18.11.07 11:20 Uhr
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Japan "forscht" wieder an Walen

Unter großen Protesten sind am heutigen Sonntag sechs Walfangschiffe von Japan aus in Richtung Antarktis aufgebrochen, um circa 850 Zwergwale sowie eine Anzahl Buckel- und Finnwale zu erlegen. Offiziell geschieht dies "zu Forschungszwecken".

Es soll das Alter der Tiere bestimmt sowie ihr Mageninhalt untersucht werden. Danach landen sie in Japan im Kochtopf. Der Flottenchef stellt sich schon jetzt auf "bösartige Blockade-Taktiken von Umweltschutzgruppen" ein.

Die Abfahrt der Schiffe wurde um einige Tage verzögert, weil Japans Ministerpräsident Fukuda am Freitag mit George W. Bush zusammentraf und offenbar nicht in Verlegenheit gebracht werden sollte. Japan umgeht das Verbot des kommerziellen Walfangs damit, dass es wissenschaftliche Zwecke vorschützt.


WebReporter: terrordave
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Japan
Quelle: magazine.web.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.11.2007 11:16 Uhr von terrordave
 
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Der Mageninhalt von Buckelwalen interessiert niemanden und es ist auch nicht wissenswert, dass man ein 100 Jahre altes Tier getötet hat. Aus "Tradition" halten die Japaner an einer schädlichen und unmoralischen Praxis fest. Aber außer, dass Greenpeace mit Schlauchbooten die Schiffe begleitet und Zeitungen böse Artikel veröffentlichen, bekommen sie politisch und wirtschaftlich leider keinen Gegenwind.
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18.11.2007 11:41 Uhr von zottelhaar
 
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einfache Lösung ! Warum verlangt die UN nicht von dem jeweiligen Japanischen Staatspräsidenten eine Ehrenerklärung, dass der Walfang nur und wirklich nur wissenschaftlichen Zwecken dient, und dass das Walfleisch danach unter staatlicher Aufsicht vernichtet wird.
Das hätte zur Folge, dass der Walfang entweder sofort wieder eingestellt wird, oder dass die Seppukorate bei den Japanischen Staatspräsidenten rapide ansteigt !
Auf jeden Fall, hätte dieses für die Japaner einen Gesichtsverlust zur Folge, und das Problem wäre recht schnell keines mehr.
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18.11.2007 11:59 Uhr von Raptor667
 
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klar alles im Name der Wissenschaft. Das Problem wird sich erst dann von alleine lösen wenn keine Wale mehr da sind...und solange werden die weiter jagen.
Irgendwann wird die Natur sich rächen...vllt gibts ja bald mal wieder ein nettes Erdbeben in Japan...
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18.11.2007 12:45 Uhr von Bibip
 
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wie wäre es wenn wir aus Forschungsgründen 850 Japaner abschießen und schlachten?
Klar, nur zur wissenschaftlichen Forschung.
Bibip
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18.11.2007 12:52 Uhr von snm
 
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@ zottelhaar: Mit welchem Rechtsgrundlagen sollten die UN denn so eine "Erklärung" verlangen können?

Ich bin auch entschieden gegen den Walfang, aber es gibt dagegen kein Völkerrecht. Das wird es auch auf absehbare Zeit nicht geben, die wirtschaftlichen Interessen der Walfang-Länder sind zu stark.
Walfang steht natürlich immer wieder im Blickpunkt der Öffentlichkeit, genauso wie die Robbenjagd. Aber ökologisch betrachtet gibt es noch größere Probleme auf den Weltmeeren durch den kommerziellen Fischfang.
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18.11.2007 13:03 Uhr von Borgir
 
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schaut: doch einfach auf die märkte, in die kochtöpfe der restaurants und in die apotheken.....da sieht man, was die japaner als forschung verkaufen.....und keinen interessiert das.....
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18.11.2007 13:20 Uhr von TryAgain
 
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eine farce und die welt schaut zu das ist echt frech.. das alter der tiere bestimmen und mageninhalte untersuchen. und wozu?
sind die lieben japane rnicht in der lage anhand äusserer erscheinungsmerkmale das alter zu bestimmen?
mageninhalte analysieren.. und das ergebnis hilft wem weiter?

ist doch auch egal wie alt die tiere sind denn sie sind dann tot. aber immerhin verwerten sie das fleisch ja, das ist ja löblich, wäre doch sonst nur sinnlose schlachterei. ups, ist das wohl absicht? forschen und dann vernichten wäre wohl zu sinnlos, das lässt sich nicht mehr rechtfertigen. vielleicht sollte man auch die historischen japanischen bauwerke zerlegen, das alter bestimmen und dann an kunstsammler verhökern, man kann ja nie wissen wass so in den steinen drinsteckt.

verstehe aber nicht wieso selbst die militanten naturschützer da nur mit ihren gummiboten und kleinen seelenfängern da rumgondeln und im weg stehen. ich will ja zu nichts aufstacheln aber da gibts doch effektivere möglichkeiten das energischer aufzuhalten...

und alles nur dass japaner weiterhin daran glauben können dass sie ihre potenz steigern weil sie bestimmte teile von tieren zu pulver verarbeiten. die habens ja echt nötig, sind ja vom aussterben bedroht.
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18.11.2007 16:14 Uhr von cheetah181
 
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@Raptor667: Die Natur wird sich mit einem Erdbeben rächen? Die Natur wird sich gar nicht rächen, es gibt nur irgendwann nichts essbares mehr im Meer.
Abgesehen davon, dass die meisten Japaner dafür nix könnten, kriegt eh kaum jemand das, was er verdienen würde.
So ist das Leben nunmal...
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18.11.2007 22:00 Uhr von Betazoide
 
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Breitbandtest: Nämlich in welcher Bevölkerungsschicht sich Walfleisch in Zahnzwischenräumen fetsetzt.

Und ob eventuell, aus Walknochen gefertigte Zahnbürsten mit Borsten von Bartenwalen unter Verwendung eines erst letztlich im Gewebe des Grauwals nachgewiesenen Enzyms, eine alternative Schutzmaßnahme gegen den daraus resultierenden Zahnausfall darstellen könnten.
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19.11.2007 01:40 Uhr von Medea59
 
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jetzt Japan, dann sicher auch bald die anderen Walfang-Nationen, wie Island oder Norwegen oder Nordkorea. Wenn Japan wieder loslegt, auch die so gefährdeten Art der Buckelwale zu jagen, dann wird jede vorherige Bemühung, die Wale zu schützen, wieder ad acta gelegt werden können.
Es heisst, Walschutz sei kein Völkerrecht. Es werden Empfehlungen ausgesprochen, die nicht bindend sind Das aber ermöglicht deshalb immer wieder Schlupflöcher (wie offensichtlich muss das denn noch sein????) in Internationale Übereinkommen zur Regelung des Walfangs, liefert Begründungen für den Walfang nach Gutdünken und blockiert somit den Artenschutz restlos.
Solange nicht wirklich für alle Länder verbindliche Regelungen geschaffen werden, die bei Missachtung völkerrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen können (z.B. Embargos), (denn es geht ja nicht um das Einverständnis gewisser Nationen zu solchen Regelungen, sondern Recht ist Recht, an das sich alle halten MÜSSEN) ) wird es weiter Walfang geben, denn es ist ja bekannt, dass der Mensch nur Halt macht, wenn es eh schon 10 nach 12 ist und dass der Mensch ausschließlich nach der Devise lebt: Geld regiert die Welt.

Als ich davon hörte, dass sich gewisse Walarten wieder populationsmäßig erholten, erschien es mir exemplarisch wie eine Art Hoffnungschimmer. Vielleicht war es eine Art Hoffnung, dass die Menschheit doch noch zu retten ist, und dass sie im Zuge der Evolution eine Art Mutation durchgemacht hat, durch die sie die Einsicht erhielt, sich doch nciht selbst zu zerstören, und dass es doch noch eine Zukunft für uns geben könnte, in dem man zu einer Einsicht gelangt, dass bisherige Wege schlecht waren und man nun andere Wege gehen will.
Aber durch die Meldung, dass Japan wieder loslegt, die gewohnten Pfade des Geldes nicht verlassen will, sehe ich nur noch schwarz und ahne, dass unsere Zeit auf diesem Planeten begrenzt bleiben wird.
(ich persönlich werde das Ende der Menschheit eh nicht merh mitbekommen, ich bin ja selbst schon alt :-)))

P.S. Akzeptieren könnte ich Walfang nur durch die Inuit, die auch nur für die Eigenversorgung Wale fangen, also fernab von kommerziellen Interessen und bei denen der Walfang zu ihrer Kultur gehört. Und, am wichtigsten, sie dezimieren nicht die Wal-Arten durch ihre Fänge.
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21.11.2007 19:18 Uhr von rheih
 
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Weitere: Informationen zu diesem Thema findet man hier:

http://www.greenpeace-magazin.de/...

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