17.11.07 11:34 Uhr
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Ölpreis erobert 95-US-Dollar-Marke wieder zurück

An der Nymex in New York ging es am Freitag für den Ölpreis wieder stark nach oben. Ein Barrel (159 Liter) der Sorte Light Sweet Crude kostete zuletzt (Dezember-Kontrakt) 95,10 US-Dollar. Das ist ein Plus von 1,8 Prozent oder 1,67 US-Dollar.

Der Dezember-Kontrakt wurde zum letzten Mal gehandelt. Der jetzt aktuelle Januar-Kontrakt notiert bei 93,84 US-Dollar pro Barrel (plus 1,77 US-Dollar).

Marktteilnehmer erklärten, dass politische Probleme im Nahen Osten und der schwache US-Dollar für den Kursanstieg beim Ölpreis gesorgt hätten.


WebReporter: rheih
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: USA, Dollar, Marke, Ölpreis
Quelle: www.finanztreff.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.11.2007 00:06 Uhr von rheih
 
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Am Freitagmorgen notierte der Ölpreis noch bei 92 US-Dollar und wenige Stunden später liegt er schon wieder bei 94/95 US-Dollar... Derzeit scheint sich der Ölpreis bei 95 USD einzupendeln.
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17.11.2007 12:55 Uhr von ^Apo^
 
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Das ist doch jedes mal das selbe, erst geht der Kraftstoffpreis 10 Cent hoch, ein oder zwei Wochen später wieder 5 Cent runter... Unsere großen Köpfe sagen dann, ist ja eh wieder billiger geworden. Man hat sich damals schon aufgeregt als der Preis auf 2 Mark gestiegen ist, und man wird sich in ein paar Jahren wieder aufregen wenn der Preis auf 2 Euro für Normalbenzin steigt.

Aber wann Unternehmen wir mal was dagegen?
Oder auch: Können wir was dagegen unternehmen, außer nicht mehr zu fahren? Zur Arbeit müssen wir schließlich trotzdem.

Die ich glaube mittlerweile 83 Cent Steuer pro Liter will Vater Staat ja auch nicht senken.
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17.11.2007 16:27 Uhr von KillA SharK
 
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der Ölpreis wird künstlich hoch gehalten: Vor allem Spekulanten treiben den Preis in die Höhe.
Und die Lage wird sich noch verschärfen.

Unternehmen wie BP, Exon und mobil-oil
haben keinerlei Interesse an billigem Öl,
da sie gigantische Gewinne damit erzielen.

Öl-Terminkontrakte machen mehr als die Hälfte
des täglichen Handelsvolumens an der Nymex-Sparte
für Energie aus. Da werden Milliarden hin und her geschoben.


An der Nymex entscheidet sich, was Verbraucher
in großen Teilen der westlichen Welt für Benzin
oder Diesel bezahlen müssen. Und derzeit gibt es
für die Preiskurve des Öls nur eine Richtung:
nach oben.
Experten erwarten, dass der Preis für ein Barrel Öl
(159 Liter) in den nächsten Tagen die Rekordmarke
von 100 Dollar knacken wird.

Die Ölhändler an der New Yorker Rohstoffbörse
arbeiten dabei mit einer Art sich selbst erfüllenden
Prognose. Wenn alle von steigenden Preisen reden,
folgen die Märkte diesem Trend. Vieles spricht dafür,
dass dieser Mechanismus derzeit zum beherrschenden Moment des Ölpreisbooms geworden ist.

Dabei ist die Angst vor einer Zuspitzung politischer Krisen in wichtigen Ölförderregionen dieser Welt ein willkommener Anlass, den Preis in die Höhe zu treiben.

Einmal ist es der Konflikt um das angebliche Atomwaffenprogramm Irans, ein anderes Mal erscheint ein mögliches militärisches Eingreifen der Türkei im Norden des Irak als Auslöser einer drohenden Ölknappheit.

Tatsache ist jedoch, dass die Versorgung der Ölmärkte trotz hoher Nachfrage ziemlich problemlos funktioniert. Immerhin hatte das Ölförderkartell Opec Anfang September beschlossen, die Fördermenge in diesem Herbst um 500.000 Barrel pro Tag zu erhöhen.

Es seien vor allem Hedge-Fonds und Ölspekulanten,
welche die Preise derzeit von einem Rekordstand zum anderen treiben, erklärt Jason Schenker, ein Rohstoff-
und Energie-Analyst bei der amerikanischen Bank
Wachovia. So können spekulative Einflüsse den
Ölpreis durchaus um etwa zehn Prozent steigen
oder fallen lassen.

Dass Öl derzeit ähnlich interessant zu sein scheint wie beispielsweise Gold, ist auch eine Folge der internationalen Finanz- und Kreditkrise. Die Finanzfirmen suchen jetzt nach alternativen Anlagemöglichkeiten.

Und stoßen dabei auf das Öl. Hinzu kommt der schwache Dollar. Investoren flüchten aus der amerikanischen Währung und suchen nach sicheren Anlagemöglichkeiten für ihr Geld. "Das alles macht Öl zum begehrten Spekulationsobjekt.
Es lohnt sich für Börsenprofis.
Doch für den Verbraucher hat dies meist negative Folgen", sagt der Banker eines großen Instituts in London.

Auch wenn die gegenwärtige Ölpreis-Rally zu einem erheblichen Teil Ergebnis riskanter Spekulationen an den Rohstoffbörsen ist, heißt dies nicht, dass sogenannte fundamentale Faktoren keine Rolle spielen.
So hat die Internationale Energieagentur (IEA) in Paris jetzt in einem neuen Bericht vor weiter steigenden Ölpreisen und der Gefahr eines Versorgungsengpasses gewarnt.
So werde die Energie-Nachfrage bis 2030 um 50 Prozent steigen, berichtet die IEA, die 26 Industriestaaten berät und bei der Bewältigung der Energieprobleme helfen soll.

Ein solcher Investitionsschub erscheint allerdings als sehr unwahrscheinlich. Zwar haben die großen westlichen Ölkonzerne nach langen Jahren der Zurückhaltung jetzt ihre Bemühungen zur Erschließung neuer Reserven verstärkt. Doch die klassischen Ölmultis wie Exxon, Shell und BP produzieren zusammen gerade zehn Prozent des Erdöls und Erdgases weltweit. "Big Oil", wie die Multis genannt werden, hat Zugriff auf nur etwa drei Prozent der Reserven. Dagegen wächst der Einfluss von staatlichen Ölkonzernen wie in Venezuela, Russland und Iran. Diese Unternehmen sind jedoch meistens schlecht und ineffizient geführt. Sie haben die Erschließung neuer Ölquellen systematisch vernachlässigt.

Dies alles treibt den Ölpreis noch weiter in die Höhe.
Und so halten es Ölhändler in New York und London
denn auch für sehr unwahrscheinlich, dass eine Prognose
der deutschen Bundesregierung Wirklichkeit wird.
In Berlin ging man nämlich noch vor zwei Wochen
davon aus, dass im kommenden Jahr der Durchschnittspreis für ein Fass Öl bei 80 Dollar liegen werde.
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17.11.2007 18:35 Uhr von saber_
 
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achja also der oelpreis ist wie vor 2 wochen.... zu der zeit hat unsere billigste tankstelle 129.9 bis 131 fuer super verlangt....

jetzt ist sie immernoch die billigste und verlangt 138.9 bis 139.9 :>

im peak hatte sie 143.9 ....

also wurde es vollstens nach oben mitgenommen...aber nach unten scheint es wohl noch probleme zu geben;)
herrlich wie sich manche eine goldene nase verdienen...
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18.11.2007 13:52 Uhr von GLOTIS2006
 
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@killashark: ähäm...der ölpreis wird künstlich HOCH gehalten? ich bitte dich...der preis für rohöl wird künstlich NIEDRIG gehalten und zwar von saudi arabien. der "natürliche" marktpreis für einen liter super wird übrigens auf über 4 euro geschätzt. saudi arabien ist schon seit über 70 jahren das zünglein an der waage. da unten wird der preis fürs eigene öl sehr niedrig gehalten, um sich weiterhin bspw. gegen venezuela behaupten zu können und vor allem die usa an sich zu binden. alle diplomatischen beziehungen zwischen den usa und saudi arabien beruhen auf diesem zusammenhang. der rohölpreis wird reguliert, da es nur weniger anbieter gibt, aber viele nachfrager. so kann einer der anbieter einfluss auf den markträumenden preis haben und so quasi einen preis entstehen lassen, der unterhalb des markträumenden liegt. von wegen der preis wird hoch gehalten. das ist falsch.

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