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Berlin: Deutscher Arzt plant erste Sterbehilfe in Deutschland

Ein Berliner Arzt, der mit der Sterbehilfeorganisation "Dignitas" aus der Schweiz in Verbindung steht, will bald einem Patienten Sterbehilfe leisten. Ein Mediziner, der in dieser Richtung tätig werden will, ist schon vorhanden, ein entsprechender Todkranker fehlt aber noch.

Bis 2005 hatte Uwe-Christian Arnold, seines Zeichens Urologe, eine Praxis in Berlin. Mittlerweile arbeitet er hauptsächlich als Vorstand von "Dignitate".

Erst kürzlich starben in der Schweiz zwei Deutsche unter Beteiligung der Sterbehilfsorganisation (SN berichtete). Für das "begleitete Sterben" stellt Dignitate 4.900 Euro in Rechnung. Auf Grund dieser Tatsachen hagelt es derzeit harsche Kritik an der Organisation.


WebReporter: rheih
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Deutschland, Deutsch, Berlin, Arzt, Sterbehilfe
Quelle: www.welt.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.11.2007 21:24 Uhr von zuckerpuppe87
 
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eigentlich sollte ja jeder selber wissen, ob er sterben will.
Wenn ich todkrank wär, aber keine starken Schmerzen hätte, würde ich es nicht machen. Aber wenn ich starke Schmerzen hätte und ich die wirklich nicht aushalte, würde ich es mir auch überlegen.
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16.11.2007 21:45 Uhr von zuckerpuppe87
 
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@Terrorstorm: Ja da hast du völlig Recht.
Es ist eigentlich Abzocke. Man muss sozusagen noch dafür viel Geld bezahlen, damit man sterben kann.
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16.11.2007 23:30 Uhr von Kaktus79
 
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Schwierig Ich bin der Meinung das so etwas unbedingt unentgeltlich möglich sein sollte. hierfür Geld zu verlangen ist eine Unverschämtheit seinesgleichen. Menschen die so verzweifelt sind das sie in den Tot gehen wollen noch Geld bezahlen zu lassen... in meinen Augen unmöglich.

Aber, es sollte eine Vereinigung geben die bestimmte Sachverhalte klärt. Sicher, einige sind wirklich Sterbenskrank und es gibt keine Hoffnung, da kann ich es verstehen. Aber es wird sicher auch andere Fälle geben wo es eine reine Verzweiflungstat ist, dies sollte verboten werden. Den viele Menschen sehen schlichtweg keinen Weg, obwohl einer vorhanden ist. So etwas sollte von Psychologen und Ärzten geprüft werden. Man müsste Regeln erstellen ab wann Sterbehilfe erlaubt ist und wann "noch" nicht.
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17.11.2007 01:12 Uhr von Sven_
 
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@kaktus79: die finanzielle Hürde ist schonmal der erste Weg, um sicherzustellen, dass es derjenige ernst meint. Ob ich 4000€ für meinen Tod ausgebe, anstatt mir lieber einen entspannenden Urlaub zu gönnen, nach dem es mir womöglich besser geht, ist so blöd es auch klingen mag eine ernsthafte Überlegung. Des weiteren wird das natürlich alles von Psychologen geprüft, selbst die abschliesende aussage, dass man die Sterbehilfe bekommt ist ein Test.

Aber allgemein finde ich das Leben überbewertet. Natürlich ist der Tod ein absoluter Abschluss. Aber auch nur, weil man nicht weiß, was danach kommt. Gibt es danach das Paradis? Kehrt unser Spirit zu dem der Erde zurück? Werden wir Engel? Oder kommt das absolute nichts? Trotzdem: Warum darf ich mir nicht von jemandem Pillen geben lassen, wenn ich sag "ej die Woche kotzt mich an ich will sterben"? Ich sehe es eher als einen Schutz für den Helfenden, der die Sicherheit hat, dass jemand tatsächlich sterben wollte und es damit für ihn moralisch erträglich wird. Aber für denjenigen der sterben will? Entweder er freut sich über den Schritt oder existiert nicht mehr um darüber nachzudenken. Wenn er es bereuen müsste, dann weis er vmtl nicht mal, was er getan hat.

Ich selbst finde das Leben übrigens sehr schön und stehe zu den Problemen ;) Aber wer nich leben will, aus welchem ernsten oder dummen Grund auch immer, der sollte es nicht müssen. Und wenn ihm dabei jemand hilft, der nachweislich keinen negativen Einfluss ausgeübt hat, warum sollte das strafbar sein?

Und natürlich ist das eine religiöse Frage, besonders nach dem Motto "Gott gibt das Leben, nur er darf es nehmen", aber nach dem Motto dürfte kein Arzt einen Menschen künstlich am Leben erhaltenk, bzw. überhaupt wiederbeleben. Denn Gott wollte ja den Tod, der Arzt spielt selbst Gott, wenn er dabei mitpfuscht. Nichts desto trotz frei ich mich auf die negativen Bewertungen der Fanatiker ;)
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17.11.2007 02:31 Uhr von z3us-TM
 
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Hmm: Mord oder auch der selbst " mord " steht in deutschland unter strafe.

so wie selbstverstümmelung, wer drauf steht..

jeder nach seinem bedürfnissen !!!

aber Angie will alles geheimnisse wissen !!

Einer der für 7.- € arbeiten kann zahlt steuern

DIE MASSE MACHT DAS GELD !!!

eine aussage von einem sachbearbeiter von Hartz IV.

der darf doch net sterben !!
erst wenn er das rentenalter erreicht hat ??
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17.11.2007 04:05 Uhr von SchlapperPlapper
 
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sterben gehört zum leben: eigentlich sollte es selbstverständlich sein. oder? das jeder selber entscheiden kann wann er sterben will. was ist wenn ich gezwungen werde ein leben zu leben was nicht mehr lebenswert ist? das würde ich dann zwang nennen, eigentlich macht der staat sich doch mit der forderung das du leben mußt selber strafbar und wiederspricht der verfassung.
z.b. hat einer krebs und bekommt schmerzmittel und hat trotzdem noch schmerzen. rein logisch gesehn ist der zwang vom staat diesen menschen am leben zu halten körperverletzung. wenn man davon mal absieht das dieser vieleicht ohne der aktuellen medizin ganichtmehr lebensfähig wäre. an dem punkt müßte freiwilliges sterben legal werden. meine meinung.
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17.11.2007 09:59 Uhr von Borgir
 
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finde ich: persönlich gut und ich hoffe, dass man ihm keine steine in den weg legt von wegen moralisch verwerflich und so weiter. es ist sicher verwerflicher, einem leidenden menschen seinen letzten wunsch nicht zu erfüllen.
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17.11.2007 10:26 Uhr von kathrinchen
 
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wenn: ein Mensch unter "unmenschlichen" Schmerzen leidet und sein Leben deshalb als nicht mehr erträglich empfindet, dann soll man ihm seinen Tot gönnen, wenn er diesen denn wirklich will.
Ich glaube nicht, das es Aufgabe des Staates ist, in so tiefgehende und eigtl persönliche Entscheidungen einzugreifen.
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17.11.2007 10:33 Uhr von Zahnstocher
 
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Man sollte bedenken dass es auch Menschen gibt, die Jahre lang im Koma liegen. Die Angehörigen haben nach einger Zeit keine Lust mehr sich um ihn zu kümmern oder wollen einfach das Erbe haben. Wer kann da entscheiden, ob man Sterbehilfe anwenden darf oder nicht? Den Patienten kann man nicht fragen und die Angehörigen sind wahrscheinlich pateiisch.
Daher denke ich, dass Sterbehilfe auch oft Zwegentfremdet wird.
Das ganze Ausmaß sieht man in Holland..
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17.11.2007 10:46 Uhr von vst
 
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4.900 euro? sicher? andere quelle:

"Was kostet der Tod bei Dignitas?"
Die Organisation erhebt eine einmalige Eintrittsgebühr von 100 Schweizer Franken (über 70 Euro) und ein jährlicher Mitgliedsbeitrag von 50 Franken (knapp 40 Euro).

nix 4.900 euro.
auch dignitatis muss sich an das gesetz halten, nach dessen aussage sie nur die kosten decken dürfen.

und solange sie sich daran halten finde ich das in ordnung und ich meine auch, dass dies in deutschland auch notwendig ist.

ich werde hoffentlich irgendwann in zukunft mit einer pille schneller sein als irgendwelche menschen die mich in ein krankenhaus oder pflegeheim einweisen.
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17.11.2007 14:42 Uhr von milotausch
 
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nur dass es klar ist: > Erst kürzlich starben in der Schweiz zwei Deutsche unter Beteiligung der Sterbehilfsorganisation (SN berichtete). Für das "begleitete Sterben" stellt Dignitate 4.900 Euro in Rechnung. Auf Grund dieser Tatsachen hagelt es derzeit harsche Kritik an der Organisation.

Weil in Deutschland begleitetes Sterben in dieser Form verboten ist, kommen jährlich dutzende deutsche Sterbewillige in die Schweiz. In letzter Zeit wird es Dignitas schwer gemacht, geeignete Räumlichkeiten für eine würdige Zeremonie zu finden. So konnte man sogar lesen, dass zwei Leute in einem Auto von Dignitas ihren Sterbewillen ausführen durften.

Weiss jemand, ob die Schweizer Dignitas identisch ist mit der hier erwähnten Dignitate, die tausende Euros für ihre Dienste verlangt? Ich habe bisher auch nur die Variante mit der Mitgliedschaft und den Jahresbeiträgen gekannt.

PS. Der Wechselkurs CHF-EUR ist irgendwo bei 1,60!
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17.11.2007 17:25 Uhr von cyrus2k1
 
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Warum zahlen? Ist doch einfach den "Job" selbst zu erledigen?!
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22.11.2007 16:28 Uhr von zenon
 
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Endlich! Es sollte doch für Menschen möglich sein sich das Leben unter menschenunwürdigen Bedingungen nehmen zu können.

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