18.11.07 14:38 Uhr
 2.779
 

Irak-Konflikt: Alleine in diesem Jahr desertierten schon 4.698 US-Soldaten

Die Zahl der US-Soldaten die ihren Dienst an der Waffe nicht antreten wird immer größer. Seit der Irak-Krieg läuft wird die Anzahl jedes Jahr größer. Der bekannteste ist Jeremy Hinzman, er ging 2004 nicht zum Militärdienst sondern nach Kanada, wo er Asyl beantragte wegen des Irak-Krieges.

Sein Gerichtsverfahren in Kanada verlor er. Auch 20 andere Deserteure, die Asyl in Kanada beantragt hatten, müssen wohl mit ihrer Ausweisung rechnen. Aber in Kanada gibt es die wenigsten Deserteure, die Masse soll sich in Europa oder in den USA versteckt halten.

In den Staaten gilt jemand als Deserteure, wenn er sich länger als 30 Tage ohne Entschuldigung von seiner Truppe entfernt hat - "Absent without leave". Die USA haben keine Wehrpflicht, die Männer und Frauen können sich freiwillig für einige Jahre verpflichten und zwar ab einem Alter von 17 Jahren.


WebReporter: PortaWestfalica
Rubrik:   Politik
Schlagworte: USA, Jahr, Irak, Soldat, Konflikt
Quelle: www.spiegel.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Texas: Frau wird nach Beschwerden wegen Anti-Trump-Aufkleber verhaftet
Ärger über Gabriel: Saudi-Arabien ruft Botschafter in Berlin zurück
AfD Saarland: Abstimmung über IQ-Test für Neumitglieder

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

21 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
18.11.2007 13:36 Uhr von PortaWestfalica
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Die Quelle ist um einiges ausführlicher, wer sich dafür interessiert, sollte sich den Artikel noch mal durchlesen.
Kommentar ansehen
18.11.2007 14:44 Uhr von Blackman1986
 
+8 | -2
 
ANZEIGEN
Mal ehrlich und abgesehen davon wie sinnlos der Irakkrieg ist.

Wenn ich mich FREIWILLIG verpflichte beim Militär muss ich eben auch damit rechnen in Ländern eingesetzt zu werden wo es gefährlich ist.

Das Militär ist schließlich kein Großraumbüro oder soziale Einrichtung.
Kommentar ansehen
18.11.2007 16:01 Uhr von tertius
 
+4 | -0
 
ANZEIGEN
Die hatten Internet: und sind dann auf die Seite gestoßen und haben Muffensausen bekommen

http://projects.washingtonpost.com/...

allerdings sind diese Zahlen von Deserteuren bei einer Freiwilligenarmee schon etwas verwunderlich. Die Freiwilligen gehen vielleicht doch nicht, alle so ganz freiwillig, zur Army. Vor Jahren hat mir mal ein EX-Soldat der US-Army erzählt, das zum Beispiel junge Kriminelle vor die Wahl gestellt werden: entweder 3Jahre in den Knast oder 3Jahre zur Army.
Kommentar ansehen
18.11.2007 16:06 Uhr von cheetah181
 
+8 | -0
 
ANZEIGEN
Schon erstaunlich: Menschen erschießen und sich selbst in Lebensgefahr begeben ist ab dem 17. Lebensjahr erlaubt, Alkohol trinken ab dem 21.
Kommentar ansehen
18.11.2007 16:34 Uhr von ShorTine
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
tertius: Sehr interessanter Link.

Ich frage mich, wie viele irakische Freiheitskämpfer sich darauf täglich einen runter holen. Die genauen Orte und Todesumstände sind ja angegeben.

Die Rebellen können dann im Freundeskreis angeben: "Den und den und den da habe ich gekillt!"
Kommentar ansehen
18.11.2007 16:41 Uhr von shadow#
 
+4 | -0
 
ANZEIGEN
@Blackman1986: Du darfst nicht vergessen dass "freiwillig" eine Definitionssache ist. Mit Anfang 20, Frau und Kind und einer Vorstrafe im Gepäck gibt nur eine Möglichkeit, seine Familie zu ernähren... Auf was sie sich dabei wirklich einlassen, begreifen die Meisten leider erst zu spät.
Kommentar ansehen
18.11.2007 16:55 Uhr von tertius
 
+4 | -4
 
ANZEIGEN
@ ShorTine: Das dürfen die doch nicht.


http://www.al-islaam.de/...
Kommentar ansehen
18.11.2007 18:18 Uhr von The_Nothing
 
+6 | -0
 
ANZEIGEN
@Blackman1986: Ja und, sie haben sich verpflichtet, ihr Land, ihre Freiheit und die Demokratie zu verteidigen, und nicht an völkerrechtswidrigen Einmärschen teilzunehmen.

Jeder BW-Soldat beispielsweise hat das Recht, nein, sogar die Pflicht, Befehle, die gegen Grundgesetz, Menschenrechte oder das int. Völkerrecht verstoßen, zu verweigern.

In den USA scheint das wohl nicht so zu sein, da wird man vor das Kriegsgericht gestellt, wenn man nach den Werten handelt, die angeblich das höchste Gut für die Vereinigten Staaten sind.
Kommentar ansehen
18.11.2007 18:52 Uhr von oTaN
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
das problem: ist bei vielen auch, dass sie seit jahren nicht mehr soldat sind, sondern nur in der Nationalgarde.

In den USA ist es ja möglich, dass man eine bestimmte zeit in der Armee dient und diese im Gegenzug das college bezahlt.

Jedoch können die Leute dann eben auch zig Jahre später einberufen werden. Die gezogenen müssen dann für 1 jahr in den Irak/ oder AFG.

Wenn sie dann zurückkommen haben sie noch nichtmal mehr einen Job weil diese Stelle von jemand anderem besetzt wurde. Sie stehen dann also vor dem nichts...
Kommentar ansehen
18.11.2007 19:00 Uhr von bingo`
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Viele: haben auch überhaupt keine Ahnung, was sie im Irak erleben werden. Und ein anderes zurück als das Desertieren gibt es dann nicht mehr...
Kommentar ansehen
18.11.2007 19:39 Uhr von Blackman1986
 
+1 | -6
 
ANZEIGEN
@ The_Nothing: Sorry, bevor ich irgendwo anfange zu Arbeiten lese ich mir auch den Arbeitsvertrag durch und frage nach wenn ich Fragen habe.

Bevor ich zum Militär oder zur BW gehe informiere ich mich ja wohl über meine Pflichten und Rechte...sorry nur wer das nicht kann selbst schuld!
Kommentar ansehen
18.11.2007 19:57 Uhr von -Galahad-
 
+3 | -1
 
ANZEIGEN
Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht.

Wie kann man als "Privatmensch" da helfen?
Unterschlupf gewähren wäre kein Problem, aber wie kommt man an die persönlichen Kontakte?
Kommentar ansehen
19.11.2007 00:43 Uhr von maflodder
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
Danke tertius für die Internetseite.

Macht mich persönlich sehr traurig und nachdenklich.

Wenn man an den Schmerz der Hinterbliebenen denkt, das tut schon körperlich weh.

Mutter, Vater, Frau, Mann, Söhne, Töchter haben ihren geliebten Menschen verloren.

Verloren, weil ein paar Milliardäre Krieg spielen und unschuldige Menschen zur Gewinnmaximierung verheizen.

Seit Jahrtausenden das gleiche Spiel, Schachfiguren auf einem Spielbrett der reichen Volksverhetzer und Lügner.
Kommentar ansehen
19.11.2007 10:09 Uhr von Lucky Strike
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
erinnert mich an den alten spruch: stellt euch vor es ist krieg und keiner geht hin.

aber es ist auch mal angenehm zu sehen, dass die amerikaner anfangen ihr eigenes gehirn zu nutzen, statt sich immer von irgendwem "fernsteuern" zu lassen.
Kommentar ansehen
19.11.2007 13:19 Uhr von The_Nothing
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
@Blackman1986: Du glaubst also, dass im Vertrag der US-Army sinngemäß steht:

"§ 36 - Sie verpflichten sich zur Teilnahme an verfassungswidrigen Einsätzen, sofern die Führung diese gerne durchführen möchte".

Ich glaube nicht, somit ist für die Deserteure eine neue Situation eingetreten, die nicht Bestandteil ihrer Verträge war. Vertragsbruch der Gegenseite berechtigt mich zur Aufkündigung des Vertrages, ganz einfach.
Kommentar ansehen
19.11.2007 15:11 Uhr von Andross
 
+3 | -0
 
ANZEIGEN
Richtig so Den Deutschen Soldaten hält man auch dauernd vor, daß sie im Zweiten Weltkrieg hätten desertieren können und nicht stur Befehle befolgen hätten dürfen. Das gleiche bei den ehemaligen DDR-Soldaten die an der Berliner Mauer stationiert waren. Ein ungerechtfertigter Krieg wie der Irak Feldzug von Bush und Konsorten verdient nicht, daß Soldaten ihr Leben dafür lassen. Hut ab vor den Menschen, die den Mut haben die Konsequenzen zu ziehen und sich aus dem Staub machen, trotz der drohenden horrenden Strafen.
Kommentar ansehen
19.11.2007 16:28 Uhr von Borgir
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
gibt dann ja doch noch einige vernünftige menschen in der us-armee..hätte man schon fast nicht mehr damit gerechnet.
Kommentar ansehen
19.11.2007 23:10 Uhr von wombie
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
oTaN hat recht - viele gehn da hin um sich das College leisten zu koennen. Dass die in nen Krieg geschickt werden koennen ist da den wenigsten wirklich klar. In Friedenszeiten rechnet da halt keiner mit einem sinnlosen Krieg

Die "Knast oder Armee"-Zeiten sind uebrigens schon laenger vorbei. Hat sich als keine so tolle Idee rausgestellt soweit ich weiss.

Ditto ist der Hinweis auf die Nationalgarde korrekt. Mitglieder der Nationalgarde sind eigentlich nicht dazu da im Krieg zu kaempfen. Die Nationalgarde dient zur Sicherung des inneren Friedens, d.h. die werden normalerweise bei Naturkatastrophen und dergleichen eingesetzt, sowie als zusaetzliche Sicherheitskraefte in bestimmten Situationen. Die Nationalgardisten in einen Krieg zu schicken ist fuer sich alleine schon reiner Wahnwitz.
Kommentar ansehen
20.11.2007 12:58 Uhr von usambara
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Sehr viele haben nur bei der Army die Chance auf Arbeit, Versicherung,
Bildung.
Wie viele der Reichen-Kinder sind bei der Army?
Kommentar ansehen
20.11.2007 13:42 Uhr von Mages
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@usambara: "Wie viele der Reichen-Kinder sind bei der Army? "

Viele! NUR in einer ganz anderen Laufbahn.
Aber klar, ich versteh schon was du meinst. Die, die nicht wollen, die werden im Prinzip nicht dazu gezwungen... maximal durch die übersteigerten Forderungen ihrer Eltern die sich niemals selbst verwirklichen konnten.
Kommentar ansehen
16.12.2007 06:49 Uhr von tertius
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Ist auch für die Iraker besser: Brüchiges Gleichgewicht

Alles in allem ist es in Basra in den letzten Monaten friedlicher geworden. Wie ein britischer General kürzlich zugab, liegt dies vor allem am Abzug der Briten aus der Stadt Anfang September; bis dahin hatte sich ein Großteil der Gewalt immer gegen die britischen Soldaten gerichtet. Der andere Grund dürfte eine Art Waffenstillstand sein, den die wichtigsten Milizen vor Monaten miteinander vereinbarten.

Vor zwei Wochen kam der Verteidigungsausschuss des Unterhauses in London zu folgendem Schluss: ´´Die relative Sicherheit in Basra wird im allgemeinen als Folge der Dominanz von Milizen und von kriminellen Banden gesehen, die ein brüchiges Gleichgewicht erzielt haben, und weniger als ein Erfolg der multi-nationalen und der irakischen Sicherheitskräfte.´´ Es habe zwar Fortschritte gegeben bei dem Bemühen, den Süden des Iraks so sicher zu machen, dass ein politischer und wirtschaftlicher Wiederaufbau möglich werde. Letztlich habe man dieses Ziel aber nicht erreicht.
Zwei Drittel glauben an eine bessere Zukunft

Die Bilanz der Menschen in Basra nach fast fünfjähriger Präsenz britischer Soldaten ist verheerend: Die Briten hatten einen negativen Effekt - diese Ansicht äußerten 86 Prozent in einer aktuellen Meinungsumfrage der BBC. Erstaunlich viele Menschen glauben jedoch an eine bessere Zukunft: Dass die Sicherheit in Basra jetzt, mit dem Wechsel der Verantwortung von den Briten zu den Irakern, besser wird, glauben immerhin zwei Drittel der Befragten.
http://www.swr.de/...

Jetzt gibt sogar schon unsere Lügeneinheitspresse zu ,das die Iraker auch ohne Okkupanten leben können. Ein wenig mehr Schleier als beim Saddam , aber immerhin.

Refresh |<-- <-   1-21/21   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Texas: Frau wird nach Beschwerden wegen Anti-Trump-Aufkleber verhaftet
AC/DC-Gitarrist Malcolm Young im Alter von 64 Jahren verstorben
Haushaltsplan 2018: EU streicht mehr als 100 Millionen Euro für Türkei


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?