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100. Geburtstag von Claus Stauffenberg

Claus Schenk Graf von Stauffenberg gilt als Synonym des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus. Heute, am 15. November 2007, wäre er 100 Jahre alt geworden.

Am Abend des 20. Juli 1944 wurden Stauffenberg und seine engsten Vertrauten nach dem gescheiterten Anschlag auf Adolf Hitler im Bendlerblock-Berlin erschossen.

Selbst Jahre nach dem Anschlag gegen Hitler wurden die Taten des Widerstandes in der Bevölkerung abgelehnt, so dass noch im Jahre 1951 21 Prozent der Bürger glaubten, dass das 3. Reich ohne die Verschwörung des 20. Juli den 2. Weltkrieg gewonnen hätte.


WebReporter: exekutive
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: 100, Geburt, Geburtstag
Quelle: www.welt.de

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15.11.2007 16:38 Uhr von exekutive
 
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uiui.. leider konnte ich hier nicht so viele neben infos unterbringen, da diese nicht in der quelle vorhanden waren..

auf jedenfall ist stauffenberg eine sehr komplexe persönlichkeit und seine motive schwer zu interpretieren.. deshalb hier ein zitat von ihm

"Derjenige allerdings, der etwas zu tun wagt, muss sich bewusst sein, dass er wohl als Verräter in die deutsche Geschichte eingehen wird. Unterläßt er die Tat, so wird er zum Verräter vor seinem eigenen Gewissen. "
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15.11.2007 17:37 Uhr von exekutive
 
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hier noch einige infos: die nicht in der quelle vorhanden waren

heute vor genau 100 jahre erblickte claus philipp maria schenk graf von stauffenberg das licht der erde..

bekannt wurde er durch den gescheiterten anschlag auf hitler am 20 juli 1944, die auf die lang geplante operation walküre beruhte.. er wurde noch am abend mit seinen engsten vertrauten im bendlerblock-berlin erschossen und im laufe der nächsten monate über 5000 mitverschwörer (darunter auch einer seiner brüder) auf grauenvoller art und weise hingerichtet

die familie von stauffenberg wurde darauf hin in sippenhaft genommen (ursprünglich sollten alle namenesträger umgebracht werden) stauffenbergs frau nina gebar noch im kz ihr 5. kind (ihre anderen kinder wurden in heimen und pflegefamilien gesteckt..) stauffenberg selber wurde kurz nach seiner hinrichtung/verscharrung wieder ausgegraben, verbrannt und seine asche über die felder verstreut

selbst im jahre 51 wurden die verschwörer in der brd verachtet, so glaubten noch 21% von ihnen das das 3. reich ohne die verschwörung den 2 wk gewonnen hätte

stauffenberg war mit seinen 2 brüdern in seiner jugend im literaturbund "das geheime deutschland" dessen geistiges haupt der dichter/philosoph stefan georg war, der für die geistigen voraussetzungen und die verankerung ihres handelns in der klassisch-humanistischen und christlichen überlieferung sorgte. dies lag georges vision eines »Geheimen Deutschland« zu grunde . georges gedichttext stellte einen europäischen warnruf dar, der sich gegen politische partikularitäten preußisch-deutscher provenienz genauso richtete wie gegen den die alteuropäische kultur ruinierenden vormarsch der industriell-imperialen moderne.

heute abend laufen auf vielen programmen themenabende über den widerstand gegen hitler

vor allem sollte aber nicht nur dem stauffenberg gedenkt werden, sondern allen die sich für ihr gewissen eingesetzt haben
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15.11.2007 18:06 Uhr von roteGraefin
 
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Graf Stauffenberg ein Held!? des 20 Juli1944 wird heute 100 Jahre

Hitler nannte ihn und seine Freunde: "eine ganz kleine Clique ehrgeiziger, gewissenloser und zugleich verbrecherischer, dummer Offiziere". Lange war auch nach dem Krieg diese Meinung vorherrschend. Er wurde eher als ein Verräter gesehen, den als ein Held für die rechte Sache.

Er hat es sich nicht leicht gemacht. Ursprünglich war er ein Patriot, Verehrer und Anhänger Hitlers, wie viele seiner Mitstreiter. Er gehörte mit zu der Elite Deutschlands, die noch an Ideale glaubten. Zum Schluss wollten sie nur noch mehr Blutvergießen verhindern.

Erst als er merkte, der Krieg war nicht zugewinnen, ist er dann konsequent bis zur einkalkulierten Selbstaufgabe den Weg des Widerstandes und des Tyrannenmordes gegangen. Er hat auch billigend in Kauf genommen, dass seine ganze Familie in Sippenhaft kam.

Die Schwäche der Kraft liegt darin nur allein an diese zu glauben.
Ich habe diesen Grafen und seinen Mut schon seit meinen Kindertagen aufrichtig bewundert. Ich wusste immer soviel Mut hätte ich niemals gehabt. Heute weiß soviel Mut werde ich niemals haben, meine Familie und meine Freund so zu gefährden. Ich weiß aber auch das Ignoranz, dünkelhaftes Denken und der Wille unbedingt und unter allen Umständen siegen zu wollen ohne Rücksicht auf Verluste, immer hohe Opfer fordern.
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15.11.2007 18:56 Uhr von exekutive
 
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@ Chorkrin: da bin ich ganz deiner meinung

nur für die breite öffentlichkeit ist es immer schwierig, wenn sie sich mit zu viel befassen muss...

deswegen wird sich leider oft nur oberflächlich auf einer galionsfigur beschränkt, so das sich die interessierten dann nachträglich in der ganzen geschichtlichen thematik vertiefen müssen..quasi als einstiegspunkt

nichts desto trotz sollte selbstverständlich jeder widerständler auch erwähnt werden und einen platz für seine leistung bekommen, da alle ihr leben für gerechtigkeit eingesetzt haben und nicht nur einer, der dann den ganzen ruhm erntet...
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15.11.2007 19:09 Uhr von Ru5hh0ur
 
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auf menschen wie stauffenberg: können wir deutschen stolz sein. wenn wir von unserer vergangenheit sprechen, vergessen wir ihn viel zu oft !
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15.11.2007 19:49 Uhr von jessesandyshalimar
 
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die leute von der weissen rose,der roten kapelle usw usw... waren echte helden... ich hoffe,sie werden uns noch lange in erinnerung bleiben...und nicht immer nur "oh you´re german?Heil Hitler!"( zitat eines Peruaners) und sowas...
die welt sollte auch über solche leute bescheid wissen und nicht nur über hitler und die judenverfolgung usw.
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15.11.2007 21:30 Uhr von roteGraefin
 
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@ Chorkrin: Mit dem Unterschied, dass die alle heute nicht unbedingt Geburtstag haben.

Allerdings weiß ich von einem Einzeltäter, der in Süddeutschland auch ein Attentat verübt hat. Leider habe ich seinen Namen nicht behalten.

Dieser sollte natürlich auch gewürdigt werden. Wie die vielen anderen, die heimlich Juden versteckt haben und /oder außer Landes gebracht haben etc.
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16.11.2007 00:07 Uhr von exekutive
 
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@gojim: der berliner rundfunk sollte logischerweise auch besetzt werden. dies war in der planung inbegriffen

aber du kannst ruhig glauben, das es nicht gerade ein sonntagsspaziergang ist, mal ebend ein land von einem faschistischen system zu befreien, vor allem dann wenn man nicht beliebig viel personal dafür hat

zumal die verschwörer auch die ansicht vertraten, das alleine der versuch des putsches die mühe wert war, weil dann niemand behaupten hätte können, das es keinen nennenswerten widerstand gab und somit deutschland nicht als vollständig nationalsozialistisch gebrandmarkt werden konnte..

und das man heute stauffenberg glorifiziert ist ansichtssache..
zum einen wird er bzw sein name ausgenutzt um sich damit zu profilieren, so wie es z.b. die bundeswehr und diverse politiker tun.. was es ihn persönlich betrifft, so glaube ich kaum das dies in seinen absichten lag..

aber den widerstand als idioten zu diffamieren ist meiner meinung nach unfair wenn nicht sogar unverschämt.. schließlich haben die meisten ihr leben dafür gelassen, das sie für ihr gewissen eingestanden haben (als dank wurden viele mit klavierseide an fleicherhaken aufgehangen, was eine mischung aus köpfen und erdrosseln ist)

naja nichts für ungut
liebe grüße
exe
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16.11.2007 00:21 Uhr von algates
 
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Wieso ein Held? Meines Wissens nach wollte Staufenberg nur den Anschlag, weil er mit Hitler über die Kriegsstrategie nicht einig wurde. Er wollte einen besseren Heerführer und den aktuellen umbringen. Das ist allerdings kein Heldentum, sondern nur Kriegsstrategie...

Natürlich kann ich mich irren und bitte um Berichtigung, wenn das passiert.
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16.11.2007 01:28 Uhr von roteGraefin
 
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Die Herren um den 20. Juli 44: Waren Kinder ihrer Zeit. Sie trauerten noch mehr oder weniger bewusst der alten Kaiserzeit nach. Waren aber klug genug um zu wissen, dass dies irreparabel war.
Sie waren aber alle autoritär strukturiert. D.h sie folgten gerne und willig einen Führung und vertrauten ihr mehr oder weniger blind. Bis sie merkten dass dieser Vertrauen sie in den Abgrund führte.

Als Kind dieser untergehenden Gesellschaftsschicht habe ich noch gelernt nach außen hin Verantwortung ohne Ende zu übernehmen und innerlich davon überzeugt sein zu müssen nichts wert zu sein. Dies ergibt meist einen Zwanghaften Charakter. Kritik an einem Vorgesetzten oder an Eltern war eine absolute Todsünde. Ein Kind hatte zu gehorchen und zu funktionieren und mit Sicherheit keinen eigenen Willen zu haben.Man hatte der Sache zu dienen und sich wie die Drei Affen zu verhalten: nichts hören, nichts sehen, nichts sagen!

So gesehen war das Vorhaben und die Ausführung der Tat von der Gruppe der Personen die am 20.Juli beteiligt waren von enormen Skrupeln begleitet. Als 16 jährige habe ich einmal einen Vortrag von einem der überlebenden Beteiligten gelesen
Als ich es als 30jährige noch einmal gelesen habe tat es mir fast körperlich weh diese ganzen Überlegungen zu lesen und waren für mich kaum noch nachvollziehbar.
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16.11.2007 03:47 Uhr von Newsgoose
 
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Stauffenberg war ein Held: Stauffenberg war ein Held!Es hätte mehr Männer,wie ihn und Georg Elser geben müssen.Schade nur,dass der Führer bei dem Attentat nicht ins Gras gebissen hat.Als ob ihn der Teufel beschützt hätte!Es stimmt aber nicht,dass Stauffenberg erschossen wurde.Er hat sich-mit Genehmigung der Nazis-selbst abgeknallt.
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16.11.2007 09:02 Uhr von rcrow
 
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es müsste heute auch so menschen geben, die sich gegen die regierung OFFEN auflehnen und sie von ihrem hohen stuhl runterholen!
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16.11.2007 09:50 Uhr von Leutnant88
 
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war kein Held. Für mich war er ein Terrorist !
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16.11.2007 11:02 Uhr von roteGraefin
 
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Antisemitismus! >>Es scheint einiges an Standpunkten in Netz vetreten zu sein, was einen mögliche Antisemitismus Stauffenbergs angeht, aber seltsamerweise gibt es auf allen Seiten wenig Bemühungen, das Thema ernsthaft aufzurollen.<<

Dies ist die wichtigste Frage von allen! Nicht nur von den Linken sondern von allen Recht gesinnten Menschen.

Wieso kommen Menschen dazu, andere Menschen abzulehnen?

Wie können wir diesen Teufelskreis durchbrechen?

Hier gibt es eine Antwort auf die Fragen nach dem Antisemitismus oder der Abschiebung der Gefühle der Hilflosigkeit und Angst von sich auf andere.

Sehr geehrte Eltern,

Sie haben einen Sohn bei dem das Symptom Borderline diagnostiziert wurde. Er weist mit seiner Krankheit darauf hin, wie krank unsere Gesellschaft ist.
"Ein Teil dieser Störung besteht geradezu darin, an eine freundliche, nicht ausbeuterische und von negativen Hintergedanken getragene Zuwendung nicht glauben zu können." (vgl. Tillmann Moser: Gespräche mit Eingeschlossenen)

Ich selber, heute 59 Jahre, zähle mich mit zu diesem Personenkreis. Um die innere Leere und Qual los zu werden, habe ich einige Therapien und Therapeuten aufgesucht, einen Klosterversuch hinter mir und unendlich viel gelesen.

Am meisten haben mir die Therapien geholfen, die den Körper mit ein bezogen haben, wie die Gestalttherapie mit Bioenergetik und später Kinesiologie. Angeregt, durch die Kinesiologie, habe ich mich mit Reinkarnationstherapie befasst und selber bei mir ausgeführt, indem ich meinen derzeitigen Streß mit früheren Leben in Verbindung gebracht habe. Dann bin ich auf die Familienaufstellungen von Bernd Hellinger aufmerksam gemacht worden und konnte mit den dortigen Hinweisen einen fast letzten Teil meiner seelischen Überbelastung los werden. Zur Zeit lockern sich immer mehr noch alte Reste von verhärteten und ungelebten Schmerzen.
Hier ein Ausschnitt meiner Lektüre, die mir sehr geholfen hat.

Bruno Bettelheim: Liebe allein genügt nicht;
So können sie nicht leben;
Der Weg aus dem Labyrinth;
Aufstand gegen die Masse;
Kinder brauchen Märchen;
Gespräche mit Müttern;
Die Geburt des Selbst;
Kinder brauchen Bücher;
Ein Leben für Kinder;
Erziehung zum Überleben;
Themen meines Lebens

Melody Beattie: Mut zur Unabhängigkeit (Wege zur Selbstfindung und inneren Heilung. Das Zwölf-Schritte-Programm)

René Egli: Das LOL²A-Prinzip
(LO = loslassen, L² = Liebe x Liebe, A= Aktion / Reaktion eine großartige Anleitung einfach bei der Realität zu bleiben).

Arthur Janov: Gefangen im Schmerz

Peter Lauster: Lassen Sie sich nichts gefallen

Alice Miller: Das Drama des begabten Kindes;
Am Anfang war Erziehung;
Du sollst nicht merken;
Bilder einer Kindheit;
Das verbannte Wissen;
Der gemiedene Schlüssel;
Abbruch der Schweigemauer

Tilmann Moser: Gespräche mit Eingeschlossenen
Gottesvergiftung
Grammatik der Gefühle
Stufen der Nähe
Kompaß der Seele - Ein Leitfaden für Psychotherapie-Patienten

Clarissa Pinkola Estés: Die Wolfsfrau;

Arno Plack: Die Gesellschaft und das Böse

Jirina Prekopp: Hättest Du mich festgehalten...

Jirina Prekopp/ Bert Hellinger: Wenn ihr wüsstet, wie ich euch liebe

Wilhelm Reich: Christusmord;
Charakteranalyse;

Fritz Riemann: Grundformen der Angst, (Die Beschreibung der schizoiden Persönlichkeiten treffen in meinen Augen auf den Borderline
Patienten ebenfalls zu.)

Peter Schellenbaum: Das Nein in der Liebe
Die Wunde der Ungeliebten

Bertold Ulsamer: Ohne Wurzeln keine Flügel - Die systemische Therapie von Bert Hellinger

Jeanne Van den Brouck: Handbuch für Kinder mit schwierigen Eltern
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16.11.2007 11:06 Uhr von roteGraefin
 
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Fortsetzung Antisemitismus: „Bitte höre, was ich nicht sage!

Lass Dich nicht von mir narren. Lass Dich nicht durch mein Gesicht täuschen. Denn ich trage tausend Masken – Masken, die ich fürchte abzulegen. Und keine davon bin ich. So zu tun, als ob ist eine Kunst, die mir zur zweiten Natur wurde. Aber lass Dich um Gotteswillen dadurch nicht täuschen.

Ich mache den Eindruck, als sei ich umgänglich, als sei alles sonnig und heiter in mir, innen wie außen. Als sei mein Wesen Vertrauen und Kühle, so als könne ich über alles bestimmen und brauchte niemanden. – Aber glaub mir nicht. Mein äußeres mag sicher erscheinen, aber es ist meine Maske. Darunter ist nichts Entsprechendes. Darunter bin ich, wie ich wirklich bin: Verwirrt, in Angst und alleine. Aber ich verberge das, weil ich nicht möchte, dass es irgend jemand merkt. Beim bloßen Gedanken an meine Schwächen bekomme ich Panik und fürchte mich davor, mich anderen überhaupt auszusetzen. Gerade deshalb erfinde ich verzweifelte Masken, hinter denen ich mich verbergen kann: eine lässige, kluge Fassade, die mir hilft, etwas vorzutäuschen – die mich vor dem wissenden Blick sichert, der mich erkennen würde. Dabei wäre gerade dieser Blick meine Rettung. Und ich weiß es. Wenn er verbunden wäre mit Angenommenwerden, mit Liebe. Das würde mir Sicherheit geben, die ich mir selbst nicht geben kann, - die Sicherheit, dass ich etwas wert bin.

Aber das sage ich Dir nicht. Ich wage es nicht. Ich habe Angst davor. Ich habe Angst, dass Dein Blick nicht von Annahme und Liebe begleitet wird. Ich fürchte, Du wirst gering von mir denken und über mich lachen, - und Dein Lachen würde mich umbringen. Ich habe Angst, dass ich tief drinnen in mir selbst nicht bin und dass Du dass siehst und mich abweisen wirst. So spiele ich mein verzweifeltes Spiel: eine sichere Fassade außen und ein zitterndes Kind innen. Ich rede daher im gängigen Ton oberflächlichen Geschwätzes. Ich erzähle Dir alles, was in Wirklichkeit nichtsagend ist und nichts von alledem, was wirklich ist. Was in mir schreit. Deshalb lass Dich nicht täuschen von dem, was ich aus Gewohnheit daher rede. Höre sorgfältig hin und versuche zu hören, was ich nicht sage, - was ich gerne sagen möchte, was ich um des Überlebenswillen rede und was ich nicht sagen kann.

Ich hasse Versteckspielen. Ehrlich! Ich verabscheue dieses oberflächliche Spiel, das ich da aufführe – ein unechtes Spiel. Ich möchte wirklich echt und spontan sein können – einfach ich selbst, aber Du musst mir helfen. Du musst Deine Hand ausstrecken, selbst, wenn es gerade das Letzte zu sein scheint, das ich mir wünsche. Jedes Mal, wenn Du freundlich bist und mir Mut machst, wenn Du mich zu verstehen suchst, weil Du Dich wirklich um mich sorgst, bekommt mein Herz Flügel – sehr kleine, brüchige Schwingen, - aber Flügel. Dein Mitgefühl und die Kraft Deines Verstehens machen mich lebendig. Ich möchte, das Du das weißt, wie wichtig Du für mich bist, wie sehr Du aus mir den Menschen machen kannst, der ich wirklich bin – wenn Du willst – Ich wünschte, Du wolltest es. Du allein kannst die Wand niederreißen, hinter der ich mich ängste. Du allein kannst mir die Maske abnehmen und mich aus meiner Schattenwelt befreien, aus Angst und Unsicherheit, aus meiner Einsamkeit. Übersieh mich nicht – bitte, übergeh´ mich nicht.

Es wird nicht leicht für Dich sein. Die lang andauernde Überzeugung, wertlos zu sein, schafft dicke Schutzmauern. Je näher Du mir kommst, desto blinder schlage ich zurück. Ich wehre mich gegen das, wonach ich schreie. Meine Hoffnung liegt darin, dass Liebe stärker ist als jeder Schutzwall. Versuche, diese Mauern einzureißen, mit sicheren behutsamen Händen – das Kind in mir ist verletzlich. Wer ich bin, fragst Du? Ich bin jemand, den Du sehr gut kennst. Ich bin jedermann, den Du triffst – jeder Mann und jede Frau, die Dir begegnen.“

Der oben stehende Text wurde vor ca. 45 Jahren einem Psychologen in Amerika aufs Rednerpult gelegt. Ich kenne ihn seit ca. 30 Jahren.. 15. Dezember 2002

Dieser Text ist meiner Ansicht nach eine gute Selbstdarstellung eines Borderline Patienten. Nur ist es die Aufgabe jedes einzelnen diese Masken abzulegen. Das Einzige was ein Aussenstehender darf und wenn er Christ ist auch machen sollte, aufzuzeigen dass da Masken und Mauern sind und dass die Gefahr längst vorbei ist, die diese Maskerade notwendig gemacht hat.
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16.11.2007 11:35 Uhr von TomShaw
 
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Kadavergehorsam: Stauffenberg wurde Opfer des Kadavergehorsams welcher bis zum heutigen Tage in Deutschland gegenwärtig ist.

Machen wir uns doch nichts vor - es traut doch keiner dem anderen. Wäre dies anders würde dieses Land nicht von einer "großen Koalition" regiert, hätten diese Lobbys und Interessensverbände nicht diese Macht.
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16.11.2007 17:45 Uhr von roteGraefin
 
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mehr Männer: @ Newsgoose warum bist Du nicht einer und setzt dich für mehr Gerechtigkeit und Frieden ein. Dafür braucht jede Zeit ihren Mann heute genauso dringend wie damals.

@rcrow warum gegen die Regierung wir haben die beste Regierung die wir haben können. Sie wurde von uns gewählt. ein großes Unentschieden. Keiner weiß was er will und keiner macht was er soll. "Wie der Herr so das Gescherr."

@XXX Waldegg und nichts rechtfertigt auch nur jemanden noch einmal den Glauben an die Gewalt zu schüren oder gar zu befürworten. Wir müssen den Weg der Liebe gehen und immer mehr an ihre alles verändernde Kraft glauben.
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16.11.2007 19:12 Uhr von roteGraefin
 
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gewaltfreie Helden sind gefragt: @ Chorkrin

wobei ich Dir unwidersprochen recht gebe!

@ Leutnant88
und wie gehe ich mit Terroristen um? bzw. wie kann ich verhindern, dass Menschen zu Terroristen werden?

@ TomShaw

und wem gehorchst Du ?
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19.11.2007 18:56 Uhr von roteGraefin
 
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boah eh XXX_Waldegg: Jetzt kommst Du wieder mit dem Holzhammer der Not der Welt!

Ja es gibt ganz viele und schreckliche Not in der Welt. Ich finde es auch wichtig daraufhin zu weisen.

Ich habe aber bei aller Not in der Welt nie vergessen, dass ich mit einem Herzen voller Glück mehr und besser geben kann, als mit einem Herzen voller Unglück.

So habe ich das eine getan und das andere nicht gelassen.
Wenn mich der Blick auf das Unglück anderer selber unglücklich macht oder nur lässt, dann kann ich nicht helfen.

>>Die einzige Gerechtigkeit, die im Moment in Deutschland hergstellt wird, ist nicht den Armen zu helfen, sondern den MIttelstand arm zu machen.<<

Auch das stimmt, mein ganzes Streben bezieht deswegen darauf, erst einmal jeden in seinem Glauben und seiner Überzeugung zu bestärken.
Der zweite Schritt folgt dann automatisch.
Wer sich akzeptiert fühlt, hat es nicht mehr nötig an dem Selbstbewusstsein eines anderen herum zu kratzen.

Fühlst Du Dich akzeptiert?
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20.11.2007 12:33 Uhr von roteGraefin
 
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okay: Wer die Not mit Hartz IV anführt, hat damit ein echtes Problem. Ich teile diese Not sie betrifft mich auch.

Dies muss erkannt und gewürdigt werden. Ich habe nur den Auftrag meinen Nächsten zu lieben, wie mich selbst.
Nächstenliebe setzt also Selbstliebe voraus. Es geht darum diese bei jedem Menschen zu stärken. Wo sie wenig bis gar nicht vorhanden ist auch erst einmal zuwecken mit Verständnis für die Situation des anderen.

Geht es hier, wenn Du die Not der Welt mit einem hungernden Kind zeigst, um Dich und Dein Selbstbewusstsein! Wer auf die Not der Welt aufmerksam macht hat auch gleichzeitig ein Problem mit der eigenen Mutter. Die Mutter wird als die ganze Welt vom Säugling erlebt vor allen Dingen als Embryo. Ist diese Welt aus irgendwelchen Gründen nicht in Ordnung gewesen schleppt der Mensch sein ganzes Leben lang ein unfassbares und unnennbares Elend mit sich rum. Für das eigentlich niemand was kann außer die Zeitumstände der Schwangerschaft und ersten Wochen.

Ich verstehe jetzt, dass es vermutlich um Dein verhungertes Kind in Dir selbst geht.

Auf die Hungernden und das Elend in der Welt, haben meine frommen Verwandten auch immer hingewiesen, wenn sie meine Not nicht sehen konnten oder wollten.

Ich nenne eine solche Haltung "Liebe zum Übernächsten" ,die lässt hungrig
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27.11.2007 23:08 Uhr von roteGraefin
 
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wie schön: Dann hast Du eben keinen emotionalen Mangel und bist seelisch und geistig pumperl gesund.

Frage warum suchst, Du dann so dringend die Widersprüche aufzudecken und zu widerlegen.

Ein seelisch gesunder Mensch lässt es an einem bestimmten Punkt ruhen. Mir geht es um Frieden und seelische Gesundheit. Worum geht es Dir?
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28.11.2007 16:06 Uhr von roteGraefin
 
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grrrr: Wer sagt dann, dass Du etwas teilen sollst?

Wenn ich einen Kuchen habe und Du keinen. Dann ist das eine schiefe Situation.

Wenn ich Dir jetzt ein Stück Kuchen anbiete, dann kann ich ihn mit Dir teilen. Dann jeder aber auch nur ein Stück vom Kuchen und nicht mehr den ganzen Kuchen. Und ich freu mich, dass ich etwas mit Dir teilen kann und wir können beide zufrieden sein, oder?

So geht es aber nicht mit dem menschlichen Glück. Dies verschwindet sofort, wenn ich bei der Haltung bleibe, dir immer nur ein Stück Kuchen zum abgebe und von Dir nicht bereit bin etwas anzunehmen sondern im Gegenteil nur erwarte, das ich nur geben soll auch in Falsch verstandener Idee: "Geben ist seliger, denn nehmen."

Dies macht abhängig und hält klein. Dies ist eine reine egoistische Haltung. Genauso egoistisch finde ich Deine Haltung kaum einmal den Schritt zurück zu machen und zu überlegen, ob man es auch so sehen kann (nicht muss) wie ich versuche es darzulegen.
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29.11.2007 18:02 Uhr von roteGraefin
 
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na okay: dann eben nicht!

"Wer nicht will der hat schon" sagte meine Mutter und reichte den Teller ungerührt dem nächsten Kind.

Bei uns wurde gegessen was auf dem Tisch stand.
Dann bist Du halt ein Schmecklecker.

Tut mir leid mit so vornehmen Leuten, die überall ein Haar in der Suppe finden, konnte ich noch nie viel anfangen.

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