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Jesuiten-Orden zahlt angeblich 50 Millionen US-Dollar an 110 sexuell missbrauchte Personen

In Alaska (US-Bundesstaat) stehen fünfzehn Jesuiten unter Verdacht, über Jahrzehnte hinweg Indianer-Kinder sexuell missbraucht haben. Die ersten sexuellen Übergriffe sollen bereits in den frühen 60er Jahren stattgefunden haben.

Jetzt hat der Rechtsvertreter der Geschädigten erklärt, dass 110 Opfer mit 50 Millionen US-Dollar (umgerechnet 34 Millionen Euro) entschädigt werden sollen. Von Seiten des Jesuiten-Ordens gab es aber bisher keine Bestätigung dafür.

In der Vergangenheit wurden bereits mehrfach von der katholischen Kirche in den USA horrende Summen an Missbrauchsopfer bezahlt. (Diözese San Diego: 140 Opfer/200 Mio. US-Dollar, Erzdiözese Los Angeles: 500 Opfer/660 Mio. US-Dollar, Diözese Boston: 300 Opfer/85 Mio. US-Dollar).


WebReporter: rheih
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: USA, Sex, Million, Dollar, Person, 110, Orden
Quelle: www.n-tv.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.11.2007 18:24 Uhr von Aral1971
 
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"Mammon, der größte aller Götter" woran man wieder mal sehen könnte, daß selbst die größten Sünden mit Geld wieder "reingewaschen" werden können. Ausgerechnet DIE Kirchen, die Nächstenliebe, Mitgefühl und "Zurückhaltung" predigen und gebieten, erscheinen immer wieder in einem Sumpf aus Korruption und Missbrauch. Das sind schon sehr arme Zeiten, in denen wie leben.
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20.11.2007 18:26 Uhr von Silenius
 
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Wenn man Opfer sexueller Handlungen: mit Geld bezahlt, zu was macht man sie dann?
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20.11.2007 18:27 Uhr von kopfnigger
 
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hmm ... ^^: Ich glaub ich lass mich auch mal vergewaltigen.
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20.11.2007 19:26 Uhr von roteGraefin
 
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Eine Würdigung der Opfer: Gott sein Dank endlich werden sie zur Rechenschaft gezogen!

Hoffentlich merkt die katholische Kirche bald, wie sehr sie sich mit Hexenverfolgung und Inquisition an ihrem Mitgliedern versündigt hat.
Was hier zutage tritt ist nur die Spitze des Eisberges eingefrorener Gefühle.
Aber bei dem Gebet was in jeder Messe gebetet wird:
"Herr Jesus Christus schaue nicht auf unsere Sünden sondern auf den Glauben deiner Kirche und schenk ihr nach Deinem Willen Einheit und Frieden" habe ich da wenig Hoffnung.

Doch Silenius "Geld macht nicht glücklich" aber es beruhigt

Interessant wäre noch herauszufinden, wie viel Geld tatsächlich bei den Opfern landet. Und wie viele daran jetzt verdienen,
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21.11.2007 17:41 Uhr von OS-TeMpler-TH
 
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@roteGraefin: äähhh... Entschuldigung? Wenn du schon das Verhalten der Kirche kritisieren musst und den Generalverdacht aussprichst, dann sag mir doch mal schnell, welche Rolle die Inquisition oder die Hexenverfolgung bei diesem Thema spielen?
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21.11.2007 18:21 Uhr von Silenius
 
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@roteGraefin: Wahrscheinlich wäre die Opfer beruhigter, wenn sie wüssten, dass ihre Peiniger aus dem Verkehr gezogen würden. Natürlich im rechtsstaatlichen Rahmen.
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22.11.2007 01:21 Uhr von roteGraefin
 
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Inquisition und Hexenverfolgung: 1. verfolgte anders Denkende
2. verfolgte Frauen die heilen konnten und um Geburt und Empfängnisverhütung Bescheid wussten um den Männern als Medizinern Platz zu machen.

Verfolgungen und Verleumdungen führen zu Angst. Angst macht dumm und führt zu Neid und Eifersucht. Dies wurde dann wieder verboten und dann kommt nur noch abgrundtiefer Hass.

Die Frauen wurden zu Gebärmaschinen degradiert und ein nicht eheliches Kind war eine Schwere Sünde. Lust beim Sexualverkehr galt ebenfalls als Sünde.

Der Liebe wurde die Sexualität genommen und der Sexualität die Liebe. Sich zu verlieben und dann ausgenutzt zu werden wird doch heute noch oft als Dummheit verschrien und verachtet. Anstatt den Ausnutzer zu demaskieren. Das ist eine verkehrte Welt.

Das Zölibat mit seinen Folgen totaler Unkenntnis von Sexualität führt zu Missbrauch. Der Mensch kann auf die Dauer seine Natur nicht so verraten, wie es von der Kirche lange gefordert wurde. Dies hat zu viel Unheil und viel Verklemmung geführt. Ein unfreier Mensch vergreift sich an Kindern, weil er sich nicht traut es mit Erwachsenen auf zu nehmen.
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25.11.2007 19:26 Uhr von sarazen
 
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"....horrende Summen..:": naja, eine solche diese Wertung steht dem zitierenden Autor nicht zu. Auch wenn es ihm schwerfällt, sich hier zurückzuhalten, sind es nur "sehr hohe Summen", alles andere ist Meinungsmache und gehört ins Meine-Meinung Feld.
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27.11.2007 22:55 Uhr von roteGraefin
 
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@OS-TeMpler-TH: warum schnell?

Ich gehe davon aus, dass Du soviel Gerechtigkeitssinn besitzt um dieser Frage selber nach zu gehen und Deine Schlussfolgerungen daraus ziehen kannst oder ist das zuviel verlangt?
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27.11.2007 23:02 Uhr von roteGraefin
 
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@Silenius: Wenn es um Kindesmissbrauch von Ordensleuten geht dann kennt meine Wut und Empörung keine Grenzen.

Diese Leute haben sich Rechte herausgenommen, die Ihnen nicht zustehen. Jetzt noch auf einen rechtstaatlichen Rahmen zu vertrauen irgend jemanden aus dem Verkehr zu ziehen halte ich für eine utopische Gedankenspielerei.

Die Opfer zu entschädigen, damit sie zumindestens den Rest ihres Lebens in Würde verbringen können angemessen und sinnvoll.
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27.11.2007 23:35 Uhr von tertius
 
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Wo kommt die Kohle her??? Woher haben denn die Jesuiten und die anderen kirchlichen Institutionen die ganze Asche um so großzügig zu sein?? Kleinkredit bei Citi-Bank?
Sollte sich jeder überlegen, was mit seinem Geld passiert wenn es erst mal im Klingelbeutel gelandet ist.

Zölibat und solche Sachen sind gegen die Natur des Menschen und können dann zu solchen kranken Auswüchsen führen. Einen weiteren Beweggrund, der zur Festschreibung des verpflichtenden Zölibats im 11. Jahrhundert führte, sieht man in dem Versuch der römischen Kirche, die Reduzierung der von Priestern verwalteten kirchlichen Pfründen zu verhindern. Diese Pfründen wurden durch den notwendigen Lebensunterhalt der Familie verheirateter Priester sowie durch Erbschaft dezimiert.
Das Noviziat endet damit, dass der Novize die drei Gelübde Armut, Ehelosigkeit und Gehorsam ablegt.
Also nochmal die Gretchenfrage: Wo kommt das Moos her???
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28.11.2007 15:10 Uhr von roteGraefin
 
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komische Frage: woher kommt die Asche?

1. sind die Jesuiten nicht großzügig sondern der Rechtsvertreter der Geschädigten hat diese Forderung erklärt. Unbestätigt durch den Orden.

Dies ist das Ergebnis eines schlimmen Aberglaubens und einer verdrehten Auslegung der Dreifaltigkeit. Ein Jesuit brachte mir mit sieben Jahren bei, was ich nicht verstanden habe: "Die Liebe zwischen Gottvater und Gottsohn ist so groß, dass daraus eine eigene Person wird."

Erst 2002 habe ich gewagt darüber noch einmal gründlich darüber nach zu denken.

Ja die Liebe zwischen zwei Personen ist so groß, dass daraus eine eigene Person wird, nur bei Mann und Frau. Alles andere ist unnatürlich und pervers.

Die permanente Abwertung der Frau durch die männlich geprägten Religionen hat zu Angst geführt und Angst führt zu Hass. Niemand ist so leicht zu Verwirren wie innerhalb des religiösen Bereiches und im sexuellen Bereich.

Die christlichen Konfessionen haben leider der Religion die Liebe genommen und ihr die Moral gegeben und sie haben der Liebe die Sexualität und der Sexualität die Liebe genommen.

Aller anderer Unsinn ergibt sich aus dieser Grundformel.
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28.11.2007 21:57 Uhr von exekutive
 
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so ist das mit den ganzen orden...

gibt es ja genug von.. freimaurer, rosenkreuzer usw..
soweit ich weis ist fidel castro auch ein jesuit

trotzdem seltsam das ausgerechnet die katholiken so oft mit kindesmissbrauch in die schlagzeilen geraten..

die sollten mal alle eine gründliche inventur unter dem eigenem personal machen
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28.11.2007 23:40 Uhr von Shakotai
 
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Man mag über das Urteil: denken wie man will. Geld ist mit Sicherheit nicht in der Lage die wirklichen Wunden der Geschädigten zu heilen. Aber in unserer Gesellschaft sicherlich jenes Mittel, das deutliche Zeichen setzen kann. Aber was nützen Zeichen, wenn die wahre Ursache des Übels nicht beseitigt wird?

@roteGraefin

Auch wenn ich mit deinem Bogenschlag zu Inquisition und Hexenverfolgung nicht konform gehe (wenn auch manche in letzterem auch sexuelle Ursachen sehen) muss ich dir jedoch in Teilen zustimmen.

… Das Zölibat mit seinen Folgen totaler Unkenntnis von Sexualität führt zu Missbrauch ….

Sexualität ist wie Essen und Trinken eines der elementaren Grundbedürfnisse des Menschen (Nicht nur dessen). Wenn man eines dieser Bedürfnisse unterdrückt, wird es sich einen anderen Weg suchen. Laut Kirche soll der Zölibat u. a. dazu dienen die Reinheit des Denkens, Gesinnung und Handlung zu dokumentieren. Begründet wird es meist mit dem freiwilligen Zölibat Jesu und seiner Jünger. (Komisch, denn die Jünger waren zumeist lt. Bibel verheiratet, Jesu nach neuerer Forschung möglicherweise auch)

Wenn man dann mal die Grundlagen des Zölibates (eingeführt im 11 Jahrhundert) – unabhängig von der kirchlichen Begründung untersucht - stößt man recht schnell auf sehr wirtschaftliche Ursachen. So erbten seinerzeit die Kirchen, vertreten durch Priester und Bischöfe, häufig erhebliche Werte durch ihre ‚Schafe’. So war es durchaus üblich, dass der Pope oder Bischof auch materiell sehr reich war. Die Erbfolge sorgte dann für die Verteilung unter den Kindern, deren Zahl dann auch meist sehr reichlich war. Nur, der Tradition anderer Berufe entgegen folgten nur wenige Kinder Ihrem Erzeuger in den Stand der Priesterschaft; und das Vermögen war für den Klerus verloren.

Wenn man dann die Folgen des Zölibates, des Entzuges von Sexualität verfolgt, kommt man recht schnell über die Entwicklung von seltsamen Sexualitätsvorstellungen und daraus resultierenden kirchlichen Vorschriften bis hin zum Hexenhammer. Damit will ich die Ursache der Hexenverfolgung nicht im Zölibat suchen, mit Sicherheit führten aber einige der Auswirkungen auch hierhin.

Die aktuellen Folgen sind zwischenzeitlich (zum Glück) überall zu lesen. Der Missbrauch ist nicht nur in den Staaten zu finden. Ich will gar nicht wissen wie viele Kinder herumlaufen, die aus dem Bruch des Zölibates resultieren.

Schlussendlich wird es jedoch Zeit, dass dieses überlieferte Relikt kirchlich ökonomischen Denkens ersatzlos abgeschafft wird. Nicht nur wegen dem daraus resultierendem Missbrauch, auch weil sich der mündige und aufgeklärte Christ wohl schwerlich Vorschriften in ‚einem Spiel’ von jemandem machen lässt, der dieses Spiel ‚doch gar nicht spielt’!

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