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Augsburg: Mann saß Phishing-Betrügern auf und wurde selbst Täter - Geldbuße

Ein Mann (59) aus Augsburg hatte in seinem E-Mail-Postfach eine interessante Mail von einer Firma aus Schweden gefunden. Dort wurde ihm ein Job angeboten, für den er nur sein Bankkonto zur Verfügung stellen sollte. Er prüfte die Internet-Seite der Firma und befand sie für seriös.

So rief er bei der Firma an und wurde zum "Finanz-Manager" ernannt. Schon einen Tag später bekam er den ersten Job: Er sollte 2.500 Euro, die er vorab aus Berlin überwiesen bekam, nach Russland überweisen, was er auch prompt tat. Nach dem zweiten Job allerdings sprach ihn seine Bank darauf an. Der Mann ging daraufhin zur Polizei.

Das endete für ihn vor Gericht: 2.200 Euro des verschwundenen Geldes sowie 1.000 Euro Strafe musste der Mann bezahlen, damit das Verfahren gegen ihn eingestellt wurde.


WebReporter: JustMe27
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Mann, Täter, Augsburg, Betrüger, Phishing, Geldbuße
Quelle: www.augsburger-allgemeine.de

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30 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.11.2007 12:05 Uhr von JustMe27
 
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Wer fällt denn heute noch auf so etwas herein? Mich bitten täglich nette afrikanische Bankdirektoren, das Erbe eines verstorbenen "Karl Müller" mit ihnen zu teilen oder man bietet mir "Superjobs" an. Ich lese diesen Dreck nicht mal mehr!
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19.11.2007 12:50 Uhr von HannoverOlli
 
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banken sind verpflichtet: bei komischen geldtransferen oder plötzlichen extrem hohen summen(als sonst normal) nachzuhaken/fragen was da vor sich geht
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19.11.2007 12:51 Uhr von Tine-Tolle
 
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Wieso war der denn so doof? Also ich hätte die 2500,-Euronen erstmal behalten und mir neue BHs und Slips dafür gekauft:)
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19.11.2007 12:55 Uhr von zia
 
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@Tine-Tolle: Jo, ich auch! Ok, keine BHs oder Slips, aber ein paar Boxershorts wären für 2500€ schon drin gewesen :)
Oder auch andere Dinge ;)
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19.11.2007 13:01 Uhr von SenkiRenegade
 
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Es ist schade dass der Mann dafür so hart bestraft wird. Offensichtlich hat er nicht mit weitreichenden Konsequenzen gerechnet und sich auch noch SELBST gestellt.

Wirklich happig die Strafe. Was für Geldstrafen zahlen nochmal Vergewaltiger? 20 Tagessätze á 30 €?

übrigens, toll das man kommentare bewerten kann. Wie wärs mal mit einer Editierfunktion?
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19.11.2007 13:03 Uhr von whitechariot
 
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@ DerSchinder: Die Quelle erklärt es (unten), was das Phishing damit zu tun hat.

Das was hier beschrieben ist, hat soweit mit Phishing natürlich nichts zu tun.

Es geht aber auch nicht um Geldwäsche, sondern darum, dass die "gestohlenen" Beträge nicht mehr zurückgeholt werden können.
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19.11.2007 13:07 Uhr von Streichholzmann
 
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naja es kann ja auch sein das der mann recht lange arbeitssuchend war.. und da sind viele verzweifelt... und als er anrief dachte er ja "hey alles seriös klar mach ich"
leider steht dazu auch nichts in der quelle.. deshalb bleiben ja nur vermutungen ob es das nun bewusst gemacht hat oder echt verarscht wurde...

aber wenn er wirklich verarscht wurde und dann als ehrlicher bürger zur polizei geht... dann auch noch dafür strafe zahlen muss... naja no comment^^ aba so ises nunmal hier...

ich will da nun aba nich spekulieren^^ das geld hätte ich aber auch behalten anstatt es zu waschen^^ bräuchte ma nen neuen pc^^
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19.11.2007 13:12 Uhr von Kingbee
 
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@Tina-Tolle: Wenn du sonst keine der Dinge trägst, die du kaufen würdest, bitte dringend PM senden.... ;--)
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19.11.2007 13:22 Uhr von Marco Werner
 
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2 Bekannte von mir sind auch schon auf ähnliche Sachen hereingefallen. Auffällig ist in solchen Fällen ist ja,daß ausgerechnet solche Leute auf solche schon fast stinkenden Geschäfte reinfallen, die sonst nichtmal ihrem Nachbarn ne Tüte Mehl anvertrauen würden...

Marco
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19.11.2007 13:26 Uhr von per-version
 
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sehr schlau & seriös .. schwedische firma, russisches geld - klingt doch seriös Oo
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19.11.2007 13:34 Uhr von bopper
 
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Paradox: Leute sitzen stundenlang am Computer und surfen durch die Weltgeschichte. Aber bei so einem Angebot einfach mal etwas zu recherchieren, dazu reichts dann nicht.

Vom gesunden Menschenverstand, dass im Jahr 2007 seriöse Firme keine unbekannten Menschen in Drittländern für Bargeldtransaktionen akquirieren, mal ganz abgesehen.
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19.11.2007 13:47 Uhr von real.stro
 
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Jetzt erlär mir doch mal einer: worin hier der Rechtsbruch des Mannes besteht? Nicht nur das er von den Typen verarscht wurde, er wird auch noch von unserem Rechtssystem, und offensichtlich auch von seinen "allwissenden, unfehlbaren" Mitmenschen, als dumm abgestempelt und bestraft. Was ist mit den eigentlichen Tätern?
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19.11.2007 13:55 Uhr von Sonnflora
 
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@ Autor: Bei mir landen solche Mails auch sofort im Spamordner. Aber leider gibt es in der heutigen Zeit immer mehr Menschen, die verzweifelt Arbeit suchen und trotz aller Mühe nichts finden. Und so manch einer greift in seiner Verzweiflung irgendwann nach jedem Strohhalm und fällt dann natürlich leicht auf sowas rein.

Nun noch allgemein:
Warum wird eigentlich nicht versucht, die Urheber dieser Betrügereien aufzuspüren. Anhand der Seite, die die haben, kann das doch nicht so schwer sein. Und wenn man die hat, müssen die für sämtliche Schäden, die durch ihre Betrügereien entstanden sind, aufkommen. Auch wenn die in Schweden oder so sitzen. Oder ist in Schweden sowas legal? Sicher nicht! Aber nein, der kleine, ahnungslose Bürger muß büßen. Auch noch zum Dank dafür, daß er sowas meldet. Na prima, und dann wird sich irgendwann gewundert, wenn keiner mehr was sieht und sowas nicht mehr gemeldet wird. Toll und die Betrüger können dann irgendwann machen, was sie wollen... klasse!!!
Aber es ist leider nicht so selten, daß jemand, der eine Straftat meldet, selbst der Angesch... ist.
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19.11.2007 14:00 Uhr von whitechariot
 
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@ real.stro: Auch wenn es naiv war, aber sich an einem Betrug zu beteiligen und mittels der "Provision" daran zu bereichern ist nun mal auch strafbar.

Finanziell recht übel ist der Fall, der hier am Ende des Artikels erwähnt wird:
http://www.augsburger-allgemeine.de/...
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19.11.2007 14:18 Uhr von _BigFun_
 
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tja - die Gier ist schon ne dumme Sache, ich freue mich für so Leute immer, die den Hals nicht voll genug bekommen - und dann richtig auf die Nase fallen. Im Normalfall trifft es bei so Sachen auch keine Armen - denn die haben meist zuviele Bedenken für solch dubioses Zeug. Aber es zeigt auch wieder - dass jeden Morgen ein Dummer aufsteht
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19.11.2007 14:28 Uhr von TomShaw
 
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Mündige Bürger klassifizieren: Irgendwann wird man die Mündigkeit der Bürger klassifizieren müssen. In diesem Falle war der Betroffene etwas naiv, aber viele ältere Bürger nehmen täglich auf ähnliche Weise Schaden da sie nicht mehr gut genug sehen und vielleicht auch nicht mehr alles unbedingt nachvollziehen können.

Gerade erst vergangene Woche wurden dem 86-jährigen Großvater eines Kollegen auf der Sparkasse ein Rentenfond mit fünf Jahren Laufzeit verkauft (in der Filiale und nicht übers Internet). Es handelte sich dabei um 90% des gesamten Vermögens des Rentners.
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19.11.2007 14:29 Uhr von sh0rtnewser
 
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Na da haben die Banken ja einen bequemen Weg gefunden, den schwarzen Peter für die mangelnden Sicherheit ihrer Online-Banking-Systeme den armen Schweinen zuzuschieben, die so dumm sind, auf diese "Finanz-Manager"-Angebote hereinzufallen.
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19.11.2007 15:01 Uhr von whitechariot
 
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@ sh0rtnewser: Kommt darauf an...

Bei der Deutschen Bank dürfte es schwer fallen, mit "erphischten" Daten etwas anfangen zu können, denn es es wird nicht (so wie früher) irgendeine TAN aus einem TAN-Block verlangt sondern eine zufällig angegebene (die sind numeriert und jede gilt natürlich auch nach wie vor nur einmal). Mit der Kombination PIN + einer TAN kann ich da also mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit gar nichts anfangen.

Anders sieht es natürlich aus, wenn ich irgendwo alle noch offenen TANs oder so angeben würde - aber dann würde ich die Schuld nicht der Bank geben, denn wer jemandem Wildfremden in der Fußgängerzone seine Adresse und seinen Schlüsselbund gibt, braucht sich schließlich auch nicht zu wundern, wenn er dann mal eventuell "Besuch" bekommt.
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19.11.2007 15:07 Uhr von sh0rtnewser
 
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@whitechariot: Stimmt, aber leider haben noch lange nicht alle Banken auf dieses System mit den durchnummerierten TANs umgestellt.
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19.11.2007 15:37 Uhr von The_Nothing
 
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@SenkiRenegade: "Wirklich happig die Strafe. Was für Geldstrafen zahlen nochmal Vergewaltiger? 20 Tagessätze á 30 €?"

Ich hoffe, das ist nicht dein Ernst, wobei es viele Leute gibt, die tatsächlich so denken...
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19.11.2007 16:08 Uhr von Borgir
 
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unfassbar: reinste geldwäsche...dass der da nicht drauf kommt als "finanz-manager" ...echt doof der kerl
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19.11.2007 20:44 Uhr von AnyKay
 
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Cool: Hätte nie gedacht, dass die einem da wirklich geld schicken :D
ich dachte immer, dass die dir einfach nur die bankdaten ´klauen´ wollten. Ich sollte dem Typen mit dem Erben doch vielleicht mal schreiben :D
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19.11.2007 23:36 Uhr von coelian
 
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@Tans: Die Sparkassen haben das System auch schon seit längerem. Aber es gibt wohl immernoch genug Menschen, die wohl dann den ganzen Block hergeben
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19.11.2007 23:49 Uhr von whitechariot
 
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@ AnyKay: Du vermischt da zwei völlig verschiedene kriminelle Vorgehensweisen und Hintermänner miteinander...

Bei den Mails álà Nigeria Connection und Co. geht es nur darum, Leute zu finden, die angebliche "Gebühren" überweisen für angebliche Geldtransferierungen. Im Extremfall kam es dabei aber auch schon zu Geiselnahme und Lösegeldforderung.
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20.11.2007 01:12 Uhr von AnyKay
 
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... ist mir natürlich klar :D
war halt ironie. sorry, wenn´s anders rüberkam.

Ist aber im allgemeinen scheiße, dass man andere bürger so verarscht ... und im nachhinein (wenn was schief geht), dann auch noch aufmuckt.

das ist ja wie als wenn man irgendwas im kaufhaus in die tasche eines anderen steckt. der ahnungslose dabei erwischt wird, wie er ´geklaut´ hat. und man ihn draußen nochmal zusammenschlägt (vom eigentlichen täter), weil er sich erwischen lassen hat :D

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