Für alle Airlines besteht keine Beförderungspflicht.
Auch haben alle einen gewissen "Draht" untereinander.
Würde mich nicht wundern, wenn dieses fette Invidiuum künftig auf andere Beförderungsmittel ausweichen muss, da restliche Fluggesellschaften seinen Lastentransport ablehnen.

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