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Warten lohnt sich - Giftschlange überlistet Verteidigung giftiger Frösche

Die australische Todesotter, der Familie der Giftnattern zugehörig, hat eine simple Strategie entwickelt, die es ihr gestattet, auch giftige Frösche in ihren Speiseplan aufzunehmen. Nach dem Töten mittels Giftbiss macht sie sich die beginnende Zersetzung der Verteidigungsstoffe ihrer Beute zunutze.

Die Schlange ist hierbei in der Lage, verschiedene Froscharten zu unterscheiden, so werden ungiftige Arten sogleich verspeist, während bei giftigen Exemplaren, abhängig von der Art des Giftes und der Dauer, bis zu seiner Unwirksamkeit, mit dem Mahl gewartet wird.

Der Marbled Frog beispielsweise sondert eine klebrige Substanz ab, die etwa zehn Minuten nach seinem Tod unwirksam wird, der Dahl's Aquatic Frog erweist sich erst nach 40 Minuten Wartezeit als essbar. Damit hat die Schlange eine nach Angaben der Forscher "unschlagbare Strategie" hervor gebracht.


WebReporter: The_Nothing
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Verteidigung, Warte
Quelle: www.wissenschaft.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.11.2007 21:55 Uhr von The_Nothing
 
+0 | -0
 
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Tja, was für so manche Schlacht galt, gilt auch in der Evolution: Auch die beste Verteidigung wird irgendwann geknackt, nun liegt es an den Fröschen, sich etwas einfallen zu lassen, ein simples Prinzip der Evolution, das man das "Rote Königin"-Prinzip nennt und das eine fundamentale Antriebsfeder für evolutive Veränderungen ist.
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20.11.2007 22:07 Uhr von Scopion-c
 
+1 | -1
 
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Wichtig für Australien: Die Neben der Hasenplage dort auch eine Froschplage herrscht ist es wichtig das sich die Schlangen daran angepasst haben um der plage in Australien einhalt zu gebieten, also schlangen züchten und auf die Frösche los lassen ;).
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20.11.2007 22:13 Uhr von The_Nothing
 
+7 | -7
 
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@Newschecker :-): Würdest du oder jemand anders bitte in KA 2,

"abhängig von der Art des Giftes und der Dauer, bis zu seiner Unwirksamkeit, mit dem Mahl gewartet wird.",

Das Komma hinter "Dauer" wieder rausnehmen? Da gehört keines hin :-)

Danke.
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20.11.2007 23:29 Uhr von The_Nothing
 
+10 | -2
 
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Sorry, aber ich lege nunmal Wert auf Qualität, besonders bei meinen eigenen News, und auch wenn es heutzutage anscheinend niemanden mehr interessiert, so sehe ich eine gute Rechtsschreibung schon als wichtiges Qualitätskriterium, das in unserer heutigen Gesellschaft leider verloren gegangen ist.

Aber jetzt Schluss mit off-topic Diskussionen.
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20.11.2007 23:30 Uhr von Don Kamilo
 
+3 | -1
 
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@Ogino: Man darf ja wohl darum bitten das jemand die News berichtigt die man selbst geschrieben hat. Erst lesen, dann denken und dann erst schreiben.

@News
Da fällt mir gleich ein Zitat ein:
Die Natur findet immer einen Weg.
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21.11.2007 09:23 Uhr von MlMlKRY
 
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Endlich: mal eine qualitativ hochwertige News, die aus der Masse hervorsticht
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21.11.2007 11:27 Uhr von vorGebrauchschütteln
 
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Evolution wurde hier falsch verstanden: Entweder ich habe das Kommentar des Autors nicht richtig verstanden, oder er meint tatsächlich, dass jetzt sich die Gattung Frosch was einfallen lassen muss.

Die Evolution lässt sich weder beeinflussen noch beschleunigen. Evolution beschreibt nur die Entwicklung und ist selbst nicht fassbar. Man kann nicht evolutionieren sozusagen.

Dass es noch Frösche gibt ist ein reiner Zufall der Evolution. Und dass die Schlange instinktiv wartet bis das Gift nachlässt auch. Wenn es beide Gattungen nicht gäbe würde es niemanden jucken, die Natur am wenigsten. Ausser natürlich irgendwelche Ökofritzen, die finden natürlich immer einen Weg sich aufzuregen.
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21.11.2007 12:43 Uhr von The_Nothing
 
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@Vorredner: Ich glaube du hast etwas nicht richtig verstanden.

Erstens meinte ich das mit dem "einfallen lassen" nicht so wortwörtlich wie du das jetzt vielleicht verstanden hast.

Und zweitens lässt sich Evolution selbstverständlich beeinflussen und sogar beschleunigen, durch den Selektionsdruck nämlich. Es ist nämlich kein Zufall, dass die Schlange wartet, denn unter ihren Vorfahren wird es unter den weniger geduldigen Exemplaren sicherlich mehrere unerwartete Todesfälle gegeben haben, so dass diejenigen mit mehr Geduld eine höhere Lebenserwartung und damit natürlich auch eine höhere Wahrscheinlichkeit haben, sich fortzupflanzen, so dass in der folgenden Generation prozentuel mehr Individuen mit dem "richtigen" Instinkt vertreten sind.

Bestes Beispiel, wie stark man Evolution beeinflussen kann, sind die auftretenden Antibiotika-Resistenzen bei Bakterien. Selektionsdruckmittel ist hier das Antibiotikum, dass auf eine Bakterienpopulation einwirkt. Ohne dieses Mittel haben Bakterien mit und ohne Resistenz die gleichen Überlebenschancen, so dass sich die prozentuale Zusammensetzung resistenter und nicht resistenter Individuen von Generation zu Generation nicht ändern wird.

Wird die Kolonie nun mit dem Antibiotikum behandelt, sterben die nicht Resistenten in hohem Maße, während die Resistenten überleben, und nun rate mal, wie die Kolonie nach der "Antibiotika-Katastrophe" wohl aussieht?

Das Auftreten einer bestimmten Mutation selbst ist immer Zufall, ihr Durchsetzungsvermögen jedoch nicht, das hängt vom Selektionsdruck haben, wobei so ziemlich alles Druckmittel fungieren kann: Klima, Gifte, Zusammensetzung der Umgebung, ja sogar Farbe (starkes Auftreten einer schwarzen Mutante des normalerweise weißen Birkenspanners, die von rußgeschwärzten Bäumen im England des 19. Jahrhunderts profitierte).

Eine weitere beschleunigende Komponente wäre auch die adaptive Radiation.
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21.11.2007 13:06 Uhr von vorGebrauchschütteln
 
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@the-Nothing: Und ich habe immer als Evolution die zeitliche Beschreibung des ganzen verstanden. Also indem wir in eine Bakterienkultur eingreifen gehören wir Menschen automatisch als Faktor in die Evolution der Bakterien.

Das Beeinflussen der Entwicklung einer Lebensform ist doch die Evolution.

Das ist doch wie der Begriff "Geschichte". Man kann die Geschichte nicht beeinflussen. Es sei denn man hätte eine Zeitmaschine, oder nicht? Denn Geschichte ist nun mal Geschichte. Und Evolution ist doch auch so ein Begrif für die Entwicklungen einer Lebensform von ihrem auftauchen bis zum jetzigen Zeitpunkt (wenn man sich jetzt auf eine spezielle Gattung festlegt).

Ich weiss, das ist Kleinscheisserei, und man hat eigentlich andere Probleme im Leben, aber eigentlich doch eine interessante Diskussion über den Begriff Evolution :)
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21.11.2007 17:38 Uhr von aquarius565
 
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Endlich: Gegen die aus Südamerika eingeführten Aga Frösche wäre das sehr gut. Aber ich habe Zweifel, ob die christlichen Australier sich mit Schlangen anfreunden können.
MfG
Aqua565
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21.11.2007 17:46 Uhr von Beergelu
 
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@vorGebrauchschütteln: Wie, man kann Geschichte nicht beeinflussen? Geschichte ist immer Existent. Hat Helmut Kohl die Geschichte nicht verändert? Hat der kleine Gnom aus Braunau (ja der GröFaZ) die Geschichte nicht verändert?

Und Evolution, kann man mit Geschichte nicht vergleichen. Evolution ist ein Prinzip. Es ist das Prinzip des stärkeren, des Darwinismus, des Behauptens während der Selektion gegen Widrigkeiten.

Und es vererben immer die am meisten, die lange und gut leben - der Mensch jetzt mal ausgenommen, weil er sich selbst aus diesem Prinzip durch die Zivilisation herausgenommen hat (außer im Groben) - und wenn es zu einer Mutation kommt, die erst einem Frosch und dann in vermehrt in den folgenden Generationen erlaubt, ein Gift in die Haut oder in das die Haut bedeckende Sekret einzulagern, dass noch nach 1 Woche giftig ist, werden sie einen Selektionsbonus haben, da die Schlangen sich so entwickeln werden, dass sie diese Frösche nicht mehr fangen. Das ist natürlich ein Vorgang, der sich über einen längeren Zeitraum erstreckt.
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21.11.2007 17:57 Uhr von Beergelu
 
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Noch ne Anmerkung: Du verwechselst den Begriff Evolution mit Phylogenese. ;)
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22.11.2007 08:47 Uhr von vorGebrauchschütteln
 
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Ah okay, dann wär das geklärt.

Aber das mit dem Begriff "Geschichte", da kann ich dir nicht zustimmen. Denn man sagt zwar, dass der Mann die Geschichte verändert hat. Aber wenn man etwas verändert, dann muss man einen Ausgangspunkt kennen, sonst gäbe es keinen Unterschied zwischen dem Veränderten und dem Unverändertem.

Wenn man also sagt, dass irgendeine Person die Geschichte verändert hätte, dann müsste man eigentlich hundertprozentig wissen wie sie eigentlich abgelaufen wäre ohne diese Person. Aber da bewegt man sich wieder im metaphysischen und es hat eher was mit Tarotkarten zu tun.

Deshalb habe ich mich an dem Begriff "Evolution" aufgehalten. Weil ich immer davon aus ging, dass dieser Begriff die Geschichte der Entwicklung einer Lebensform bzw des Lebens beschreibt. Aber das ist dann die Phylogenese.

Vielen Dank :-)

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